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BETONBOXEN: FEINSTES BAUHAUS


Audio - epaper ⋅ Ausgabe 8/2018 vom 13.07.2018

Concrete Audio formt seine Lautsprecher in einem Arbeitsgang. Das Gehäuse ist geschlossen, an der Front tönen feinste Scan-Speak-Membranen.


Für Feingeister gab es in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts nur einen Ort, wo man leben wollte: Weimar in Thüringen. Hier dachten, schrieben und wirkten Schiller, Goethe und später auch Liszt. Heute sehen wir eine Kleinstadt, die auf die Heroen des Goldenen Zeitalters baut und keine neuen Genies hervorbringt. Wirklich?

Außerhalb des Innenstadt-Rings residiert Concrete Audio. Auch hier herrscht Genialität. Wer den Standlautsprecher N1 betrachtet, muss offen ...

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Bildquelle: Audio, Ausgabe 8/2018

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... zugeben: Da wird Schönheit mit bestem Klang und einem einmaligen Konzept verknüpft. Wir sehen einen Standlautsprecher, der den Spielregeln von Joseph D’Appolito folgt. Die Form wirkt edel geschwungen. Wer das Gesamtkunstwerk anschaut, muss unweigerlich an die Ideale des Bauhauses denken – auch dies eine Institution aus Weimar. Die äußerliche Sprache wirkt fein, elegant – schöner kann man einen Standlautsprecher aus Beton nicht gießen. Allein das Gewicht irritiert: 80 Kilo bringt nur einer der Vertreter des Stereopaares auf die Waage. Das ist massiv.

Im Messlabor stellte sich die N1 als ausgewogen abgestimmte, durchschnittlich wirkungsgradstarke Standbox mit derAUDIO-Kennzahl 65 dar. Ihr Frequenzgang verläuft unter verschiedenen Winkeln gerade. Mit 102 dB Maximalpegel und 42 Hz unterer Grenzfrequenz (-6 dB) bietet die Beton-Box solide Dynamik- und Bassreserven. Dezente Verzerrungen machen sich vorwiegend im Bass bemerkbar.

HERRLICH GERADLINIG : Die Weiche kommt mit wenigen, aber hochwertigen Bauteilen aus, zum Beispiel von Mundorf.


Das war konturenstark, durchhörbar und in den feinen dynamischen Momenten mitreißend. Als vergleichende Pop-Zuspielung wählten wir einen Live-Mitschnitt der Killers aus der Royal Albert Hall. Die Musiker zeigen hier, dass sie keine reine Studioband sind, sondern auch live verlocken können. Stark sind die atmosphärischen Momente des Publikums – live muss das rocken. Die N1 besaß dieses Format. Das fühlte sich leichtgängig an, stimmig und groß. Ein lautes Bravo nach Weimar!

FAZIT

Andreas Günther
AUDIO-Mitarbeiter


In diesen Lautsprecher darf man sich verlieben. Er ist äußerst geradlinig aufgebaut, von der Weiche bis zu den Chassis. Das Gehäuse gibt es in allen möglichen Finish-Formen: unbehandelt, versiegelt, lasiert, pigmentiert, geölt, gewachst, poliert, sandgestrahlt, lackiert, teilfurniert. Echte Beton-Fans greifen natürlich zur unbehandelten Version, die uns auch im Test zur Verfügung stand. Diese Stringenz kann man auch hören –_uns verlockte ein schnelles, reiches Klangbild. Hier stimmte jeder noch so feine, noch so leise Impuls. Die Bässe gingen erstaunlich in den tiefsten Keller hinab und überzeugten durch konturenstarke Präsenz. Insgesamt ein ebenso sinniger wie sinnlicher Lautsprecher.