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BETRUG MIT amazon-ANRUFEN


Computer Bild - epaper ⋅ Ausgabe 23/2021 vom 05.11.2021

Sicherheits-Center

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Bildquelle: Computer Bild, Ausgabe 23/2021

Über 9500 verdächtige Telefonnummern wurden 2021 durch Tellows-Nutzer gemeldet. Viele davon sind nur wenige Tage aktiv.

Quelle: https:/ /www.tellows.de/s/analyse_de/amazon

FAKE CALL

Stellen Sie sich vor, Sie bestellen etwas bei Amazon. Ein paar Stunden später klingelt das Telefon. Am anderen Ende meldet sich ein Amazon-Mitarbeiter und fragt, ob Sie einen bestimmten Artikel wirklich bestellt haben. Danach fragt er nach einigen persönlichen Daten, die angeblich im System fehlen. Und weil ja alles in Ordnung sein soll, rücken Sie die Daten raus. Klingt ...

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... ganz normal für Sie? Vorsicht! Denn am Apparat ist wahrscheinlich ein hinterlistiger Betrüger.

Betrug mit Fake Support

Derzeit häufen sich solche Anrufe, die Masche scheint also gewinnträchtig zu sein für die Kriminellen. Meist sind sie auf Kreditkarten- oder andere Zahlungsdaten aus, mit denen die Angreifer auf Kosten ihrer Opfer shoppen wollen. Wie gravierend das Problem ist, zeigt eine schockierende aktuelle Studie der Anti-Telefonterror-Community Tellows: Demnach ist bei weniger als der Hälfte der Anrufe tatsächlich ein Amazon-Mitarbeiter am Apparat. In gut 16 Prozent der Fälle versuchten dagegen Callcenter, den Gesprächspartnern eine Amazon- Kreditkarte anzudrehen. Das ist nicht direkt gefährlich, aber nervig. Doch unglaubliche 37 Prozent der Anrufe sind schlicht Betrugsversuche!

Fake-Anrufe im Vormarsch

Die Initiatoren von Tellows haben das Aufkommen solcher Anrufe über das vergangene Jahr beobachtet und ausgewertet. Ihr Ergebnis: Der Anteil von Betrugsanrufen nimmt ständig zu. Besonders für die bevorstehende Vorweihnachtszeit erwarten die Experten einen deutlichen Anstieg.

Doch wie kommen die Anrufer eigentlich an die Nummern? Die meisten stammen aus einem Datenleck bei Facebook. Dadurch sind dem US-Konzern auch Telefonnummern der Nutzer abhandengekommen. Kriminelle missbrauchen sie aktuell massiv für betrügerische SMS: Meldungen zu angeblich verpassten Anrufen oder fehlgeschlagenen Paketzustellungen. Wer darauf klickt, landet auf Phishing-Seiten.

Amazon ruft nur auf Wunsch an

Amazon selbst ruft Kunden nur an, wenn sie es wollen und den Prozess selbst gestartet haben. Zum Beispiel, wenn es ein Problem mit einer Bestellung gibt. Außerdem rufen Fahrer des Amazon-Lieferdienstes hin und wieder an, wenn Schwierigkeiten oder Unklarheiten bei der Lieferung bestehen. Aber: In beiden Fällen verlangt niemand von Ihnen, dass Sie erklären, wer Sie sind. Und niemand fragt Sie nach Kontodaten oder Passwörtern.

Kriminell mit großen Namen

Die Verbrecher geben sich übrigens nicht nur als Amazon-Mitarbeiter aus. Für Ihre Betrugsversuche missbrauchen sie auch den Konzernriesen Microsoft und Telefonanbieter wie Vodafone.

Immer wieder versuchen angebliche Mitarbeiter von Microsoft, Sie zur Installation einer Fernwartungssoftware zu überreden. Wenn Sie das tun und Ihren Zugang freigeben, installieren die Betrüger Schadsoftware und nehmen Fotos und Dokumente in Geiselhaft. Freigegeben werden die Daten nur gegen Lösegeld. Legen Sie lieber auf, statt sich auf Diskussionen einzulassen! Schauen Sie im Internet nach der richtigen Nummer vom Kundensupport, und melden Sie sich dort.

Schutz vor Spam-Anrufen

Solche Anrufe vermeiden Sie mit Anruffiltern wie dem von Tellows (siehe COMPUTER BILD 18/2021). Die filtern unseriöse und nervige Anrufer direkt raus. Zudem können Sie Ihr Smartphone so einstellen, dass nur gespeicherte Kontakte Sie anrufen dürfen. Eine Anleitung dazu finden Sie unter www.cobi.de/42035. Wollen Sie diese Funktion nutzen, sollten Sie aber wichtige Support-Rufnummern ebenfalls speichern – für den Fall, dass mal ein echter Support-Anruf kommt.

[av]

„Betrugsversuche per Telefon nehmen kräftig zu – passen Sie auf!“

Andy Voß Redakteur