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BEWÄHRTE HAUSMITTEL: Blutdruck im Lot


natürlich gesund und munter - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 21.02.2019

Gefäße unter Stress? Mit diesen Verhaltensregeln und bewährten Hausmitteln halten Sie Ihren Blutdruck im Gleichgewicht.


Artikelbild für den Artikel "BEWÄHRTE HAUSMITTEL: Blutdruck im Lot" aus der Ausgabe 2/2019 von natürlich gesund und munter. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: natürlich gesund und munter, Ausgabe 2/2019

SCHRECK BEIM HAUSARZT: „Ihr Blutdruck ist zu hoch.“ Der Befund einer routinemäßigen Vorsorgeuntersuchung kommt meist überraschend, weil Sie sich gesund und fit fühlen; Bluthochdruck macht anfangs kaum Beschwerden und bleibt deshalb häufig unerkannt. Dabei ist er keineswegs selten, fast jeder Dritte in Deutschland ist davon betroffen. Besonders häufig wird er bei Männern festgestellt, aber auch bei Frauen in den Wechseljahren ist der Druck des Bluts in den Gefäßen oft zu hoch. (Zur ...

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SCHRECK BEIM HAUSARZT: „Ihr Blutdruck ist zu hoch.“ Der Befund einer routinemäßigen Vorsorgeuntersuchung kommt meist überraschend, weil Sie sich gesund und fit fühlen; Bluthochdruck macht anfangs kaum Beschwerden und bleibt deshalb häufig unerkannt. Dabei ist er keineswegs selten, fast jeder Dritte in Deutschland ist davon betroffen. Besonders häufig wird er bei Männern festgestellt, aber auch bei Frauen in den Wechseljahren ist der Druck des Bluts in den Gefäßen oft zu hoch. (Zur Einordnung der Messwerte siehe Kasten rechts).
Nehmen Sie auch bei leicht erhöhten Werten den Hinweis Ihres Arztes ernst und werden Sie aktiv. Auf Dauer belastet Bluthochdruck das Herz und treibt die Gefäßalterung voran. Herzinfarkt und Schlaganfall können die Folge sein. Medikamente, um den Druck auf ein normales Maß zu senken, müssen jedoch nicht immer sein: Einfache Verhaltensregeln und natürliche Hausmittel helfen Ihnen dabei, leicht erhöhten Blutdruck wieder ins Lot zu bringen. Wir stellen Ihnen einige davon vor.
Übrigens ist der Blutdruck ständig in Bewegung, nicht nur im Tagesverlauf, sondern auch mit den Jahreszeiten. Im Winter ist er generell etwas höher als im Sommer. Zudem führen die frühlingstypischen ständigen Wetterwechsel zwischen warmen und kalten Tagen oft dazu, dass der Blutdruck noch stärker schwankt als normal. Gerade bei solchen Wetterkapriolen kann er stark absacken. Das ist zwar meist harmlos, doch vor allem Menschen, die von Natur aus eher niedrigen Blutdruck haben, kämpfen dann mit Frühjahrsmüdigkeit. Mit Gymnastikübungen, Sport oder Wechselduschen kommen Sie wieder in Schwung.

Ansteigendes Armbad

Baden Sie die Arme in einem Waschbecken mit 33 °C warmem Wasser und erhöhen Sie innerhalb von 15 bis 20 Minuten die Temperatur langsam auf 39 °C.

Hintergrund: Äußere Anwendungen mit Wasser, zum Beispiel Waschungen, Bäder, Güsse und Wickel, können den Kreislauf beeinflussen. Warmes Wasser wirkt entkrampfend und entspannend, kaltes Wasser anregend. Je nach Temperatur verengen oder erweitern sich die Blutgefäße. Ansteigende Armbäder am Abend, ein bewährter Klassiker der Hydrotherapie nach Kneipp, wirkt sich deshalb positiv auf mäßig erhöhten Blutdruck aus. Ebenfalls gut – auch bei niedrigem Blutdruck – sind morgendliche Wechselduschen, wobei das Wasser von der Herzferne in die Herznähe geführt werden muss, also zum Beispiel von den Füßen die Beine hinauf.

Apfelessig-Mistel-Trunk

Setzen Sie zwei Teelöffel Mistelblätter, zwei Teelöffel Apfelessig und nach Geschmack einen Teelöffel Honig mit einer großen Tasse Wasser kalt auf und lassen Sie das Ganze acht Stunden ziehen. Morgens seihen Sie den Trunk ab und trinken über den Tag verteilt ein Schnapsgläschen davon.

Hintergrund: Die Mistel ist berühmt als Herz-Kreislauf-Mittel, der Apfelessig normalisiert den Säure-Basen-Haushalt und stabilisiert die Knochen. Der Trunk wird von der Veronika-Carstens-Stiftung empfohlen, auch wenn die Wirkung bisher wissenschaftlich nicht belegt ist.

Wie hoch darf der Druck in den Blutgefäßen sein?

Ein Blutdruck von 120 zu 80 mmHg (Millimeter-Quecksilbersäule) gilt in Deutschland bei Erwachsenen als optimal.

Werte mit mehr als 139 mmHg beim oberen, „systolischen“ Wert und mehr als 89 mmHg beim unteren, „diastolischen“ Wert werden als leicht erhöht eingestuft. Ab 160 zu 100 mmHg liegt Bluthochdruck vor. Er wird oft lange nicht entdeckt, da sich die Betroffenen am Anfang der Erkrankung sogar besonders fit fühlen können.

Ist der Blutdruck deutlich erhöht, können sich im weiteren Verlauf Symptome wie Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Gesichtsrötung, Nasenbluten, Schlaflosigkeit, Abgeschlagenheit und Ohrensausen einstellen. Lassen Sie deshalb Ihren Blutdruck regelmäßig beim Arzt checken und legen Sie sich bei erhöhten Werten ein Blutdruckmessgerät zu, um dann selbst messen zu können.

Ausgewogene Ernährung

Achten Sie auf Ihr Körpergewicht und verzehren Sie reichlich Obst, Gemüse und Vollkornprodukte. Kochen Sie, wann immer es geht, mit frischen Zutaten – in verarbeiteten Speisen versteckt sich oft zu viel Salz – und trinken Sie wenig Alkohol.

Hintergrund: Übergewicht und Bluthochdruck treten oft gemeinsam auf. Das Gute daran: Nehmen Sie ab, sinkt automatisch auch der Bluthochdruck. Laut Deutscher Hochdruckliga ist durch eine Gewichtsabnahme von zehn Kilogramm eine Blutdrucksenkung des oberen Wertes um bis zu 20 mmHg möglich. Die Deutsche Hochdruckliga rät außerdem zu einer blutdrucksenkenden Ernährung, der DASH-Diät (von „Dietary Approaches to Stop Hypertension“). Sie entspricht in wesentlichen Bestandteilen der sogenannten mediterranen Kost, setzt auf viel Obst und Gemüse und fettarme Milchprodukte. Studien haben gezeigt, dass man damit den systolischen (oberen) Wert um elf mmHg und den diastolischen (unteren) Wert bei Hochdruckkranken um etwa sechs mmHg senken kann.
Auch von Vollkornprodukten weiß man, dass sie blutdrucksenkend wirken. „Eine geringfügige Senkung erreichen Sie schon mit dem Verzehr von 100 bis 120 Gramm Vollkornbrot oder Cerealien am Tag“, sagt Prof. Dr. Bernhard Krämer, Direktor der Medizinischen Klinik des Universitätsklinikums Mannheim und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Hochdruckliga e. V. Salz und Alkohol hingegen erhöhen den Blutdruck. Mehr als fünf bis sechs Gramm Salz am Tag sollten Sie nicht verzehren. Die tägliche Salzaufnahme liegt leider meist deutlich höher: Frauen essen oft durchschnittlich 8,4 Gramm, bei Männern sind es sogar etwa zehn Gramm am Tag.
Eine gute Alternative zu Salz sind frische Kräuter. Bei Alkohol gilt die Empfehlung: Männer sollten höchstens 20 bis 30 Gramm Alkohol pro Tag zu sich nehmen; das entspricht etwa einem viertel Liter Wein oder einem halben Liter Bier. Bei Frauen sind es sogar nur 10 bis 20 Gramm.

Rote-Bete-Saft

Trinken Sie täglich einen Viertel- bis halben Liter Rote-Bete-Saft. Damit können Sie Ihren systolischen Blutdruck um acht und den diastolischen um bis zu fünf mmHg senken. Alternativ gibt es in der Apotheke auch Rote-Bete-Saft-Pulver.

Hintergrund: Erste Untersuchungen geben Hinweise darauf, dass der Genuss von Rote-Bete-Saft den Blutdruck senken kann. Sie müssen aber noch durch Langzeitstudien belegt werden, so die Deutsche Herzstiftung. Der Effekt wird auf die im Rote-Bete-Saft enthaltenen Nitrate zurückgeführt. Diese weiten die Gefäße, die dann wieder besser arbeiten können.

Schwarzkümmel

Nehmen Sie dreimal täglich zwei Kapseln Schwarzkümmelöl ein (erhältlich unter anderem in Apotheken) oder geben Sie dreimal am Tag ein paar Tropfen in eine Tasse Tee und schmecken mit etwas Honig ab. Frisch gemahlene Schwarzkümmelsamen können im Kaffee eine effektive Ergänzung sein. Sie sind in ihrer Wirkung allerdings etwas schwächer als reines kaltgepresstes Schwarzkümmelöl.

Hintergrund: Erste Studien weisen darauf hin, dass Schwarzkümmel die Arterien entlastet und den Blutdruck senkt.

Bewegung und Entspannung

Legen Sie eine Musik-CD ein und fangen Sie an zu tanzen oder zu träumen. Machen Sie Entspannungsübungen und treiben Sie regelmäßig Sport.

Hintergrund: „Wer singt, musiziert oder tanzt, ist ausgeglichen und zufrieden. Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass Musik die Herzfrequenz und den Blutdruck senkt, die Atmung beruhigt und die Stresshormone reduziert“, erläutert Professor Dr. med. Hans-Joachim Trappe von der Ruhr-Universität Bochum. Klassische Musik besitzt dabei die stärkste Heilkraft. Auch mit Entspannungsübungen aus dem Yoga, der Meditation und der progressiven Muskelentspannung lasse sich der Blutdruck senken, so die Deutsche Hochdruckliga. Ebenso mit Sport, der bei einer leichten Hypertonie sogar manchmal die Medikamente ersetzen kann. Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt wöchentlich drei bis fünf Trainingseinheiten à 30 Minuten. Ideal sind Ausdauersportarten wie Schwimmen, Nordic Walking und Skilanglauf – idealerweise kombiniert mit Krafttraining für den Muskelaufbau.

Knoblauch-Zitronen-Kur

Zerkleinern Sie drei große Knoblauchknollen und fünf Zitronen. Kochen Sie dann alles in einem Liter Wasser auf und fügen wahlweise noch einen Teelöffel Öl hinzu. Trinken Sie drei Wochen lang etwa 20 ml täglich von der Mischung, die Sie im Kühlschrank aufbewahren.

Hintergrund: Die Zitronen-Knoblauch-Kur ist zwar wissenschaftlich nicht belegt, ihre Anhänger aber berichten von einer Senkung der Cholesterinwerte und des Blutdrucks. Knoblauch jedenfalls erweitert nachweislich die Blutgefäße. Täglich eine kleine Zehe frischen Knoblauch oder 600 bis 900 Milligramm Trockenpulverextrakt beziehungsweise vier bis sechs Knoblauch-Dragees senken laut Deutscher Hochdruckliga den oberen Blutdruckwert um acht mmHg und den unteren um fünf mmHg.


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