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BEWÄHRTE HAUSMITTEL: Wickel, heilende Wohltat


natürlich gesund und munter - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 19.12.2019

Sie möchten gerade in der Anfangsphase einer Erkrankung nicht gleich zu Medikamenten greifen? Wickel, Umschläge und Auflagen können kleine Wunder bewirken. Probieren Sie es einfach mal aus!


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Bildquelle: natürlich gesund und munter, Ausgabe 1/2020

Ein Lavendelwickel bei Husten, eine Quarkauflage bei Gelenkentzündung, Essigsocken bei Fieber – die Heilkraft von Wickeln und Auflagen ist altbewährt. Nun wird das vielseitige Hausmittel, das schon zu Zeiten unserer Großmütter bei allerlei Wehwehchen eingesetzt wurde, neu entdeckt. Zu Recht! Warme oder kalte Auflagen helfen Ihnen, Bauchweh und Erkältungen natürlich zu lindern, Schmerzen zu reduzieren und Entzündungen ...

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... auszubremsen. In Verbindung mit ätherischen Ölen und anderen pflanzlichen Inhaltsstoffen speichern Wickel und Umschläge langanhaltend Feuchte, Wärme oder Kälte und wirken so besonders intensiv.Unterstützt wird das Ganze durch die Fürsorge und Zuwendung, die beim Anlegen eines Wickels notwendig ist. Auch diese hilft kleinen und großen Patienten, rascher zu gesunden. Oft reicht schon eine Anwendung, und die Beschwerden lassen nach.

Kleine Wickelkunde

Wickel oder Auflage? Die Unterschiede liegen im Detail. Einen klassischen Wickel schlingen Sie immer rund um den Leib oder den zu behandelnden Körperteil. Er wird meist im Liegen und für eine definierte Anwendungsdauer angelegt und benötigt etwas Ruhe und Zeit. Auf die Einwirkzeit folgt eine Ruhephase, in der die Wärme des Wickeltuchs noch für eine Viertelstunde nachwirken sollte. Auflagen sind hingegen vergleichsweise unkompliziert. Sie bedecken nur eine bestimmte Körperstelle und können auch unter der Kleidung getragen werden. Sich aufzusetzen und zu bewegen ist damit kein Problem. Die Dauer der Anwendung ist in der Regel flexibel, viele Auflagen können sogar über Nacht liegen bleiben.
Mäßig temperierte Anwendungen vertragen schon kleinere Kinder. Bei alten und geschwächten Menschen sowie bei Babys und Kleinkindern, die sich nicht selbst äußern können, sollten sie aber nur sehr vorsichtig angebracht und bei den kleinsten Anzeichen von Missempfindungen sofort wieder abgenommen werden. Heiße, kalte und die Haut reizende Wickel und Auflagen sind nur etwas für Erwachsene und für Kinder vom sechsten Lebensjahr an.


DIE WICKEL KÖNNEN KALT ODER WARM ANGEWENDET WERDEN


EIN ZWIEBELWICKEL WAR SCHON BEI UNSEREN OMAS BELIEBT


Anwendung leicht gemacht

Für einen Wickel oder eine Auflage brauchen Sie nicht viel. Im Prinzip reichen einige Tücher aus Naturfasern. Synthetische Stoffe sind nicht geeignet. Sie sind nicht durchlässig genug, darunter stauen sich Hitze und Feuchtigkeit. Wickel bestehen meist aus drei Lagen, für Auflagen reichen oft ein Substanztuch und ein Fixiertuch.

Das Innentuch liegt direkt auf der Haut. Gut geeignet sind Stofftaschentücher, ein Stück Küchenpapier oder auch Einmalteefilter aus Papier. Für warme Anwendungen geben Sie das mit der Wirksubstanz versehene Innentuch zusammengefaltet in einen lebensmittelechten Gefrierbeutel. Gut verschlossen, wird er fünf Minuten lang zwischen zwei kleinen Wärmflaschen erwärmt. Danach herausnehmen und auf die Haut legen.

Als Zwischentuch kommt darüber ein trockenes Baumwolltuch, beispielsweise ein Geschirr- oder ein Frotteetuch. Es wird etwas überlappend über das Innentuch gelegt.

Ein wärmendes Außentuch hält den Wickel an Ort und Stelle. Das geht mit einem dickeren Bade- oder Moltontuch, Sie können die inneren Wickeltücher aber auch mit einem Hemd oder einer Socke fixieren.
Tipp: In der Apotheke gibt es praktische vorgefertigte Wickelsets in verschiedenen Ausführungen (z. B. von Wickel & Co. oder von Retterspitz). Sie enthalten alle notwendigen Lagen und sind kinderleicht anzuwenden.

Wirkung auf den Stoffwechsel

„Wickel zielen immer auf den Wärmehaushalt ab“, erklärt Gerda Zölle. Sie ist bei der Wala Heilmittel GmbH für den Fachbereich der Pflegeberufe verantwortlich. „Denn mit Wärme versucht der Organismus auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene, krank machende Einseitigkeiten auszugleichen.“ Wickel können – je nach Anwendungsdauer und angewandter Technik – Wärme entziehen oder zuführen, die Durchblutung steigern und den Stoffwechsel anregen. Warme Auflagen mit Heilpflanzenextrakten, die einen besonderen Bezug zur Wärme haben, stärken die aufbauenden Kräfte. Kühlende Umschläge hingegen mildern die starken Stoffwechselreaktionen auf Infektionen und Entzündungen ab, die häufig von Fieber begleitet sind. „Über die verwendeten pflanzlichen Wirksubstanzen bekommt der Körper von außen einen Impuls, den er über die Haut aufnimmt und auf den er direkt reagiert“, so die Wickelexpertin weiter. „Und obwohl es sich bei Wickeln und Auflagen um lokale Anwendungen handelt, wirken sie innerlich auf tiefer liegende Organe wie Leber oder Niere und auf Stoffwechselprozesse. Zudem beeinflussen sie das Immunsystem und die Psyche, sprechen also den ganzen Menschen an.“ Deshalb lindert beispielsweise ein Brustwickel mit Lavendelöl nicht nur Husten. Sein Duft entspannt und hilft nervösen Menschen mit Einschlafproblemen.

Medizinisch anerkannt

Kein Wunder, dass die heilenden Umschläge auch in viele Krankenhäuser Einzug gehalten haben. Eine Vorreiterrolle spielen dabei anthroposophische Kliniken und Einrichtungen. Wickel und Auflagen mit heilsamen Essenzen, Ölen und Salben sind hier wichtige Elemente der Pflege und essenzieller Bestandteil der Behandlung. Sie werden begleitend zur medikamentösen Therapie eingesetzt, um die Heilkräfte der Patienten direkt zu unterstützen. Doch egal, ob ein wohltuender Wickel von einer speziell ausgebildeten Pflegekraft angebracht wird, ob eine Mutter die Selbstheilungskräfte ihres kranken Kindes mit einem warmen Umschlag unterstützt oder ob Sie sich selbst mit einer kühlenden Auflage auf dem schmerzenden Knie Linderung verschaffen – damit ein Wickel seine große Heilkraft entfalten kann, benötigt er ausreichend Ruhe vor und während der Anwendung.

BEWÄHRTE HAUSMITTEL: Wickel, Auflagen & Co.: So geht’s, so wirkt’s

1 Ohrenschmerzen

→Zwiebelauflage

Schneiden Sie eine kleine Küchenzwiebel fein auf, legen Sie sie auf das Substanztuch und erwärmen Sie das Ganze in einer lebensmittelechten Plastiktüte zwischen zwei Wärmflaschen. Dann herausnehmen und zu einem Säckchen formen. Dieses legen Sie zusammengebunden für eine halbe Stunde auf das schmerzende Ohr. Fixieren können Sie die Ohrauflage mit einem Schal oder einem Stirnband.

Hintergrund : Die ätherischen Öle und schwefelhaltige Stoffe wie Allicin wirken sehr schnell schmerzlindernd und sind gerade auch bei Kindern sehr hilfreich. Zudem lösen sie Sekrete und hemmen Entzündungen. Zwiebelauflagen haben sich deshalb auch als Brustkompresse bei Husten und auf den Fußsohlen bei einer beginnenden Erkältung sowie bei Schnupfen bewährt.

2 Husten und Bronchitis

→Wickel mit Lavendelöl

Beträufeln Sie ein Innentuch mit neun Tropfen zehnprozentigem Lavendelöl aus der Apotheke, erwärmen Sie es zwischen zwei Wärmflaschen und legen Sie es mittig auf die Brust des liegenden Patienten. Darauf kommen das Zwischentuch und ein die Brust umhüllendes Außentuch. 15 bis 20 Minuten wirken lassen, dann Substanztuch entfernen und mit dem Wickeltuch nachruhen.

Hintergrund : Die fettlöslichen ätherischen Öle werden über die Haut ins Blut aufgenommen. Sie beruhigen die verkrampften Bronchien, lösen Schleim und erleichtern das Abhusten. Lavendel wirkt schlaffördernd. Legen Sie den Brustwickel deshalb insbesondere am Abend auf.

3 Bauchweh

→Kamillenkompresse

Bereiten Sie einen Tee aus zwei Teelöffeln Kamille und einem halben Liter Wasser zu und lassen Sie ihn etwas abkühlen (Temperatur an der Innenseite des Armes prüfen). Dann übergießen Sie ein bauchgroßes, zusammengerolltes Innentuch, wringen es kräftig aus und legen es auf den Bauch des Patienten. Darauf kommen das Zwischentuch und ein Außentuch. Der Wickel bleibt bis zu 15 Minuten liegen, danach wird eine Viertelstunde nachgeruht.

Hintergrund : Die Kamille enthält eine einzigartige Wirkstoffkombination aus ätherischen Ölen, Cumarinen, Schleimstoffen und Flavonoiden. Sie wirken entzündungshemmend und reizmildernd, beruhigend, krampf- und schmerzlindernd.

4 Leber- und Gallenbeschwerden

→Wickel mit Schafgarbe

Bereiten Sie einen Schafgarbentee zu (vier Teelöffel getrocknetes Schafgarbenkraut auf dreiviertel Liter Wasser, zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen). Gießen Sie ein Drittel davon in eine Tasse und tränken Sie mit dem Rest ein trockenes Baumwolltuch. Gut ausgedrückt im Bereich der Leber direkt auf die Haut legen, darauf eine Wärmeflasche, die fest mit dem Außentuch um den Körper gewickelt wird. Ruhen Sie eine halbe Stunde im Liegen und trinken dabei die Tasse Schafgarbentee. Bitte beachten: Den Wickel nicht anwenden, wenn sich Schmerzen durch die Wärme verstärken.

Hintergrund : Der Leberwickel fördert durch die Kombination aus Wärme und Feuchtigkeit eine verstärkte Durchblutung der Leber. Die Gefäße erweitern sich, und die Galle fließt leichter ab. Die Schafgarbe wirkt – innerlich wie äußerlich – zusätzlich anregend und gefäßstärkend.

5 Blasenentzündung

→Eukalyptusöl-Auflage

Beträufeln Sie das Substanztuch mit neun Tropfen zehnprozentigem Eukalyptusöl aus der Apotheke (Kinder ab zwei Jahren: sechs Tropfen) und legen es erwärmt auf die Blasengegend. Darauf kommen ein Tuch oder etwas Wollflies als Wärmespender und zum Schutz der Kleidung. Fixiert wird das Ganze mit der Unterwäsche. Sie können die Auflage wirken lassen, solange sie ihnen angenehm ist, auch über Nacht.

Hintergrund : Cineol, das ätherische Öl des Eukalyptus, wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und antiseptisch. Eine Unterleibauflage mit Eukalyptusöl lindert akute Beschwerden wie Brennen und krampfartige Schmerzen.

6 Rückenschmerzen

→Heublumenkissen

Erhitzen Sie etwas Wasser in einem Topf und erwärmen Sie das Heublumenkissen (gibt es in der Apotheke) in einem Siebeinsatz über dem Wasserdampf, ohne dass es mit dem Wasser in Berührung kommt. Prüfen Sie die Temperatur an der Innenseite des Unterarms und legen Sie das Heusäckchen auf die schmerzende Stelle. Dann decken Sie es mit einem Tuch ab und befestigen es mit einem engen T-Shirt. Es bleibt liegen, solange es Ihnen angenehm ist. Tipp: Sorgfältig getrocknet, kann das Heukissen zwei- bis dreimal verwendet werden.

Hintergrund: Die intensive Wärme der Kräuterauflage und die durch die feuchte Hitze freigesetzten Pflanzeninhaltsstoffe (z. B. Cumarine) verbessern die Durchblutung, fördern die Beweglichkeit und lindern den Schmerz..

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7 Kopfschmerz und Erkältung

→Nackenauflage mit Meerrettich

Vermischen Sie frisch geriebene Meerrettichwurzel mit etwas Wasser zu einer Paste und streichen Sie diese etwa einen Zentimeter dick auf die Mitte eines Küchen- oder Baumwolltuchs. Die Ränder des Tuchs über dem Meerrettich einschlagen und das Päckchen auf den Nacken legen. Nach zwei bis maximal zehn Minuten abwaschen und die Haut, wenn sie sehr gereizt ist, mit Oliven- oder Sonnenblumenöl einreiben. Wichtig: Beenden Sie die Anwendung sofort, wenn es zu stark brennt oder die Haut intensiv rot wird. Für Kinder sind Meerrettichauflagen zu stark und deshalb tabu.

Hintergrund : Meerrettich ist reich an Senfölglykosiden, die beim Zerkleinern aufgespalten und aktiviert werden. Damit regen sie die Durchblutung des Gewebes an, was eine Stauung im Kopfbereich verhindert und eine Verkrampfung löst. Die Scharfstoffe fördern die Durchblutung in den Schleimhäuten der Nasennebenhöhlen. Sekret kann besser abfließen, und unangenehmer Kopfdruck wird gelindert.

8 Gelenkentzündungen

→Auflage mit Quark

Streichen Sie zimmerwarmen Magerquark zwei bis drei Zentimeter dick auf ein Blatt Küchenrolle, decken Sie den Quark mit einem zweiten Blatt ab und legen die Packung auf den schmerzenden Bereich. Abgedeckt wird die feuchtkalte Auflage nur mit einem Geschirrtuch, damit kein Temperaturstau entsteht. Ist der Quark getrocknet, kann er abgenommen werden. Bitte beachten: Quark nicht bei offenen Wunden und nicht direkt auf der Haut anwenden.

Hintergrund : Der Quark wirkt stark abschwellend und entzündungshemmend, zudem ist er ein hervorragender Kälteträger mit intensiver Tiefenwirkung, der durch die Verdunstungskälte überschüssige Wärme auch aus tiefen Gewebeschichten zieht. Die Durchblutung wird angeregt und der Heilungsprozess in Gang gesetzt. Eine Quarkauflage wirkt auch bei Halsschmerzen, Brustdrüsenentzündung, Insektenstichen, Prellungen und Sonnenbrand.

9 Fieber

→Socken mit Zitronenwasser

Tränken Sie ein Paar Baumwollsocken mit Zitronenwasser (zwei bis drei Spritzer Zitronensaft in ein Glas zimmerwarmes Wasser) und wringen Sie sie gut aus. Dann die Socken und als zweite Schicht größere Wollsocken anziehen. Etwa eine Viertelstunde lang einwirken lassen, bis das innere Sockenpaar trocken ist. Alternativen: Tränken Sie die Socken mit verdünntem Essig (ein Teil Essig, fünf Teile Wasser) oder schneiden Sie eine unbehandelte Biozitrone in Scheiben und legen Sie sich jeweils eine Scheibe auf die Fußsohlen. Darüber ziehen Sie dann trockene Socken.

Hintergrund: Die Säure aus Zitrone oder Essig steigert die kühlende Wirkung der nassen Socken und senkt dadurch das Fieber. Dabei wird die reflektorische Verbindung der Fußsohlen zum ganzen Körper genutzt. Wichtig: Die Füße sollten warm sein, zudem darf der Erkrankte nicht frieren. Die Anwendung frühestens nach einer Stunde und höchstens einmal wiederholen.

So machen Sie einen Wickel

ERSTELAGE: Das Innentuch

Es nimmt die Wirksubstanzen auf und liegt direkt auf der Haut. Am besten eignet sich ein dünnes Baumwoll- oder Leinentuch, z. B. ein Stofftaschentuch.

ZWEITE LAGE: Das Zwischentuch

Sie verwenden am besten ein trockenes Baumwolltuch. Es wird etwas überlappend über das Innentuch gelegt.

DRITE LAGE: Das Außentuch

Dieses wirkt wärmend. Ein Badetuch eignet sich dafür genauso wie ein dicker Wollschal oder ein Wollplaid.

WANN ZUM ARZT?

Verschwinden die Krankheitssymptome nicht innerhalb weniger Tage, oder sind die Beschwerden sehr stark, sollten Sie zum Arzt gehen. Auch wenn Symptome wie hohes Fieber dazu kommen und natürlich bei allen lebensbedrohlichen Erkrankungen ist ein Arztbesuch notwendig.

Bitte beachten!

Ist dem Kranken kalt, sollte er sich erst im Bett mit Wollsocken aufwärmen, bevor der Wickel angelegt wird.

Nehmen Sie den Wickel sofort ab, wenn der Patient während der Anwendung zu frieren beginnt, der Wickel unangenehm ist oder wenn Hautreizungen entstehen.

Achten Sie darauf, dass der Wickel weder zu locker noch zu stramm angelegt ist: Falten oder Luftlöcher können ein unangenehmes Kältegefühl verursachen, ist der Wickel zu eng, ist das schlecht für die Durchblutung.

Eine halbe Stunde vor oder nach dem Essen sollten Sie keine Wickel anwenden. Hunger verhindert die Entspannung, und direkt nach dem Essen benötigt der Körper vermehrt Energie für die Verdauung.

Verzichten Sie während der Anwendung auf Tee, Kaffee, Rauchen und Alkohol. All das verengt die Blutgefäße, was die Wirkung des Wickels vermindert.


Fotos: alle12/iStock.com, WALA Heilmittel GmbH (2), Illustrationen: Michaela Mayländer

Foto: Michaela Mayländer

Fotos: New Africa, B. and E. Dudziński/beide AdobeStock.com; byryo, Janna Danilova, Albina Yalunina, alexander ruiz/alle iStock.com

Fotos: Michaela Mayländer; Gulsina/iStock.com