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Bewässerungssysteme : StunAutomatisch gießen


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 6/2013 vom 31.05.2013

Damit Dürreperioden den Gartenpflanzen nicht schaden, muss das Grün immer aus reich end gewässert werden. Mit der passenden Technik geschieht das Gießen auf Knopfdruck oder im Urlaub automatisch.


Artikelbild für den Artikel "Bewässerungssysteme : StunAutomatisch gießen" aus der Ausgabe 6/2013 von ÖKO-TEST Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Foto: iStockphoto/ ©Thinkstock

Der Blick zum Himmel verheißt nichts Gutes: Schon seit Tagen lässt sich keine Wolke blicken. Der Rhododendron hat seine Blätter eingerollt, um sich vor der Hitze zu schützen, die Hortensien lassen längst ihre Blätter hängen, ihre Blüten verwelken. Wer jetzt nicht eingreift, hat in den schönsten Wochen des Gartenjahres bald nur noch einen trostlosen Blick auf dürres Gelb. Damit es ...

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... nicht so weit kommt, gilt es mit Bewäs serung vorzubeugen. Das kann man zeitauf wendig mit dem Gartenschlauch in der Hand machen, doch bis man mal im Garten rund ist, sind schnell ein bis zwei Stun den vergangen. Oder man installiert ein Bewässerungssystem, das zielgerichtet einzelne Pflanzen, ganze Beete oder die Rasenflächen versorgt. Ein wei terer Pluspunkt der Systeme: Auch während der Urlaubszeit können sie – automatisch gesteu ert – das Verdursten der Pflanzen verhindern.

Der Wunsch vieler Hobbygärtner nach tech nischer Unterstützung ist nachvollziehbar: Ex perten rechnen, dass in einem durchschnittlichen Sommer für die Gartenbewässerung bei 100 Quadratmetern Gartenfläche rund sechs Kubik meter Wasser notwendig sind: Das sind 6.000 Liter. Um diese Mengen komfortabel zu verteilen, bieten zahlreiche Hersteller ganz unterschiedliche Helfer an. Bevor man aber eine vielleicht zu teurere oder überdimensionierte Anlage kauft und installiert, sollte man überlegen, was man wirklich braucht. Welche Pflanzen müssen ständig versorgt werden, wo ist nur bei größter Trockenheit das Wässern notwendig? Gibt es das Wasser aus der Leitung oder können auch Regenoder Brunnenwasser verwendet werden?

Ganz wichtig: Die Technik sollte rechtzeitig vor dem Hochsommer installiert werden. Nur so kann man sie testen und die Programme entsprechend anpassen. Wenn es dann im August in den Urlaub geht, empfiehlt es sich aber trotzdem, einen Nachbarn oder Freund zu bitten, einmal in der Woche nach dem Rechten zu schauen: Ist der Wasser vorrat etwa der Regenwasseranlage noch in Ordnung oder muss gegebenenfalls aufgefüllt werden? Oder hat sich ein Anschluss gelöst? Wenn Gießkannenschleppen oder stundenlanges Schlauchgießen dank eines Bewässerungssys tems überflüssig sind, lässt sich dafür bestimmt leichter jemand finden.

Steuerung und Regelung

Foto: GARDENA

Das Gehirn der Gartenbewässerung. Mehrere manuell einstellbare Startzeiten, wählbare Bewässerungsdauer, Bewässerungstage oder Zyklen pro Tag sind für eine gute Steuerung notwendig. Eine Batterieoder Akkustandanzeige ist sinnvoll, damit nicht mitten im Urlaub die Anlage aus Energiemangel stoppt. Wenn mehrere Wasserkreisläufe – etwa für Rasen und Beete – getrennt installiert sind, muss die Steuerung entsprechend ausgelegt sein. Wichtig ist der Anschluss eines Regensensors. Es macht schließlich wenig Sinn bei Dauerregen die eigene Bewässerung in Betrieb zu halten. Einfache Geräte beginnen mit rund 30 Euro, für ausge klügelte Steuerungen fallen auch 200 und mehr Euro an.

Tröpfchenbewässerung

Foto: GARDENA

Der Vorteil einer solchen Bewässerung ist der relativ niedrige Wasserverbrauch. Es wird nicht mehr das ganze Beet gleichmäßig mit Wasser besprüht, sondern es fließt nur dort Wasser – Tropfen für Tropfen – wo es an den Pflanzen benötigt wird. Die verschiedenen Hersteller haben für dieses Verfahren unterschiedliche Bezeichnungen. Marktführer Gardena nennt sein System MicroDip (www.gardena. com ) der Gartenspezialist Beckmann (www.beckmannkd. de ) bewässert mit seinem Makrotropfschlauch (15 Meter, 15,95 Euro). Weil man bei der Tropfbewässerung zielgerichtet etwa nur die Hortensien mit dem Nass versorgt, können sogar spezielle Düngebeimischgeräte eingebaut werden (Gardena, 19,90 Euro). Auch diese Art der Bewässerung lässt sich manuell oder automatisch steuern. Wichtig für den Winter: Durch automatische Entwässerungsventile, die im Rohrverlauf eingebaut werden, ist zum Beispiel das GardenaSystem frostsicher.

Kübelpflanzen-Bewässerungsanlagen

Foto: bambach GbR - blumat-shop.de

Sie versorgen Pflanzen über Pipelines aus Vor ratsbehältern oder direkt vom Wasserhahn. Die dünnen Zuleitungsschläuche haben Öff nungen, an denen pro Pflanze ein Tropfer an geschlossen wird. Über Schläuche oder Rohre können für Blumen kübel ganze Reihen von Tropfern installiert werden. Die Tropf stellen sind auch einzeln regulierbar. Manche Systeme öffnen oder schließen die Wasserzufuhr über Regler, die auf Feuchtigkeit oder Trockenheit direkt an der Pflanze reagieren. Auch wenn die Zuleitungsschläuche oft nur spaghettidünn sind, muss man sich überlegen, ob man die Optik in Kauf nehmen will. Im Urlaub aber stören sie ja niemanden. Manche Anlagen benötigen Zeit uhren oder Bewässerungs compu ter, andere, wie der TropfBlumat arbeiten nur mit Wasserdruck. Ein Tonkegel reagiert auf den Feuchtigkeitsgehalt der Erde und gibt dann die benötigte Wassermenge ab. Ein Starterset gibt es ab 61 Euro plus Versand (www. blumatshop. de ). Einen anderen Weg nimmt die Ortmann Kapillarbewässerung. Hier wird das Wasser von unten über Dochtrohre und Dochte der Pflanze zugefügt (www.kapillarortmann. de ). Praktisch und ohne großen Aufwand lassen sich Kübelpflanzen auch mit dem Idris Bewässerungssystem der Firma Claber bewässern. Das patentgeschützte System gibt aus einer handels üblichen PETFlasche das genau dosierte Wasser an jede einzelne Pflanze. (www.claberonline. de ) ab (etwa 20 Euro je Wasserspender).

Pipelinesystem

Foto: Regenmeister

Ein erster Schritt in die komfortable Bewässerung kann das Pipelinesystem mit beliebig vielen Stellen zur Wasserentnahme sein. Hier werden Kunststoffrohre unterirdisch verlegt. Wo im Garten Wasser benötigt wird, verbaut man ebenerdig Anschlüsse. Die funktionieren wie Steckdosen und man muss nicht mit einem langen Wasserschlauch im Garten hantieren. Die Anschlussstellen können bei Nichtgebrauch abgedeckt werden. Bei Trockenheit schließt der Hobbygärtner einen Flächenoder Viereckregner an oder installiert direkt an den zu bewässernden Pflanzen punktgenaue Düsen. Mit entsprechender Steuerung erfolgt das Bewässern dann sogar automatisch. Solche Rohrsysteme oder Wasserstränge sind durch Verbinder, Winkel, TStücke oder Stecksysteme leicht zu realisieren. Die Systeme gibt es im Fachhandel, in Baumärkten oder im Internet. Ein Starterset etwa der Firma Regenmeister (www.regenmeister.de ), das für eine Gartenfläche von circa 100 bis 120 Quadratmetern ausgelegt ist, kostet knapp 90 Euro. Die Wasserstränge sollten mindestens zehn Zentimeter tief platziert werden, damit beim Vertikutieren des Rasens oder beim Unkrautjäten die Leitung nicht beschädigt wird. Die Rohre sind frostfest: Im Winter sollte jedoch der Bewässerungsautomat und der Wasserverteiler abgeschraubt werden. Die Rohre sind dann mit einem Korken verschließbar.

Sprinklersystem

Auch hier wird das Wasser unterirdisch verteilt. An den festgelegten Stellen schnellt beim Wasser einsatz dann der entsprechende Versenkregner nach oben und sorgt für den künstlichen Regen. Gerade für Rasenflächen ist dieses System einsetzbar. Fußballfans kennen solche Anlagen aus ihren Stadien. 25 Meter Verlegerohr kosten bei Gardena knapp 48 Euro, ein Turbinenversenkregner für bis zu 100 Quadratmeter 16,40 Euro. Verbinder und Anschlussdose kosten 30 bis 40 Euro je nach gewünschter Zahl der Regner. Die Rohrmontage erfolgt durch einfaches Drehen der Verschraubung um 140 Grad.

Foto: GARDENA