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Bild: UHD-HDR-DLP-Ultrakurzdistanz-Projektor: (K)Ein Geheimtipp


Heimkino - epaper ⋅ Ausgabe 3/2020 vom 13.03.2020

Seit Langem geistert er durchs Amazon-Ranking und hat sich dort mittlerweile einen respektablen Platz ergattert. Die Rede ist vom Laser-Projektor 150″ vom Hersteller Xiaomi. Ganz so, wie es bei Amazon üblich ist, haben die Geräte Bezeichnungen, die möglichst aufschlussreich beschreiben sollen, was sie sind, oder was sie können; beziehungsweise suchmaschinenoptimiert, wie man im Digitalsprech sagen würde. Wir waren gespannt, was der Laser-Projektor 150″ unabhängig von der Suchmaschine an die Leinwand wirft.


Xiaomi Laser-Projektor 150″ - auf der Überholspur

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Bildquelle: Heimkino, Ausgabe 3/2020

Man hätte ihn auch Laser-TV nennen können, das ist ...

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... die aktuelle Bezeichnung für diese Gerätegattung. Nichts anderes ist der Xiaomi als ein Ultrakurzdistanz-Projektor mit Laser-Leuchtmittel, der obendrein seine Aufstellungsposition direkt vor der Leinwand dazu nutzt, die Projektion mit ausreichend fettem Sound zu unterstützen. Außerdem feiert die HEIMKINO mit dem Xiaomi Laser-Projektor 150″ eine kleine Premiere; es gibt nämlich aktuell keinen Vertrieb in Deutschland, der Beamer kann fast ausschließlich über Amazon bezogen werden. Das haben wir nicht gemacht, sondern wir haben unsere Verbindung zum Vertrieb in Österreich genutzt, der uns freundlicherweise ein Testgerät zur Verfügung stellte. Sie können den Xiaomi natürlich ganz normal über Amazon erwerben, obwohl gemunkelt wird, dass Xiaomi das Vertriebsnetz in Europa weiter ausbauen wird.

Aufstellen leicht gemacht

Als Betriebssystem ist Android TV installiert, oben ist die Eingabezeile für den Google Assistant zu erkennen


Neben diversen anderen Apps sind auch die Mediatheken von ARD und ZDF schon vorinstalliert


Nun aber zurück zum Beamer, der ist zwar auf den ersten Blick nicht die Neuerfindung des Laser-TVs, stellt sich aber als höchst anspruchslos seitens der Aufstellung heraus. Platziert wird er ca. 45 Zentimeter vor der Leinwand (wir messen hier die Entfernung zum Objektiv) und erreicht damit ein Bild von zwei Metern Breite. Damit es nach Möglichkeit keine Trapez-Verzerrungen gibt, soll der Beamer perfekt auf die Leinwand ausgerichtet werden. Hierzu gibt es Einstellrädchen für die Höhenver- stellung der vorderen Füße, also die der Leinwand abgewandten Seite. Diese Rädchen sind leicht von der Seite einstellbar, und zwar unabhängig voneinander, schnell hat man da das Bild in der gewünschten Höhe und vor allem im rechten Winkel. Wie bei fast allen Ultrakurzdistanz-Beamern üblich, zeigen sämtliche Anschlüsse zur Leinwand und sorgen damit für eine fast unsichtbare Verkabelung. Allerdings geht man bei Xiaomi wohl davon aus, dass die Steckdose maximal einen Meter vom Beamer entfernt sitzt, denn das Netzkabel ist entsprechend knapp bemessen.

Schon beim Start wird deutlich, dass es sich hier um keinen herkömmlichen Beamer handelt; der Xiaomi fährt Android TV als Betriebssystem hoch, entsprechend ungewohnt bunt geht es auf dem Homescreen zu. Neben Youtube, Google Play Filme, waipu.tv und vielen anderen Apps sind auch die Apps der Mediatheken von ARD und ZDF vorinstalliert. Oben fordert der Google Assistant zur Suche per Spracheingabe auf, wobei man idealerweise in das Mikro spricht, das in der Fernbedienung integriert ist.
Dank WLAN und LAN ist der Xiaomi schnell und sicher ins Netzwerk integriert und kann damit ebenso schnell ins Internet, sodass die Suchanfragen nicht lange unbeantwortet bleiben. Auch für dem guten Ton ist gesorgt, der strahlt, ähnlich wie bei einer Soundbar, nach vorne ab und vermittelt auf jeden Fall einen besseren Eindruck als die meisten Flachbildschirme.

Setup und Bildqualität

Aus dem schmalen Schlitz strahlt der Beamer Bilder von bis zu zwei Metern Breite an die Leinwand, obwohl besagter Schlitz nur knapp einen halben Meter von der Leinwand entfernt ist


Hier gibt es nur wenig anzumerken, wer den Laser-Projektor 150″ aufstellt, muss sich nur wenig mit der Kalibrierung befassen, ganz einfach, weil der Xiaomi nur wenige Eingriffe zulässt. Der potenzielle Kunde will das Gerät aufstellen anschließen und nach Möglichkeit sofort genießen, so zumindest die Idee des Herstellers. Direkt beim ersten Start stand unser Testmuster dann auch schon im Bildmodus „Film“ und machte da bereits auf den ersten Blick eine gute Figur: Zumindest die Farbtemperatur lag augenscheinlich zumindest grob im Bereich um die gewünschten 6500 Kelvin, was die anschließende Messung von knapp 6900 Kelvin dann auch bestätigte. Auch die Abdeckung des Normfarbraumes gelang dem Xiaomi in dieser Einstellung schon beachtlich gut. Einzig die Gammakurve verläuft etwas flach, was eine geringe Durchzeichnung in den mittleren Helligkeitsbereichen zur Folge hat. Es gibt quasi kein Farbmanagement, sodass in sämtlichen Presets die Parameter wie Farbtemperatur, Gamma und andere festgelegt sind und nicht beeinflusst werden können. Einzig das Custom-Preset erlaubt zumindest eine Wahl der Farbtemperatur aus den Einstellungen Standard, Warm und Kühl. Die Einstellung Warm zeigte ein ähnliches Ergebnis wie das Preset „Film“, zauberte allerdings ein etwas helleres Bild an die Leinwand.

Außer den sichtbaren Schnittstellen, die sämtlich auf der der Leinwand zugewandten Seite untergebracht sind, hat der Xiaomi auch Bluetooth und WLAN integriert


Es gibt quasi kein Farbmanagement, sodass in sämtlichen Presets die Parameter wie Farbtemperatur, Gamma und andere festgelegt sind und nicht beeinflusst werden können. Einzig das Custom-Preset erlaubt zumindest eine Wahl der Farbtemperatur aus den Einstellungen Standard, Warm und Kühl. Die Einstellung Warm zeigte ein ähnliches Ergebnis wie das Preset „Film“, zauberte allerdings ein etwas helleres Bild an die Leinwand.
Liegt ein HDR-Signal an, erscheint sogleich das Preset „HDR“ im Bildmenü und der Beamer stellt sich darauf ein, zumindest nach seinen Möglichkeiten. Und die sind besser als erwartet, immerhin schafft er es, den Farbraum zu erweitern und auch die Gammakurve nähert sich maßvoll der erforderlichen PQ-Kurve an, womit der Xiaomi Laser-Projektor 150″ schon eine beachtliche HDR-Performance auf die Leinwand bringt.

Fazit

Der Xiaomi Laser-Projektor 150″ ist sicherlich kein Schnäppchen, dennoch ist er deutlich günstiger als die meisten namhaften Konkurrenten. Jeder, der einen unkomplizierten Laser-TV sein Eigen nennen möchte, und von der totalen Vernetzung des Xiaomi profitieren möchte, wird sich über den günstigen Preis freuen, zu dem das möglich ist.

Technik: Farbdarstellung

Der Xiaomi Beamer stand bei seiner Ankunft im Bildmodus „Film“, ob nun ab Werk oder ob der Vertrieb so freundlich war, sei dahingestellt, viel Einfluss auf die Farbdarstellung hat man ohnehin nicht. Die Farbtemperatur liegt mit knapp 6900 Kelvin für Filme zwar recht hoch, im Wohnzimmer aber durchaus angemessen A. Der BT.709-Normfarbraum wird knapp abgedeckt, Blau schlägt seitens der Sättigung deutlich über die Stränge, was optisch aber nicht auffällt B. Die Farbabweichungen sind für einen Schnellstart schon recht gering, manche der direkten Konkurrenten arbeiten hier wesentlich großzügiger C. Der Verlauf der Gammakurve ist recht flach, der Gammawert mit 1,66 zu niedrig D.

Die einzige Möglichkeit, überhaupt etwas einstellen zu können, gibt es im Bildmodus „Custom“, und hier stellten wir die Farbtemperatur auf „Warm“. Im Grunde hat sich kaum etwas geändert gegenüber dem „Film“-Preset, wieder ist die Farbtemperatur mit knapp unter 7000 Kelvin am besten fürs helle Wohnzimmer geeignet A. Der Farbraum wird nun leicht über-abgedeckt und insbesondere der Weißwert liegt näher am Soll B. Die Farbabweichungen sind entsprechend gesunken C. Beim Gammawert hat sich so gut wie nichts getan, in den mittleren Helligkeitsstufen gibt es nur wenig Durchzeichnung D.

Bekommt der Xiaomi HDR-Inhalte serviert, stellt er sich automatisch auf die erforderlichen Werte um. Die Farbtemperatur ist nicht mehr ganz so homogen auf allen Helligkeitsstufen und liegt im Schnitt knapp über 7000 Kelvin A. Bei der Messung des Farbraumes haben wir den erweiterten D65P3-Farbraum hinterlegt, den der Xiaomi sogar bis knapp 80 % erfüllt B. Die Farbabweichungen bestätigen das und bleiben deutlich im einstelligen Bereich C. Die Gammakurve nähert sich ganz beachtlich der geforderten PQ-Kurve D.


Fotos: Stephan Schlüter