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Bild: UHD-HDR-LCD-Projektor: DILA in 4K


Heimkino - epaper ⋅ Ausgabe 8/2019 vom 05.07.2019

Es ist immer schwierig, zur Konkurrenz aufzuschließen, entweder macht man preislich Druck oder man liefert zum ähnlichen Preispunkt einen deutlichen technischen Vorsprung. Im Falle der aktuellen echten 4K-Beamer von JVC sollte dieser Vorsprung schon buchstäblich deutlich sichtbar sein, schließlich hat man sich einige Zeit gelassen, um der Konkurrenz von Sony die Stirn zu bieten. Mit dem DLA-N5 hatten wir nun den günstigsten der drei neuen Beamer mit nativer 4K-Aufl ösung im Test, allerdings waren sicher nicht nur wir sehr gespannt auf das, was der Benjamin da auf die Leinwand bringt.


Artikelbild für den Artikel "Bild: UHD-HDR-LCD-Projektor: DILA in 4K" aus der Ausgabe 8/2019 von Heimkino. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Heimkino, Ausgabe 8/2019

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... knapp unter 6.000 Euro ist der DLA-N5 zwar der günstigste der drei Neuen, aber beileibe kein Schnäppchen. Liegt der UVP des direkten Kontrahenten von Sony doch immerhin knappe 1.000 Euro darunter, vom aktuellen Straßenpreis ganz zu schweigen. Keine Frage also, der JVC würde es schwer haben, deshalb die gute Nachricht gleich vorweg: Auch den DLA-N5 bekommen Sie außer im matten Heimkino-Schwarz alternativ mit wohnzimmertauglichem weißen Gehäuse, ganz so wie es die Konkurrenz macht.

Alles neu?

Sonst ist alles anders, zumindest im Vergleich zum VWL-VP270 von Sony, dem designierten Gegner. Aber auch zum Vorgänger, dem DLAX5900 tun sich nur noch wenige Parallelen auf. So ist das Gehäuse des DLA-N5 etwas größer, gleichzeitig etwas runder und damit eleganter geworden, es wirkt einfach nicht mehr so bullig. Das mutmaßlich erweiterte Raumangebot wurde indes gut genutzt, die Wege der Kühlluft strömungstechnisch optimiert und das ohnehin schon sehr dezente Lüftergeräusch noch unauffälliger, weil dessen Frequenzen in angenehmere Bereiche verlagert werden konnten. Optik und Leuchtmittel sind offenbar vom Vorgänger übernommen worden, was eben auch auf die dynamische Iris zutrifft. Diese geht beispielsweise dem günstigsten Sony ab und bleibt seinen deutlich teureren Brüdern vorbehalten.
JVC hat die Irissteuerung dagegen so weit optimiert, dass diese selbst im Einstiegsgerät, denn als das ist der N5 im nativen 4K-Segment durchaus zu betrachten, in Aktion kaum zu hören ist. Wen die automatische Nachregelung dennoch stört, der stellt die Iris einfach in den manuellen Betrieb und kann dann in fünf Stufen zwischen offener und geschlossener Blende auswählen.
Besonders stolz kann man bei JVC auf die Clear Motion Drive genannte Bewegungskompensation sein. Diese lässt sich in zwei, streng genommen eigentlich drei Stufen einstellen; die dritte ist der sauberen Darstellung von Material in NTSC-24p-Material vorbehalten. Selbst für die richtig fi esen Sequenzen unserer neuen Testdisk reicht es, die Clear-Motion-Drive-Einstellung „hoch“ auszuwählen, um eine möglichst artefaktfreie Darstellung zu erreichen. Das alles geht direkt von der ebenfalls neu gestalteten Fernbedienung aus, direkt per Druck auf die „C. M. D.“-Taste.

Setup und Bildqualität

Die Installation des DLA-N5 ist so komfortabel wie fl exibel; die motorisierte Optik erleichtert wie immer die perfekte Ausrichtung auf die Leinwand. Wer möchte, kann zudem die Bildparameter wie Farbton und Helligkeit quasi per Knopfdruck individuell auf das verwendete Tuch optimieren, dazu sind die gängigsten Leinwandtücher in den insgesamt 148 Screen-Modi des Beamers hinterlegt und können dort abgerufen werden. Anschließend können diese Einstellungen zusammen mit denen der Optik in insgesamt 10 Presets hinterlegt werden – das nenne ich mal komfortable Optimierung. Allerdings ist der N5 allein schon wegen seiner Abmessungen eher für den stationären Betrieb ausgelegt, und da reicht im Grunde die Lens-Memory, die bis zu fünf unterschiedliche Konfi gurationen der Optik als Preset abspeichert, zum Beispiel, um gelegentlich einen Anamorphoten, also eine 21:9-Vorsatzlinse zu aktivieren.
Davon unabhängig war unser Testmuster auf den Bildmodus „Natürlich“ eingestellt und lief mit geringer Lampenhelligkeit, was uns außer einem geringen Betriebsgeräusch obendrein noch eine vorbildliche Farbreproduktion beschert, was die anschließende Messung mit dem Calman-Messsystem bestätigt. Im Grunde ist der DLA-N5 also direkt betriebsbereit.

JVC hat den aktuellen Beamern eine komplett überarbeitete Fernbedienung spendiert; schlank, übersichtlich und mit allem, was man braucht


Wie üblich liefert der JVC im Bildmodus „natürlich“ eine exakte Wiedergabe des BT.709-HDTV-Farbraumes, im HDR-Modus wird dieser erweitert und die Gammakurve angepasst


Die Blende lässt sich in zwei unterschiedlichen Automatik- Modi steuern oder stufenweise manuell


Die Zwischenbild-Berechnung alias Clear Motion Drive funktioniert exzellent, lässt sich zudem für 24p-NTSCMaterial optimieren


Wir waren jedoch vor allem an der Performance des JVC in Sachen HDR interessiert. Die entsprechenden Spezifi kationen fordern ja außer einer erhöhten Kontrastdynamik auch einen erweiterten Farbraum. Deshalb stellen wir den Bildmodus auf HDR, der unter anderem den erweiterten DCI-Farbraum zur Verfügung stellt. Die Messung zeigt dann eine tatsächliche Abdeckung des erweiterten DCI-P3-Farbraumes bis zu 80 %, was für einen Beamer ein hervorragendes Ergebnis ist, zumal der JVC das über nahezu alle Sättigungsstufen sehr homogen macht, von der Grün-Sättigung einmal abgesehen. Hier gibt es allerdings auch in höheren Preisregionen kein besseres Ergebnis. Bezeichnend ist zudem, dass es dem DLA-N5 gelingt, auch den Gammawert entsprechend anzupassen, hier gilt es, das Gamma an die sogenannte PQ-Kurve anzugleichen, für einen Beamer keine leichte Aufgabe. Aber auch hier schlägt sich der JVC sehr gut. Das lässt sich nicht nur messtechnisch ermitteln, bei entsprechendem Ausgangsmaterial erfreut uns der DLA-N5 mit nahezu plastischen, knackscharfen Bildern, und sorgt zudem mit seiner nochmals verfeinerten Clear-Motion-Drive-Bewergungserkennung und Zwischenbild-Berechnung gleichzeitig für fl üssige Bewegungen.

Fazit

Der JVC DLA-N5 kann auf ganzer Linie überzeugen, er zeigt deutlich, dass sich der technische Vorsprung der Konkurrenz durchaus ein- und sogar überholen lässt. Er zeigt aber ebenso deutlich, dass Konkurrenz außer dem Geschäft eben auch den technischen Fortschritt belebt. Bleibt nur die Frage, ob und wie die beiden teureren Brüder dieses Debüt noch toppen sollen.

Die beiden HDMI-Anschlüsse bieten die volle Bandbreite von 18 GBit/s, ganz links ist die Buchse für den Funkempfänger der optionalen 3D-Brille, die LAN-Buchse dient nur zur Steuerung und zu Servicezwecken, anstelle des Bedienfeldes ist jetzt ein einfach zu wechselnder Filter eingesetzt, das Bedienfeld ist dafür nach rechts oben gerückt


Technik: Farbdarstellung

Der DLA-N5 erreichte uns im natürlichen Bildmodus, die Lampenhelligkeit stand auf „Gering“, was den Lüfter nahezu unhörbar macht. Der hervorragende optische Eindruck wird durch die Messungen mit dem Calman Messsystem mehr als bestätigt. Die Farbtemperatur liegt durchweg bei vorbildlichen 6500 KelvinA . Der Normfarbraum BT.709 wird wie nach dem Lehrbuch in allen Sättigungsstufen abgebildetB . Die Farbabweichungen liegen mit einem Delta E von 1,3 schon jetzt auf RekordniveauC . Der Gammawert beträgt 2,3, was ziemlich nah am Soll von 2,2 liegt, und folgt exakt der vorgegebenen KurveD .

Gespannt auf die UHD-Fähigkeiten des günstigsten UHD-Beamers von JVC, stellten wir den Bildmodus auf HDR und wählten den DCIFarbraum aus. Die Farbtemperatur zeigt im Schnitt zwar nur 6170 Kelvin an, das ist allerdings dem starken Rot-Anteil bei IRE 10 geschuldet, in allen anderen Helligkeitsstufen liegen die Werte exakt bei den gewünschten 6500 KelvinA . Der Weißwert liegt dann auch perfekt im Planquadrat, darüber hinaus wird der DCI-Kino-Farbraum bis auf kleine Ausreißer in Grün und Cyan sehr gut abgedecktB . Das lässt sich auch anhand der gemessenen Farbabweichungen sehr gut belegen; ein Delta E unter 3,0 ist schlicht hervorragendC . Die Gammakurve orientiert sich leidlich an der PQ-Kurve, das schaffen andere zu diesem Preis auch nicht besserD .

Interessant fanden wir noch die Darstellung im hellen Lampenmodus, der JVC sollte ja durchaus auch im Wohnzimmerkino eine gute Figur machen, nicht nur weil es ihn auch in Weiß gibt, sondern vor allem, weil er über genug Helligkeitsreserven verfügt. Die durchschnittliche Farbtemperatur liegt zwar jetzt bei 6500 Kelvin, ab IRE 30 liegt sie de facto bei 6800 Kelvin – perfekt fürs Wohnzimmer-KinoA . Die Abdeckung des erweiterten DCI-Normfarbraumes hat sich nur unwesentlich verändert, und ist nach wie vor sehr gutB . Die Farbabweichungen liegen nun knapp über einem Delta E von 3, was hauptsächlich dem etwas kühleren Weißwert zuzuschreiben istC . Die Gammakurve bleibt ebenfalls stabil in Annäherung auf die PQ-KurveD .


Fotos: Tim Korbmacher

Labormessungen mit Unterstützung durch Portrait Displays mit CalMAN-Software von Spectracal