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Blickrichtung: Zukunft


Pferd + Sport - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 23.01.2020

DELEGIERTENVERSAMMLUNG Am 11. Dezember trafen sich der Vorstand, die Geschäftsführer und Delegierten der Körbezirke des Holsteiner Verbandes zur zweiten Jahresversammlung in 2019.


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Bildquelle: Pferd + Sport, Ausgabe 2/2020

rechts Hinrich Köhlbrandt hat als Interimsvorsitzender in den vergangenen sieben Monaten einen sehr guten Job gemacht. Hinrich Köhlbrandt did a great job as the interim chairman during the past seven months.


Hinrich Köhlbrandt: Vorsitzender

Hinrich Köhlbrandt ließ die ersten sieben Monate seiner Zeit als Interimsvorsitzender Revue passieren. Er warb für mehr Transparenz innerhalb des Holsteiner Verbandes und brachte zum ...

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... Ausdruck, dass es ein wichtiges Anliegen des Vorstandes sei, die Züchter mehr in das Geschehen einzubinden. Die bisher ergriffenen Maßnahmen einer Mitgliederversammlung, eines Newsletters und die Überarbeitung des Internetauftritts haben bereits dazu beigetragen und sollen dies auch in Zukunft tun. Die zweite große Herausforderung ist es, sich den wirtschaftlichen Bedingungen des (internationalen) Marktes zu stellen. „Die Reduzierung des Pferdebestandes mittels der ersten Holsteiner Winter Chance war ein Erfolg, für den das Team aus Elmshorn zurecht viel Lob geerntet hat“, bilanzierte Köhlbrandt. Weiter würden folgende Themen auf einer breiten Basis im Rahmen der Körbezirksversammlungen diskutiert: Die Zukunft der Verbandsanlage in Elmshorn, die Gebührenordnung sowie Veranstaltungen wie zum Beispiel Körungen oder aber die Holsteiner Pferdetage.

Dr. Thomas Nissen: Zuchtleiter

Dr. Thomas Nissen eröffnete seinen Bericht mit einem Dank an die Körbezirke. „Wir sind sehr glücklich, dass unsere Fohlenschauen auch ohne den Schenkelbrand erhalten geblieben sind. Sie stellen einen Mehrwert für unsere Züchter dar und beleben das Geschehen in den Körbezirken ungemein“, resümierte der Zuchtleiter. Einem von Stephan Haarhoff, Nachwuchsführungskraft im Büro in Kiel, ausgearbeiteten verbandsübergreifenden Gebührenvergleich schloss Dr. Nissen mit einer Übersicht über die sich in den vergangenen Jahren stark veränderte Struktur der Mitglieder an. 51 Prozent der Mitglieder kommen inzwischen aus den Körbezirken außerhalb von Schleswig-Holstein. „Das bedeutet einerseits mehr Aufwand für unser Büro in Kiel, da wir heute global tätig werden, anderseits schätzen wir unsere auswärtigen Mitglieder als Züchter und Bereicherung für den gesamten Holsteiner Verband.“

Es folgten die Zahlen des vorangegangenen Zuchtjahres. Sehr erfreulich: Die Anzahl der registrierten Fohlen konnte noch weiter gesteigert werden. Darüber hinaus berichtete er über die aktuell relevanten FN-Themen, wie unter anderem die neue Zuchtwertschätzung unter Einbeziehung der FEI-Daten, den Umgang mit den Abstammungsnachweisen I und II, sowie die Abschaffung der Mindestnote bei der Hengstleistungsprüfung (siehe auch Kommentar Seite 32).

Norbert Boley: Geschäftsführer Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH

Norbert Boley gab einen Rückblick auf die Decksaison 2019 und stellte den aktuellen Hengstbestand vor. Neben den auf der Auktion erworbenen und den aus dem eigenen Bestand rekrutierten Gekörten werden ab der kommenden Decksaison sowohl der Siegerhengst Cahil als auch der erste Reservesieger Chinchero als Pachthengste den Züchtern über die Hengsthaltung in Elmshorn zur Verfügung stehen. Darüber hinaus ist es gelungen, den Colman-Sohn Contagio, der im internationalen Sport erfolgreich ist, als Hengst aufzustellen.

„Es gab den klaren Auftrag vom Vorstand, den Hengstbestand zu verringern. Dem haben wir mit dem Verkauf von 57 Pferden über die Winter Chance Rechnung getragen“, bilanzierte Norbert Boley. 33 aktive Deckhengste gehören somit dem Bestand der Hengsthaltung an. Dazu kommen drei Pachthengste. Verkauft wurden außerdem Armand xx, Lasino, Lenett, Nekton und Quiran. Dolany ist Anfang Dezember verstorben. Sportlich wurden bekanntlich eine Reihe Hengste gefördert. Neben Del Arko, Kingsroad, Million Dollar, Crack, Lewine, United Way, Castle Creek, Quiran, Adagio de Talma und Uriko sind das auch Catch, Quibery und Zuccero, die fortan unter Rolf- Göran Bengtsson im Sport gehen sollen.

Am Ende gab Boley noch einen Ausblick auf die Aufgaben für das Jahr 2020: Zur weiteren Kostenreduzierung werden weniger Fohlen eingekauft, nämlich etwa zehn bis 15 Hengste. Die nicht zur Körung zugelassenen Zweijährigen werden im Dezember bei der zweiten Holsteiner Winter Chance zur Versteigerung kommen. Und der aktive Hengstbestand soll noch weiter verkleinert werden.

Roland Metz und Ronald Schultz: Geschäftsführer Holsteiner Verband Vermarktung und Auktions GmbH

Auch Roland Metz und Ronald Schultz ließen das Jahr 2019 Revue passieren. Nach einem Rückblick auf die Auktionen in Elmshorn, Berlin, Belgien, Hamburg und Neumünster berichteten sie von Ideen und Plänen für die Zukunft. Dabei liegt ein wichtiges Augenmerk auf den Holsteiner Pferdetagen im Juni.
„Hier haben wir noch Luft nach oben. Wir sind dabei, das Gesamtkonzept zu überdenken, um das Turnier attraktiver zu gestalten und eine breit gefächerte Käuferschaft zu erreichen.“ Geplant ist außerdem ein „Holsteiner- Wochenende“, an dem die Fohlenund Sommerauktion sowie der Fohlenverkaufstag terminlich zusammengelegt werden. „Unsere Anlage in Elmshorn birgt insgesamt noch sehr viel mehr Potential, das es auszuschöpfen gilt“, lautet das Fazit beider Geschäftsführer.


„Es gab den klaren Handlungsauftrag vom Vorstand, den Hengstbestand zu verringern.“
Norbert Boley


Roland Metz kündigte außerdem an, dass 2020 mehr Betriebe von ihm besucht werden. Aufgrund der Einarbeitungsphase und der Vielzahl an Auktionen sei dies 2019 noch nicht möglich gewesen.

oben Das Gesamtkonzept der Holsteiner Pferdetage soll überdacht werden. The overall concept for the Holsteiner Pferdetage will be redesigned.


Foto: Janne Bugtrup

TRANSLATION

Der Casall-Sohn Castle Creek zählt zu den Nachwuchshoffnungen der Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH. Castle Creek, son of Casall: one for the future of the Holsteiner Verband Hengsthaltungs GmbH's


Foto: Janne Bugtrup

All eyes towards the future Delegates December meeting

The board, the managing directors and the licensing districts’ delegates of Holsteiner Verband met for their second annual congregation in 2019.

Hinrich Köhlbrandt, chairman Hinrich Köhlbrandt reported on the first five months as an interim chairman. He campaigned for more transparency within the Holsteiner Verband and made it clear that it is an important concern for the board to improve inclusion of the breeders into current happenings. So far a members meeting, a newsletter and the editorial revision of the website have been means taken on to achieve that and they will be continued in the future. Facing the economic conditions of the (international) market will be the second big challenge. “Reducing the number of horses via the first Holsteiner Winter Chance has been a success that quite rightly earned a lot of praise for the team at Elmshorn”, Köhlbrandt said. The state of the Verband’s facility at Elmshorn, the structure of fees and the schedule of events like licensings are additional topics that are discussed on a larger scale within the licensing districts’ meetings. That applies to the Holsteiner Pferdetage (horse days) as well.

Dr. Thomas Nissen, managing director of breeding
Dr. Thomas Nissen opened his report with a big thank you to the licensing districts. “We are very happy that our foal presentations remained even without the thigh branding. They are an added value for our breeders and positively stimulate the happenings within the licensing districts,” the breeding manager said. Based on a comparison of fees, assembled by Stephan Haarhoff, a prospective young manager working in the office at Kiel, Dr. Nissen looked at the big changes among the membership during recent years. By now more than half of the members, 51 per cent of them, are based in licensing districts outside of Schleswig-Holstein. “On one hand that means more administrative effort for the office at Kiel because we now act globally. On the other hand we appreciate the members from outside as breeders and for their enrichment for the Holsteiner Verband as a whole.”

Figures followed for the past breeding season. The fact that the number of registered foals could be raised even further is a reason to be pleased. In addition Dr Nissen reported on current topics within the National Federation (FN). One of those is the new breeding valuation including data from FEI, plus the dealing with breeding certificates I and II and also the elimination of a minimum score at the stallion performance tests (see comment page 32).

Norbert Boley, managing director Holsteiner Verband’s Hengsthaltungs GmbH
Norbert Boley gave a review on the covering season 2019 and presented the current selection of sires. For the coming season the Hengsthaltung in Elmshorn will offer the winning stallion, Cahil, as well as the first reserve winner, Chinchero, as leased stallions, accompanied by the stallions bought at auction plus those that were the Hengsthaltung’s own and got licensed. On top of that it was possible to recruit the internationally successful Contagio, a son of Colman.

“There was the board’s clear directive to cut down the number of stallions. We followed it by selling 57 horses via the Winter Chance“, said Norbert Boley. Right now the Hengsthaltung keeps 33 sires active in breeding, with three leased stallions added. Armand xx, Lasino, Lenett, Nekton and Quiran were sold. Dolany died in early December. Several stallions are in training for the sport. Apart from Catch, Del Arko, Kingsroad, Million Dollar, Crack, Lewine, United Way, Castle Creek, Quiran, Adagio de Talma and Uriko, there are Quibery and Zuccero, who went to Rolf Göran Bentgsson

When finishing his report, Boley looked towards the tasks in 2020: less foals will be bought to further reduce costs, that is ten to fifteen colts. The two-year-olds without a chance to be licensed will be offered for sale at the second Holsteiner Winter Chance in December. The number of active stallions will be cut down even further.

Roland Metz and Ronald Schultz, managing directors of the Holsteiner Verband’s Vermarktung und Auktions GmbH
Roland Metz and Ronald Schultz reviewed the year 2019, too. Apart from looking back to the auctions at Elmshorn, Berlin, Belgium, Hamburg and Neumünster, they talked about their ideas and plans for the future. The Holsteiner Pferdetage in June will be an important focus. “There is still room for improvement. We redesign the overall concept to make this show more attractive and to reach a wide spectrum of customers.” There are plans for a “Holsteiner Weekend” that combines the foal and the summer auction with the foals’ sales day. “Our facility at Elmshorn has a much wider potential that needs to be put to use,“ both managers concluded.

Additionally, Roland Metz announced that he will visit more barns. During his familiarization phase and due to the large number of auctions he could not do that in 2019.

Wichtige Satzungsänderungen

1. Zukünftig kann ein Delegierter, falls er nicht selbst an der Delegiertenversammlung teilnehmen und auch kein Ersatzdelegierter für ihn eintreten kann, sein Stimmrecht auf einen anderen Delegierten seines Körbezirkes (Stimmbevollmächtigter) übertragen. Ein Stimmbevollmächtigter kann maximal einen anderen Delegierten vertreten. Damit die Stimmübertragung auch wirksam wird, muss der Versammlungsleiter vorab fristgerecht informiert werden (unterschriebene Vollmacht).

2. Zukünftig werden vom Verband die Abstammungsnachweise I und II ausgestellt: Der Abstammungsnachweis II ersetzt die bisherige Geburtsbescheinigung, die für Holsteiner Pferde ausgestellt wurde, deren Eltern nicht in das Hengstbuch I beziehungsweise Zuchtbuch I für Stuten eingetragen waren. Pferde mit dem Abstammungsnachweis II sind zukünftig berechtigt, an allen Turniersportprüfungen, unter anderem auch am Bundeschampionat teilzunehmen. Die Equidenpässe sind bis auf die Kennzeichnung zum Eintragungsstatus der Eltern im Pedigree und im Abschnitt V identisch. Mit dem Abstammungsnachweis II sind die Pferde jedoch nicht automatisch zulassungsfähig zu Körveranstaltungen, hier muss eine individuelle Prüfung durch den Zuchtverband erfolgen

TRANSLATION

Important amendments

1. In case a delegate can’t participate at the delegates meeting and is unable to find a replacement delegate it will be possible to transfer the voting right to an other delegate from the same district to be an authorized representative. One authorized representative may vote only for one other delegate. To validate the voting transfer it is necessary to inform the chairman of the meeting by a signed proxy beforehand in due course.

2. The Verband will hand out pedigree certificates I and II: The parentage certificate II replaces the previous birth certificate that was given out for Holsteiner horses whose parents were not listed in stallion book I or, for mares, the breeding register I. Horses with pedigree certificate II will be allowed to compete at all sport competitions, including the Bundeschampionate. Their horse passports will be identical apart from the parental labelling status in the pedigree and in section V. Horses with pedigree certificate II, however, are not automatically accepted for selection to licensing events. This needs to be assessed individually by the breeding association.