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Blitzstart ins Glück


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Das goldene Blatt - epaper ⋅ Ausgabe 6/2022 vom 05.02.2022

Der große abgeschlossene LIEBES-ROMAN

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Verloren stand Simone da im Abflugbereich und betrachtete die Anzeigentafel, auf der ihr Flug eben eine Position nach vorne gerückt war. 10.50 Uhr nach Frankfurt. Sie seufzte.

Gerade mal fünf Tage war es her, dass sie mit großen Hoffnungen hier auf Lanzarote angekommen war. Mal raus aus dem Trott, aber vor allem in ihrer Beziehung ein paar Dinge zurechtrücken. Woran sie leider grandios gescheitert war.

Sie rollte die Augen. Nicht sie war gescheitert. Gero war es. Mit seiner Ego-Tour und dieser ignoranten Art. Als Anwalt war Streit  sozusagen sein Tagesgeschäft. Aber eine Beziehung funktionierte anders. Okay, sie hatte viel zu lange mitgespielt. Warum eigentlich? Sie war doch selbst Anwältin!

In diesem Urlaub nun wollte sie ein paar Veränderungen anstoßen. Aber vielleicht war es naiv gewesen zu denken, sie könnte in zwei Wochen diese eingefahrenen Muster ...

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... umkrempeln. War ja auch prompt krachend schief gegangen. Dass sie den Urlaub frustriert abgebrochen hatte, schien ihr die letzte Möglichkeit, Gero aufzurütteln.

„Hallo. Ich glaube, das gehört Ihnen.“ Die Stimme direkt neben ihr riss sie aus ihren Gedanken. Simone drehte den Kopf und sah in zwei klare blaue Augen. Darunter ein unbekümmertes Grinsen.

Der Mann hielt eine Bordkarte in der Hand, die er ihr entgegenstreckte. „Die ist Ihnen eben aus der Tasche gerutscht. Aber es fliegt sich immer schlecht ohne.“

„Oh“, machte Simone verwirrt und warf einen Blick auf die Karte. „Ja, tatsächlich. Vielen Dank.“

Sie lächelte zerstreut und wandte sich ab. Nach Small-Talk stand ihr der Sinn jetzt nicht. Zu viele Gedanken in ihrem Kopf mussten geprüft und sortiert werden. Wie sollte es jetzt weitergehen? Gab es für sie und Gero überhaupt eine Zukunft? Und falls nicht – woher bekam sie so schnell eine neue Wohnung, einen neuen Job?

Vielleicht war es nicht so schlau gewesen, ihre Anstellung in der kleinen Kanzlei mit dem väterlichen Chef aufzugeben und Gero in diese hochglanzschicke Großkanzlei zu folgen. Zu 14-Stunden-Tagen in einem unpersönlichen Umfeld und der immer gleichen Routine. Nein, ihre Welt war das nicht.

Simone prüfte die Einsteigezeit auf ihrer Bordkarte. Die Zeit reichte noch für einen Kaffee. Als sie zu der Cafeteria hinüber sah, fing sie einen Blick aus blauen Augen auf. Da saß der Typ von eben an einem der Tische und grinste zu ihr herüber. Falls er sie beobachtete, gab er sich keine Mühe, das zu verbergen. Im Gegenteil. Jetzt hob er seine Tasse, als wollte er ihr damit zuprosten, schnupperte und machte ein genießerisches Gesicht.

Simone musste schmunzeln. Sie ging zu ihm hinüber. „Ich sehe offenbar aus, als könnte ich Aufmunterung gebrauchen“, flachste sie.

Er lachte. „Das haben Sie gesagt. Aber der Kaffee tut echt gut und weckt Lebensgeister. Wir mussten schließlich früh raus heute.“

„Das stimmt wohl. Ist hier Selbstbedienung?“ Er nickte, und Simone holte sich eine Tasse und nahm auf dem anderen Stuhl Platz.

Während sie an ihrem Kaffee nippte bemerkte sie wohl, dass er sie von der Seite betrachtete.

„Wir waren übrigens im selben Hotel“, sagte er. „Aber Sie haben mich wohl nicht gesehen.“

Simone musterte ihn genauer. „Nein“, sagte sie schließlich. „Ich habe Sie nicht gesehen.“

„Na ja.“ Er zuckte die Schultern. „Sie waren ja auch nicht allein.“

Jetzt straffte sie sich unwillkürlich, drehte den Kopf zu ihm hin und sah ihn scharf an. Hatte er sie beobachtet? Und was hatte er mitbekommen? Seiner gelassenen Miene war nichts zu entnehmen.

„Ihr Begleiter fliegt offenbar nicht mit?“, fragte der Fremde

„Stimmt“, sagte sie daher nur und wandte sich wieder nach vorne, als wären Menschen mit Duty- Free-Tüten unglaublich interessant.

Mit diesem heiteren Schwung um die Mundwinkel folgte er ihrem Blick. „Und Ihr Begleiter fliegt nicht mit?“, fragte er beiläufig.

Simone nahm einen Schluck Kaffee.„Nein“, entgegnete sie langsam. „Wir haben, also wir hatten … ein paar Schwierigkeiten.“

Warum sagte sie das? Das ging ihn ja wohl nichts an. Und warum sah er sie so an, als wäre es das Natürlichste der Welt, dass sie ihr Privatleben vor ihm ausbreitete? Das hatte sie bestimmt nicht vor.

Ehe er nun irgendetwas darauf erwidern konnte, griff sie nach ihrer Tasche und stand zackig auf.„Ich muss dann“, sagte sie möglichst sachlich. „Mein Flug geht gleich.“

Und ohne eine Reaktion abzuwarten, ging sie schnell davon.

Im nächsten Waschraum ließ sie lange kaltes Wasser über ihre Handgelenke laufen und erforschte eingehend ihr Spiegelbild. Stand es ihr auf die Stirn geschrieben, wie durcheinander sie gerade war? Oder hatte dieser Typ mehr von ihrem Hickhack mit Gero aufgeschnappt, als ihr lieb war?

Möglich. War vielleicht nicht zu übersehen gewesen, wie sie sich beharkten. Blieb die Frage, was sie daraus für Schlüsse zog. Simone seufzte. Das würde sie noch ein paar schlaflose Nächte kosten. Aber jetzt war es erst mal Zeit, diesen unseligen Urlaub abzuhaken.

Die große Maschine war nicht ausgebucht. Simone hatte eine Dreierreihe für sich allein und war froh darüber. Sie schloss die Augen, lehnte den Kopf gegen das Fenster und versuchte, in sich hinein zu horchen. Fünf Stunden bis Frankfurt. Fünf Stunden Zeit, die Dinge in ihrem Kopf zu sortieren.

Doch die Gedanken entglitten ihr, lösten sich auf wie Nebel, wenn sie danach greifen wollte.

Simone schloss die Augen fester und versuchte sich zu konzentrieren, als sie erneut das Gefühl hatte, beobachtet zu werden. Sie blinzelte zum Gang hin und blickte direkt in ein unbekümmertes Gesicht und blitzende blaue Augen. Da stand er neben ihrer Sitzreihe und grinste auf sie herunter. „Ach, Sie fliegen auch nach Frankfurt?“, fragte sie völlig überflüssigerweise.

Er lächelte nachsichtig. „Ja. Ich darf Ihnen doch Gesellschaft leisten?“ Schon ließ er sich auf den Platz am Gang gleiten und saß nun keine Armlänge entfernt neben ihr. „Mein Name ist übrigens Max Eichkorn“, fügte er heiter hinzu.

„Was wollen Sie von mir?“, fragte Simone unvermutet schroff.

Er ließ sich durch ihren Tonfall nicht beirren. Die blauen Augen lagen ruhig auf ihr, und einen kurzen Moment hatte Simone das irritierende Gefühl, sie blickten direkt auf den Grund ihrer Seele. Dann lächelte er, warm und teilnahmsvoll wie ein alter Freund.

„Zuhören“, sagte er schlicht.

Sie hatte das nicht gewollt. Überhaupt war sie Fremden gegenüber für gewöhnlich nicht so spontan offenherzig. Aber die jüngsten Ereignisse brodelten so dicht unter der Oberfläche, dass es schwer war, sie zurückzuhalten.

Außerdem hatte dieser Max Eichkorn irgendetwas an sich, das es einem leicht machte, sich zu öffnen. Er sagte nicht viel, sah sie nur die ganze Zeit aufmerksam und ganz und gar zugewandt an.

Und die Worte sprudelten nur so. Als sie Madrid überflogen, kannte er bereits die ganze Geschichte mit Gero. Dazu die Vorgeschichte und sämtliches Drumherum inklusive ihrer Gefühlslage. Bis zur Landung hatte Simone ihm so viel von sich erzählt wie kaum einem Menschen zuvor. Sie fühlte sich auf eine eigentümliche und unerklärliche Art zu ihm hingezogen. Als wäre er ein alter Freund, oder mehr…

Es war noch früh am Abend, als sie in Frankfurt wieder festen Boden unter den Füßen hatten. Max half ihr mit ihrem Gepäck, und Simone hatte plötzlich Angst vor dem Moment, wenn er sich verabschieden würde und sie ihn vielleicht nie wiedersah. Doch er zwinkerte ihr zu und ergriff ihren Arm.

Simone bestellte heiße Schokolade als Futter für die Seele

„Was halten Sie davon, wenn wir noch etwas trinken gehen? Es plaudert sich doch gerade so nett.“

Simone unterdrückte ein Grinsen. Dass sie ihm ihr Herz ausgeschüttet und ihre Seele bloßgelegt hatte, war nette Plauderei? Aber er sagte das mit diesem Schalk, den er so gut beherrschte, dass sie es nicht krumm nehmen konnte.

Sie gingen in eines der Lokale im Flughafengebäude. Simone bestellte heiße Schokolade, gegen den Temperaturschock und als Seelenfutter. Es hatte zwar gut getan, diese ganze verzwickte Chose mit jemandem zu teilen, doch wirklich schlauer war sie jetzt nicht. Im Gegenteil. Da war diese vage Ahnung, dass just eine neue Verwicklung in ihr Leben treten wollte.

Sie war noch nie einem Mann wie Max begegnet. Es war gar nicht so sehr wie klug, witzig oder charmant er rüberkam. Es war vielmehr etwas zwischen seinen Worten, oder zwischen ihnen, eine Schwingung, nicht greifbar, nicht zu erklären. Sie wollte auch nicht darüber nachdenken, und erst recht nicht sich darauf einlassen. Noch mehr Gefühlsverwirrung konnte sie nämlich nicht gebrauchen.

Solcherlei ging Simone durch den Kopf, während Max nun von sich erzählte. Fast hatte sie ein schlechtes Gewissen, weil sie nur mit halbem Ohr zuhörte, wo er ihr zuvor doch seine ganze Aufmerksamkeit geschenkt hatte. So blieb nur hängen, dass er italienische Küche liebte, eigentlich mal Psychologie studieren wollte und jetzt für ein großes Bauunternehmen hier in der Stadt arbeitete.

Vielleicht merkte er, dass sie nicht bei der Sache war. Jedenfalls schlug Max irgendwann vor, aufzubrechen. Simone nahm es gerne an, sich ein Taxi zu teilen. Eigentlich, um den Abschied noch ein wenig hinaus zu zögern. Dann aber war sie mit dem Kopf schon voraus in einer leeren Wohnung, die ungeklärten Fragen meldeten sich auch alle zurück, so dass die Fahrt größtenteils schweigend verlief.

Es war längst dunkel, als sie vor ihrem Haus hielten. Max’ Gesichtszüge verschmolzen mit den Schatten der Nacht. Den Ausdruck darin konnte sie nicht erkennen.

„Also dann“, sagte Simone halbherzig. Mehr brachte sie nicht hervor. Die Wirrungen der letzten Tage und Stunden hatten sich jetzt doch auf ihr Gemüt gelegt.

„Also dann“, gab Max zurück. Sie sah sein Grinsen aufblitzen, doch der Schalk schien die Augen nicht zu erreichen. „Alles Gute.“

„Ja. Danke. Gleichfalls.“

Dann war sie draußen, ergriff ihren Koffer, den der Fahrer inzwischen ausgeladen hatte, und verschwand ohne einen weiteren Blick zurück im Hauseingang.

Das Taxi wartete, bis sie im zweiten Stock ans Fenster trat und nach unten winkte. Max winkte zurück. Dann fuhr der Wagen an und war rasch in der nächtlichen Straße verschwunden. Und Simone fuhr heißkalt die Erkenntnis durch die Glieder, dass sie nicht einmal Handynummern ausgetauscht hatten. Würde sie ihn jetzt jemals wiedersehen? Na, sei’s drum. Ein Gefühlschaos weniger ...

Bis tief in den Abend hantierte Simone hier und da herum, packte ihren Koffer aus, sortierte die Wäsche. Automatische Handgriffe. Rastlos irgendwie. Aufgewühlt. Weil sie nicht wusste, was sie denken und fühlen sollte.

Die vergangenen Tage hatten so viele Fragen aufgeworfen. Was verband sie und Gero eigentlich? War da noch Liebe? War da jemals Liebe gewesen, kam ihr ketzerisch in den Sinn, oder nur Anziehung?

Gero war so smart und so erfolgreich. Vielleicht hatte sie sich davon einfach blenden lassen.

Indem sie Max die ganze Geschichte erzählt hatte, gelang es ihr selbst, die Umstände sachlicher zu betrachten. Und da hakte einiges.

Privat, beruflich – und offensichtlich konnten sie nicht einmal in entspannter Urlaubsatmosphäre miteinander auskommen!

Bei diesem Gedanken schob sich plötzlich ein anderes Bild vor diese Überlegungen. Zwei blitzende Augen, ein schelmisches Grinsen. Simone musste lächeln. Max! Diese Begegnung erschien ihr wie ein Ausrufezeichen. Oder ein Wegweiser an einer Kreuzung. Es gab den Typ Mann, der witzig, klug, einfühlsam und gutaussehend war. Der sie zum Lachen brachte, der etwas tief in ihr berührte, und ihr nahe war, als hätte sie ihn immer gekannt. Eine verwandte Seele!

Manchmal lösten sich die Knoten im Kopf über Nacht!

Und wenn es gar nicht diesen Typ von Mann gab, sondern nur genau ein Exemplar? Max …?

Und sie hatte ihn gehen lassen. Simone knurrte unwillig. Unsinn. Sie war durcheinander, müde und überfordert von der Tragweite der anstehenden Entscheidungen. Sie würde jetzt ins Bett gehen und darüber schlafen. Manchmal lösten sich Knoten im Kopf über Nacht.

Wenn sie gehofft hatte, im Traum irgendeine Erleuchtung zu erfahren, so wurde diese Hoffnung enttäuscht. Sie hatte gar nichts geträumt. Zumindest nichts, woran sie sich am nächsten Morgen noch erinnerte. Trotzdem war irgendwas geschehen. Da war so ein Gefühl, vage, noch nicht zu greifen, wie ein leises Klopfen an einer Tür, die sich noch nicht geöffnet hatte.

Simone ging duschen, kochte Kaffee und versuchte zu ergründen, was ihre Intuition ihr sagen wollte. So saß sie einfach da und ließ die Eindrücke vorbeiziehen.

Es war still ohne Gero. Angenehm still. Noch angenehmer war es, dass sie nicht zur Arbeit musste. Sie war ja offiziell noch im Urlaub. Kein rotierendes Hamsterrad am Schreibtisch. Keine Kollegen, so cool, so dauergestresst. Sie war nur ein Rädchen, musste den anderen zuarbeiten, bekam keinen Mandanten je zu Gesicht.

Da schwang die Tür plötzlich auf, und dahinter stand glasklar die Erkenntnis: Sie würde aussteigen, den ungeliebten Job hinschmeißen.

Überrascht stellte Simone die Kaffeetasse ab und spürte diesem Gedanken nach. Kündigen. Und dann etwas Neues anfangen. Nein, sie musste nicht mal kündigen. Sie hatte keinen festen Vertrag, konnte von jetzt auf gleich gehen.

Diese Vorstellung war elektrisierend. Gedämpft nur von der Frage, wohin sie denn gehen wollte. Nun, zuallererst zum Einkaufen, entschied sie. Ein paar Lebensmittel bunkern, und danach im Internet die Stellenanzeigen durchforsten.

Ganz in Gedanken verließ Simone das Haus – und musste glatt zweimal hinsehen. Dort auf der anderen Straßenseite aus einem geparkten Auto grinste ihr ein bekanntes Gesicht entgegen. Max!

Sie war so verdattert, dass sie wie festgenagelt am selben Fleck stand, als er ausstieg und zu ihr herüberkam. „Hallo“, meinte er unbekümmert. „Ich hätte angerufen, aber ich hatte keine Nummer.“

Simone war immer noch völlig baff. „Hast du, äh, Sie … auf mich gewartet?“, brachte sie hervor.

„Hm“, nickte er heiter. „War kein Problem, ich hatte mein Office dabei. Und Du ist schon okay. Wir sind doch quasi alte Bekannte.“

Er lächelte breit, und sie konnte nichts sagen. Weil plötzlich wieder deutlich hochpoppte, was ihr gestern in den Sinn gekommen war – das mit der verwandten Seele.

„Und wir haben etwas Wichtiges zu besprechen“, fuhr Max fort. „Vielleicht beim Mittagessen?“

Wenig später saßen sie in einem kleinen Bistro. Hier wäre er öfter, verriet Max. War nicht weit von der Firma entfernt. Und dann, als Simone diese Überraschung halb verdaut hatte, kam der nächste Hammer. Sie könnten Verstärkung in der Rechtsabteilung gebrauchen. Ob das nichts für sie wäre?

Was er an Aufgabenbereich umriss, klang wie für sie gemacht. Dann gab er ihr einen Namen und eine Mailadresse, wohin sie ihre Bewerbungsunterlagen schicken sollte. Aber jetzt genug vom Geschäft … die Linguine mit Rucola wären einfach umwerfend …

Hatte sie das alles nur geträumt? Ein paar Mal noch an diesem Tag befiel Simone dieser Argwohn. Bei ihrer Einkaufstour nach jenem Mittagessen, als sie später im Internet die Seite dieses Bauunternehmens besuchte, beim Zusammenstellen ihrer Unterlagen schließlich …

Wäre das zu schön und zu glatt? Simone wusste es nicht

Dann nahm sie jedes Mal die Notiz mit der Mailadresse zur Hand – und konnte es nicht glauben. Das wäre zu schön, zu glatt. Andererseits hatte sie nichts zu verlieren. So schickte sie noch am selben Abend eine E-Mail mit ihren Papieren im Anhang. Und war gespannt, was passieren würde.

Der Anruf kam zwei Tage später. Ein freundlicher Herr namens Müller zeigte sich hoch interessiert und lud sie für denselben Nachmittag zum Gespräch ein. Simone wusste nicht, was sie denken sollte. Über diese Chance, die da vom Himmel fiel, darüber, dass Gero sich kein einziges Mal gemeldet hatte. Und über dieses Gefühl wie Zuckerwatte, jedes Mal wenn sie an Max dachte. Und sie dachte oft an ihn.

Zum Vorstellungsgespräch zwang sie sich, das alles aus ihrem Kopf zu verbannen. Und verließ es eine halbe Stunde später mit wirbelnden Gedanken und mehreren Erkenntnissen.

Erstens, Herr Müller war sehr angetan, auch darüber, dass sie kurzfristig anfangen könnte. Zweitens, es gab gar keine Rechtsabteilung. Diese Stelle war eben neu geschaffen worden. Und drittens, Max war der Juniorchef. Das hatte er wohl vergessen zu erwähnen.

Just als sie all diese Informationen in ihrem Kopf zu ordnen versuchte, kam er über den Flur, das übliche jungenhafte Grinsen im Gesicht. „Wie ist es gelaufen?“

„Das müsstest du ja besser wissen“, schoss sie zurück.

Er blinzelte unschuldig. „Müller hat das letzte Wort. Ich kann ihm nur Vorschläge unterbreiten.“

„Und eine Stelle zurechtschnitzen. Von wegen Rechtsabteilung.“

„Wir hatten schon lange vor, eine einzurichten“, hielt er dagegen. „Mal muss man ja anfangen.“

Sie sah ihm in die Augen und hatte plötzlich das irritierende Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Als tauchte sie ein in einen Ozean, endlos in jede Richtung. „Warum tust du das?“, fragte sie, ohne den Blick aus seinem zu lösen. Das Gefühl zu schweben stieg jetzt bis in die Knie. Irre.

„Okay“, sagte er langsam. „Ich bin dir wohl ein paar Erklärungen schuldig. Beim Abendessen?“

Sie verabredeten sich in einem kleinen Lokal in der Stadt. Seit ihrem Abschlussball war Simone nicht mehr so aufgeregt gewesen.

Max erwartete sie schon, und der Ausdruck in seinen Augen verur-sachte ihr ein Kribbeln am ganzen Körper. „Also, Chef“, versuchte sie zu scherzen. „Ich höre.“

Er fing ihren Blick auf und hielt ihn fest, ganz ohne Schalk.

„Da war dieser Urlaub“, begann er. „Eigentlich wollte ich nur ausspannen. Aber dann ist mir dort die faszinierendste Frau begegnet, die ich jemals getroffen habe. Du warst nicht allein, aber ich habe mich auf der Stelle in dich verliebt. Und dann hast du dich um einen Rückflug bemüht, ohne den Mann … es war fast zu schön, um wahr zu sein. Dafür habe ich den Urlaub auch nur zu gerne abgebrochen.“

Simone starrte ihn an. Sie konnte nicht glauben, was sie gerade gehört hatte. „Moment mal. Du hast meinetwegen deinen Urlaub abgebrochen?“, fragte sie nach.

„Genau. Ich wollte, ich musste dich unbedingt kennenlernen“, entgegnete Max und lächelte in ihr fassungsloses Gesicht. „Und danach dein Herz erobern.“

Ein Kellner legte ihnen zwei Speisekarten vor und fragte nach ihren Wünschen. Als keiner Notiz von ihm, nahm zog er wieder ab.

Simone rang mit einem Gefühl wie ein Blackout. Völlige Leere im Kopf. Nur langsam kamen einzelne Gedanken zurück. „Und dieser Job“, überlegte sie. „Den hast du spontan geschaffen? Für mich?“

„Na ja, wie gesagt. Wir hatten schon länger geplant, eine eigene Rechtsvertretung zu engagieren. Dann hast du mir auf dem Flug deine Geschichte erzählt, und dass du in deinem Job nicht glücklich bist, da kam eines zum anderen.“

Sie schüttelte den Kopf. Automatisch. Um ihr verklebtes Denken frei zu rütteln. Max aber sah sie besorgt an. „Das heißt jetzt aber nicht Nein, hoffe ich. Also, dass du deswegen die Stelle ablehnst.“

Er wirkte so ehrlich bestürzt, dass Simone lachen musste. Auch, weil diese ganze Situation so völlig bizarr war. „Nein. Also, ja. Ach, Max. Das ist total irre.“

„Ja. Irre.“ Er grinste. „Ich fand es ebenfalls total irre, als ich dich zum ersten Mal gesehen habe, und es hat mir fast die Füße weggezogen. So bildlich gesprochen …“

„Ja, wir sollten wohl mal bestellen!“ Max lächelte harmlos

Sie schüttelte wieder den Kopf. Ungläubig. So etwas passierte doch nur im Film. Im richtigen Leben konnte das niemals funktionieren. Oder etwa doch? Und woher kam diese Heerschar völlig verrückter Stepptänzer, die plötzlich durch ihre Brust tobte? Sie senkte verwirrt den Blick auf die Speisekarte, die da vor ihr lag.

„Du hast recht. Wir sollten mal bestellen“, sagte Max mit einem harmlosen Lächeln. „Und fühl dich bitte zu nichts gedrängt. Ich kann gut warten. Gib einfach Bescheid, wenn ich mir Hoffnung machen darf. Der Seeteufel hier ist übrigens vorzüglich – und ganz frisch.“ Damit klappte er die Karte auf, und Simone tat es ihm gleich, ohne wirklich etwas zu sehen.

Später beim Essen war sie immer noch so durcheinander, dass sie kaum einen Bissen hinunter brachte. Max plauderte völlig zwanglos, als hätte er ihr nicht gerade seine Liebe erklärt. Es war so unwirklich, dass sie ein paarmal kurz davor war, in hysterisches Gelächter auszubrechen.

Nachdem sie sich verabschiedet hatten, lief Simone eine Weile ziellos durch die Straßen. Sie war viel zu aufgewühlt, um gleich nach Hause zu fahren. Irgendwann landete sie am Fluss, wo sie lange Zeit in das schwarze Wasser mit den spiegelnden Lichtern starrte. Die Strömung erschien ihr träge im Vergleich zu der Geschwindigkeit, die sie plötzlich erfasst hatte.

War es wirklich erst eine Woche her, dass sie allein und gebeutelt ein Flugzeug bestiegen hatte, einen Haufen ungelöste Fragen im Gepäck? Nun hatte sie einen neuen Job, und ein faszinierender Mann umwarb sie ganz offen – ihr Leben schien plötzlich mit dem schwindelerregenden Tempo einer Achterbahn dahinzurasen. Aber was war richtig, was falsch, und wo würde die Fahrt enden? Sie musste dringend nachdenken. Zur Ruhe kommen. Und sich darüber klar werden, was sie eigentlich wollte.

Gleich als sie den Wohnungsschlüssel im Schloss drehte, fiel ihr Blick auf die Schuhe im Flur. Männerschuhe, die vorhin noch nicht da gewesen waren. Simone spürte einen Knoten im Magen. Gero! Den hatte sie in all der Aufregung fast vergessen. Und er sollte auch erst in zwei Tagen zurückkommen.

Da trat er auch schon aus dem Wohnzimmer und blieb im Türrahmen stehen. „Was tust du denn schon hier?“, rutschte ihr heraus.

„Soll das etwa eine Begrüßung sein?“, fragte er zurück.

Sie streifte Jacke und Schuhe ab und wollte an ihm vorbei ins Wohnzimmer. Gero fasste sie im Vorbeigehen am Arm und hielt sie fest.

„Und mein Kuss? Ich hab dich nämlich ziemlich vermisst.“

Dabei zog er sie heran und beugte sich über sie. Simone drehte den Kopf zur Seite, bis er sie losließ.

„So spröde, Prinzessin? Bist du etwa immer noch sauer?“

Sie antwortete nicht. Ging nach drinnen, wobei sie fast über seinen halb ausgepackten Koffer stolperte, und ließ sich auf das Sofa fallen. Keine zwei Augenblicke später kam er neben sie. Jetzt lag dieses Glitzern in seinen Augen, die Stimme klang rau und verführerisch.

„Hör mal. Wir hatten ein paar dumme Differenzen. Na und? Wir sind eben beide temperamentvoll und leidenschaftlich.“

Während er sprach, spielten seine Finger an ihrem Nacken, glitten rasch tiefer und wanderten in den Ausschnitt. Gleichzeitig ging seine andere Hand auf Entdeckungsreise über ihren Schenkel, und höher.

Simone saß wie erstarrt. Sie wusste, wie dieses Spiel enden würde. Wollte sie das?

„Du willst es doch auch“, raunte Gero in diesem Moment. Schon begann er, ihren Hals zu küssen, arbeitete sich aufwärts in Richtung Mund. Sie fühlte seine Hitze, sein Verlangen. Einen Moment noch rang sie mit sich und horchte in sich hinein. Dann ergab sie sich in seine fordernden Küsse, bog den Kopf zurück und ließ ihn gewähren. Ja, sie wollte es auch. Es war eine Art Test für ihre Gefühle.

Gero liebte sie stürmisch – trotzdem fehlte etwas, und nach einer Weile wurde ihr klar, was es war. Sie empfand keine wirkliche Nähe, obwohl ihre Körper fast verschmolzen. Das war es. Körperlich. Die Anziehung blieb oberflächlich.

Leichtigkeit – so was hatte Simone mit Gero nie empfunden

Diese Erkenntnis war wie das letzte Puzzlesteinchen in einem Bild, das sich schon länger abgezeichnet hatte. Ihre Beziehung war zur leeren Hülle geworden. Und die würde sie jetzt abstreifen.

Gero schlief lange am nächsten Morgen. Simone hingegen hatte kaum geschlafen. So vieles war ihr durch den Kopf gegangen, durch ihr Herz. Und immer wieder hatte sie sich bei einem versonnenen Lächeln ertappt. Dann nämlich, wenn sie an Max dachte. Ach, Max …

Schon wieder drängte ein Lächeln hoch. Eine Leichtigkeit, die sie mit Gero nie empfunden hatte. Nie? Sie überlegte lange. Nein. In dieser Form niemals. Aber sie kannte Max kaum. Die Umstände ihrer Begegnung waren mehr als schräg, und das Tempo, das diese Bekanntschaft vorlegte, war irre. Trotzdem. Es fühlte sich so – richtig an.

Solcherlei Überlegungen wälzte Simone hin und her, während sie noch in den Kissen lag, und blinzelte dabei gedankenvoll vor sich hin. Irgendwann schlug Gero die Augen auf und traf ihren Blick.

Dass sie da lag und ihn beobachtete, deutete er wohl auf seine eigene Weise. Jedenfalls streckte er die Hand aus, und ließ keinen Zweifel daran, wonach ihm der Sinn stand. Genau da weiterzumachen nämlich, wo sie gestern aufgehört hatten. Heute aber schob Simone seine Hand entschlossen von sich.

„Hör auf. Lass es, Gero.“

Er blinzelte, etwas schlaftrunken noch, sein Blick verständnislos. „Was ist denn auf einmal los?“

Sie sah ihn an und fühlte – nichts. Diese Feststellung war so überraschend, dass sie sich mit einem Ruck aufsetzte und ihr nachspürte. Die Anziehung war verflogen. Seine Attraktivität prallte ab. Sie verspürte nicht mal Groll oder Bedauern. Die gemeinsame Zeit – abgehakt. Es war, als hätte sie sich emotional völlig ausgeklinkt. „Was ist jetzt?“, drängte Gero. Simone drehte den Kopf und sah ihn an. „Es funktioniert nicht mehr, Gero“, sagte sie ruhig. „Es ist besser, wenn wir uns trennen.“

Er hob den Kopf vom Kissen und starrte sie an, als hätte sie chinesisch gesprochen. Dann bildetet sich diese steile Falte zwischen seinen Augenbrauen. „Ach. Und das fällt dir jetzt so plötzlich ein?“, stieß er zornig hervor.

Seine Augen blitzten. Sie kannte diesen Blick. Sie hatte auch mehr als einmal erlebt, wie er explodieren konnte. Er hätte eben keine Lust, sich zu verbiegen, hatte er ihr einmal selbstgefällig erklärt. Dazu gehörte auch, seine Gefühle auszuleben. Seine augenblickliche Gefühlslage war ihm deutlich anzusehen, der Wutanfall knapp unter der Oberfläche.

Und darauf wiederum hatte sie keine Lust. „Nein. Nicht plötzlich“, erwiderte sie und stieg aus dem Bett. „Aber endgültig.“

Als sie aus dem Badezimmer kam, lehnte er nur in Boxershorts am Küchentresen, eine Tasse Kaffee in der Hand. In seinem Gesicht arbeitete es. Zweifellos sah er, wie ernst es ihr war. Und vielleicht versuchte er sogar, sachlich zu bleiben. Es gelang ihm nicht.

Erst beschwor er noch ihre schöne gemeinsame Zeit, doch als das nicht fruchtete schwenkte er um und warf ihr hässliche Dinge an den Kopf. Simone ging nicht darauf ein. Sie empfand nichts. Er konnte sie nicht mehr verletzen.

Als sie angezogen war, schon fast an der Tür, drehte sie sich noch einmal zu ihm um. Ihr Blick ließ ihn verstummen. „Lass gut sein, Gero“, sagte sie leise. „Es ist vorbei.“

Er hielt sie nicht, als sie jetzt die Wohnung verließ. Vielleicht weil er spürte, dass es keinen Sinn hatte. Vielleicht stand ihm auch sein Stolz im Weg. Überhaupt hatte Simone das Gefühl, es war mehr gekränkter Stolz, was ihn umtrieb, und weniger echter Herzschmerz.

Sie warf keinen Blick nach oben, wo er vielleicht am Fenster stand, stieg in ihren Wagen und fuhr los. Ziellos, aufgewühlt nun doch. Und fand sich irgendwann vor der Pforte der Baufirma wieder. Sie wusste nicht genau, was sie hier wollte.

Doch als hätten sie es verabredet, verließ in diesem Moment Max das Gebäude. Als er sie sah, glitt ein Lächeln über sein Gesicht. Im nächsten Moment stand er vor ihr.

„Um Hoffnung ging es wohl irgendwie“, murmelte Simone

„Naa?“, fragte er mit diesem typisch charmanten Schalk, in den Simone sich vielleicht sogar zuerst verliebt hatte. „Möchtest du deinen neuen Job schon heute antreten? Oder wolltest du mich wieder zum Mittagessen abholen?“

Simone grinste breit. Ihr Herz schlug jetzt wie wild, oder hüpfte, tanzte, überschlug sich, was auch immer. Jedenfalls flutete es mit jedem Schlag ihren Körper mit dieser herrlichen Leichtigkeit, die sie vorher nicht gekannt hatte. „Nein“, sagte sie und sah ihn fest an. „Ich bin dir eine Antwort schuldig.“

„Was hab ich denn gefragt?“

Sich zu verlieren in einem Blick, völlig einzutauchen und darin aufzugehen, dieses Gefühl hatte sie auch nie zuvor gekannt. Aber es passierte jetzt schon wieder.

„Es ging wohl irgendwie um Hoffnung“, murmelte sie. „Jedenfalls sollte ich Bescheid sagen.“

Während sie sprach schob sich ihr Körper ganz von selbst vor ihn hin, so nah, bis sie kaum eine Handbreit mehr trennte. Ebenfalls ganz von selbst hefteten sich dabei ihre Augen auf seine Lippen, saugten sich förmlich fest, und ihr Körper legte auch noch das letzte Stück zurück. Als ihre Brust gegen die seine drückte, lachte er leise auf.

„Hey, wundervolle Frau, eigentlich wollte ich doch dich erobern.“

Simone hob den Blick und sah Max in die Augen. Die Tiefe des Gefühls darin jagte ihr eine Gänsehaut über den Rücken und ließ ihre Zweifel verpuffen. Wer wusste schon, was die Zukunft bringen würde? Konnte eine Blitzliebe nicht auch mal gut gehen? Und war es nicht in jedem Fall einen Versuch wert? Sie lächelte, fühlte ihre Arme um seine Mitte gleiten und ihn zu sich heranziehen. „Tu’s doch einfach“, flüsterte sie zärtlich.

Und dann küsste sie ihn …

ENDE

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