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Blockbuster: JUMANJI: THE NEXT LEVEL


Blu-ray Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 4/2020 vom 24.04.2020

ALLES BEGANN MIT DER GESCHICHTE EINES JUNGEN, DER EIN VIERTEL JAHRHUNDERT IN EINEM BRETTSPIEL GEFANGEN WAR UND DIE ZIVILISIERTE WELT VOR EINER HORDE ENTFLEUCHTER DSCHUNGELTIERE RETTETE. CIRCA 20 JAHRE DANACH HAT SICH ” JUMANJI“ ZU EINEM VIDEOSPIEL ENTWICKELT UND DAS NEUE ABENTEUER GEHÖRT ZU DEN ERFOLGREICHSTEN KINOSTARTS 2017/2018. BEI SOLCH SCHLAGARTIG HOHEM ERFOLG WAR EINE FORTSETZUNG NUR EINE FRAGE DER ZEIT.


Artikelbild für den Artikel "Blockbuster: JUMANJI: THE NEXT LEVEL" aus der Ausgabe 4/2020 von Blu-ray Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Blu-ray Magazin, Ausgabe 4/2020

Editionen

Abenteuer/Action/Komödie

OT: Jumanji – The next Level L: CA, US J: 2019 V: Sony Pictures B: 2.39: 1 T: DTS-HD MA 5.1 R: Jake Kasdan D: Dwayne Johnson, Kevin Hart, Jack Black LZ: 123 min ...

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... FSK: 12 W-Cover:nein

VÖ: 23.04.20 × 1 Extras: k. A.

Wer kennt es nicht: Man lädt Bekannte oder Verwandte zu einem Spieleabend ein und vertieft sich dermaßen darin, dass die reale Außenwelt komplett verschwindet. Nach einer Runde „Die Werwölfe von Düsterwald“ beäugt man seine Freunde plötzlich wesentlich skeptischer als vorher und „Exploding Kittens“ könnte unterschwellig Ängste gegenüber den geliebten Stubentigern und/oder Einhorn-Burgern wecken. Spiele haben also durchaus reale Konsequenzen, wenn sie die Teilnehmer nur genug fesseln. Das hat auch Kinderbuch-Autor und Illustrator Chris Van Allsburg („Der Polarexpress“) erkannt, als er Anfang der 1980er Jahre „Jumanji“ schrieb. Seine Geschichten und Zeichnungen besitzen traumähnliche Qualitäten und kombinieren gekonnt Realismus mit Surrealismus. Ein Spiel und dessen exotische Welt in den kindlichen Alltag einbrechen und aus dem Ruder laufen zu lassen, passt demnach perfekt in sein Oeuvre. Die Grundlage für sein Buch könnte das zur damaligen Zeit weit verbreitete Spiel Parcheesi gewesen sein, daran erinnert nämlich nicht nur die Machart des Spielbrettes, sondern auch, dass man am Ende des Spiels seine Figuren in der Mitte des Feldes haben und „Parcheesi!“ rufen muss.

Forscherdrang & Spieltrieb

„The Rocketeer“-Regisseur Joe Johnston brachte 1995 Van Allsburgs Roman zum ersten Mal mit Hilfe der damals noch jungen CGITechnologie auf die große Leinwand. Neben den kindlichen Protagonisten spielte der im Geiste ebenfalls noch kindliche Alan Parrish eine große Rolle, hervorragend dargestellt von Robin Williams, der vier Jahre zuvor den ganz ähnlich angesiedelten Peter Pan in Steven Spielbergs „Hook“ gab. In dem 2017 veröff entlichten „Jumanji – Willkommen im Dschungel“ verzichtet die Handlung des Films auf einen verwirrten „Einsiedler“, obwohl Alan Parrishs Spuren, zum Beispiel in Form seiner Dschungelhütte, immer noch vorhanden sind und auch jemand anderes seit zwei Jahrzehnten im Spiel um sein Leben kämpft. Diesmal werden mehrere Teenager in die Videospiel-Version von „Jumanji“ gesogen und von Avataren verkörpert, die ihr Innerstes mehr oder weniger gut widerspiegeln und teilweise auf bestimmte Stärken und Schwächen reduziert sind. Daraus entsteht eine gewisse Situationskomik, die dank der großartig besetzten Darsteller hervorragend funktioniert.

Character-Select

Der Anführer des virtuellen Abenteuertrupps ist Dr. Smolder Bravestone (Dwayne Johnson). Er ist der „Held“ des Spiels, ohne erkennbare Schwächen, dafür mit überragender Stärke, Schnelligkeit und Charisma. Dem gegenüber steht der ihn steuernde Streber und Nerd Spencer (Alex Wolff) samt mangelndem Selbstbewusstsein. Kein Wunder also, dass er sich im Körper des scheinbar makellosen Dr. Bravestone wohler fühlt. In „Jumanji“ ist Dwayne Johnson absolut in seinem Metier, denn scheinbar fühlt sich der Actionstar nirgendwo besser aufgehoben als im Dschungel mit einer gehörigen Portion Abenteuer, gewürzt mit ordentlich Humor. Dafür sprechen Filme wie „Welcome To The Jungle“ (2003), „Die Jagd zum magischen Berg“ (2009), „Die Reise zur geheimnisvollen Insel“ (2012) oder auch jüngst „Jungle Cruise“ (2021). Sein bester Freund und Begleiter, sowohl im echten Leben als auch im Spiel, ist der muskulöse und sportliche Fridge (Darius Blain) mit leichten schulischen Problemen, der sich plötzlich im Körper des zu kurz geratenen und langsamen „Mouse“ Finbar (Kevin Hart) wiederfindet. Dieser punktet immerhin mit seinem Wissen über die Tierwelt von Jumanji, ist mit seiner stereotypen, leicht rassistischen Rolle als Taschen- und Waff enträger des Doktors, wie man sich denken kann, überhaupt nicht begeistert. Der Joker in „Jumanji“, wenn es um Kampfkunst und Ablenkungsmanöver geht, ist die attraktive Ruby Roundhouse, die ihren männlichen Begleitern oftmals aus der Patsche helfen muss. Ihre einzigen Schwächen sind Gift und die fehlende Fähigkeit des Flirtens. Die Powerfrau wurde perfekt mit Karen Gillan besetzt, die viele als Amy Pond aus „Doctor Who“ oder auch als Nebula aus „Guardians Of The Galaxy“ kennen und lieben. Ohne Professor Shelly Oberon wäre der Abenteuertrupp jedoch aufgeschmissen, denn er ist der Einzige, der die Karte lesen kann. Moment „ER“? Das hätte vielleicht in der Figurenbeschreibung stehen sollen. Denn ausgerechnet Bethany, die Selfie-Queen der Gruppe, schlüpft in die Rolle des stämmigen und zu kurz geratenen Professors mit dem irreführenden Namen. Und wieder einmal stellt sich die Frage, was man als Frau tun würde, wenn man im Körper eines Mannes stecken würde. Die Rolle des untersetzten Sheldon Oberon wird von Jack Black übernommen, dem sie auf den Leib geschneidert zu sein scheint, kennt man ihn doch vor allem aus Komödien wie zum Beispiel „Schwer Verliebt“ oder auch „School of Rock“.

Random-Character

Doch was wäre eine Fortsetzung ohne ein paar Überraschungen und neue Charaktere? In „Jumanji – The Next Level“ kommen zwei frische Neuzugänge ins Spiel, die alles gehörig durcheinander wirbeln. Spencers Großvater Eddie (Danny DeVito) und sein alter Freund Milo (Danny Glover) schließen unbeabsichtigt Bekanntschaft mit dem Spiel und bringen damit die komplette Verteilung der Figuren durcheinander, die flexibler zu sein scheint als zuvor gedacht. Deshalb gibt es auch zwei neue Spielfiguren: Die asiatische Ninjabraut Ming (Awkwafina) und einen schwarzen Hengst – und ja hier ist die Rede von einem Pferd. Natürlich darf auch ein ordentlicher finaler Boss nicht fehlen. Und wer wäre dafür besser geeignet als Jürgen der Brutale, der von Rory McCann, dem „Hund“ aus „Game Of Thrones“, gespielt wird. Es entstehen neue Dynamiken mit dem gewohnten Witz sowie dem Abenteuergeist der bisherigen „Jumanji“-Teile. Erschien zum Vorgänger „Willkommen im Dschungel“ eine Blu-ray 3D ist eine solche beim neuen Teil bislang leider nicht angekündigt worden. Stattdessen darf man sich wenigstens zwischen einer Standard-Blu-ray sowie einer Standard-UHD-Blu-ray entscheiden. Alternativ dazu gibt es beide Versionen auch jeweils in einem Steelbook. Zudem werden Teil eins und zwei auch zusammen als Doppelpack angeboten. Unabhängig von der Edition ist bei allen Versionen das Bonusmaterial gleich. Da gibt es beispielsweise Outtakes, ein Making-Of, einen Einblick in den Körpertausch, eine Szenenauswahl mit Erläuterungen zu den Eff ekten und zu vielem mehr. Da uns die Blu-ray leider nicht rechtzeitig zum Redaktionsschluss erreichte, müssen wir uns an der Stelle auf eine Vorschau beschränken.

Diesmal landet Spencers Großvater Eddie im Körper des durchtrainierten Dr. Smolder Bravestone (Dwayne Johnson)


Bilder: © Fotonomada - Fotolia.com, Sony Pictures