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BLÜMCHENDESIGN


Trödler - epaper ⋅ Ausgabe 4/2020 vom 11.03.2020

Wer die 1970er-Jahre wieder aufleben lassen möchte, kann auf den Flohmärkten diverses ertrödeln, das sich einfach diesem Jahrzehnt zuordnen lässt: Bei geblümtem aller art stehen die chancen dafür nie schlecht. Von Textilien bis zu Teetassen, Tapeten oder Tabletts gibt es alles, was das herz begehrt, das meiste groß geblümt, manches auch klein geblümt. die dinge sind oft schreiend farbig, höchst selten blass oder gar dezent. „Flowerpower“ hieß das aus amerika importierte hippie-motto, das sich nun in der alltagsästhetik durchsetzte.


Traditionelle Blumenbilder

Blüten sind als Frühlingsboten und ...

Artikelbild für den Artikel "BLÜMCHENDESIGN" aus der Ausgabe 4/2020 von Trödler. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Trödler, Ausgabe 4/2020

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... Fruchtverheißende immer schon positiv besetzt gewesen. So tauchen sie in der mittelalterlichen Buchmalerei genauso auf, wie in uralten Wandbehängen, in Stickereien auf Kleidung oder im Schnitzwerk am Mobiliar. Für die einstmals analphabetische Bevölkerung hatten sie überdies oft stark sym- bolischen Wert und sie konnten als Zeichen von Charaktereigenschaften, Träger religiöser Botschaften oder Ausdruck besonderer Zuneigung richtiggehend gelesen werden. Heute noch gibt es Verhaltensregeln bei Blumensträußen und die Liebesgabe „rote Rose“ ist zum Valentinstag nach wie vor der Renner in den Blumenläden. Am 1. Mai ist die rote Nelke das traditionelle Zeichen der Arbeiterbewegung, die weiße Lilie wird vor allem im Christentum als Symbol der Reinheit und Liebe zu Gott bei Beerdigungen in Trauergestecken und Kränzen verwendet. Neben den Eigenschaften der Blüten selbst (Größe, Auffälligkeit, Kostbarkeit und Stärke des Duftes) sind es auch immer die Farben, die ihre Bedeutung mitbestimmen.

Blechtablett der Siebziger-Jahre


Kalendertuch von 1973


Blumen wurden gemalt, gezeichnet oder, vielleicht als Hut-Dekorationen, sogar aus Seide oder anderen Materialien nachgebildet. So gab es immer wieder ästhetische Strömungen, in denen Blumen eine wichtige Rolle spielten, und die Designerinnen und Designer der 1970er-Jahre konnten sich beispielsweise an Kunstwerken des Jugendstils orientieren. Hier wie dort finden sich geschwungene Umrisse, viel Ornamentales, weibliche, langbeinige Körper in schlank-biegsamer Linie mit weich wallendem Haar, nicht selten mit Blumen dekoriert. In der Hippie-Hymne jener Jahre hieß es: „If you're going to San Francisco be sure to wear some flowers in your hair“ (also: trag unbedingt Blumen im Haar, wenn Du nach San Francisco gehst). Gleichzeitig aber griff eine Entwicklung, die mit der Pop-Art der 1960er-Jahre ihren Anfang genommen hatte: die Hinwendung zur geometrischen Form.

Prilblümchen

Die bildgebende Pflanze der Siebziger ist folgerichtig auch ein geometrisches Fantasieprodukt aus vier jeweils unterschiedlichen, variierenden Farben: Das sogenannte „Prilblümchen“ hat im Ursprungsdesign der Firma acht äußere Blütenblätter, darin wieder acht zu Zweiergruppen sortierte in einer anderen Farbe, in diesen nur noch vier Blättchen und schließlich einen Mittelpunkt in einer vierten Farbe. Die Blume ist immer symmetrisch aus Kreissegmenten aufgebaut und in starken Farben gehalten, niemals pastellig. Diese ab 1972 als Werbemittel eingesetzten Aufkleber, die jeweils zu dreien vom Rücken der blauen Spülmittel-Flaschen „vorsichtig mit einem Messer“ abzuheben waren, um sie dann irgendwo dekorativ anzubringen, wurden ikonisch für ein ganzes Jahrzehnt. Sie zierten vor allem die oftmals aus den 1950er- oder 1960er-Jahren stammenden, glatten, nicht selten hellgelben, hellblauen oder in Rosé gehaltenen Fliesen der Küchen. Und andere Firmen zogen nach und gestalteten alles Mögliche und Unmögliche mit Blumen, selbst die Zigarettenreklame setzte auf das Motiv. Einer der bekanntesten Werbesongs der Zeit wurde etwa 1972 für den süß duftenden Weichspüler „Vernel“, den es seit 1968 gibt, komponiert. Er klingt heute noch manchen mit akustischem Gedächtnis Gesegneten im Ohr: „Lavendel…, Oleander…, Jasmiiiiin: Vernel!“

Bettwäsche-design


Prilblümchen-aufkleber von 1972


anzeige für Pril von 1972


Handgeknüpfte Teppiche, Wandteppiche, bedruckte und gehäkelte Sofakissen prunkten mit großen Blumen, sie hoben sich von den braunen Breitcordbezügen der Wohnzimmergarnituren wunderbar ab. Im Schlafzimmer fanden sie sich dann vielleicht auf zarteren Stoffen, aber nicht minder knallig, und auch die Raffrollos oder langen bunten Gardinen trugen oft Florales. Selbst zu Weihnachten hatten manche Christbaumkugeln einen geblümten Querstreifen, der aus der heutigen Distanz betrachtet in der Jahreszeit und zu dem Anlass ein bisschen irritiert. Um so attraktiver sind diese Weihnachtsdekorationen vielleicht als Sammelobjekte.

Strumpfhosenreklame von 1970 angelehnt an Jugendstilästhetik


Blümchen-Borte aus Burda-heft von 1976


Veränderungen im muster

Zu Beginn der 1970er-Jahre war die Orientierung am geometrischen Muster aus der Pop Art der 1960er noch verantwortlich für die Knalligkeit der Blumen. Das sechsblättrige Blümchen war dabei besonders häufig, strukturell ähnlich aufgebaut wie das Prilblümchen. Naturalistisches war unüblich: Mit Farben oder Formen der Natur hatten die Prilblümchen und ihre Verwandten kaum etwas zu tun, die Pflanzen waren stilisiert und trugen daher auch keinerlei Symbolik, die über Farbenfreude und Fröhlichkeit an sich hinaus ging.

Gegen Ende des Jahrzehnts aber war die Nostalgiewelle auf ihrem Höhepunkt, alles zeigte sich jetzt mehr dem Jugendstil angenähert asymmetrisch geschwungen und gewellt und eher klein geblümt, Vieles bekam Rüschen. Die ehemals klaren Kanten der Prilblümchen wurden aufgebrochen in Wiesen- und Paisleymustern und es gab ein Revival der Lackbildchen für Poesiealben. So stand in den kindlichen Andenkentexten der späten 1970er immer noch „Rosen, Tulpen, Nelken, alle Blumen welken. Nur das eine Blümlein nicht, das da heißt 'Vergissmeinnicht'.“ Der Kitsch trieb wilde Blüten, und die Details gelangen wieder mehr zu Ehren. Im „Zurück zur Natur“-Ambiente der späten Siebziger und frühen Achtziger gab es deshalb häufig „Streublümchen“ auf dem dickwandigen, meist bräunlich glasierten Teeservice, nicht selten Gänseblümchen oder Mohn, die beide dem nun wertgeschätzten bäuerlichen Ambiente zuzurechnen waren. Wer es gerne im Do-it-yourself-Modus haben wollte, bemalte eine große alte Milchkanne mit 'Bauernmalerei'-Motiven oder montierte bunte Borten mit kontrastreichem Blumen-Dekor an Kleidung oder Jeans-Taschen.

Hier setzte die Gegenbewegung der 1980er-Jahre ihre glatten Texturen an, und die Farben verloren in der Folgezeit an Frechheit. Aus dem allgegenwärtigen, satten Erd- oder Schokoladenbraun der 1970er-Jahre wurde „Schlamm“, das Dottergelb der Siebziger wurde zu „Senf“ abgetönt, das frische Grasgrün zu „Tanne“ verdunkelt, während parallel mit Punk und Neon wieder ganz neue Qualitäten die Farblandschaft prägten. Allerdings dann unbedingt ohne Blümchen.

Zigarettenwerbung von 1972


Werbung mit altmodischen lackbildchen von 1976


Trödelschätze

Während auf dem Geschirr der 1950er- Jahre die dort gestreuten Blümchen auf dem zarten Porzellan oft möglichst naturalistisch mit Details aufwarteten, hatten sich die schlichten Teller und Tassen der 1960er von all diesem komplett befreit. Das Geschirr der 1970er pfundete nun mit dem unbestimmbarem Blumendekor in Signalfarben, das sich keineswegs an botanischen Realitäten orientierte. „Bavaria Mitterteich“ bot beispielsweise ein weißgrundiges Kaffeeservice in schlichten, an den Griffen und zu den Tüllen hin einfach geschwungenen Formen mit kontrastfarbenen Deckeln an, dessen Muster - von weitem gut erkennbar - nur „Blumen“ sagte. Um was für Pflanzen es sich handeln könnte, blieb unklar. Nur vier große Blüten bildeten das schmückende Bildwerk, andere Gefäße zeigten auch mal nur eine oder zwei große Blumen. Es gab mehrere ähnliche Muster auf dem Weiß (die Hauptfarbe war Blau, Rot oder Grün) und als Second Hand-Ware wird ein ganzes Service zwischen 10 und 50 Euro gehandelt. Vergleichbar im Preis ist Colditzer Porzellan mit sehr ähnlichen Mustern zu bekommen, zumal es als „Ostalgie“-Produkt (also als sentimentales Relikt der DDR) zusätzlich Aufwertung erhält. Einzelne, sehr Aufsehen erregende Kaffeekannen, beispielsweise auch von „Schirnding Bavaria“, gibt es immer wieder sehr günstig.

oben von links nach rechts: lackiertes Brettchen


langspielplatten-album


Salatschüssel der tschechischen Firma „ditmar- Urbach“


mitte: handgeknüpfte Teppiche von „readicut“, 1976


Unten: „emsa“-eierbecher, design „Bologna“


Kaffeekanne von „Bavaria mitterteich“


Besonders hübsch ist auch das 1970er- „Rendezvous“-Geschirr von Hutschenreuther mit dem Dekor „Rio“ des hausinternen Porzellan-Designers Hans Achtziger (1918-2003), das blaue Blumen auf weißem Grund zeigt und im Handel oft Preise wie Neuware hat.

Sehr gern wurde bei vielen Blumen das Prinzip des umgekehrten Farbspiels benutzt: hier dunkel innen und außen hell - dort die gleichen Farben, aber hell innen und außen dunkel. Oder das gleiche Muster variierte, wie bei „Bavaria Mitterteich“, mit unterschiedlichen Grundfarben, also rosa/rot, rot/orange, lila/blau oder gelb/ orange. Auf dem knalligen Rot der Geschirr- und Haushaltswaren-Firma „Emsa“ dagegen prangten weiße Blümchen mit grünen Blättchen, im Design „Bologna“ entstand der Hell-Dunkel-Kontrast aus dunklem Grün und Blau auf Orange. „Bologna“ gibt es noch oft zu erwerben, manchmal sogar in der Originalverpackung, und es gibt Butterdosen, stapelbare Eierbecher, Marmeladengefäße, eine Menage, Pfeffer- und Salzstreuer und sogar eine Käseglocke. Das Plastik ist in der Regel gut erhalten, es ist allerdings sinnvoll auf Kratzer zu achten. Eine weitere Siebziger-Jahre-Serie der Firma „Emsa“ nannte sich „Salzburg“ und imitierte florale Bauernmalerei auf hölzernen Hakenleisten oder Gewürzbrettchen mit rotem oder dunkelgrünem Grund.

Blech-, Melamin-, Plastik- und mit Folie beklebte Holz-Tabletts sowie die passenden Glasuntersetzer gab es in verschiedenen Blumen-Varianten. Wer Glück hat, findet heute noch Tablett und Untersetzer passend, oft sind es sechsteilige Sets. Teuer gehandelte Frühformen stammen aus Dänemark von Al und Lena Eklund, entworfen für die Firma „Laurids Lønborg“. Die beiden setzten meist nur eine einzelne Blume in den Mittelpunkt. Diese Kopenhagener Objekte (neben den Untersetzern auch Dosen oder Eierwärmer), deren Design wie das Blumenmuster der finnischen „Marimekko“-Stoffe gegen Ende der 1960er schon Furore machte und sich in den 1970ern dann durchsetzte, sind sehr gesucht.

Im Gegensatz zu vielen anderen Firmen druckte Lønborg tatsächlich die Namen des Designerpaares auf die Unterseite der Tabletts und diese lassen sich gelegentlich für etwa 20 Euro finden. In der Mode dagegen waren es zum Beispiel die Textildesignerin Barbara Hulanicki, die mit ihrem Londoner Modehaus „Biba“ 1964 bis 1976 blumige Trends setzte, und natürlich die Ikone des romantischen Blümchenlooks Laura Ashley. Unbekannt sind diejenigen, die sich die Blumen für „WMF“- Töpfe, Frotteestoffe oder „Blankin“-Staubtücher ausgedacht haben.

„Blankin“-Staubtuch


Untersetzer aus Blech


WmF-Töpfe von 1977, design „guttach“


Mehr oder weniger gelungene Imitate von Hippiemode gibt es immer mal wieder in den Schaufenstern der Textilkaufhäuser zu bestaunen, oftmals aber ist dann die Schlaghose mit Elementen der 2000er verziert, oder die aufgedruckten Blümchen auf dem T-Shirt haben einen Glitzerrand. Und dass ein Modelabel tatsächlich heute wieder die Farbkombination von Braun, Orange, Gelb und Grasgrün für enganliegende Kleidung benutzt, ist doch extrem selten. So sind die für Revival-Parties angebotenen, günstigen Polyester-Produkte der Karnevals-Industrie in der Regel sowohl am Material (siehe Etikett) als auch am nicht konsequent durchgehaltenen Stil gut zu erkennen. Herrenhemdkrägen sind nicht fest und spitz zulaufend genug, unter den Armen liegen die Sachen nicht richtig eng an, die Blümchen sind nicht groß und geometrisch oder die Muster enthalten eine Farbkombination, die den heutigen Sehgewohnheiten angepasst ist.

Originale Kleidungsstücke der Siebziger außerhalb der Modemuseen in gutem Zustand zu finden ist nicht ganz einfach, vor allem dann, wenn es sich um Chemiefaserprodukte handelt, deren Material mit den Jahren vergilbt oder an Elastizität einbüßt. Dennoch gibt es zum Beispiel speziell die Krawatten, deren Breite und Auffälligkeit zu dieser Zeit einen Höhepunkt er- reicht hatte, immer noch häufig zu erwerben. Wer Glück hat, bezahlt keine 5 Euro pro Stück. Allerdings lohnt es sich immer, auf Flecken, Zugstellen und geplatzte Nähte zu achten, manches ist irreparabel. Ein Marken-Etikett ist wünschenswert und der Hinweis auf das Material (wie „Trevira“) gibt oft den letzten Pfiff als Zeitdokument.

Gleiches gilt für die Mini- oder auch Maxi- Kleider der Ära: Während die Mini-Kleider der frühen 70er-Jahre noch oft Chemiefaserprodukte waren, ist bei den langen Abendroben der jungen Frauen von damals auch ein „Made in India“ sehr beliebt gewesen. Dünne Baumwolle, kleinblütig bedruckt, umspielte die Knöchel der Blumenkinder, wie die Hippies auch genannt wurden und machte sich besonders gut „Barfuß im Regen“ (1970 von Michael Holm in einem geblümten Hemd besungen), wenn geflochtene Blütenkränze die offenen langen Haare zierten. Am schönsten sind solche Flattergewänder aber natürlich zu „Jesuslatschen“, also absatzlosen Zehentrennersandalen mit nur zwei vorderen Riemchen. Wer ein echtes Laura- Ashley-Kleid der Siebziger ergattern will, muss nicht das Fashion Museum in Bath ausrauben, sondern kann auch mit dem nötigen Kleingeld in der Tasche (etwa zwischen 200 und 300 Euro) zumindest im britischen Antiquitätenhandel fündig werden und dann originale Blümchen für das persönliche Flowerpower-Feeling tragen.

literatur

„Pat Party“-Kleid


muster eines Frottee-Bademantels


Kinderlatzhose 1972, Privatfoto: christiane Kopp


Für einen Blick auf die Mode der Prilblümchen- Ära empfiehlt sich besonders die Sichtung von „burda moden“-Heften der Zeit, die für Handarbeitsfans auch Schnittmuster enthalten, um die Objekte der Begierde nachzunähen. Und die „Farbige Wohnfibel“, die verschiedene Möbel-, Haushaltswaren- und Textil-Firmen der „Arbeitsgemeinschaft Wohnzirkel Detmold“ mehrere Jahre hintereinander gemeinsam herausgaben, ist eine wunderbare Quelle, um das Flair des zeitgenössischen Interieurs kennenzulernen. Allerdings sind die Ausgaben nur durchnummeriert und nicht datiert; aus den 1970er- Jahren stammen jedenfalls die Ausgaben 6 bis 9. In der Nummer 7 sind zum Beispiel zeitgenössische Blümchenmuster auf Fliesen (S. 178/179) oder Stoffen für Gardinen (S. 142-145) zusammengestellt. Wer sich für die Innenarchitektur jener Jahre interessiert, findet eine vergleichbar attraktive Bildauswahl außerdem in den von Gruner & Jahr zur „Schöner Wohnen“- Zeitschrift erstellten Bildbänden „Schöner Wohnen. Das große praktische Einrichtungsbuch“ (1976) und „Das Buch vom Wohnen“ (1977).

Alle Abbildungen / Objekte privat, wenn nicht anders angegeben, Anzeigen aus dem Archiv der Autorin, www.kabinett-stueckchen.de