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BLUETOOTH-LAUTSPRECHER: Kabellos durch die Nacht


Guter Rat - epaper ⋅ Ausgabe 7/2019 vom 19.06.2019

TEST Dank leistungsfähiger Akkus kann man mit den neuen Bluetooth-Lautsprechern an jeder Straßenecke Party machen. Für ihre handliche Größe leisten die Modelle einiges


Artikelbild für den Artikel "BLUETOOTH-LAUTSPRECHER: Kabellos durch die Nacht" aus der Ausgabe 7/2019 von Guter Rat. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Guter Rat, Ausgabe 7/2019

Partytauglich Alle Kandidaten hielten im Test bei einer mittleren Lautstärke mindestens zehn Stunden durch


Gunnar Döbberthin gunnar.doebberthin@guter-rat.de


Die Stereoanlage samt Boxen im Wohnzimmer einfach abgeklemmt, im Garten aufgestellt und mit dem Verlängerungskabel des Rasenmähers wieder angeschlossen – das war einmal. Heute liefern tragbare Lautsprecher mit Akku die passende Musik zur Party im Grünen. Als Quelle dienen Smartphone, ...

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... Tablet oder Notebook. Die werden ganz einfach per Bluetooth mit dem Lautsprecher gekoppelt, einem stabilen Funkstandard für kurze Distanzen. Wir haben acht aktuelle Bluetooth-Lautsprecher zum Preis von 50 Euro bis 280 Euro getestet. Im Vordergrund standen dabei deren Soundqualität und die Leistung der integrierten Akkus. Deshalb flossen beide Disziplinen mit je 40 Prozent, die Ausstattung und die Handhabung mit je zehn Prozent in die Bewertung der Geräte ein.

KLANG Den besten Klang lieferten der D Fine des jungen Berliner Unternehmens Dockin und der Envaya DSB-250BT vom Klangspezialisten Denon. Beide lassen ordentlich Bässe hören, ohne die Höhen und Mitten zu vernachlässigen. Ihr ausgewogener Klang beeindruckt nicht nur die Gartennachbarn, sondern ist durchaus wohnzimmertauglich.

Insgesamt lieferten die Kandidaten in dieser Disziplin recht gute, meist ihrer Größe entsprechende Ergebnisse ab.

Lediglich der Woome 2 von InLine enttäuschte die Jury mit seinem eher mittelmäßigen Sound, der bisweilen sogar recht schrill und scheppernd klang. Die zylindrischen Bluetooth-Lautsprecher von Bose, Libratone und Ultimate Ears strahlen nicht einfach die Hoch- und Mitteltöne nach vorn und die Bässe nach hinten ab. Ihre Schallwellen breiten sich gleichmäßig in alle Richtungen aus. Vorteil: Ganz egal, wo sie stehen, die 360-Grad-Lautsprecher klingen immer gut. Mit einer Einschränkung: Drinnen genutzt, sollten sie nicht direkt vor einer Wand aufgestellt werden.

AKKU Glaubt man den Herstellerangaben, haben die Bluetooth-Lautsprecher in unserem Test ein Durchhaltevermögen von 10 bis 15 Stunden. Das reicht zwar nicht für einen Campingurlaub, für den Nachmittag am Strand oder die Gartenparty aber allemal.

LAUTSPRECHER BEIM AUSDAUERLAUF

Wir haben die Laufzeit der Akkus bei mittlerer und bei fast voller Lautstärke überprüft. Dockin sollte zehn Stunden spielen und schaffte es locker auf 14 Stunden, hat sein Versprechen also übererfüllt. Denon erreichte die versprochenen 13 Stunden. Beide waren nach gut drei Stunden wieder voll aufgeladen. Ein gutes Ergebnis, das beiden mit der Gesamtnote 1,6 den Testsieg sichert.

Der schmucke Rockbox Bold M von Fresh ’n Rebel enttäuschte. Er sollte 15 Stunden spielen, gab aber schon nach knapp zwölf Stunden keinen Mux mehr von sich. Zudem brauchte der Lautsprecher glatte fünf Stunden, um nachzuladen.

MERKMALE Vor dem Kauf des Bluetooth-Lautsprechers steht auch die Überlegung, wie oft und wo das gute Stück zum Außeneinsatz kommen soll. Dabei spielt das Gewicht keine unerhebliche Rolle. Der Dockin ist mit seinen 1,93 Kilogramm das Schwergewicht unter den Kandidaten. Für den Transport gibt es sogar eine extra Tragetasche. Hier macht sich bemerkbar, dass vier aktive Treiber und zwei passive Bassradiatoren verbaut sind und der Akku trotz 50 Watt Musikleistung 14 Stunden durchhält.

BESSER ALS QUIETSCHEENTCHEN

Wer seinen Bluetooth-Lautsprecher immer parat haben will, ist mit dem Wonderboom von Ultimate Ears sicher besser bedient. Der klingt noch gut, hat eine kleine Trageschlaufe, wiegt nur 425 Gramm, ist stoßfest und wasserdicht. Das heißt in diesem Fall, dass der Lautsprecher keinen Schaden nimmt, wenn er mal in den Pool fällt oder mit unter die Dusche darf. Er ist nach IPX7 zertifiziert und somit bis zu 30 Minuten und einer Tiefe von einem Meter wasserfest. Auch der Denon und der Sony sind nach IP67 gegen Staub geschützt und nehmen keinen Schaden, wenn sie kurz ins Wasser fallen. Dockin und Bose sind in die Schutzklasse IP55 beziehungsweise IPX4 eingestuft und damit immerhin noch spritzwassergeschützt.

STEREOSOUND Einige Modelle lassen sich zum Stereopaar koppeln, was für die Nutzung zu Hause sicher eine größere Rolle spielt als unterwegs. Der Dockin liefert den Stereoklang ohne die Unterstützung eines Zwillings. Er hat selbst je zwei Bassradiatoren, Hoch- und Mitteltöner verbaut. Das spart Geld für einen zweiten Lautsprecher. Stereo-Enthusiasten werden an dieser Stelle aber bemängeln, dass der Abstand zwischen den Treibern des linken und rechten Stereokanals viel zu gering ist.

Die Verbindung mit dem Libratone klappt auch über WLAN. Das ermöglicht unter anderem den direkten Draht zum Streamingdienst Spotify Connect. Der Lautsprecher kann sich mithilfe einer App in eine Multiroom-Anlage integrieren, und auch der Umgang mit dem Apple-Standard AirPlay 2 klappt.

PRAKTISCHE FUNKTIONEN

Das ist sicher nicht kaufentscheidend, aber sechs der acht Bluetooth-Lautsprecher im Test sind mit einem Mikrofon ausgestattet und haben eine Freisprechfunktion. Kommt ein Anruf über das Smartphone, das gerade als Musikquelle dient, kann das Gespräch auch über einen Tastendruck am Lautsprecher angenommen werden.

Denon und Inline sind mit dem Standard aptX ausgestattet. Der kodiert hochwertige Audiodaten fast verlustfrei für die Übertragung via Bluetooth und steht in Konkurrenz zu dem im Sony eingesetzten LDAC. Dass die verlustfreie Übertragung allein noch keinen guten Klang macht, stellte der InLine unter traurigen Beweis.

Mit der Hi-Res-Musik des Streamingdienstes Qobuz schien er regelrecht überfordert. Das können der Denon und der Sony eindeutig besser. Einige Modelle besitzen neben der Bluetooth-Schnittstelle noch einen Klinken-Eingang (Aux-in). Darüber lassen sich Geräte anschließen, die den Funkstandard nicht beherrschen. Eigentlich überflüssig, denn den bringen heute alle Smartphones mit. Dockin und Fresh ’n Rebel haben eine Powerbank-Funktion. Doch Vorsicht: Wer den Lautsprecher im Akkubetrieb tatsächlich als Ladestation für sein Smartphone benutzt, verringert damit die Laufzeit fürs Musikhören.

BESONDERHEITEN Ginge es allein nach der Ausstattung, hätte sicherlich der Zipp 2 von Libratone den Testsieg davongetragen. Neben den schon besprochenen Merkmalen bringt er die automatische Raumkorrektur »Room EQ« mit, die unabhängig vom Standort automatisch für das beste Klangerlebnis sorgt. Optisches Highlight ist das austauschbare rote Cover, das es für 29 Euro noch in weiteren Farben oder in feiner italienischer Wolle gibt.

FAZIT Den Testsieg müssen sich diesmal die beiden Bluetooth-Lautsprecher von Dockin und Denon teilen. Der Vorsprung zu den anderen ist dabei nicht allzu groß. Insgesamt ist für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas dabei. Nur den Woome 2 können wir nicht empfehlen.


FOTOS: PR