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BORDERLANDS 3: GANZ NACH OBEN


Computer Bild Spiele - epaper ⋅ Ausgabe 7/2019 vom 05.06.2019

Actionspiel Mit „Borderlands 3“ hebt der wohl bekannteste Looter-Shooter ab in den Weltraum. Die Bodenhaftung verliert die Serie aber trotzdem nicht …


Artikelbild für den Artikel "BORDERLANDS 3: GANZ NACH OBEN" aus der Ausgabe 7/2019 von Computer Bild Spiele. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Computer Bild Spiele, Ausgabe 7/2019

INTERVIEW

Kevin Duc Lead Visual Designer der Waffen

Werden Rocketund Grenade-Jumps Teil des Level-Designs sein?
Mit Rutschen und Klettern haben wir das Bewegungs-Repertoire schon mal erweitert. Was Rocket-Jumps angeht: Die kann ich nicht offiziell bestätigen, aber Sie konnten sie immerhin bisher machen, was?

Was ist besser: realistische Waffen oder überzeichnete?
Es muss irgendwie passen. Damit etwa „unendlich Munition“ nicht zu unrealistisch rüberkommt, ...

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Was ist besser: realistische Waffen oder überzeichnete?
Es muss irgendwie passen. Damit etwa „unendlich Munition“ nicht zu unrealistisch rüberkommt, haben wir die Überhitzungsmechanik eingeführt – Spieler müssen zu heiße Waffen erst mit Wasser abkühlen, damit sie wieder funktionieren.

Sind Sie ein Waffen-Nerd?
Sicher. Ich schieße tatsächlich privat und weiß also, wie eine echte Waffe funktioniert. Als Waffen-Designer muss man das dann auf das Spiel anwenden. Wie sieht eine Waffe im Sci-Fi-Setting aus? Was macht eine „Borderlands“-Waffe einzigartig? Und was ist mit Waffen, die gar keine klassischen Patronen haben? Herauszufinden, wie sich eine Waffe im Spiel echt anfühlt, ist auf jeden Fall eine Herausforderung – und der spaßigste Teil am Job.

Randy Pitchford war sichtbar glücklich, als er in Los Angeles „Borderlands 3“ erstmals in voller Pracht der Öffentlichkeit präsentierte. Der Gearbox-Chef strahlte über das ganze Gesicht und hatte sein gesamtes Entwicklerteam auf der Bühne um sich versammelt. Zunächst zockten die Macher den Looter-Shooter eine Stunde lang vor, anschließend durften die mehr als 800 ungeduldig wartenden Gäste 90 Minuten lang selber ballern – und COMPUTER BILD SPIELE hat mitgemacht.

Hub in Space

Die größte Neuerung in „Borderlands 3“ ist das Setting. Während die Vorgänger postapokalpseüblich den Spieler eher in trostlose Umgebungen, etwa in die Wüste oder ins Eis, führten, geht es in „Borderlands 3“ auch in den Weltraum. Raus ins All bringt Sie das neue Raumschiff „Sanctuary III“, ein fliegendes Level-Hub, das stark an die Basis von „Wolfenstein 2 – The New Colossus“ erinnert. Auch hier treffen Sie zahlreiche schwer beschäftigte und plauderfreundliche NPCs und widmen sich dem Waffenshopping, Glücksspiel oder Schusstraining. Aber Sie sind ja nicht nur zum Vergnügen hier. Über eine Art Sternenkarte steuern Sie Ihr Reiseziel an, dann düsen Sie via Hyperantrieb dorthin und landen in einer Raumkapsel auf der Planetenoberfläche. Pitchford spricht deshalb vom „bisher größten ,Borderlands‘“. Sie sollten aber kein gigantisches, bereisbares Universum wie in „No Man’s Sky“ erwarten. Wahrscheinlicher gibt es einfach eine großzügige Auswahl an Planeten wie im Rollenspiel „Kingdom Hearts 3“.

Auf in die Sci-Fi-Stadt

In der Anspielsession ging’s per Hyperantrieb nach Promethea, einer futuristischen Sci-Fi-Stadt voller verlassener Straßen, gigantischer Bögen und blitzender Wolkenkratzer. Der Schauplatz sieht architektonisch ganz anders aus als die bisher gezeigten, weitere frische Settings enthüllte Gearbox in Los Angeles mit einem kurzen Teaser-Video. Das zeigte unter anderem eine asiatisch anmutende Bergkulisse, einen wilden Dschungel und ein monsterverseuchtes Höhlensystem. Für reichlich Abwechslung sollte also gesorgt sein.

Aber zurück nach Promethea: Dort braucht der NPC Lorelei Unterstützung im Kampf gegen das machtgierige Psychopathen-Pärchen Troy und Tyrene Calypso. Die durchgeknallten Calypsos sind die Hauptfeinde in „Borderlands 3“, wie gewohnt müssen Sie aber auch zahlreiche treue Untergebene des Duos in Bosskämpfen besiegen. Einer davon ist der bescheuerte Megamind, ein trashiger Android mit offen zur Schau gestelltem Riesenhirn, der mit Minions und Drohnen attackiert und dem Spieler alles abverlangt.

Wenn Sie den Androiden und sein Spielzeug zu Schrott geschossen haben, können Sie gehen, wohin Sie wollen. Mitunter sind die Dis tanzen aber recht groß. Dank Ihrem neuen Gefährt Cyclone erreichen Sie Ihr Ziel trotzdem ruck, zuck. Mit dem rollenden Riesenrad düsen Sie flink durch die Kurven, bleiben aber auch mal an Hindernissen hängen. Dafür heizen Sie Gegnern mit dem anpassbaren Geschütz aus sicherer Entfernung ein und boosten sich in Sicherheit, wenn’s brenzlig wird.

Bekannte Kämpfe, neue Koop-Balance

Die meiste Zeit sind Sie jedoch zu Fuß unterwegs und stürzen sich im Dauerlauf in altbekannte Arenakämpfe. Zwischen humorvollen Sammelquests und Wiedersehen mit alten Bekannten – so treffen Sie etwa auf den Katanaschwingenden Zer0, der für Sie eine Energiebarriere zerstört – warten flotte Gefechte, die Ihnen durch zahlreiche neue Skills und die immense Waffenauswahl großen taktischen Spielraum lassen. Sie knallen in einer mächtigen Nahkampf-Attacke Gegnern verseuchte Fässer entgegen, sodass sie gleich mal eine Ladung des neuen Elementarschadens Strahlung abkriegen, nur um ihnen anschließend mit einer der vielen sekundären Funktionen des Schießprügels den Rest zu geben.

Die Gefechte laufen wie immer schnell und chaotisch ab, zudem machen Ihnen zahlreiche neue Gegnertypen das Leben schwer. Die Heavy-Klasse etwa kommt in vielen verschiedenen Formen und Farben und steckt besonders viel ein. Sie teilt ebenfalls gerne Elementarschaden aus und greift Sie mit fiesen Stampfattacken an.

Segnen Sie trotz des Schilds das Zeitliche, bleibt Ihnen die aus den Vorgängern bekannte „letzte Chance“ – oder Sie lassen sich neuerdings alternativ zum Koop-Partner durch einen NPC wiederbeleben. Apropos Koop: Für diesen in „Borderlands“ sehr beliebten Modus hat Gearbox in erster Linie an der Balance gefeilt. So passt sich nun etwa das Loot dem Level des jeweiligen Zockers an.

PROGNOSE:

Mit „Borderlands 3“ stellt Gearbox die Looter-Shooter-Formel offenbar nur minimal um. Verständlich, denn die treue, aber gnadenlose Fan base dürfte auf allzu große Änderungen äußerst empfindlich reagieren. So spielt sich bisher das post apokalyptische Actionspiel trotz Balancings sowie neuer Skills und Waffen wie immer. Einen Riesenschritt wagt „Borderlands“ aber: die Erschließung des Weltraums. Noch ist zwar unklar, wie groß das Universum des Looter-Shooters ist, aber allein die optische Abwechslung macht die Reise ins All lohnenswert – und die „Sanctuary III“ ist wohl das coolste Raumschiff-Hub seit „Wolfenstein 2“.

DIE HEAVY-KLASSE ist zwar zäh, aber mit Ihren vielen neuen Skills und Waffen kriegen Sie den Blechkameraden schon klein.


KAFFEEPAUSE In einer ziemlich witzigen Nebenmission setzen Sie für eine Tasse Kaffee Ihr Leben aufs Spiel.


FAHRSPASS Mit dem neuen Cyclone düsen Sie durch die verwüstete Stadt Promethea.


BEKNACKTE BOSSE: Der Hirni Gigamind greift Sie mit Minions und Drohnen an.


ALTE BEKANNTE WIE ZER0 erfreuen die Fans. Der flinke Roboter ist eine gute NPC-Hilfe und zersäbelt feindliche Energiebarrieren.


ANGESPIELT

200 MENSCHEN GLEICHZEITIG spielten und streamten „Borderlands 3“ in Los Angeles zum allerersten Mal. Eine Hauptquest und diverse Nebenquests waren freigeschaltet, zwei Charaktere standen zu Wahl.

Die Teilnahme an der Reise wurde von Publisher 2K unterstützt. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit finden Sie unter

INFO

START: 13. September 2019
SYSTEM: PC, PS4, Xbox One
PREIS: ab 59,99 Euro
HERSTELLER: 2K Games
www.borderlands.com