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BORN IN GERMANY


arrive - epaper ⋅ Ausgabe 5/2021 vom 30.07.2021

FAHREN

Eines muss man den Designern bei Seat ja lassen: Sie haben es drauf. Zum wiederholten Male umgeben sie die Technik aus dem Volkswagen-Konzern mit einem schickeren Blechkleid als die Mutter in Wolfsburg selbst. Das war beim Ibiza und beim Leon so, die knackiger und sportlicher gestylt auf ihren Rädern stehen, als es Polo und Golf tun.

Und nun das Gleiche beim Cupra Born. Eigentlich sollte das coole Kompaktmodell längst auf der Straße sein, doch Corona und die Management-Entscheidung, den Born ausschließlich über die Submarke Cupra zu vermarkten, ließen einige Monate ins Land gehen. Egal, zu spät ist es auf alle Fälle nicht. Der Born fährt in der ID.3-Klasse (C-Segment). Und hier ist der Markt noch dünn besetzt. Doch nicht nur diese Gegebenheit bietet eine große Chance auf hohe Stückzahlen. Auch der sportliche Auftritt des Cupra Born ruft bei so manchem Betrachter ein „Wow“ hervor. Es ist nicht ...

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Bildquelle: arrive, Ausgabe 5/2021

Strenger Blick: Cupra setzt beim Design auf Sportlichkeit.
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... vermessen, dem Cupra einen gewissen „Must-have“-Faktor zu attestieren. Besonders aus dem Blickwinkel „schräg-hinten“ macht der Spanier eine schicke Figur. Obwohl „Spanier“ in diesem Fall nicht ganz die Wahrheit trifft. Zunächst lässt Seat/Cupra den Born bei Volkswagen in Zwickau fertigen, gemeinsam mit dem technisch identischen VW ID.3.

MOTOR KOMMT AUS DEM VW-REGAL

Beim Cupra Born konnten sich die spanischen Ingenieure wunderbar im Konzernregal von Volkswagen bedienen. VW hat in den vergangenen fünf Jahren hierzu die mittlerweile bekannte MEB-Architektur entwickelt. Eine Milliarden-Investition, die sich aber auf Dauer mehr als auszahlen wird. Insgesamt 70 Elektroautos sollen einmal auf dieser dezidierten Plattform stehen. So ist es nur zu logisch, dass der Born mit den gleichen Antriebskomponenten wie der ID.3 unterwegs ist.

Der MEB ist in seiner Basis-Struktur als Heckantriebsplattform ausgelegt. Beim Born sitzen Elektromotor und das Eingang-Getriebe an der Hinterachse. In der Einstiegsversion leistet die E-Maschine 110 kW (150 PS). Darüber rangiert die 150-kW-Variante (204 PS). Sie verfügt allerdings über eine e-Boost-Funktion. Das bedeutet: Kurzzeitig kann der Elektromotor bis zu 170 kW (231) leisten und somit den Born in nur 6,6 Sekunden von null auf 100 km/h sprinten lassen – leise und wie von einem großen Gummiband beschleunigt. Beide Motoren verfügen über das gleiche Drehmoment: 310 Newtonmeter.

TECHNIK

Cupra Born

Motor Elektro

Leistung 170 kW/231 PS

Max. Drehmoment 310 Nm

0–100 km/h 6,6 s

Höchstgeschwindigkeit 180 km/h

Batteriekapazität 77 kWh

Reichweite 540 km

Kofferraum 385 Liter

Länge × Breite × Höhe 4,32 mx 1.81 mx 1.54 m

Preis k.A.

Volkswagen hat den elektrischen Antriebsbaukasten so konzipiert, dass drei unterschiedlich große Batterie-Pakete in der Bodengruppe untergebracht werden können. So kann der Kunde wählen, was für sein tägliches Nutzungsprofil am besten passt. Wer nicht unbedingt die größte Reichweite von rund 540 Kilometern – hier hätte der Born dann eine 77-kWh-Batterie – benötigt, geht entweder auf 58 oder auf 45 kWh und spart einige tausend Euro in der Anschaffung. Denn Batteriezellen zählen zu den teuersten Komponenten in einem Elektroauto.

DURCHDIGITALISIERT UND ZIEMLICH COOL

Allerdings: Mit den kleineren Akkus erkauft sich der Born-Kunde auch eine nicht so leistungsfähige Ladetechnik. Nur mit der großen 77-kWh-Batterie kann der Cupra Born an einer Gleichstrom-Schnellladestation bis zu 125 kW an Leistung ziehen. Hier wären 100 Kilometer „neue“ Reichweite nach nur sieben Minuten wieder aufgefüllt. 35 Minuten dauert es im Bestfall, den Akku wieder auf 80 % seiner Kapazität zu bringen.

Steigt man in ein Elektroauto wie den Cupra Born ein, erwartet man ein Cockpit, das nicht mehr viel zu tun hat mit denen von herkömmlichen Dieseln und Benzinern. Genau dies ist hier der Fall. Digitalisierung: 100 %. In der Mitte der Armaturentafel dominiert das Infotainment-System mit dem 12-Zoll-Display, durchs unten abgeflachte Lenkrad schaut man auf ein trapezförmiges Kombiinstrument, an dem rechts wie ein Satellit der Fahrschalter angebracht ist, ähnlich wie im ID.3. Und weil Cupra seinen Ursprung von „Cup Racing“ hat, fühlten sich die Designer irgendwie verpflichtet, wenigstens eine kleine Reminiszenz im Born einzubauen: die beiden Knöpfe unterhalb der Lenkradspangen, der rechte zum Starten, der linke für die verschiedenen Fahrmodi.

DANIEL BRÜHL IST DAS GESICHT DER CUPRA BORN-KAMPAGNE

Schauspieler und Regisseur Daniel Brühl (links) ist Botschafter im Rahmen der neuen Werbekampagne um den neuen vollelektrischen Cupra Born: Erst kürzlich unterhielt sich der in Hollywood erfolgreiche Deutsche mit dem britischen Seat-Vorstandsvorsitzenden Wayne Griffiths über die Vorzüge des Fahrzeugs. Überhaupt hat Seat einige interessante Markenbotschafter, vorzugsweise aus dem Sport, vor geraumer Zeit an Bord geholt. Zu diesen zählen der deutsche Torwart Marc ter Stegen, Fußball-Nachwuchstalent Ansu Fati, Hollywood-Schauspieler Daniel Brühl, der schwedische Rennfahrer Mattias Ekström und vier der weltweit besten Padel-Tennis-Spieler. Zudem ist die Marke Cupra offizieller und exklusiver Mobilitätspartner des FC Barcelona und Hauptsponsor der World Padel Tour.

Der Blick auf die beiden Bildschirme wird eh zur Nebensache, wenn man in der Preisliste das Head-up-Display angekreuzt hat. Erstmals in einem Seat, pardon Cupra, gibt es zudem Augmented Reality. Zusätzliche Informationen, beispielsweise Abbiegepfeile, werden exakt so in die Windschutzscheibe projiziert, dass man denkt, sie lägen vor einem auf der Straße.

Das Gefühl, in einem coolen und zukunftsweisenden Auto zu sitzen, unterstreichen auch die Materialien, mit denen die Designer den Born ausgestattet haben. Manches sieht aus wie Neopren, anderes hat einen 3D-Effekt in der Oberfläche, und die Schalensitze sind mit Stoff aus Seaqual-Fasern gefertigt. Hier handelt es sich um recyceltes Plastik aus dem Meer.

Michael Specht