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BREITBAND-REPORT: NETZCHECK


connect - epaper ⋅ Ausgabe 7/2019 vom 07.06.2019

Bekommen Breitband- Kunden die Datenraten, die sie gebucht haben? Wie sieht es beim Mobilfunk aus? Von Kunden selbst initiierte Messungen liefern Antworten.


Artikelbild für den Artikel "BREITBAND-REPORT: NETZCHECK" aus der Ausgabe 7/2019 von connect. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: connect, Ausgabe 7/2019

Wachsende Datenbasis: Auch wenn die strenge Überprüfung der im Festnetz vorgenommenen Messungen viele Ergebnisse ausfiltert, wächst die Zahl der validen Ergebnisse seit Jahren kontinuierlich.


Tendenz steigend: Auch bei den per Mobilfunk durchgeführten Messungen steigen die Teilnehmerzahlen von Berichts - zeitraum zu Berichtszeitraum – und damit auch die Zahl valider Messungen.


D ie Kompetenz des Ismaninger Netztest-Spezialisten zafaco hat nicht nur ...

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D ie Kompetenz des Ismaninger Netztest-Spezialisten zafaco hat nicht nur connect überzeugt – bereits seit 2009 führen wir gemeinsam den großen connect-Breitband- und Fest netztest sowie andere Netz- und Dienstetests durch. Auch die Bundesnetzagentur (kurz BNetzA) setzt für die Überprüfung des Breitbandmarkts sowie zur Bestimmung von Funklöchern und Mobilfunkab deckung auf zafaco. Die Ismaninger realisieren im Auftrag der BNetzA seit Herbst 2015 den Festnetz-Tempotestbreitbandmessung.de . Hier können Endkunden die tatsächliche Geschwindigkeit ihres DSL-, Kabeloder Glasfaseranschlusses selbst nachmessen. Auch die seit Oktober 2018 verfügbare Funkloch-App wurde von zafaco entwickelt. Die Ergebnisse der Breitbandmessung veröffentlicht die BNetzA in ihrem, zuletzt stolze 223 Seiten umfassenden Jahresbericht. In unserem diesjährigen Festnetztest, der in connect 8/2019 erscheinen wird, fließen die Festnetzresultate als Crowdsourcing- Ergebnisse erstmals ebenfalls in die Wertung mit ein.

Sorgfältige Validierung
Die für das aktuelle Berichtsjahr 2017/2018 berücksichtigten Messungen wurden von Oktober 2017 bis September 2018 durchgeführt. Dabei stellt zafaco mit aufwendigen Analysen und Filtern sicher, dass nur valide Messungen ins Ergebnis einfließen. Bei den Festnetz-Resultaten werden beispielsweise Messungen verworfen, die per WLAN statt per Ethernet-Kabel durchge- führt wurden oder die laut Nutzerangabe wegen Überschreiten eines monatlichen Inklusivvolumens unter Drosselung erfolgten. Den aufschlussreichen Blick auf die wichtigsten Ergebnisse präsentieren wir Ihnen im Folgenden. Wer es noch genauer wissen möchte, findet die vollständigen Resultate unterbreitbandmessung.de/ergebnisse. Dort stehen auch interaktive Auswertungen mit verschiede nen Filterkriterien und Darstellungsoptionen bereit. Auch regionale Teilergebnisse lassen sich unter/breitbandmessung.dekartenansicht abrufen.

Detaillierter Blick auf die Regionen: Unterbreitbandmessung.de kartenansicht lassen sich umfangreiche Kartendarstellungen abrufen.


Was immer Sie wissen wollen: Unterbreitbandmessung.de ergebnisse stehen interaktive Aufbereitungen der einzelnen Ergebnisse zur Verfügung.


Festnetz: Positive Entwicklung
Die Ergebnisgrafiken auf dieser und der nächsten Seite zeigen den sogenannten Median-Wert – die Hälfte aller Messergebnisse lagen unter dem durch die Balken gezeigten Schwellenwert. Der gibt wiederum den prozentualen Anteil der Datenrate an, die laut gebuchtem Tarif eigentlich versprochen wurde. Ein Wert von 90 Prozent bedeutet also: In der Hälfte aller berücksich tigten Fälle wurden nur 90 Prozent der beworbenen Daten rate oder weniger erreicht.

Die rechts abgebildeten Ergebnisse fürs Festnetz zeigen Freud und Leid: Zwar sind Erfüllungsgrade um 50 bis 80 Prozent kein Grund zum Jubeln, doch immerhin weist die Entwicklung über die letzten drei Berichtszeiträume bei den meisten nach oben. Interessant sind dabei vor allem die Ausreißer: Beim Münchener Provider M-Net entwickelte sich der Verhältniswert nach unserer Einschätzung zuletzt wieder nach unten, weil das Unternehmen viele Anschlüsse mit hoher Bandbreite vermarktet hat, deren tatsächliche Geschwindigkeiten die versprochenen Maximalwerte doch nicht voll erreichen. Ähnliches dürfte auch bei Vodafone zutreffen, wo die zunehmend intensive Vermarktung von Kabelanschlüssen mit hohen Datenraten und die tatsächlich gelieferte Leistung auseinanderdriften.

Positive Tendenz beim Downlink – mit Ausreißern: Die meisten Anbieter konnten den Median-Wert der Download-Geschwindigkeiten im Lauf der Jahre verbessern. Ausnahmen sind jedoch M-net und Vodafone.


Anspruchsvolle Uplink-Kategorie: Beim Upload tun sich viele Anbieter schwerer als bei Downloads. Im Jahresvergleich ist erfreulich, dass M-net und Telefónica ihre Median- Werte zuletzt wieder deutlich verbessern konnten.


Noch viel zu tun im Mobilfunk
Die Ergebnisse mobiler Messungen basieren auf der für Android und iOS verfügbaren App „Breitbandmessung“ (siehe Kasten rechts unten), die zafaco im vergangenen Oktober um die Meldung von Funk löchern erweitert hat. Auch hier zeigt die Darstellung der Ergebnisse rechts den Median-Wert der prozentualen Anteile, zu denen die beworbene Maximalgeschwindigkeit tatsächlich erreicht wurde. Die Ergebnisse belegen, dass die Versorgung mit den versprochenen hohen Datenraten in den Mobilfunknetzen noch schwieriger ist als im Festnetz: Mit 1&1, Drillisch, Mobilcom, Telefónica (O2) und Vodafone zeigen fünf Anbieter bei den Downloads rückläufige Erfüllungsgrade. Im Vergleich zum Vorjahr etwas besser stehen nur Aldi Talk, Congstar und die Telekom da. Noch drastischer ist das Bild bei mobilen Uploads. Hier gibt es positive Tendenzen nur bei Aldi Talk und Telekom. Zu Drillisch ist allerdings keine Aussage möglich, weil für diesen Anbieter die zum Vergleich erforderlichen Tarifinfor mationen zum Auswertungszeitpunkt noch nicht vorlagen.

Die Ergebnisse beweisen, dass es auch im Festnetz Nachholbedarf gibt. Besonders ausgeprägt ist er aber im Mobilfunk. Hier läuft die Schere zwischen Versprechungen und tatsächlichen Leistungen der Anbieter zu weit auseinander.

Oft rückläufige Median-Werte bei mobilen Download-Datenraten: Fünf Anbieter haben sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert, nur drei konnten sich (zum Teil leicht) verbessern – und dies auf ingesamt niedrigem Niveau.


Hohe Last: Auch bei mobilen Uploads sind die Ergebnisse bei vielen Anbietern rückläufig. Fehlende Balken rühren daher, dass für diese Anbieter die zum Vergleich erforderlichen Tarifinformationen noch nicht vorlagen.


So können Sie mitmachen

Die Mess-Plattformen der Bundesnetzagentur sind für jeden Kunden öffentlich verfügbar. Machen Sie davon Gebrauch!

Die Breitbandmessungen im Festnetz finden Sie unter Die Webseite erklärt Schritt für Schritt, welche Bedingungen für ein valides Messergebnis erfüllt sein müssen. Unterbreitbandmessung.de desktop-app gibt es für Windows, Mac OS und Linux zudem installierbare Versionen der Breitbandmessung. Sie sind dafür gedacht, mehrere Messungen über einen längeren Zeitraum durchzuführen, um damit gegenüber dem Anbieter argumentieren zu können. Ihre Ergebnisse fließen nicht in die Jahresreports oder die hier gezeigten Resultate ein. Die Breitband- oder Funkloch-App ist für iOS und Android verfügbar. Links zu den Downloads in den App- Stores finden Sie unterbreitbandmessung.de mobil-testen