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Bringen Farbe ins Spiel: Kunst-Stücke


ANGELSEE aktuell - epaper ⋅ Ausgabe 60/2021 vom 08.08.2021

Artikelbild für den Artikel "Bringen Farbe ins Spiel: Kunst-Stücke" aus der Ausgabe 60/2021 von ANGELSEE aktuell. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.
Ganz krummes Ding (bzw. ganz krumme Rute?): Die ?falschen? Maden erwiesen sich als erstaunlich effektiv.

Für viele Forellenangler sind Bienenmaden die besten Naturköder im Angelsee. Sie fangen nicht nur, wenn sie einfach abgelegt werden, sondern auch, wenn sie aktiv geschleppt werden. Und trotzdem: Es gibt Tage, an denen die weißen Larven nicht so gut fangen. Das kann natürlich an der Tagesform der Forellen liegen, dass sie wegen des Wetters oder anderer Einflüsse einfach nur schlecht beißen. Wenn aber nahezu alle Angler am See mit Bienenmaden angeln, kann es auch passieren, dass die Larven nicht mehr so interessant für die Forellen sind. Wenn Lasse Ahrens vom Angelparadies Burgdorf das Gefühl hat, dass die Forellen nicht richtig auf echte Bienenmaden reagieren, dann greift er zu künstlichen Nachahmungen. Seine Favoriten dabei sind die Honey-Worms, die aromatisierten „Honigwürmer“ von Berkley.

MEHRERE VORTEILE

Die künstlichen Bienenmaden haben für Lasse gleich mehrere Vorteile. Erstens ist das ihre ...

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... Verfügbarkeit. Da die Larven wie Forellenteig in kleinen Gläsern angeboten werden, kann man sich einen Vorrat mit verschiedenen Farben zulegen und ist so immer bestens gerüstet. Also auch bei einem spontanen Besuch am Angelsee oder wenn frische Bienenmaden im Shop des Angelsees oder im Angelladen mal nicht verfügbar sein sollten. Punkt 2 ist für Lasse das attraktive Aroma der Kunst-Larven. Durch das Flavour riechen sie nämlich genauso intensiv wie klassischer Forellenteig – und sind somit genauso fängig. Deshalb können sie wie normaler Teig oder lebende Bienenmaden sowohl geschleppt als auch auch an einer ruhenden Rute abgelegt werden. Der dritte und für Lasse wichtigste Vorteil sind aber die Farben der Kunst-Larven. Wenn er den Haken mit 2 Larven beködert, verwendet er oft völlig unterschiedliche Farben, die einen starken Kontrast bilden.

Die Schlepp-Montage

Der Köder-Propeller

Wie bei den natürlichen Maden wird aus zwei Gummis ein Propeller am Haken geformt.

IMMER ALS „L“

Grelle Gummi-Larven in Orange, Gelb oder Weiß kombiniert er gerne mit einer schwarzen. Oder auch gerne eine Kunst-Larve mit einer echten Bienenmade. Wenn so ein kontrastreiches Maden-Duo durchs Wasser propellert, kommen relativ schnell auch Bisse. Und auch an der stillen Rute hat der Farbkontrast eine erstaunlich gute Wirkung!

Egal, ob die künstlichen Bienenmaden geschleppt oder einfach nur abgelegt werden: Lasse ködert sie immer als klassisches „L“ am Haken an. Das heißt, die erste Made wird über die gesamte Länge auf den Hakenschenkel bis über den Knoten auch ein kurzes Stück auf das Vorfach gezogen. Interessant wird es dann bei der zweiten Bienenmade: Die wird an der Spitze einmal quer durchstochen, etwas verdreht und dann kurz dahinter noch einmal quer durchstochen. Dadurch steht sie perfekt zur Seite ab, ohne zu verrutschen und bildet mit der ersten Made das klassische „L“. So angeködert rotieren die Maden selbst bei langsamer Einholgeschwindigkeit perfekt um die eigene Achse. Die Rute wird dabei in der Hand gehalten und die Montage im Zeitlupentempo eingeholt. Hin und wieder kann man sie auch mal kurz „anhalten und wieder durchsacken lassen. Dank der L-Form taumeln die Bienenmaden dann auch in der Absinkphase sehr verführerisch.

Aber auch an der abgelegten Rute beködert Lasse die Maden immer als „L“. Wenn sie so regungslos im Wasser schweben, bringt das zwar keine echten Vorteile, aber immer dann, wenn er die abgelegte Rute alle paar Minuten etwa 2 bis 3m heranzieht und wieder absinken lässt. Dann arbeiten die künstlichen Larven sowohl beim Heranholen als auch beim Absinken. Durch dieses gelegentliche Heranziehen wird die Fängigkeit der abgelegten Rute deutlich erhöht. Lasse macht das immer, wenn die ‚aktive Rute‘ gerade eingeholt hat und ehe er sie wieder auswirft.

EINFACHE SCHLEPP-POSE

Die Bienenmaden-Montage von Lasse ist eigentlich ganz einfach: Er zieht eine Schlepp-Pose mit seitlicher Schnur-Innenführung auf die Hauptschnur und fixiert sie am Kiel mit einem Silikonschlauch. Er verwendet dafür immer einen etwas längeren Silikonschlauch, der am Kiel 1 bis 2 cm übersteht. Dadurch wird vermieden, dass sich der Posenkiel beim Werfen mit der Hauptschnur verwickelt. Als Beschwerung zieht er dann ein schlankes Laufblei auf die Hauptschnur, das genau zur Tragkraft der Pose passt und dafür sorgt, dass sie perfekt im Wasser steht. Durch diese Punkt-Bebleiung wird sichergestellt, dass der Köder möglichst schnell auf die gewünschte Tiefe absinkt. Der Rest ist auch einfach: Als Knotenschutz kommt noch ein Stopper auf die Hauptschnur. Dann wird ein 3-fach-Wirbel anknotet und ein normales Forellen-Vorfach mit einem 8er-Haken eingehängt, fertig.

Sowohl die geschleppte, als auch die abgelegte Pose stellt Lasse meist auf etwa 2,5 m Tiefe ein. Während die abgelegten Maden dann auch in 2,5 m Tiefe schweben, laufen die geschleppten natürlich etwas höher, je nach Einholgeschwindigkeit und Bleigewicht in 1,0 bis 1,5 m Tiefe. So sucht Lasse mit beiden Ruten auch gleichzeitig die verschiedenen Wassertiefen ab. Sollten die Bisse bei der abgelegten Rute kommen, weiß er, dass er die aktive Pose auf etwa 4,0 m stellen muss, damit der Köder ungefähr in 2,5 m Tiefe läuft.

UNTERSCHIEDLICHE BISSE

Den Biss an der geschleppten Rute sieht man nicht nur an der Pose, sondern fühlt in auch in der Rutenspitze. Solche Bisse schlägt Lasse aber nicht sofort an, sondern verharrt kurz. Er streckt die Rute in Richtung Pose, um dem Fisch ein bisschen Schnur zu geben und schlägt erst an, wenn die Forelle die Pose wegzieht. Bei der abgelegten Rute ist das logischerweise anders, weil es ja keine Fühlung zum Köder gibt. Wenn die Pose abtaucht, hat die Forelle den Köder im Maul, so dass sofort angeschlagen werden kann (und muss).