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British self-propelled Anti-Tank Gun Archer I Maßstab 1:35 I Bau mit Verfeinerungen: Tamiyas außergewöhnlicher Panzerjäger „Archer“ Verkehrte Welt?


ModellFan - epaper ⋅ Ausgabe 4/2020 vom 30.03.2020

Der britische Panzerjäger „Archer“, „New Tool“ 2017, war eine gelungene Überraschung. Tamiya ist bekannt für nicht zu komplexe Bausätze mit einem top Formenbau. Klappt diese Philosophie auch bei einem Fahrzeug mit offenem Kampfraum?


Artikelbild für den Artikel "British self-propelled Anti-Tank Gun Archer I Maßstab 1:35 I Bau mit Verfeinerungen: Tamiyas außergewöhnlicher Panzerjäger „Archer“ Verkehrte Welt?" aus der Ausgabe 4/2020 von ModellFan. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: ModellFan, Ausgabe 4/2020

Mit dem Archer beweißt Tamiya Mut zum Unkonventionellen – und belohnt die Modellbauer mit reichlich Bastelspaß. Nicht zuletzt aus einem bestimmten Grund


Der britische Panzerjäger „Archer“ lässt mit seinem Konzept den Betrachter etwas nachdenklich zurück, denn er wirkte mit seiner sehr leistungsfähigen 7,62-cm-Kanone nach hinten über das Fahrzeugheck. Obwohl wichtige technische ...

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... Gründe für diese Lösung sprachen, bleibt die allemal gewöhnungsbedürftig.

Umso erfreulicher für uns die Entscheidung von Tamiya, den britischen Panzer aus neuen Formen aufzulegen. Und obwohl ein Fahrzeug mit offenem Kampfraum, blieb der Bauaufwand überschaubar. Die Lackierung sollte man vorab planen, ich beschreibe das im Bericht noch genauer. Mein Bausatz war seinerzeit noch ein Vorserienkit in hellgrauem Kunststoff, die Serienspritzgussrahmen sind in Grün ausgeformt.

Montage in Baugruppen

Eine sinnvolle Aufteilung der Baugruppen vor der Endmontage erleichtert die Lackierung von Modellen mit offenem Kampfraum ungemein. Hier ließen sich Seitenwände, Vorderseite und Lafette nach Plan problemlos fertigstellen (1). Das Fahrwerk ist nicht beweglich ausgeführt, baute sich dafür aber umso einfacher (2). Auch hier zeigte sich Tamiyas erstklassiger Formenbau.

Für die Bemalung von Laufrollen hat jeder Modellbauer sein Lieblingsrezept. Bei mir gehört dazu auch die Verwendung von „Quick Wheel“-Schablonen und so genügte in diesem Bauschritt erstmals das Versäubern der Räder, ohne diese zu montieren.

Die für die Munitionslagerung vorgesehenen Kartuschen erhielten ihren Messingfarbton vor dem Einbau mit Alclad Primer und Farbe sowie AK „True Metal Brass“ (Polierfarbe aus der Tube) (3).

Auch der Aufbau der gut detaillierten Gleisketten war dank Segmentausführung eine einfache Angelegenheit (4). Damit alles gerade aushärtete, unterstützte diesen Vorgang eine Lehre von Master Tools (Trumpeter) – notwendig war dies aber nicht.

Innen verfeinern

Vorgesehen laut Plan sind volle Munitionslagerungen. Will man diese, wie ich, mit bereits entnommen Granaten darstellen, ist etwas Initiative notwendig, denn Tamiya stellt den Unterbau des Racks mit den Röhren für die Granaten leider nicht dar. Mit Rohrprofilen von Evergreen ließen sich diese Behälter, in denen die Granaten lagerten, nachbauen. Der Platz war sehr knapp bemessen und die Profile musste ich anpassen. Es ist aber nicht notwendig, diese in Originallänge darzustellen – hier ging es um die Optik und es reichten schon zirka zehn Millimeter aus (länger geht aber je nach Position auch, was die Verklebung und Stabilität unterstützt) (5). Das „Kreuz“ an den Granathülsenböden ist die Darstellung der Haltebügel mit Griffschlaufe. Letztere imitierte ich mit je einem Stück 0,2-mm-Bleidraht (6).

Vor der Montage der Seitenwände lackierte und bemalte ich den Kampfraum. Das Armaturenbrett sieht man am fertigen Modell kaum, eine Detaillierung mit Ölfarben und die Versiegelung der Instrumente mit Klarlack waren deshalb ausreichend (7). Die Seitenwände komplettierte ich mit allem Zubehör und lackierte diese ebenfalls vor der Montage. Empfehlenswert ist auch die Vorablackierung der Lüfter (8).

Alles fügt sich

Die Hochzeit von Kanone und Fahrzeug ist immer ein markanter Bauabschnitt – mit entsprechender Sorgfalt waren hier anschließend die Ausrichtung korrekt und die Beweglichkeit der Lafette mittels eines Click-Mechanismus’ gewährleistet. Das Tamiya-Rohr zeigte sich so passgenau, dass ich es nicht durch ein Alurohr ersetzen musste oder wollte. Bleidraht für die markanten Leitungen der Absaugungen für den Pulverdampf stellte ich ebenfalls dar (9).

Beste Ergebnisse und zugleich nervenschonend beim Lackieren der Laufrollen stellte, wie schon erwähnt, die Verwendung von Quick-Wheel-Schablonen dar. In diesem Fall bestand sogar die Möglichkeit, die blanken Ringe zu schablonieren (10).

S.C.C.15 „Olive Drab“

Tamiya gibt XF-61 als Tarnfarbe für das einfache Schema an. Nach Referenzen waren beim Archer Anstriche in S.C.C.NO.15 „Olive Drab“ weit verbreitet. Bei meinem Modell verwendete ich also XF-61 nur für die Schattenbereiche (11), anschließend lackierte ich das Modell mit AK Real Colors RC037. Ausgehend von dieser Farbe tönte ich den Lack etwas heller ab und modulierte damit den Grundanstrich. Schwarz und Weiß sollte man zum Abtönen vermeiden, weil dies den Grundfarbton fälschlich verändert (12).

Top Segmentketten

Wohl aktuell eine der beliebtesten Lösungen zum Thema „Gleisketten“ sind Segmentketten in Spritzguss. Optik und Bauaufwand stehen bei meist sehr guter Ausführung durch den Hersteller im idealen Verhältnis zueinander. Eingeschränkt ist der Modellbauer allerdings bei der Anpassung des Fahrwerks in ein unregelmäßiges Gelände.

Die Ketten ließen sich leicht am Archer montieren und verkleben, anschließend dank Poly Caps wieder von Modell demontieren und entsprechend lackieren. Danach stand eine Alterung an. Ein Wash auf Enamel-Basis sollte man aber vermeiden! Trotz der Verwendung von Acrylfarben löst das lösungsmittelhaltige Wash, selbst bei sparsamer Verwendung, die Klebestellen wieder an (13). Einfach war, weil gut zugänglich, die Verschmutzung der Wannenseiten vor der Montage der Gleisketten und Laufrollen (14). Perfekte Ergebnisse beim Aufbringen der qualitativ ausgezeichneten Decals garantierten die Hilfsmittel Mr. Mark Setter vor dem Aufbringen und Mr. Mark Softer nach dem Auflegen der Nassschiebebilder. Klarlack als Untergrund und dann abschießend als Versiegelung vermieden das optische Abheben der Decals durch den „Silvering“-Effekt (15).

Hier geht es so eng zu, dass der Fahrer und gegebenenfalls auch der Kommandant den Innenraum beim Feuerkampf eigentlich verlassen sollen

Alterung und Finish

Foto 16 zeigt das Modell mit den bereits in vorhergehenden Berichten von mir beschriebenen Techniken wie Fading, Washing und Chipping mit Künstler-Ölfarben. Um den Umfang des Berichtes nicht zu sprengen, sei hier auf diese Berichte verwiesen (ModellFan 12/2019 und vorherige). Gleiches gilt für die Rost- und Metalleffekte, welche auf Foto 17 zu sehen sind.

Das Abschleppseil besteht aus den Kauschen des Kits und einem Kupferseil der Firma Eureka. Noch vor der Montage der empfindlichen Antennen aus Akupunkturnadeln beendete das Aufbringen einer leichten Verschmutzung den Bau des Archer (18).

Einer fehlt

Dem Bausatz liegt eine schön gestaltete Besatzung aus Spritzguss bei. Aber jemand fehlt – der Fahrer. Einer der größten Nachteile des Archers war der Tatsache geschuldet, dass der Fahrer im Feuerkampf seinen Platz räumen musste – oder sollte! Aber nur mit dem Fahrer ließ sich der Panzerjäger grob richten und sich im Fall eines schnellen Rückzuges absetzten. Tamiya hat hier also gut recherchiert. Meinen Archer wollte ich aber mit der gesamten Besatzung darstellen. Ein aufwendiger Selbstbau der Fahrerfigur aus verschiedenen Spritzgussfiguren war also notwendig. Die Beine musste ich aber trotzdem etwas kürzen, was aber nicht zu sehen ist.

Da die Kanone eine Rücklaufbegrenzung mit Schutzbügel hat, wird es in der Realität wohl auch Feuerkampfeinsätze mit dem Fahrer gegeben haben. Daher entschied ich mich, diese Position passend zu besetzen. Die Figur ist nur von oben sichtbar (19).

Als ob dies nicht genug war, sollte auch mein Kommandant im Kampfraum stehen. Auch hier verweisen Quellen darauf, dass der Kommandant üblicherweise aus Platzgründen von außerhalb führte. Die Enge machte dies einfach notwendig. Doch Originalfotos zeigen auch vollbesetzte Panzerjäger – also keine Regel ohne Ausnahme. Mit Schnitzen und Magic Schulp (2K-Spachtel) schaffte ich diese Hürde (20).

1 Eine sinnvolle Aufteilung der Baugruppen vor der Endmontage erleichtert die Lackierung eines Panzers mit Inneneinrichtung


2 Die Rollenwagen im Modell sind zwar nicht beweglich, dafür aber korrekt umgesetzt und schnell aufgebaut. Tamiya überzeugt auch hier mit dem erstklassigen Formenbau


3 Für den messingfarbenen Anstrich dienen Primer und Farbe von Alclad sowie AK „True Metal Brass“ (Polierfarbe Messing)


4 Die Segmentketten in einer Lehre von Trumpeter. Die Poly Caps für Antriebs- und Leitrad gewähren den An- und Abbau


5 Zur Darstellung fehlender Rohrhülsen Profile von Evergreen an den Teilen C43 und C44 ankleben und passend schleifen


6 Die Granathülsen hatten am Boden Bügel mit einer Schlaufe. Letztere kann man jeweils mit 0,2-mm-Bleidraht darstellen


7 Den Kampfraum ohne Seitenwände und Frontblech lackieren. Die Instrumente mit Ölfarben detaillieren und mit Klarlack versiegeln


Tamiya setzt das Vorbild überzeugend um. Kleine Verfeinerungen durch etwas Eigeninitiative verbessern das Ergebnis noch


8 Entsprechend anschließend die Wände des Kampfraums lackieren und nach Wunsch altern und verschmutzen. Die Arbeit lohnt sich


9 Wer Lust hat, ergänzt feine Außendetails: So kann man etwa mit Bleidraht von plusmodel Leitungen zu den Rauchgeneratoren zum Einnebeln legen – die fehlen im Kit


10 Lackierung der Laufrollen mittels Quick-Wheel-Schablone. Sogar die blanken Ringe lassen sich damit sauber lackieren


11 Die vorgeschlagene Grundfarbe XF-61 nur in die Schattenbereiche aufbringen. Hauptfarbe ist hier AK Real Colors RC037


12 zum Modulieren der Grundfarbe S.C.C.15 „Olive Drab“ weitere AK-Real-Colors-Farbtöne verwenden (nie Schwarz oder Weiß)


Die Granate für den Ladeschützen lieferte RB Model. Die gelbe Sprenggranate mit den roten Ringen ist zweiteilig und aus Messing gedreht. Die roten Ringe erzielte ich mit einem „Schlepper-Pinsel“, einer Bohrmaschine und Ölfarben. Bei kleinster Drehzahl gelingen perfekte Ringe (21). Bild 22 zeigt die Figuren aus dem Bausatz mit den typischen britischen Unformen. Die zwei linken erhielten zudem Köpfe von Hornet. Die Bemalung gelang mit Acryl- und Ölfarben.

Vollrödeln oder nicht?

Vorbildfotos zeigen an den Panzerjägern teilweise eine starke Beladung. Bei meinem Modell beschränkte ich mich auf ein einzelnes Gepäckstück von Value Gear. Für meinen Archer leider zu spät, ist inzwischen ein umfangreiches Set von MR Modellbau verfügbar, welches die auf Fotos typische Beladung für den britischen Panzer darstellt. Auch die im Bausatz fehlende Kabeltrommel beinhaltet der Zubehörsatz (23). Das Aufrödeln ist sicher eine Überlegung wert.

13 Die Ketten vor dem Aufziehen lackieren. Kein Enamel-Wash verwenden – trotz Tamiya Acryl lösen sich einzelne Verbindungen


@14 Vor der Endmontage des Laufwerks, möglich dank Poly Caps, die Seiten und das Fahrgestell fertig verschmutzen und altern


15 Klarlack H101 von Hobby Color bildet die Basis für die Decals, Mr. Mark Setter und Mr. Mark Softer dienen der optimalen Anpassung an die Oberflächen


16 Zwischenstand: Das Modell nach der Lackierung und Alterung mit Ölfarben, versehen mit den im Kit beiliegenden Decals


17 Je nach Geschmack: Rost- und Metalleffekte sowie die Montage des Abschleppseils sorgen für realistische Einsatzoptik


18 Eine leichte Verschmutzung und die Montage der Antennen aus Akupunkturnadeln und Bleidraht bilden den Abschluss


19 Die Fahrerfigur ist im Kit nicht enthalten. Üblicherweise verließ der 1:1-Fahrer während des Feuerkampfes seinen Sitzplatz


20 Der Kommandant sollte ebenfalls im Fahrzeug stehen. Hier ist die Figur unter anderem mit Magic Sculp angepasst


Der Archer konnte, so ausgefallen er mit der nach hinten gerichteten Kanone auch aussah, erfolgreich auch schwere deutsche Panzer bekämpfen


21 Feine Ringe an Granaten gelingen durch Einspannen in ein Bohrfutter und Aufmalen mit einem feinen Schlepper-Pinsel


22 Die Tamiya-Figuren sind sehr gut passend zum Modell angelegt, Panzermann eins und zwei mit Hornet-Köpfen verfeinert


23 Das Set von Value Gear umfasst neben Gepäck, Planen, Kettengliedern und Ersatzlaufrollen auch die fehlende Kabeltrommel


Foto: MR Modellbau

Zugegebenermaßen ein vom Konzept her gewöhnungsbedürftiger Panzerjäger, dafür militärhistorisch sehr interessant. Der exzellente Formenbau von Tamiya und die hervorragende Passgenauigkeit machen den Bausatz für alle am Thema interessierten Modellbauer empfehlenswert. Für ein offenes Fahrzeug fand sich ein guter Kompromiss zwischen Detaillierung und entspanntem Bau. Die Beigabe von Figuren ist bei solch einem Panzer eigentlich ein Muss und Tamiya setzt alle drei Figuren sehr gut um. Mit dem britischen Archer holt man sich ein nicht alltägliches Modell in die Vitrine.

Das Vorbild: British self-propelled Anti-Tank Gun „Archer“

Archer SP 17 pdr am 9. Februar 1945 bei Nütterden, Kreis Kleve


Foto: Hewitt (Sgt), No 5 Army Film & Photographic Unit

Auf Basis von Teilen des britischen Infanteriepanzers „Valentine“ entstand ab Mai 1944 bei Vickers in Newcastle der Panzerjäger „Archer“ mit der exzellenten und durchschlagkräftigen 7,62-cm-Pak. Da diese als gezogene Variante wegen ihrem Gewicht nur schwer zu handhaben war, bestand die Forderung, eine passende Selbstfahrlaffette zu entwickeln. Um eine Kopflastigkeit zu vermeiden, baute man die Pak gegen die Fahrtrichtung ein. Der Platz im Kampfraum war so knapp bemessen. Trotzdem produzierte Vickers bis zum Ende des Krieges 665 Fahrzeuge. Mit einem 165 PS starken 6,96-l-Dieselmotor erreichte der Archer zirka 24 km/h auf der Straße. Die Panzerung war maximal 20 Millimeter dick, was gegen Handfeuerwaffen und Splitter schützte. Die Pak konnte deutsche Panther frontal mit HVAP/APDS-(panzerbrechende Hochgeschwindigkeitsspezial-) Munition durchschlagen. Einige Archer setzte man auch nach dem Krieg etwa im arabischen Raum ein.

Roland Greth Mit knapp zehn Jahren begann die Modellbau-Leidenschaft, es wurden ausschließlich 1:72er-Modellflugzeuge, überwiegend von Airfix, gebaut. Erst mit 16 Jahren kam der erste 1:35-Panzer dazu. Das StuG. IV von Italeri und das Buch Der Panzerkampfwagen IV von Spielberger entfachten die Leidenschaft für den 1:35er-Militärmodellbau von Weltkriegsfahrzeugen, die bis heute anhält. Grundsätzlich baut Roland nur Modelle im Maßstab 1:35 aus der Zeit ab 1935 bis 1945. Der Schwerpunkt liegt beim Bau out-of-Box und mit den allernotwendigsten Verfeinerungen.


Fotos, sofern nicht anders angegeben: Roland Greth