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BRÜCKEN- TAGE


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Auto Bild - epaper ⋅ Ausgabe 41/2021 vom 14.10.2021

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Bildquelle: Auto Bild, Ausgabe 41/2021

Die Atlantikstraße nördlich von Molde beeindruckt mit irren Brücken und ist ein Touristenmagnet

„Wenn es so weitergeht, sind normale Tankstellen in Norwegen bald Mangelware.“

Malte Büttner, Redakteur

WEITER, IMMER WEI- TER hetzt mich der Fotograf über eine der vielen Brücken. Obwohl der Regen peitscht, das Meer schäumt und erste Wellen über die Straße schwappen. Er wird nie fertig.

Eigentlich wollten die VW- Leute uns hier oben in Norwegen ganz gemütlich die Vorteile der Hybridtechnik näherbringen. Kein neues Modell, eher ein Reminder. Sanftes Dahinrollen auf tempolimitierten Straßen in der goldenen Septembersonne. Doch daraus wurde nichts. Nach ein paar Stunden draußen im Unwetter haben wir die Fotos, sind aber nicht schlauer. So kann ich nicht nach Hause und tausche kurzerhand das Rückflugticket gegen ...

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... den Schlüssel eines Arteon Shooting Brake. Ein gepflegter Roadtrip hilft immer, um sich eine Meinung zu bilden.

Doch am nächsten Morgen geht es erst mal auf eine Fähre.

Davon haben sie hier nämlich auch viele. Das Meer hat sich beruhigt, die Sonne scheint. Geht doch. Am anderen Ufer rolle ich über geschlungene Landstraßen bergauf, bergab, meistens am Wasser entlang. Immer weiter. Die topfebenen Pisten würden auch Tem- po 160 vertragen denke ich kurz und bin froh, dass es keiner hört. Vor allem nicht die norwegische Polizei. Die Strafen hier oben sind drakonisch, Schleichen ist die deutlich bessere Option. Der Arteon macht das gut. Zuverlässig liest er die Schilder ab, übernimmt sanft das Tempo, bremst vor Kurven und hält Abstand. Ich staune über die Landschaft. Spektakuläre Gletscher, tiefe Schluchten und ein fantastisches Licht. Und verlassene Tankstellen. Seit die Regierung beschlossen hat, ab 2025 keine neuen Verbrenner mehr zuzulassen, ist ganz Norwegen auf Stromkurs. In den ersten acht Monaten des Jahres machten klassische Diesel und Benziner weniger als zehn Prozent der Neuzulassungen im Land aus. Möglich wurde das durch enorme steuerliche Förderungen und einen konsequenten Ausbau der Ladesäulen-Infrastruktur. Ich staune nur kurz, denn ich muss weiter. Mit dem Zotteltempo sind Kilometer schwer erarbeitet. Abends in Oslo merke ich: Es hat sich gelohnt. Während der 533 Kilometer reichten 4,9 Liter im Schnitt – Respekt.

„Bei dem ruhigen Tempo fährt der Arteon sogar weiter als von VW versprochen.“

Malte Büttner, Redakteur

Nachdem ich mich eine Nacht über die enorme Tesla-Dichte und die irren Bierpreise gewundert habe, geht es am nächsten Tag nach Schweden. Auf der gut ausgebauten E 6, der wichtigsten Nord-Süd-Achse der Region, darf ich sogar 110 fahren und bin kurz im Temporausch. Kurz, weil ich bald auf die alte E 6 abbiege. Einsam und verlassen verläuft sie parallel zur neuen Autobahn. Verfallende Rasthöfe, Tankstellen und Restaurants sind die stummen Zeugen ihrer ehemals großen Vergangenheit. Ein Drive-in für Lostplace-Liebhaber. Ähnlich ruhig geht es um diese Jahreszeit in Smögen zu. Wo sich zur Hauptsaison die Touris auf den Füßen stehen, ist eine malerische Ruhe eingekehrt. Der Arteon stromert leise durch die kleinen Gassen, will nicht stören. Ohnehin ist er ein angenehmer Reisebegleiter, sieht man von den vielen Handgriffen ab, die nötig sind, bis alles passt. Einmal rausspringen, Foto machen und weiter? Nix da. Er muss wieder gestartet werden, das Navi baut sich erneut auf, fragt nach der Route, der Spurassistent muss mit drei Knopfdrücken deaktiviert, der Hybrid-Modus, um die Batterie zu schonen, aktiviert und der Wählhebel auf maximale Rekuperation gestellt werden – immer wieder.

„In Skandinavien wird nicht gerast. Und wenn doch, wird es teuer.“

Malte Büttner, Redakteur

In Schweden steigt der Verbrauch moderat auf 5,6 Liter. Nach der Öresundbrücke geht es in Dänemark mit 130 Sachen weiter, dabei werden 6,6 Liter fällig. Erst nach der deutschen Grenze ist Schluss mit Harmonie. Ab Tempo 150 muss sich der kleine 1,4-Liter hörbar anstrengen, 9 Liter sind nur der Anfang. Nach 1800 Kilometern und 25 Stunden reine Fahrtzeit rollt der Arteon in die Redaktionsgarage und erstmals wieder an die Steckdose. Auch mein Akku ist alle, aber ich bin zufrieden. Rumrollen macht Spaß. Besonders ohne Fotografen.