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Bücher im Quadrat


fotoMAGAZIN - epaper ⋅ Ausgabe 90/2021 vom 06.08.2021

FOTOBUCH

Artikelbild für den Artikel "Bücher im Quadrat" aus der Ausgabe 90/2021 von fotoMAGAZIN. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: fotoMAGAZIN, Ausgabe 90/2021

In diesem Test haben wir uns auf Fotobücher „im großen Quadrat“ konzentriert. Die Bücher haben also ein Format von rund 30 mal 30 Zentimetern – die exakten Größen der Textbücher können Sie der Tabelle auf Seite 68/69 entnehmen.

Das große Quadrat ist ein Portfolio-Format: Es eignet sich für die großflächige Präsentation von Fotos. Natürlich kommen Quadrate sehr gut auf den Einzelseiten, aber auch Querformate können mit leichtem Beschnitt über Doppelseiten gezogen werden. Hochformate lassen sich ebenfalls gut nebeneinander (vielleicht mit etwas Text) präsentieren.

Alle Anbieter in diesem Test stellen passende Gestaltungsvorschläge in Form von Layoutvorlagen zur Verfügung. Und alle erlauben das millimetergenaue, individuelle Layouten der Buchseiten. Dabei setzen die meisten auf eine eigene Gestaltungssoftware, die kostenlos heruntergeladen werden kann. Bei Meinfoto wird ausschließlich im ...

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... Browser gestaltet, andere lassen den Anwendern die Wahl zwischen beiden Ansätzen. Die Vorteile der installierbaren Software: Sie bietet meist mehr Funktionen und die Bücher werden lokal gespeichert. Beim Arbeiten im Browser speichert man auf den Servern des jeweiligen Anbieters und kann das Buch so von überall her weiter bearbeiten.

Derzeit gibt es drei Produktionsverfahren für Fotobücher: Digitaldruck, Belichtung und Inkjet. Der Vorteil des Digitaldrucks: Es lassen sich prinzipiell alle möglichen Papiere bedrucken und auch bei der Art der Bindung stehen alle Möglichkeiten offen. Die Belichtung auf Fotopapier hat den Vorteil, dass die Bildqualität prinzipbedingt hoch ist und es kein Druckraster gibt – allerdings sind die gegeneinander verklebten Fotopapierseiten sehr steif und müssen in einer Leporello- bzw. Layflat-Bindung miteinander verklebt werden (siehe S. 68). Beim Thema Inkjet gibt es derzeit nur die Dreamlabo-Maschinen von Canon, die Buchseiten in diesem Verfahren produzieren können. Die Bildqualität ist ebenfalls hoch, gebunden wird mit feinen Klebestreifen. In unserem Testfeld arbeitet nur der Anbieter Fotobook mit diesen Geräten, andere sind uns im deutschprachigen Raum nicht bekannt.

Cewe

Cewe dominiert den Fotobuchmarkt mit seinem breiten Angebot, einer soliden Verankerung bei Handelspartnern (Drogerien, Elektronikmärkte) und seiner seit Jahren konsequent weiterentwickelten Fotobuchsoftware. Mit dem Sprung auf Version 7.x hat Cewe die überfällige Modernisierung der Oberfläche vorgenommen. Kürzlich kam endlich die Möglichkeit hinzu, Text innerhalb der Kästen auch nach unten und in der Mitte ausrichten zu können – was das professionelle Layouten deutlich erleichtert.

Aber auch für Anfänger hat Cewe einiges zu bieten: Einen intelligenten Assistenten, Buchvorlagen und jede Menge Seitenvorlagen, die zudem gut gegliedert sind. Wer sich in die Software einarbeitet, kann innerhalb kürzester Zeit ein individuelles Buch erstellen.

Das Buch haben wir als Belichtung auf dem neuen Fotopapier „Premium matt“ bestellt (bisher gab es Premium matt bei Cewe nur beim Digitaldruck). Das Buch ist teuer, aber die Belichtung ist sehr gut aufgelöst und übertrifft in den Details alle anderen belichteten Exemplare im Testfeld. Trotz des matten Finishings wirken die Fotos daher sehr scharf. Das Papier ist empfehlenswert vor allem für Schwarzweiß-Motive und Porträts, aber auch für Architekturfotos. Landschafts- oder Reisefotos kommen vielleicht besser auf glänzenden Oberflächen zur Geltung.

Die Ergebnisse unseres Tests können Sie in der Regel auf andere Formate übertragen. Die Bücher im Hoch- oder Querformat produzieren die Anbieter auf denselben oder vergleichbaren Maschinen. Anders sieht es aus, wenn es um andere Produktionsverfahren geht: Für belichtete Bücher ist eine ganz andere Produktionsstraße (auch für die Bindung) verantwortlich als bei Digitaldruckbüchern.

Fotobook

Fotobook ist der einzige Anbieter im deutschsprachigen Raum, der Fotobücher im Inkjet-Verfahren produzieren kann. Überarbeitet haben die Innsbruckern die Browser-Anwendung, die mittlerweile sehr leistungsfähig ist und tatsächlich die Frage aufwirft, ob man nicht gleich im Browser bleibt. Denn die meisten Funktionen der installierbaren Software finden sich – mit einer leichter bedienbaren Oberfläche – auch in der Browser-App wieder. Einige Highlights: Sehr präzise Ausrichtmöglichkeiten für Text, gute Seitenlayoutvorlagen, umschaltbar zwischen Einzel- und Doppelseiten, präzise Ausrichtwerkzeuge und vieles mehr.

Unser Testbuch auf dem matten Inkjetpapier vereint die Vorteile eines Echtfotobuchs mit denen des Digitaldrucks: Es ist leicht blätterbar mit flexiblen Seiten und zeigt zugleich eine sehr hohe Bildqualität. Das matte Papier eignet sich für alle Motivarten; besonders gut gefielen uns die Porträts und die Nachtfotos. Zwei Nachteile hat das Inkjet-Verfahren allerdings: Der hohe Preis und die Seiten machen tatsächlich beim Blättern leicht quietschende Geräusche.

GLOSSAR

AUSRICHTHILFEN

Mit Ausrichthilfen können Sie per Mausklick eines oder mehrere Objekte auf eine vertikale oder horizontale Linie bringen. Sollen zum Beispiel vier Fotos auf einer Doppelseite auf derselben Höhe stehen, so können Sie eines als Referenz markieren und die anderen drei an diesem ausrichten.

AUTOLAYOUT

Beim Autolayout erstellt die Software selbsttätig ein harmonisches Layout mit den Bildern und Texten auf Ihrer Seite – und ordnet alle neu an, wenn Sie ein Element hinzufügen, verschieben oder entfernen.

BUCHVORLAGEN

Buchvorlagen sind Vorschläge des Anbieters zum Gestalten eines Buches. In den Buchvorlagen weden Farben, Schriften, Seitenlayouts und eventuell auch Schmuckelemente vorgegeben. Als Anwender reicht es oft, einfach die Bilder in das Buch zu ziehen – fertig. In der Regel lassen sich alle Elemente anpassen. Oft gibt es themenzentrierte Buchvorlagen wie „Hochzeit“, „Baby“, „Urlaub“ etc.

HILFSLINIEN

Hilfslinien sind eingeblendete Linien über die Seiten, die nicht gedruckt werden, sondern Ihnen helfen, Objekte (Fotos, Cliparts, Text) aneinander oder an der Seite auszurichten. Sind Sie interaktiv, dann erscheinen sie automatisch, wenn Sie eines der Objekte mit der Maus bewegen. Sind sie magnetisch, so rasten die Objekte exakt an der Linie ein.

SEITENVORLAGEN

Seitenvorlagen sind vom Anbieter mitgelieferte, fertig layoutete Seiten, die Sie auf eine leere Buchseite ziehen und dann mit Ihren Fotos und Texten füllen können. Es gibt Vorlagen für Einzel-oder Doppelseiten (letzteres nicht bei allen Anbietern).

TEXTAUSRICHTUNG

Schriftart, -farbe und -größe lassen sich bei allen Anbietern einstellen. Bei der Ausrichtung allerdings gibt es Unterschiede. Vor allem für längere Texte sind Optionen wie „Blocksatz“ oder „zweispaltiger Textfluss“ hilfreich. Lassen sich Texte innerhalb Ihres Textkastens vertikal ausrichten, dann können Sie Fotos und Text per Klick auf eine gedachte Linie stellen – was harmonisch wirkt.

Fotobuch.de

Die Software Designer 3 von Fotobuch.de verfolgt einen konsequent modernen Ansatz und setzt auf einfachste Bedienung bei gleichzeitiger Möglichkeit, jederzeit manuell bis in jedes Detail eingreifen zu können. Das Konzept geht auf: Mit keiner anderen Software ist man so schnell wie mit Designer 3. Das Autolayout (hier „Smart-Layout“ genannt) erlaubt es, einfach die Fotos auf die Seite zu ziehen – und mit der Maus schnell bis in jedes Detail anzupassen. Einzigartig ist die Möglichkeit, Text auch in Spalten laufen zu lassen. Bestellt haben wir das neue Papier „Phothentic Brilliant Silk“, das mit 500 gr/m 2 kräftig ist. Es wird daher immer als Layflat gebunden. Für das Cover haben wir „matt“ gewählt. Das Buch ist solide verarbeitet und wirkt wertig – wozu auch das hohe Gewicht beiträgt. Wie andere Silk-Papiere ist auch das Fotobuch.de-Papier ein Allrounder, der sich für alle Motivarten eignet. Im Testfeld schafft Fotobuch.de die höchste Auflösung mit dem feinsten Druckraster im Bereich Digitaldruck. Daher ist der Schärfeeindruck hoch und reicht an die Belichtungen heran. Verbesserungswürdig ist die Farbwiedergabe: Rot ist generell etwas sehr kräftig.

Fujifilm

Fujifilm bietet seine Fotoprodukte über die Website myfujifilm.de an. Eine Software zum Installieren gibt es für macOS und Windows, allerdings entspricht sie in der Funktion der Browser-

Variante. Fujifilm verfolgt den Ansatz, mittels Assistent und Autolayout den Vorgang weitgehend zu automatisieren. Will man manuell eingreifen, so muss man immer einen Klick mehr machen als eigentlich nötig wäre. Die Textfunktionen sind sehr rudimentär: Es gibt keinen Blocksatz und keine vertikale Ausrichtung des Textes. Beim Bestellprozess lässt sich die automatische Bildoptimierung für das gesamt Projekt an- oder abschalten.

Bestellt haben wir ein belichtetes Fotobuch, das bei Fujifilm „brillant“ heißt. Das matte Fotopapier liefert eine gute Wiedergabe aller Motivarten und zeigt eine hohe Qualität. Insgesamt wurden die Fotos leicht aufgehellt, teilweise mehr als nötig. Wir würden empfehlen, die Optimierung abzuschalten.

Ifolor

Die Schweizer haben zwar auch eine Browser-Anwendung, aber es lohnt sich auf jeden Fall, die Software zu installieren: Sowohl die Variante für Windows als auch die für macOS ist sehr gut an das jeweilige Betriebssystem angepasst. Ifolor hat eine gute Nutzerführung umgesetzt: Nach kurzer Zeit findet man sich mit der Software zurecht und es lassen sich individuelle Bücher in wenigen Minuten erstellen – sofern man die guten Seitenvorlagen nutzt. Diese lassen sich sehr gut filtern und auch nach verschiedensten Kriterien einfügen. Zwar kommt die Software nicht an den Funktionsumfang von der von Cewe oder Fotobuch.de heran, aber alles wichtige ist da und die Arbeit macht Spaß.

Das matte Digitaldruckpapier eignet sich für alle Motivarten. Es wurden auch durchweg alle Bilder gut umgesetzt. Angesichts des relativ günstigen Preises und der guten Verarbeitung ein empfehlenswertes Buch.

Meinfoto

Bei Meinfoto werden Fotobücher ausschließlich im Browser gestaltet – was aber nicht bedeutet, dass die Gestaltungsfreiheit eingeschränkt wäre. Die Browser-Anwendung bietet viele Gestaltungshilfen und beherrscht auch Feinheiten bei der Textgestaltung inklusive Blocksatz und der Möglichkeit, Text nach unten auszurichten. Es gibt eine Reihe von gegliederten Seitenvorlagen, die sich jedoch immer auf eine Einzelseite beziehen.

Vorlagen mit vorbereiteten Textkästen haben wir nicht gefunden. Hat man sich einmal für den Digitaldruck entschieden, so gibt es keine weiteren Differenzierungsmöglichkeiten für das Papier. Unser Testbuch kam auf einem halbmatten Papier, das sich für alle Motive eignet. Da sich die Bildoptimierung nicht abschalten lässt, wurden die Nachtfotos und die Porträts leicht aufgehellt. Das war mit Ausnahme eines einzigen Fotos auch vollkommen in Ordnung. Im Ganzen ein gutes Buch, das auch gut verarbeitet wurde.

Pixelnet

Pixelnet ist eine Marke des Großlabors Orwo. Wir haben die für Windows und macOS verfügbare Gestaltungssoftware eingesetzt – die Browser-Anwendung verfügt nur über wenige Funktionen. Die installierbare Software dagegen überzeugt vor allem durch ihre Text-Tools – es lassen sich Vorlagen für Überschriften, Unterschriften oder Lauftexte anlegen, es gibt eine Rechtschreibprüfung und die vertikale Ausrichtung innerhalb des Textrahmens ist nicht nötig, da sich dieser immer dynamisch an die Textlänge anpasst. Aber auch bei den Ausrichtwerkzeugen, den Seitenvorlagen und anderen Tools kommt die Orwo-Software an Cewe, Pixum und Fotobuch.de heran. Allerdings ist die Software in den letzten Jahren nie grundlegend modernisiert worden und wirkt etwas sperrig.

Wir haben den Sechs-Farb-Premium Digitaldruck für unser Buch gewählt. Es ist im Leporello-Verfahren gebunden und hat relativ steife Seiten – fast wie ein Echtfotobuch. Die von uns bestellte matte Variante eignet sich für alle Motivarten und ist angenehm reflektionsfrei. Die Innenseiten des Deckels lassen sich – wie sonst nur bei Echtfotobüchern – ebenfalls mit Fotos versehen.

Pixum

Pixum ist wirtschaftlich eng mit Cewe verwoben und lässt seine Fotobücher dort produzieren. Auch die gute Cewe-Software kommt – mit einem eigenen, blauen Branding – bei Pixum zum Einsatz.

Die Software gehört – vor allem seit dem Sprung auf Version 7.x – zu den besten Fotobuchanwendungen. Es gilt, was schon bei Cewe berichtet wurde: Nach etwas Einarbeitung ist sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Fotobuchlayouter die Erstellung von Büchern einfach und präzise möglich.

Bei Pixum gibt es die gleichen speziellen Papiere wie bei Cewe – wir wollten aber eines der Standard-Papiere beurteilen und haben daher das günstige Digitaldruckpapier in matt bestellt. Das Pixum-Buch ist mit diesem ein echter Allrounder – auf ihm funktionieren alle Motive. In dem gut verarbeiteten Buch gab es keinen einzigen Ausreißer. Die Bildoptimierung hat sanft eingegriffen und das Testporträt verbessert. Bei bereits bearbeiteten Motiven stellt Pixum übrigens die Bildverbesserung automatisch auf „aus“ – man kann sie aber auch bewusst bei jedem Bild einzeln ein- bzw. ausschalten.

Saal Digital

Die Software von Saal Digital hat alles, was zum Layouten eines guten Fotobuches nötig ist. Leichte Schwächen gibt es lediglich beim Assistenten und beim Autolayout – aber wer die Automatikfunktionen nicht braucht, wird sich dafür nicht interessieren. Es gibt gute Layoutvorlagen, die zwischen all den bunten Varianten für Baby-, Hochzeits- oder andere Bücher untergehen. Wählen Sie am besten unter „Designrichtlinie“ eine der Kategorien unter „Schlicht“ aus. Die Textfunktionen sind hervorragend, für das individuelle Lay out ist alles da. Bei unserem Testbuch aus der Basis-Serie „Fotobuch“, haben wir als Papier „High-end-Druck matt“ gewählt. Hierbei handelt es sich um einen Digitaldruck auf einem ungestrichenen Naturpapier. Das Papier ist deutlich matt und die leichte Struktur kommt – vor allem bei dunklen Bildpartien – durch. Das könnte einige Fotografen bei Nachtfotos stören. Ansonsten ist das Papier aber ein Universaltalent und bringt besonders Naturaufnahmen fast haptisch zur Geltung, aber auch die Porträts geraten sehr gut.

Whitewall

Bei Whitewall gibt es zwar eine Software für die Installation unter Windows und macOS, deren Funktionsumfang entspricht aber der Browser-Anwendung. Einziger Unterschied: Die installierte Software speichert die Projekte lokal auf dem Computer, im Browser wird auf dem Server von Whitewall gesichert.

Der Funktionsumfang ist ausreichend, aber im Vergleich zur Konkurrenz doch eher bescheiden. Wer hauptsächlich mit Vorlagen arbeitet, bekommt zahlreiche professionell gestaltete und nach Anzahl der Fotos filterbare Seitenlayouts präsentiert. Für individuelle gibt es magnetische Hilfslinien, aber keine Ausrichtwerkzeuge. Beim Text fehlt zum Beispiel der Blocksatz. Wir haben uns für ein Digitaldruckexemplar auf dem stärkeren, seidenmatten Papier entschieden. Und für die schwarzen Vorschaltseiten, die ein paar Euro Aufpreis kosten. Zusammen mit dem kräftigen Papier wirkt das gut verarbeitet Buch sehr hochwertig. Da sich einzelne Bilder nicht von der automatischen Bildoptimierung ausnehmen lassen, wurden Porträts und Nachtfotos leicht aufgehellt – aber immer sehr gut. Eines der besten Bücher im Testfeld.

1 KLEBEBINDUNG

Ist so nur im Digitaldruck möglich, weil sie ein flexibel biegbares Papier verlangt. Sie erinnert an ein „richtiges“ Buch und ermöglicht Fotobücher mit mehr Seiten als bei den anderen Verfahren.

2 LAYFLAT

Die harten Seiten eines Echtfotobuchs müssen im Leporello- bzw. Layflat-Verfahren gebunden werden. Der Vorteil: Die Seiten liegen fast vollkommen flach auf. Die Bindung ist aber auch für Digitaldruckbücher möglich.

3 FLATSPREAD

Diese Bindung mittels transparenter Klebestreifen gibt es nur bei Canon Inkjet-Büchern. Die Seiten liegen recht flach auf. Sie ist stabiler, als man auf den ersten Blick meint und erlaubt einfaches Blättern.

FAZIT

»Pixum und Ifolor liefern gute und günstige Bücher – der Testsieg geht allerdings an das teure Inkjet-Buch.«

Von der reinen Abbildungsqualität her gefielen uns Fotobook (Inkjet) und Whitewall (Digitaldruck) am besten. Überhaupt macht das Whitewall-Buch insgesamt den besten Eindruck – wenn bloß die Software nicht so schwach wäre. Daher geht der Gesamtsieg an Fotobook. Fotobuch.de ist stark in der Software und liefert eine klasse Auflösung auf schönem Papier. Hier waren allerdings die Farben nicht ganz perfekt. Das Gleiche gilt für das Cewe-Buch: Beeindruckend hochaufösendes, mattes Papier, gute Software, aber die beiden erstgenannten Anbieter machen es in Bezug auf die Farben einen Tick besser. Alle anderen liefern rundum gute und relativ günstige Bücher, besonders bei Ifolor und Pixum macht auch das Layouten in der Software Spaß.

Den Preistipp vergeben wir an Meinfoto: Wer bereit ist, im Browser (mit ausreichendem Funktionsumfang) zu layouten und einfach nur ein solides Buch will, ist dort mit wenig Geld dabei.