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BUNDESCHAMPIONATE 2019: Vogel und Buck sitzen im Sattel der Champions


Reiterjournal - epaper ⋅ Ausgabe 10/2019 vom 20.09.2019

Pferde aus der Landeszucht zeigten sich in Warendorf mit guten Leistungen.


Artikelbild für den Artikel "BUNDESCHAMPIONATE 2019: Vogel und Buck sitzen im Sattel der Champions" aus der Ausgabe 10/2019 von Reiterjournal. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Richard Vogel pilotierte Charisma HS zum Titel bei den fünfjährigen Springpferden


Foto: Equitaris/Wegener

Sonja Buck sicherte sich mit Dorotheental‘s Canela Rang eins im Busch


Foto: Bischoff

Die baden-württembergischen Reiter hielten in diesem Jahr die schwarz-gelbe Fahne in Warendorf hoch. Allen voran der 22-jährige gebürtige Oberschwabe Richard Vogel, der erst Anfang des Jahres aus dem Stall von Ludger Beerbaum in den Süden zurückgekehrt war. Hier hat er sich gemeinsam mit seinem Trainer Bernd Herbert im südhessischen Viernheim ...

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... selbstständig gemacht, startet aber für den Mannheimer Reitverein. In der Konkurrenz der fünfjährigen Springpferde pilotierte er die Holsteiner Stute Charisma HS v. Uriko/Cassito aus der Zucht von Christoph Schmidt zum Titelgewinn! Die auffällige Fuchsstute hat einen prominenten Besitzer: Kein Geringerer als Hugo Simon hatte sie entdeckt. Vogel und Charisma HS zeigten sich bereits in beiden Qualifikationen in guter Form und sicherten sich einen zweiten und einen dritten Platz – und das jedes Mal ohne Springfehler. Im Finale starteten insgesamt 33 Paare, die besten neun Pferde kamen in den zweiten Umlauf. Dafür brauchten sie eine Wertnote von 8,4 und besser. Vogel hatte die Stute im ersten Umlauf bereits mit einer 9,0 in Führung geritten, Patrick Stühlmeyer und Messuletto PS machten es aber nach einer wahren Glanzleistung in Umlauf zwei noch einmal richtig spannend: Vogel und Charisma HS mussten liefern. Und das taten sie auch. Die beiden konnten sich noch einmal steigern und erhielten eine Wertnote von 9,2. Peter Teuwen lobte in seinem Kommentar vor allem das tolle Gleichmaß und die Übersicht am Sprung, die die Stute zeigte. Die Hoffnungen aus Sicht der Landeszucht lagen bei den fünfjährigen Springpferden auf dem DSP-Wallach Captain Norbert v. Con Spirito R/ Colestus und Anne Götter. Der amtierende Landeschampion stammt aus der Zucht von Patrick Blösch, in dessen Besitz er auch steht. Wie Götter zu berichten wusste, hatte am Anfang keiner so recht an den Schimmel geglaubt, aber nach den ersten Turnieren hatte Captain Norbert „den Schalter umgelegt“. Über das Kleine Finale schaffte das Paar den Einzug in die abschließende Finalprüfung. Hier verfehlten die beiden mit einer Note von 7,4 leider den Einzug in den finalen zweiten Umlauf bei der starken Konkurrenz. Bei den sechsjährigen Springpferden ruhten die Hoffnungen vor allem auf dem Württemberger FBW Carontino As v. Coronas/ Gralshüter (Z.: Rolf Friedel; B.: Moritz Bauer) unter Pascal Lindner. Der Württemberger wurde 2017 von Thomas Kluge in den Sport gebracht und platzierte sich u. a. an vierter Stelle im PSA-Finale in Donaueschingen. Im nächsten Jahr folgten zahlreiche Platzierungen in Springpferdeprüfungen der Klasse L und M sowie der erste Auftritt in der Konkurrenz der fünfjährigen Springpferde in Warendorf. Hier konnte sich das Paar im Kleinen Finale platzieren. Seit Beginn dieses Jahres hat Linder im Sattel des auffällig gezeichneten Braunen Platz genommen. Das Paar hatte sich mit einer Note von 8,3 in Viernheim qualifiziert. Die erste Qualifikation in Warendorf begann verheißungsvoll: Lindner pilotierte den Coronas-Sohn auf den zweiten Platz der ersten Abteilung, hinter Richard Vogel mit dem Hannoveraner Cartwright. In Qualifikation Nummer zwei wiederholte das Paar seine gute Leistung – wieder gab es Rang zwei. Im abschließend Finale kassierten Lindner und FBW Carontino As dann leider zwölf Strafpunkte und mussten sich mit Rang 30 begnügen. Rang drei in der Konkurrenz ging an den Holsteiner Hengst Zaccorado Blue v. Zirocco Blue/Acorao I (Z.: Tanja Schramm) unter Jana Wargers. Der Hengst wurde 2016 in München-Riem gekört und wechselte über die anschließende Auktion für 80 000 Euro in den Besitz von Klaus Isaak. Im Warendorfer Youngster-Championat für siebenjährige Springpferde gab es ein Wiedersehen mit der Württemberger Stute Concordia, einer Colorit/Cassini I-Tochter (Z. u. B.: Klaus Isaak). Letztes Jahr gewann die Stute unter ihrem damaligen Ausbilder Andreas Kreuzer souverän das Schwarz-Goldene Band in Tübingen und erreichte in Warendorf das Finale bei den sechsjährigen Springpferden. Ein Jahr zuvor konnte sie sich fünfjährig die Bronzemedaille bei den Bundeschampionaten sichern. In diesem Jahr zeigte sich die Stute unter Jana Wargers in der ersten Finalqualifikation noch etwas verhalten und rangierte nach einer fehlerfreien Runde auf Rang 16. In der zweiten Finalqualifikation konnte sich das Paar deutlich steigern und schaffte den Sprung in die Platzierungen: Rang sechs hieß es am Ende. Damit waren die Hoffnungen für eine Platzierung im Finale geweckt. Zwei Abwürfe ließen die Träume platzen. Trotz einer schnellen Runde verpassten die beiden den Einzug in den zweiten Umlauf und mussten sich mit Rang 16 zufrieden geben.

Pascal Lindner und FBW Carontino As überzeugten in ihren Runden.


Foto: Lafrentz

FBW Captain Norbert und Anne Götter schaff ten den Einzug ins Finale


Foto: Lafrentz

Nikolaus Kühn ritt Quinn VR zu Rang vier im Finale der vierjährigen Hengste


Foto: Equitaris/Grömping

Bei den sechsjährigen Vielseitigkeitspferden ruhten die Hoffnungen auf Sonja Buck und der Holsteiner Stute Dorotheentalʼs Canela v. Cormint/Cassini I (Z.: ZG von Dörnberg und von Malaise; B.: Udo Renz). Die Stute hat in Warendof bereits gute Erfahrungen gemacht: Im letzten Jahr wurde sie von Lotte Palmgreen vorgestellt, die sie zum Vizetitel bei den fünfjährigen Vielseitigkeitspferden pilotierte. Buck hat die Braune erst seit diesem Jahr unter dem Sattel, die beiden sind aber bereits zu einem eingespielten Team zusammengewachsen. In der ersten Finalqualifikation belegten sie mit einer Note von 9,0 einen guten dritten Platz und sicherten sich so das direkte Ticket ins Finale. Nach einer guten Runde in der Dressur machten die beiden es durch einen Abwurf im Parcours allerdings noch einmal richtig spannend. In der finalen Geländerunde liefen sie zur Höchstform auf. In einer blitzsauberen Runde präsentierte Buck ihre Stute mit viel Übersicht. Hochverdient gab es damit den Titel! Bei den fünfjährigen Vielseitigkeitspferden landeten FBW Frida v. Fantastic/Weltgeist unter Simon Metz mit 7,6 auf Rang 22 in der Finalqualifikation, im Kleinen Finale schafften es die beiden mit einer Note von 7,7 auf den zehnten Rang. Im Reitpferdeviereck hatte eine von den „Kleinen“ ihren großen Auftritt am Finaltag. Die vierjährige Reitponystute Mariposa CM v. FS Mr. Right/Geronimo B (Z.: Myriam Charar; B.: Charlotte Kaiser) hatte mit ihrem fünften Platz in der Qualifikation (Wertnote 8,2) den Einzug ins Finale geschafft. Die amtierende Landes- und Süddeutsche Championess wurde auch in Warendorf von Michele Schulmerig vorgestellt. Im Finale punktete die Stute mit einer souveränen Trabtour (8,5) und auch die beiden anderen Grundgangarten Schritt und Galopp wurden mit jeweils 8,0 gut bewertet. Insgesamt kam das Paar auf eine Endnote von 8,1 und konnte damit einen guten fünften Platz belegen. Bei den Reitpferden schaffte keines der angetretenen Pferde aus der Landeszucht den Finaleinzug gegen die starke Konkurrenz. Der für Heidelberg-Ladenburg startende Nikolaus Kühn hielt am Ende die baden-württembergische Flagge dann doch noch hoch. Er konnte den in Sachsen-Thüringen gezogenen vierjährigen Hengst Quinn VR v. Quadrondeur/ Don Cardinale (Z.: ZG Harald und Michael Unger GbR; B.: Nicole van der Raadt), seines Zeichens amtierender DSP-Reitpferdechampion 2019, im Finale auf dem vierten Rang platzieren.

Im Dressurviereck ging lediglich der fünfjährige FBW Final Result für die Landeszucht an den Start. Der Franziskus/Royaldik-Sohn belegte im Kleinen Finale Rang 34. Nach ihren Auftritten bei der WM in Ermelo gingen sowohl Vize-Weltmeister Secret und auch Meggleʼs Fidelio Royal erwartungsgemäß nicht in Warendorf an den Start.

FBW Frida galoppierte unter Simon Metz im Kleinen Finale auf Rang zehn


Foto: Bischoff

Michele Schulmerig und die Reitponystute Mariposa CM trabten zu Rang vier im Finale


Foto: Equitaris/Grömping

Alfred-Schmelcher-Gedächtnis-Preis

Zur Erinnerung an den früheren Vorsitzenden des Verbandes wird beim Marbacher Wochenende 2019 zum 14. Mal der „Alfred-Schmelcher-Gedächtnis-Preis“ vergeben.
Es wird ein Baden-Württemberger Züchter geehrt, der einen Finalisten bei den Bundeschampionaten 2019 gestellt hat. Die Entscheidung liegt bei den Lesern des Reiterjournals, die per Postkarte wählen.
Unter den Einsendungen werden zwei Eintrittskarten für den GalaAbend des Marbacher Wochenendes 2019 verlost. Wer mitmachen möchte, sendet bis 11. Oktober eine Postkarte mit der Nummer des gewählten Pferdes unter dem Stichwort „Alfred-Schmelcher-Gedächtnis-Preis“ an den Zuchtverband Baden-Württemberg e.V., Am Dolderbach 11, 72532 Gomadingen-Marbach.

Kandidaten sind

1. Mariposa CMv. FS Mr. Right/ Geronimo B, im Finale der vierjährigen Reitponys Stuten/Wallache
Züchter: Myriam Charar; Besitzer: Charlotte Kaiser; Reiterin: Michelle
Schulmerig
2. FBW Captain Norbertv. Con Spirito/Colestus, im Finale der fünfjährigen Springpferde
Züchter: Berthold u. Patrick Blösch GBR; Besitzer: Patrick Blösch; Reiter:
Anne Götter
3. FBW Carontino ASv. Coronas/Gralshüter, im Finale der sechsjährigen Springpferde
Züchter: Rolf Friedel; Besitzer: Moritz Bauer; Reiter: Pascal Lindner
4. Concordia v. Colorit/Cassini I, im Finale der siebenjährigen Springpferde Züchter und Besitzer: Klaus Isaak; Reiter: Jana Wargers