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BUNDESLÄNDER


Wild und Hund - epaper ⋅ Ausgabe 18/2019 vom 19.09.2019

BAYERN: Grüne wollen Nachtjagd auf Reh- und Rotwild

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Nach den Vorstellungen der Grünen sollen Reh- und Rotwild künftig auch nachts erlegt werden.


Foto: Redaktion Wild und Hund

Rot- und Rehwild sollen künftig auch nachts, und zwar mit Nachtzieltechnik, bejagt werden dürfen – das ist laut Main-Post eine Forderung des Fraktionschefs von Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag, Ludwig Hartmann. Dass solche Aussagen schlecht mit dem Image des Tierschutzes vereinbar sind, dem sich die Partei verschrieben hat, wischte Hartmann laut Main-Post lapidar vom Tisch: Es sei besser für das Tier, wenn der Jäger mit ...

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Rot- und Rehwild sollen künftig auch nachts, und zwar mit Nachtzieltechnik, bejagt werden dürfen – das ist laut Main-Post eine Forderung des Fraktionschefs von Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag, Ludwig Hartmann. Dass solche Aussagen schlecht mit dem Image des Tierschutzes vereinbar sind, dem sich die Partei verschrieben hat, wischte Hartmann laut Main-Post lapidar vom Tisch: Es sei besser für das Tier, wenn der Jäger mit einem Schuss im Dunkeln genau treffe. Hartmann hat mit seinen steilen Thesen zum Waldumbau und zur Jagd ab Ende Juli für Aufruhr in der Jägerschaft gesorgt. Unter anderem postuliert er, dass Waldbesitzer mit Jagdschein künftig auf ihren eigenen Flächen jagen dürfen sollten, auch wenn diese an jemand anderes verpachtet sind. Hartmann bekannte sich klar zu „Wald vor Wild“ und sagte laut Main-Post: „Wir müssen den Wildbestand runterkriegen“, und zwar mit höheren Abschussquoten.
vk

BAYERN: Umgang mit der Gams fehlerhaft

Das bayerische Gamswildmanagement ist in die Kritik geraten.


Foto: Michael Breuer

Der Deutsche Tierschutzbund, Landesverband Bayern, hat am 8. Juli bei der EU-Kommission Beschwerde gegen das bayerische Gamswildmanagement eingelegt. „Wir erachten die Statusmeldung der Bundesrepublik Deutschland als methodisch grob fehlerhaft und unzureichend, was die Erfassung des Populationszustands, die Verbreitung von Gamswild, die Entwicklung des Gamswildlebensraums und die Zukunftsprognose hinsichtlich des Gamswildbestands in Bayern betrifft“, schreibt die Vizepräsidentin des Landes-Tierschutzverbands, Tessy Lödermann, in ihrem Anschreiben an den für Deutschland zuständigen EU-Kommissar Frank Vassen. Die Gamsbestände in Bayern seien massiv zurückgegangen, Abschusszahlen würden ohne Kenntnis der tatsächlich lebenden Populationen, deren Zuwachs und natürlichen Abgangs festgelegt. Man versuche, Wintereinstände wildleer zu halten, Schonzeiten würden aufgehoben, Alters- und Sozialstrukturen zerstört, so die Tierschutz-Vizepräsidentin. Der der Klage zugrunde liegende Projektbericht, verfasst von der Wildbiologin Dr. Christine Miller, weist unter anderem die methodischen Fehler detailliert nach. Sie resümiert, dass das aktuelle Management des Gamswildes gegen das Verschlechterungsverbot der FFH-Richtlinie verstoße und dass der Freistaat Bayern dazu verpflichtet sei, verbessernde statt verschlechternde Maßnahmen zu ergreifen. „Die fehlerhafte Statusmeldung der Bundesrepublik Deutschland, die auf den zugrunde liegenden fehlerhaften Meldungen des Bundeslands Bayern beruht, an die EU-Kommission im Hinblick auf Gamswild, kann zu einem Vertragsverletzungsverfahren führen“, so Miller. Der Bericht wurde auch an den zuständigen EU-Kommissar für Österreich gesandt, da die bayerischen Gamsbestände eng im Austausch mit jenen in Tirol stehen.
vk

SCHLESWIG-HOLSTEIN: Wolfsjagd nun doch mit örtlichen Jägern

In Schleswig-Holstein werden nun doch örtliche Waidmänner in die Jagd auf Problemwölfe eingebunden.


Foto: Reiner Bernhardt

Mit einer Allgemeinverfügung will das Umweltministerium nun private Jäger aus den Kreisen Pinneberg und Steinburg bei der Entnahme des sogenannten Problemwolfs „GW 924m“ einbeziehen. Bisher war laut Ministerium eine „Gruppe geeigneter Personen“ mit dem Abschussauftrag befasst. Doch konnte der Wolf, dem seit dem 31. Januar nachgestellt wird, bisher nicht zur Strecke gebracht werden. Zum Abschuss freigegeben worden war er, nachdem er mehrfach als wolfssicher geltende Zäune überwunden und dahinter Schafe gerissen hatte. Nun sollen es auch die Revierinhaber in einem bestimmten Zulassungsgebiet der beiden Landkreise auf Isegrim versuchen dürfen. Deren Begehungsscheininhaber sind allerdings nicht zur Wolfsjagd geladen. Sollte sich das Waidmannsheil auf den Graurock einstellen, gibt es jedoch außer einem eventuellen Erinnerungsbild keine weitere Trophäe. „Im Falle eines Abschusses sind die zuständigen Behörden sofort darüber zu unterrichten, und das getötete Tier ist an diese zu übergeben“, hat das Ministerium verfügt.
mh

SCHLESWIG-HOLSTEIN: Neue Kormoranverordnung

Das Land hat die Kormoranverordnung überarbeitet und zum 15. August in Kraft gesetzt. Neues zugelassenes Instrument für die Vergrämung sind Kormoranabschüsse, die für einen Zeitraum von zwei Wochen im Umkreis von 300 m um Orte getätigt werden dürfen, an denen Aalbesatzmaßnahmen durchgeführt wurden. Damit soll gewährleistet werden, dass der Erfolg von Artenhilfsmaßnahmen für den Aal nicht durch Kormoranfraß gefährdet wird. An Teichanlagen bleibt der Vergrämungsabschuss außerhalb der Brutzeit (1. April bis 14. August) nach wie vor möglich. Als Jungvögel erkennbare Kormorane dürfen auf dem Betriebsgelände von Teichanlagen ganzjährig geschossen werden. Auch die Ansiedlung dieser Vogelart darf von Erwerbsfischereibetrieben in einem Umkreis von drei Kilometern um die jeweils befischten Gewässer durch Störungen in der Koloniebildungsphase außerhalb der Brutzeit verhindert werden. Nicht erlaubt ist dieses Vorgehen im Nationalpark, in Naturschutzgebieten sowie in EU-Vogelschutzgebieten. In einigen EU-Vogelschutzgebieten, z. B. der Große Plöner See und die Schlei, ist der Abschuss von Kormoranen grundsätzlich nicht mehr zugelassen. Die betroffenen Fischereibetriebe können Anträge auf finanziellen Ausgleich bei der Oberen Fischereibehörde stellen.

Auch in Niedersachsen wird die Kormoranverordnung derzeit durch das Umweltministerium überarbeitet. Und auf EU-Ebene will das Bundeslandwirtschaftsministerium ein „funktionierendes EU-weites Kormoran-Management“ etablieren, das „nicht nur den Kormoran, sondern auch die Fischbestände schützt“. Der Parlamentarische Staatssekretär Michael Stübgen (CDU) will Anfang 2020 alle Beteiligten an einen Runden Tisch bitten.
mh

THÜRINGEN: LJV beklagt Biodiversitätshemmnisse

In Thüringen hat die Stiftung Lebensraum im vergangenen Jahr Saatgut für die Biotopgestaltung auf nahezu 400 ha vorbereitet, gemischt und an die Revierinhaber ausgegeben. Der Landesjagdverband sieht jedoch die Bemühungen um die Verbesserung von Wildlebensräumen torpediert. So beklagt Präsident Steffen Liebig verschärfte bürokratische Förderrichtlinien sowohl auf europäischer als auch auf Bundes- und Landesebene. Das konterkariere die vielfach geforderte Schaffung von mehr Biodiversität. Dass der Staat selbst zum Bremser werde, sei nicht tolerierbar. Das gelte erst recht, wenn das eingesetzte Geld nicht aus Steuern stamme, sondern aus der Jagdabgabe, es sich also um Jägergeld handele.
chb

THÜRINGEN: Schwarzwildstrecke sinkt trotz Abschussprämie

Die Schwarzwildstrecke in Thüringen ist trotz der Abschussprämie stark rückläufig.


Foto: Winfried Schäfer

Im Jagdjahr 2018/19 kamen im Freistaat 29458 Stück Schwarzwild zur Strecke. Das ist zwar überdurchschnittlich, aber deutlich entfernt vom Rekordergebnis des Vorjahres (41897 Stück Schwarzwild). Landwirtschaftsministerin Birgit Keller verdeutlichte aber während der Vorstellung des Jagdberichts 2018/2019, dass sie an den seit Mai vergangenen Jahres gewährten Abschussprämien und Aufwandsentschädigungen für den Hundeeinsatz bei Drückjagden festhält. Außerdem zahlt die Landesregierung seit diesem Jahr Ersthelferschulungen für die Versorgung von Jagdhunden, die bei Schwarzwildjagden verletzt wurden. Weitere 50000 € hat sie bereitgestellt – um für Vierläufer und deren Führer, die den Schwarzkitteln intensiv auf die Schwarte rücken, Schutzausrüstung anzuschaffen.

Im Gegensatz zur Entwicklung bei den Sauen entsprachen die Strecken beim Rot-(6042 Stücke), Dam-(1524 Stücke), Muffel-(1410 Stücke) und Rehwild (40121 Stücke) 2018/19 etwa den Werten des Vorjahres. Deutlich gesunken ist die Zahl der erlegten, verunfallten und verendet aufgefundenen Waschbären (10767 Stück, Vorjahr 12389). Von den zur Strecke gekommenen 2493 Dachsen waren 30,8 % Fallwild, bei den 1474 Feldhasen sogar 58,6 %.
chb

THÜRINGEN: Streit um „Aktionsplan Wald 2030“

Um den Thüringer „Aktionsplan Wald 2030“, der 500 Millionen Euro für die Aufforstung klimastabiler Wälder in zehn Jahren vorsieht, zeichnen sich heftige Kontroversen ab. Denn darin heißt es, als Voraussetzung sei „die Herstellung von waldverträglichen Schalenwilddichten zwingend erforderlich“. Dies müsse „weitgehend ohne Zaunschutz möglich sein“. Sebastian Schreiber, Sprecher des Deutschen Forstwirtschaftsrats (DFWR) in Berlin, glaubt laut Medienberichten, dies könne nicht gelingen, „wenn wir die Jagd nicht so organisieren, dass das Schalenwild in den Wäldern drastisch reduziert wird“. Und Horst Sproßmann, Pressesprecher des landeseigenen Betriebes Thüringenforst, der dem Agrarministerium untersteht, assistiert mit der Aussage: „Da kann ich nicht widersprechen.“

Für Steffen Liebig, Präsident des Landesjagdverbandes (LJVT), ist dieser Ansatz „Unsinn“. „Wir können doch jetzt keinen Feldzug gegen das Wild anfangen, nachdem der Wald zerstört ist“, kontert er und macht deutlich, die Jägerschaft werde sich „von der tierschutzgerechten Jagd nicht entfernen“. Aus der Sicht von Liebig, der „eine heftige Auseinandersetzung“ prognostiziert, setzt sich damit ein Trend fort. Denn schon in der Diskussion um das Landesjagdgesetz sei die Jägerschaft „so unter Druck gesetzt worden, dass man die Freude an der Jagd verliert“. Am Ende könne es dazu führen, „dass das Land einen Großteil der Jäger verliert“.

Der LJVT fürchtet zudem, die rot-rot-grüne Landesregierung könne die „Wald-Katastrophe“ nutzen, um ihre Windkraftpläne derart zu forcieren, dass auf gerodeten Flächen bald Windkraftwerke entstehen. Er bezieht sich dabei auf den Passus im „Aktionsplan Wald 2030“, in dem es heißt: „Bei der Schaffung von Windkraft im Wald sind bestehende Planungen daraufhin zu überprüfen, dass Kalamitätsflächen erschlossen werden, um den Waldbestand nicht zusätzlich zu belasten.“ Derzeit sind rund 550 ha der Staatsforstflächen von Thüringenforst als Windvorranggebiete ausgewiesen. Das reicht für etwa 20 Windräder. Nach Aussagen von Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) müssen jedoch zu den bereits stehenden 840 Windkraftanlagen weitere 160 gebaut werden, damit Rot-Rot-Grün die für 2040 formulierten Umwelt- und Klimaziele erreichen kann.
chb

THÜRINGEN/SACHSEN: Erstmals Goldschakal nachgewiesen

In Thüringen ist erstmals ein Goldschakal dokumentiert worden.


Foto: Eva Pum

In Thüringen ist erstmals ein Goldschakal nachgewiesen worden. Er tappte am 1. August nachmittags im Nationalpark Hainich in eine Fotofalle. Auch in Sachsen hat man den Caniden gesichtet. Die Aufnahmen einer Wildkamera entstanden bereits am 30. März auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz im Landkreis Görlitz, wie das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie erst jetzt mitgeteilt hat.

Vom Balkan kommend breitet sich der Goldschakal Richtung Westen aus. Experten schätzen den Gesamtbesatz europaweit auf circa 100000 Stück.
chb

NIEDERSACHSEN: Umgesägte Hochsitze und Nagelbretter

Gemeine Fallen: Ein Unbekannter installierte Nagelbretter auf den Wegen des Wernerwaldes.


Foto: Stefan Brößling/mh

Im Wernerwald, dem nördlichsten Waldgebiet des Landes, kam es in den vergangenen Wochen zu Anschlägen auf Jäger und Besucher. So wurden bislang vier Hochsitze beschädigt und deren Pfosten durchsägt. Die Tatzeit grenzt die Polizei auf den Zeitraum 6. bis 8. August ein. Zeitgleich wurden an mindestens zwei Stellen im Wernerwald Nagelbretter ausgelegt. Ein 77-jähriger Spaziergänger wurde verletzt, der Pkw eines Jägers beschädigt. Bei den Nagelbrettern handelt es sich um rund 20 cm lange Bretter, in denen Nägel von zehn Zentimetern Länge stecken. Die gefundenen Bretter wurden leicht in den Sandboden eingegraben und stellten tückische Fallen für Spaziergänger, Hunde und Pferde dar. Der rund 300 ha große Wernerwald ist ein stark frequentiertes Naherholungsgebiet der Stadt Cuxhaven.

Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und bittet unter der Telefonnummer 047215730 um Hinweise.
mh

BREMEN: NABU sorgt sich um Nutrias

Nutriabaue können zu erheblichen Gefährdungen der Deiche führen.


Foto: Wasserverbandstag/G. Hennies/mh

„Waidgerechtigkeit und Tierschutz“ fordert der NABU im Umgang mit den Nutrias in Bremen. Die Großnager waren gemeinsam mit den weiteren Neozoen Marderhund, Waschbär und Nilgans per Verordnung des Umweltsenators ab dem 7. Juni für bejagbar erklärt worden.

Der NABU kritisiert nun die Aufhebung des Muttertierschutzes, um die Bejagung praktikabel zu gestalten. Eine erhöhte Gefährdung der Deiche den Nutrias anzulasten, sei unfair. Sie zu bejagen sei nur dann akzeptabel, wenn man die Setzzeiten beachte und Fleisch und Balg der Nager auch nutze.

Offensichtlich teilen der Bremer Senat und vor allem die Deich- und Wasserverbände diese Auffassung nicht. Gerade die Nutria stellt aus deren Sicht eine ernst zu nehmende Gefahr für die Deichsicherheit und damit für Leib und Leben der Bevölkerung dar. Sie untergräbt die Binnendeiche an Flüssen und sogar die Außendeiche zur Nordsee.
mh