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BUNDESLIGA: MARTIN HINTEREGGER: „Ich liege noch heute in den Nächten wach …“


Sport Bild - epaper ⋅ Ausgabe 23/2019 vom 05.06.2019

Der 26-Jährige spricht über die legendären Europapokal-Spiele mit der Eintracht und seinen Wunsch, in Frankfurt zu bleiben


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Bildquelle: Sport Bild, Ausgabe 23/2019

Rührende Geste: Hinteregger wird nach der Pleite im Euro-Rückspiel gegen Chelsea (4:5 n. E.) von einem SGE-Fan getröstet


Foto-Grüße aus Österreich: Hinteregger zeigt das Bild nach der Chelsea-Niederlage, das er sich hat einrahmen lassen


SPORT BILD: ...

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SPORT BILD:Herr Hinteregger, hinter Ihnen liegt eine ereignisreiche Saison: Zoff in Augsburg, Wechsel nach Frankfurt, eine grandiose Rückrunde mit fantastischen Euro-League-Nächten, die bei Chelsea – unter anderem mit einem verschossenen Elfmeter von Ihnen – endete. Können Sie nun etwas runterkommen?
MARTIN HINTEREGGER (26):
Noch nicht, nein: Wir waren mit Frankfurt auf China-Tour, nun geht es mit der Nationalmannschaft weiter. Runterfahren kann ich erst ab 11. Juni, noch stehe ich voll unter Strom. Das Ende der Saison war ein Auf und Ab mit der Erlösung in letzter Sekunde am 34. Spieltag: Wir haben durch Platz sieben die Chance, auch in der nächsten Saison in der Europa League zu spielen. Darüber sind wir überglücklich.
War am Ende die Luft raus und die Eintracht einfach platt?
Die Euro League hat extrem Kraft gekostet, das Ziel Champions League uns aber gleichzeitig extrem motiviert. Die Begründung, dass am Ende die Luft raus gewesen sei und uns die Power gefehlt habe, lasse ich so nicht gelten.
Am letzten Spieltag wurde der FC Bayern nach dem 5:1 gegen Frankfurt Meister. Wenn Sie diese Emotionen mit denen vergleichen, welche bei Eintrachts Euro-League-Nächten herrschten: Wo war mehr los?
In München Meister zu werden geht nach dem Motto: „Alle Jahre wieder.“ Die Europapokal-Nächte in Frankfurt waren etwas Spezielleres, das hat man gesehen. Jedes Spiel war ein Highlight, von Runde zu Runde haben die Fans noch eine Schippe draufgelegt. Das war brutal stark. Selbst Chelsea-Spieler wie Eden Hazard haben nach den Partien gegen uns gemeint, dass sie so etwas noch nie erlebt hätten.
Sie machten bei Chelsea eine überragende Partie, verschossen dann den vierten Elfmeter, der Ball ging zentral auf Torwart Arrizabalaga und blieb zwischen dessen Beinen liegen.
Ich war mir vor dem Elfer sicher und total selbstbewusst: „Den haue ich rein, ich weiß es!“ Leider habe ich mich getäuscht. Ich dachte mir einfach: Augen zu und voll drauf. Dass es genau in die Mitte, also Mitte Mitte geht, passiert nicht so oft. Ich dachte mir: Das kann nicht wahr sein, der Ball bleibt vor der Linie liegen! Ich liege heute noch in den Nächten wach und denke daran.
Nach dem Spiel entstand ein episches Foto, als Sie von einem Fan getröstet wurden.
Dieses Foto spiegelt die Saison der Eintracht, den Zusammenhalt zwischen Fans und Mannschaft wider. Für mich war dieser Moment enorm wichtig, um danach noch einmal Leistungen bringen zu können. Das Foto hilft mir, ich habe es mir sogar für zu Hause einrahmen lassen und hatte es erst in Frankfurt im Hotel und nehme es jetzt mit nach Österreich.


„Selbst die Chelsea-Spieler meinten, dass sie so etwas noch nie erlebt hätten.“


Hinteregger (r.) beim Elfmeter, den er gegen Chelsea vergab


„Ich bin mit Frankfurt klar, möchte bleiben. Ich hoffe, dass es kein langer Poker wird.“


Woran genau denken Sie bei dem Foto?
Viele Leute hatten sich Karten fürs Endspiel gekauft, Flüge gebucht. Darüber habe ich nachgedacht. Der Fan hat mich in den Arm genommen, mir gesagt: „Ohne dich wären wir gar nicht bis hierher gekommen, danke!“ Dafür bin ich extrem dankbar. Wenn ich in Frankfurt bleibe, würde ich gerne mit dem Mann Kontakt aufnehmen und ihn noch mal treffen.
Das ist die große Frage: Verpflichtet Sie Frankfurt? Bisher sind Sie nur ausgeliehen …
Ich bin mit Frankfurt klar, möchte bleiben. Wenn es so weit sein sollte, dass sich Augsburg und Frankfurt einigen, bin ich die nächsten Jahre Spieler der Eintracht!
Ist es vorstellbar, dass Sie nach der Kritik an Augsburgs Ex-Trainer Baum und der anschließenden Suspendierung noch mal für den FCA spielen?
Ich hoffe, dass es kein langer Poker wird. Ich gehe davon aus, dass es nach der Länderspielpause eine Lösung geben wird, dann herrscht Klarheit. Ich hatte Dienstag vor einer Woche ein gutes Gespräch mit Stefan Reuter, wir haben offen und ehrlich über alles gesprochen. Ich denke, wir haben die Differenzen ausgeräumt. Ich werde keine Probleme machen, denn ich bin Augsburg dankbar, dass sie mich in die Bundesliga geholt haben …
Aber?
Mein Ziel ist es nach den Erfahrungen des letzten halben Jahres, Spieler der Eintracht zu sein. Die vergangenen Monate mit der Eintracht haben mich gepackt und bewegt. Ich will mich mit Frankfurt wieder für Europa qualifizieren und die Erlebnisse aus der vergangenen Saison wiederholen.


FOTOS: Getty Images/Alex Grimm, Getty Images, privat