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Bunt: Eklatante Mängel bei Sprachassistenten


PC Welt - epaper ⋅ Ausgabe 10/2019 vom 06.09.2019

Seit Jahren hören sich Mitarbeiter die Aufnahmen von Alexa, Siri & Co. an, ohne dass die Nutzer davon wissen.


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Nobody is perfect. Das weiß nicht nur der Volksmund, das wissen ganz offensichtlich auch die US-KonzerneAmazon ,Apple ,Facebook ,Google undMicrosoft . Anders wäre es nicht zu erklären, dass Mitarbeiter die Aufnahmen ihrer intelligenten Sprachassistenten abhören und auswerten. Allerdings erfuhren die Nutzer der Assistenten Alexa, Google Assistant, Siri, Cortana, Skype sowie des Facebook Messengers nichts von dieser seit Jahren gängigen Praxis. Als dann solche Mitschnitte ausländischen Medien von Whistleblowern zugespielt wurden, versuchten die Firmen zunächst abzuwiegeln. In der Folgezeit wurden immer mehr Details bekannt, die Tatsache war nicht mehr zu leugnen. So musste Amazon zugeben, dass Mitarbeiter sogar zu Hause Alexa-Daten auswerten – also konnten auch Dritte mithören. Selbst wenn Google mitteilt, dass nur 0,2 Prozent aller Aufnahmen von Menschen analysiert würden, bedeutet das im Umkehrschluss, dass jedes 500ste Gespräch eben doch abgehört wird.
All das ist kritisch auch vor dem Hintergrund, dass die Aktivierung durch Signalwörter wie „Alexa“ oder „Hey Siri“ keineswegs perfekt funktioniert und die Mikrofone deshalb mehr aufzeichnen, als viele Nutzer annehmen. Zwar sind solche Audiomitschnitte nicht per se an einzelne Nutzer gebunden, doch die Nennung von Namen und Ortsbezeichnung macht die Identifizierung im Einzelfall dann eben doch möglich.
Inzwischen gibt es erste Konsequenzen: Google hat das Transkribieren EU-weit für zunächst drei Monate gestoppt, Apple will künftig die ausdrückliche Erlaubnis seiner Nutzer einholen, Amazon ermöglicht in seiner App das Abschalten, und Microsoft weist in seiner Datenschutzerklärung zu Cortana und Skype auf die Mithörmöglichkeit hin.

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Musikmarkt

Dank Streaming verzeichnet die deutscheMusikindustrie im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von fast acht Prozent – erstmals nach Jahren.

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Skimming

Weniger Datenklau an deutschenGeldautomaten : Bis Sommer 2019 gab es 170 Manipulationen, im ersten Halbjahr 2018 waren es noch 282.

Herbst-Update als „Service Pack“

Das zweite große Update dieses Jahres fürWindows 10 erscheint möglicherweise schon im September. Grund ist, dass die Version 19H2 (2. Halbjahr 19) anders als die bisherigen Funktionsupdates als normales kumulatives Update erscheint – also eher wie eine Art „Service Pack“. Microsoft versprach bei einer der letzten Insider-Vorabversionen insbesondere mehr Performance sowie eine längere Akkulaufzeit bei Notebooks und Tablets.

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Retro-Autoradio mit DAB, Bluetooth & USB

Ein Autoradio mit moderner Technik, aber (fast) im Stil der 80er-Jahre des 20. Jahrhunderts:Blaupunkt bringt das Modell Bremen SQR 46 DAB zurück, das sich optisch eng an den Klassiker mit derselben Bezeichnung ohne Digitalradio anlehnt. Gedacht ist das Gerät im 1-DIN-Format für die zahlreichen Fahrzeuge, die mittlerweile mit dem H-Oldtimer-Kennzeichen unterwegs sind. Selbst der Cassettenschacht scheint noch vorhanden: Hinter der Klappe verbergen sich aber USB-Buchse und Kartenslot. Für knapp 450 Euro gibt es zudem Bluetooth, DAB-Empfang, Lenkradfernbedienung und fünf wählbare Farben für die Beleuchtung.

Streamon und Pass: Telekom ändert Zero-Rating, Vodafone unterliegt

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DieDeutsche Telekom bessert ihre Streamon-Tarife nach und schafft das gezielte Drosseln der Videobandbreite sowie die Beschränkung auf die Nutzung im Inland ab. Damit folgt das Unternehmen einer Eilentscheidung des Oberverwaltungsgerichts NRW. Die Richter hatten der Telekom untersagt, ihre Streamon-Tarife in der bisherigen Form weiterhin zu betreiben. Begründet wurde das Urteil zum einen damit, dass die „Bandbreitenoptimierung“ gegen den Grundsatz der Netzneutralität verstößt. Darüber hinaus beschränkte sich die Nichtanrechnung bestimmter Angebote auf das Inklusivvolumen der Kunden (Zero-Rating) auf das Inland: Ein Verstoß gegen das Verbot zusätzlicher Roaminggebühren im EU-Ausland, urteilte das Gericht. Eine endgültige Entscheidung im Hauptverfahren steht noch aus.
Ebenfalls vor Gericht unterlegen ist Vodafone mit seinem Zero-Rating-Dienst. Der Vodafone Pass muss künftig ebenfalls EU-weit gelten, entschied das Landgericht Düsseldorf. Damit war die Klage des Bundesverbands der Verbraucherzentralen in wesentlichen Punkten erfolgreich.

Automatische Parkscheiben

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Kaum bekannt sindelektronische Parkscheiben , die man nicht wie die üblichen Pappvarianten stellen muss – man kann sie deshalb auch nicht vergessen. Die Digitalanzeigen zum Preis zwischen meist 20 und 30 Euro werden innen in die Frontscheibe geklebt und springen, sobald der Sensor keine Fahrbewegung mehr registriert, auf die nächste halbe oder volle Stunde. Von da an läuft die Parkzeit. Wichtig ist, dass die Parkuhren auf der Frontseite ein weißes P auf blauem Grund tragen (Verkehrszeichen 314) und vom Kraftfahr-Bundesamt zugelassen sind.

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„Viele Kfz-Daten gehören zum Fahrer, da gibt es keine Eigentumsfrage.“


Ulrich Kelber, Bundesdatenschutzbeauftragter, fordert im dpa-Interview eine rechtliche Grundlage, wie Positions-, Fahr- und weitere Daten moderner Fahrzeuge verarbeitet werden dürfen und wem sie „gehören“ sollen.

O2-Homespot mit günstiger LTE-Flatrate

Der Homespot des ProvidersTelefónica (O2) kommt zusammen mit einer preiswerten LTE-Flatrate zurück in den Handel. Für knapp 40 Euro monatlich kann man damit zu Hause sowie an einer weiteren Adresse mit bis zu 225 MBit/s unbegrenzt Daten laden. Hinzu kommen 75 Euro einmalige Gebühren für Anschluss und Router. Alternativ beschränkt sich das Transfervolumen im 30-Euro-Tarif auf monatlich 100 GByte. Wer bereits Kunde bestimmter O2-Tarife ist, zahlt jeden Monat sogar zehn Euro weniger.

Verstöße bei der Rücknahme von Altgeräten

Nahezu jeder zweite der über 50 untersuchten Händler verstößt gegen die gesetzliche Verpflichtung zur Rücknahme von alten Elektrogeräten, wie aus einer stichprobenartigen Untersuchung derDeutschen Umwelthilfe (DUH) hervorgeht. Die Verstöße beginnen bei der fehlenden Hinweispflicht und reichen bis zur Weigerung der Rücknahme. Dabei müssen Läden vor Ort schon seit drei Jahren alte Geräte bis zu einer Kantenlänge von 25 Zentimetern uneingeschränkt zurücknehmen, größere nur beim Kauf eines neuen. Filialen von Apple, Media Markt, Obi, Saturn und Toom schnitten besonders schlecht ab, urteilt die DUH.

ZAHL DES MONATS

35 Prozent der Deutschen halten das Bezahlen mit dem Smartphone für unsicher, wie aus einer repräsentativen Umfrage von Eset hervorgeht. Das ist nach Ansicht des Herstellers für Sicherheitssoftware auch einer der Gründe, dass hierzulande nur jeweils weniger als fünf Prozent mit Apple Pay, Google Pay oder speziellen Apps mobil bezahlen. Kredit- und EC-Karten sind mit weit über 90 Prozent neben der Barzahlung sehr viel beliebter.

NEWS-TICKER

+++ Geoblocking im Onlinehandel ist in der EU verboten, Verstöße kann man online melden: www.bundesnetzagentur.de/geoblocking +++ Fußball: Amazon überträgt Radiostreams von Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League jetzt kostenlos ohne Prime-Abo +++ Smarte Stromzähler lassen weiter auf sich warten. Grund ist die langwierige Zertifizierung und Zulassung durch das BSI +++

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