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BUNTE SCHÄTZE AUS DEM GARTEN: Die große Ernte


LandIDEE Spezial - epaper ⋅ Ausgabe 35/2019 vom 14.08.2019

Bevor er sich in den verdienten Winterschlaf verabschiedet, legt sich der Garten noch einmal richtig ins Zeug und versorgt uns im Herbst mit farbenfrohen Köstlichkeiten, von A wie Apfel bis Z wie Zwetschge. Die reiche Ernte muss dann richtig gelagert werden.


Artikelbild für den Artikel "BUNTE SCHÄTZE AUS DEM GARTEN: Die große Ernte" aus der Ausgabe 35/2019 von LandIDEE Spezial. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: LandIDEE Spezial, Ausgabe 35/2019

Wi r spüren es an der frischen Luft, sehen es an den spektakulären Farbspielen der Natur und dem goldenen Licht der Sonne: Der Herbst ist da. Nun kann endlich geerntet werden, was viele Monate lang in den Beeten, an den Bäumen und Sträuchern herangereift ist. Das Wort „Herbst“ hat den gleichen sprachgeschichtlichen Ursprung wie der englische Begriff ...

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... „harvest“ – Erntezeit. Diese Bedeutung hat sich im Deutschen zu einem Namen für eine ganze Jahreszeit entwickelt, so wichtig war die Ernte für die Menschen damals. In den südlichen Weinregionen existiert diese ursprüngliche Wortbedeutung noch heute. Dort wird die Weinlese auch „herbsten“ genannt. Wer nun seine Ausbeute richtig lagert, kann den ganzen Winter frisches Obst und Gemüse genießen.

DIE BUNTE WELT DER KÜRBISSE

Kürbisse sind je nach Sorte von August bis zum ersten Frost bereit für die Ernte. Um zu testen, ob sie reif sind, einfach gegen die Schale klopfen. Dann sollte ein hohles Geräusch zu hören sein. Der verholzte Stiel kann mit einem scharfen Messer abgeschnitten werden. Um die Haltbarkeit des Kürbisses zu verlän gern, ein Stück davon stehen lassen. In einem trockenen und luftigen Keller lassen sich Kürbisse bis zum Frühjahr lagern. Sobald sie angeschnitten sind, müssen sie in den Kühlschrank. Dazu alle Kerne entfernen und die Kürbisse in Wachspapier gewickelt ins Gemüsefach legen. So bleiben sie drei bis vier Tage frisch.

Richtig lagern:Damit die Kürbisse nicht faulen, bei der Ernte Druckstellen vermeiden. Dann die Kürbisse einzeln in luftigen Netzen oder auf Zeitungspapier in Holzregalen bei 10–15 Grad aufbewahren


Rote Bete frisch haltenDie köstlichen Blätter nicht abschneiden, sondern knapp oberhalb der Rüben abdrehen. So trocknen diese nicht aus


SCHÄTZE AUS DER ERDE

Von Juli bis in den Winter hinein bereichert Wurzelgemüse unsere Teller. Einige Sorten, wie Beten und Frühkartoffeln, werden etwas früher reif, Pastinaken und Knollensellerie erst im September. Je länger das Gemüse in der Erde bleibt, desto intensiver wird sein Aroma. Allerdings sollte man Wurzeln und Knollen vor dem ersten Frost ernten. Am besten bringt man sie bei trockener Witterung ein, sodass nicht so viel nasse Erde hängen bleibt. Dabei ist eine Grabegabel hilfreich. Doch Vorsicht: Wenn das Wurzelgemüse verletzt wird, ist es nicht mehr lagerfähig. Damit es lange frisch bleibt, das Gemüse in eine mit feuchtem Sand befüllte Kiste stecken und gut bedecken. Dann in den Keller oder in die Garage stellen. Kartoffeln einfach trocken in einen großen Leinensack stecken oder in einer Holzkiste mit einigen Lagen Zeitungspapier aufeinanderschichten.

ErntezeitpunktWenn die oberirdischen Blätter vertrocknet sind, sollten die Knollen noch etwa zwei Wochen in der Erde bleiben, ehe sie geerntet werden


AusgetrocknetDie äußeren Blätter von Rot- und Weißkohlköpfen sind oft etwas schlapp. Man kann sie einfach entfernen und den Rest verarbeiten


WUNDERBARE KOHLKÖPFE

Weißkohl, Rotkohl und Wirsing werden zum Teil schon im Juni reif, späte Sorten schmücken das Gemüsebeet bis in den Winter hinein. Die Köpfe sollten bei der Ernte fest verschlossen sein und können dann am Strunk keilförmig abgeschnitten werden. Damit sich keine Krankheiten ausbreiten, nach der Ernte die Wurzeln des Kohls ausgraben. Alternativ kann man die Köpfe samt Wurzel aus der Erde ziehen, dann können sie auch länger gelagert werden. Frühkohl hält sich im Kühlschrank nur wenige Tage, die mittelfrühen Sorten sind einige Wochen haltbar. Späte und gut ausgereifte Sorten können in feuchten und kühlen Kellern bis zu zwei Wochen gelagert werden. Die Köpfe dafür in eine luftige Holzkiste legen, in Zeitungspapier einschlagen oder samt Wurzel aufhängen.

SAFTIGES OBST VOM BAUM

Von August bis November leuchten Äpfel, Birnen und Quitten im Garten von den Bäumen, die Herbst- und Winterbirnen werden sogar bis in den Januar hinein geerntet. Reif sind die Früchte, sobald sie sich durch eine Drehung leicht vom Baum lösen lassen. Beim Ernten darauf achten, dass das Obst nicht verletzt wird, da es sonst schnell verdirbt. Äpfel und Quitten nach der Ernte auf etwas Zeitungspapier in eine Kiste legen, aber nicht stapeln. Birnen eignen sich eher weniger für die Lagerung. Äpfel und Birnen getrennt von Gemüse aufbewahren, um dessen Geschmack und Haltbarkeit zu wahren.

Reiche ErnteSehr große Mengen Äpfel lassen sich gut in Scheiben trocknen oder zu Saft verarbeiten


SÜSSE FRÜCHTCHEN IN LILA

Zwetschgen und Pflaumen können von Juli bis September, späte Sorten auch noch im Oktober, geerntet werden. Sie sollten nicht zu früh vom Baum genommen werden, damit sie ihr volles Aroma entfalten können. Für einen vollmundigen Geschmack die Früchte etwa zwei Wochen nach Beginn der Blaufärbung pflücken. Zwetschgen und Pflaumen sollten möglichst schnell verarbeitet werden. Vollreif geerntet, halten sie sich im Kühlschrank etwa eine Woche. Sie können aber auch eingefroren und später zum Beispiel für Kuchen verwendet werden.

Gut einteilenDa die einzelnen Pflaumen und Zwetschgen unterschiedlich schnell reifen, pflückt man sie am besten abschnittsweise vom Baum


JUWELEN DER WEINBERGE

Tafeltrauben aus dem eigenen Garten sind mit ihrem intensiv süßen Geschmack etwas ganz Besonderes. Dafür brauchen die Reben unbedingt einen vollsonnigen und warmen Standort und man selbst ein wenig Geduld. Die Ernte beginnt im August und dauert etwa bis Oktober. Im Kühlschrank können Trauben ungewaschen ein bis zwei Wochen aufgehoben werden.

Ernten wie die KennerTafeltrauben sollten zum Erntezeitpunkt die sortentypische Farbe und einen verholzten Stiel haben. Mit einer Gartenschere die Früchte abschneiden und gleich vernaschen


Vorsicht beim SammelnDas „Herz“ des Pilzes, das empfindliche, unterirdische Wurzelsystem, darf nicht beschädigt werden. Feste Pilze vorsichtig aus der Erde drehen, weiche tief am Boden abschneiden


AROMATISCHE HUTTRÄGER

Der Großteil unserer heimischen Pilze hat von September bis Oktober Saison, manche Sorten wie den Pfifferling findet man schon im Juli. Natürlich sollte man stets nur Pilze sammeln, die man ganz sicher als Speisepilze erkennt. Im Zweifel lieber einen fachkundigen Experten zu Rate ziehen. Da Pilze schnell verderben, sollten sie nur wenige Tage in einer Papiertüte im Kühlschrank gelagert werden. Alternativ kann man sie auch einfrieren oder trocknen.

ERLESENE NUSSFRÜCHTE

Ab Ende September kann man die edlen Esskastanien einholen. Sie werden einfach vom Boden aufgesammelt. Denn erst, wenn sie vom Baum fallen, sind sie voll ausgereift. In einem Weidekorb an einem kühlen und trockenen Ort können Maronen, wie die Esskastanien auch genannt werden, etwa vier bis sechs Wochen aufbewahrt werden. Damit sie nicht zu faulen beginnen, lieber möglichst zeitnah verbrauchen.

Feine UnterschiedeDie Schale der Edelkastanien hat haarige Stacheln, während die der ungenießbaren Rosskastanien eher kleine Dornen hat


Nüsse in Hülle und FülleNüsse sollte man immer gleich aufsammeln, wenn sie vom Baum gefallen sind, damit sie im feuchten Gras nicht schimmeln


Haselnüsse sind schon ab August bereit für die Ernte, Walnüsse meist erst im September. Genau wie bei Esskastanien ist es am besten, die reifen Nüsse von der Erde aufzusammeln, nachdem sie von selbst heruntergefallen sind. Wer die Ausbeute lagern möchte, sollte sie vorher sorgfältig mit einer Bürste reinigen und zum Trocknen auf mehreren Lagen Zeitungspapier ausbreiten. Dafür eignet sich ein Heizungskeller, ein beheizter Dachboden oder ein anderer trockener und warmer Raum im Haus.

PRAKTISCHE ERNTEHELFER

So füllen sich die Körbe im Handumdrehen
Dank dieserPflückschürze (1) bleiben beide Hände frei, wenn man auf der Leiter balanciert. Über für 49 Euro. Mit dem gut gepolstertenObstpflücker (2) erreicht man ganz bequem auch die obersten Äste. Überwww.gartenbedarf-versand.de für circa 18 Euro. Mithilfe desObstsammlers (3) aus Stahldraht sammelt man rückenschonend Nüsse, Zwetschgen und mehr auf. Überwww.torquato.de für 88 Euro

Nüsse in Hülle und FülleNüsse sollte man immer gleich aufsammeln, wenn sie vom Baum gefallen sind, damit sie im feuchten Gras nicht schimmeln


Rosige Hände
Gartenhandschuhe bieten Schutz vor Saftflecken und Kratzern. Diese hübschen Modelle mit Rosenmuster werden aus Leder und englischem Leinen in einer kleinen Manufaktur gefertigt. In drei Farben erhältlich für je knapp 38 Euro bei

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