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CAMCORDER: Veraltet oder zeitgemäß?


CHIP Foto-Video - epaper ⋅ Ausgabe 11/2019 vom 02.10.2019

Viele Filmer blicken heute nur mit einem Lächeln auf den Camcorder und greifen zur DSLM oder DSLR. Dabei bieten echte Videokameras nach wie vor zahlreiche Vorteile beim Drehen. Aber eben nicht nur.

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Bildquelle: CHIP Foto-Video, Ausgabe 11/2019

Pro Minute landen derzeit ungefähr 400 Stunden Videomaterial auf YouTube, der Trend zum Bewegtbild ist ungebrochen. Immer mehr Filmer greifen beim Drehen allerdings zu ihrer digitalen Fotokamera, obwohl ein Camcorder eigentlich genau für diesen Zweck prädestiniert sein müsste. Wir sehen uns die Gemeinsamkeiten, aber auch die Unterschiede beider Systeme an und verraten, welches Gerät das richtige für Sie ist. ...

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Grundsätzlich müssen, um eine Vergleichbarkeit zwischen Camcorder und Videokamera herstellen zu können, mehrere Gerätekategorien betrachtet werden. Modelle für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis bieten jeweils unterschiedliche Ausstattungspakete, die – mal mehr, mal weniger – für die entsprechende Zielgruppe geeignet sind. Vorab lässt sich feststellen, dass insbesondere Camcorder im mittleren sowie hohen Preissegment bis rund 5.000 Euro deutlich mehr dedizierte Videofunktionen mitbringen. Camcorder unter 1.000 Euro können dagegen mit ihrem Fotopendant oft nicht mithalten und kosten, nebenbei bemerkt, bei gleichem oder ähnlichem Funktionsumfang deutlich mehr. Ein Beispiel: Das günstigste UHD-Camcorder- Modell von Panasonic ist der HC-VX11: Für rund 600 Euro bekommen Hobbyfilmer ein rundes Einsteigerpaket mit lichtstarkem 24-fach-Zoom-Objektiv, einem 1/2,5-Zoll- BSI-Sensor mit 8,5 Megapixeln, frei drehbarem 3,0-Zoll-Touchscreen sowie Anschlüssen für ein externes Mikro und Kopfhörer.

Den Camcordern steht aber eine ganze Reihe von Fotokameras gegenüber, die mit diesen Werten mithalten können: Bereits zu einem Preis von unter 400 Euro, also knapp 200 Euro weniger, verfügen Panasonic- Kompaktkameras über umfangreiche UHDVideofunktionen. Die DMC-TZ81 beispielsweise bietet zudem eine längere Brennweite, einen mit 18 Megapixeln höher auflösenden Sensor und ergänzend zum Touchdisplay sogar einen Sucher. Wer rund 600 Euro ausgibt, also genauso viel wie für den HC-VX11, erhält dafür deutlich leistungsfähigere Kameras – etwa die FZ1000 mit ihrem großen 1-Zoll-Sensor mit 20 Megapixeln, einem 25–400-mm-f/2,8–4-Telezoom-Objektiv und Highspeed-Videos mit bis zu 100 Bilder pro Sekunde. Oder auch die DC-TZ202 mit ähnlich starken Eckdaten. Einziger Wermutstropfen: Dedizierte Anschlüsse für einen Kopfhörer finden sich dagegen in der Regel erst bei deutlich teureren Modellen. Wer deren Fehlen verschmerzen kann, fährt mit einer Kompaktkamera im Preissegment bis 1.000 Euro also deutlich günstiger – bei vergleichbarer Bildqualität, versteht sich.

Ambitionierte Filmer, aufgepasst!

Im mittleren Preissegment ab 1.500 Euro treten dann tatsächliche Alleinstellungsmerkmale echter Filmkameras hervor. Verglichen mit im gleichen Preissegment angesiedelten Fotokameras beginnt dies bereits bei der Ausstattung und Hardware: Ein eingebauter ND-Filter ist bei Fotokameras generell eine Seltenheit. Doch Camcorder wie die Modelle aus der FS-Reihe von Sony gehen hier noch einen sehr praktischen Schritt weiter. Sie bieten einen elektronisch verstellbaren ND-Filter, der nahtlos an die jeweiligen Lichtverhältnisse angepasst werden kann. Bis zu sieben Blendenstufen lassen sich so kompensieren. Das erlaubt Videografen, selbst am Tag mit Offenblende und vergleichsweise langen Verschlusszeiten entsprechend der 180-Grad-Shutter-Regel zu drehen. Schraub- oder Aufsteckfilter, wie sie Fotografen für Langzeitbelichtungen kennen, sind für das Filmen mit einem Camcorder somit nicht nötig.

Doch die Aufnahme von Bewegtbild ist nicht alles, was ein moderner Camcorder leisten muss: Eine nicht minder wichtige Erzählebene bei Video bildet der Ton – ein Bereich, mit dem Fotokameras eher stiefmütterlich umgehen. Sowohl was die Aufzeichnung mit internen als auch mit externen Mitteln angeht, haben Videokameras hier die Nase deutlich vorne. Das beginnt bereits bei den fest im Gehäuse des Camcorders verbauten Tonabnehmern. Bei DSLRs und DSLMs lässt sich das interne Mikrofon oft nur mit sehr viel Mühe überhaupt ausfindig machen. Die kleinen Öffnungen direkt im Gehäuse offenbaren gleichzeitig die größte Schwäche dieser Konstruktionsweise: Störgeräusche, die zum Beispiel bei den Ausgleichsbewegungen der Autofokus-Motoren oder beim Betätigen der Bedienelemente entstehen, werden direkt aufgezeichnet.

Nicht so beim Camcorder: Hier findet sich meist ein deutlich exponierteres Mikro, das darüber hinaus in einigem Abstand vom Objektiv sowie von den Einstellrädchen angebracht ist. Das reduziert störende Bediengeräusche, macht den Ton aber anfälliger für Windgeräusche. Dem wirkt in den meisten Fällen ein aufsteckbarer Windschutz entgegen, der die deutlich größeren Tonkapseln effizient abschirmt. Doch auch bei der Audioqualität gibt es deutliche Unterschiede. Während Fotokameras in der Regel nur in Stereo – also mit zwei Kanälen – aufzeichnen, besitzen semiprofessionelle und professionelle Camcorder mehrere Spuren oder speichern den Ton gleich in einer 6-Kanal-Surround-Abmischung.

Apropos Aufnahme: Lange Zeit war aus zollrechtlichen Gründen die durchgängige Aufnahmedauer bei Fotokameras auf 30 Minuten begrenzt. Kameras, die länger aufzeichnen konnten, wurden höher besteuert. Diese Sonderregelung wurde allerdings im Juni dieses Jahres außer Kraft gesetzt. Fotokameras wie die Panasonic GH5 zeichnen bereits länger auf, bilden bislang aber noch die Ausnahme. Ein Problem, das Nutzern von Camcordern schlicht unbekannt ist. Die Länge der Filmaufnahme wird hier nur von der Kapazität der Speicherkarte und der Akkulaufzeit limitiert.

Und wo wir gerade bei der Ausdauer sind: Die Aufnahme von Bewegtbild belastet die Stromversorgung im Vergleich zum Fotografieren deutlich stärker. Mit ein Grund dafür, warum in den meisten Camcordern größere Akkus verbaut sind. Nicht selten verfügen diese Stromspender im Vergleich zu denen von herkömmlichen Fotokameras dann über die doppelte oder gar dreifache Kapazität.

Reaktionsschnell: Besonders beim Filmen von Sportveranstaltungen bringt die Montage einer Kamera auf einem Stativ klare Vorteile. Der Filmer ist deutlich flexibler und kann dynamische Szenen viel besser einfangen.


Es liegt in der Hand des Filmers

Ein sehr deutlicher Unterschied zwischen Film- und Fotoaufnahmen zeigt sich bei den jeweiligen Anforderungen an das Handling und die Bedienung. Die somit ganz speziellen Bedürfnisse von Filmern beziehungsweise Fotografen führen bei den Gehäusen zu einer sehr unterschiedlichen Bauform.

Typischerweise ist eine Fotokamera in einer Art Querformat aufgebaut: Die rechte Hand ergreift das Gehäuse, bedient den Auslöser und die verschiedenen Bedienelemente. Die linke Hand trägt das Gewicht der Kamera und nimmt Justierungen am Objektiv vor – zur Verlagerung der Schärfe oder einer Veränderung der Brennweite. Dagegen ist ein typischer Camcorder meist in einem eher länglichen Format gefertigt. An der Oberseite findet sich oft auch ein Handgriff, auf dem sich die wichtigsten Bedienelemente versammeln. All das bringt beim Filmen Vorteile: Zunächst kann der Filmer so wählen, welche Hand das Gewicht der Kamera trägt und welche Hand die Bedienung übernimmt. Die meist deutlich größeren Abmessungen erlauben auch den Einsatz auf der Schulter. Das sorgt für deutlich „ruhigere“ Aufnahmen, als es das freihändige Führen der Fotokamera ermöglicht. Der Nachteil: Die Mobilität leidet stark unter der größeren Bauform, und die Tatsache, dass sich das Objektiv eines Camcorders oft nicht abnehmen lässt, setzt eine deutlich größere Tasche für den Transport voraus.

Besonders Camcorder mit fest verbautem Objektiv verfügen meist noch über eine Besonderheit: Per Zoom-Wippe am Griff und mithilfe eines Servo-Motors im Objektiv lässt sich der komplette Brennweitenbereich per Tastendruck durchfahren – je nach Bedarf mit konstanter oder auch variabler Geschwindigkeit. Der Clou: Mithilfe einer Fernbedienung lässt sich die Zoom-Wippe beispielsweise auch auf den Griff eines Stativs verlegen. Bereits Camcorder im mittleren Preissegment bieten Anschlüsse, über die sich ähnliche Steuerungselemente auch für den Fokus und die Blende anschließen lassen. Das Ergebnis: Die Kamera sitzt fest auf dem Stativ, die Bedienung erfolgt komfortabel und präzise mit beiden Händen – ideal für die Aufzeichnung von Sportevents oder Bühnenveranstaltungen.

Wenn es richtig gut aussehen soll

Ein gewünschter Filmlook, etwa Aufnahmen mit geringer Schärfentiefe, oder auch das Ziel, die Personen im Bild freizustellen, sind mit der häufigste Grund, warum Filmer beim Videodreh trotz aller Vorteile eines Camcorders dennoch zu einer Fotokamera greifen. Die Möglichkeit, mit größeren Sensoren und Wechselobjektiven arbeiten zu können, bleibt aber schon lange nicht mehr nur Besitzern von DSLRs oder DSLMs vorbehalten. Zugegeben: Kleinbild- oder größere Sensoren sind in einer Videokamera nicht nur selten anzutreffen, sondern sie sind im Vergleich zu Fotokameras auch enorm teuer. So schlägt beispielsweise der mit einem Vollformat- Sensor ausgestattete Camcorder Sony VG900 mit rund 3.300 Euro zu Buche. Systeme anderer Hersteller erreichen gar fünfstellige Anschaffungspreise.

Deutlich erschwinglicher sind Geräte mit sogenanntem Super-35-mm-Sensor: Hier entspricht die Größe des Bildchips in etwa dem bei Fotografen geläufigen APS-C-Format. Lichtstarke Objektive ermöglichen auch hier eine angenehme Unschärfe im Hintergrund. Im Consumerbereich weit verbreitet sind aber deutlich kleinere Sensoren, die für die Aufzeichnung und Eigenschaften von Bewegtbild optimiert sind. So verfügt der Profi-Camcorder XF705 von Canon (ca. 6.700 Euro) über einen angepassten 1-Zoll-Sensor – ein Bildchip, den Fotografen meist nur aus der Kompaktkamera-Klasse kennen. Dennoch liefert der Camcorder UHD-Videos mit bis zu 50 Bilder/Sek., 4:2:2 Pixel-Abtastung und 10 Bit Farbtiefe, kurz: Was die Videoqualität angeht, müssen sich Camcorder nicht hinter DSLRs und DSLMs verstecken, im Gegenteil: Dank einer deutlich geringeren Sensorauflösung und somit geringerem Bildrauschen, speziell angepasster Optiken sowie zusätzlicher Videofunktionen haben Filmkameras in vielerlei Hinsicht die Nase vorne.

Zubehör macht den Unterschied

Viele aktuelle DSLRs und DSLMs bieten unterschiedliche Anschlüsse, die gerade beim Drehen von Videos sehr praktisch sind. Dazu gehören beispielsweise HDMI- und Klinkenbuchsen. So lässt sich beispielsweise ein externer Bildrekorder oder auch ein Mikrofon mit den meisten Fotokameras ohne größeren Aufwand betreiben. Höherpreisige Modelle bieten dann noch einen zweiten Klinkenstecker für einen Kopfhörer. Ganz selten, wie zum Beispiel im Fall der Panasonic Lumix GH5S, finden wir einen Anschluss zur Synchronisation mehrerer Kameras über einen gemeinsamen Timecode.

Was das Anschließen von Peripherie- Geräten angeht, sind moderne Camcorder oder stark aufs Filmen ausgerichtete Kameras entschieden vielseitiger. Abgesehen davon, dass Mikro- und Kopfhörer-Anschluss hier zum Standard gehören, sind in vielen Fällen am Gehäuse eines Camcorders ein oder sogar mehrere XLR-Stecker zu finden. Professionelle Mikrofone lassen sich somit ohne Verwendung eines qualitätsmindernden Adapters direkt am Aufnahmegerät betreiben. Weiter kommt noch ein praktisches Ton-Interface mit Schaltern und Reglern hinzu, um so den Ton direkt am Camcorder zu pegeln beziehungsweise einzustellen.

Profi-Modelle bieten darüber hinaus eine Schnittstelle, die Besitzer von Fotokameras wahrscheinlich gar nicht kennen: den sogenannten SDI-Port: Das „Serial Digital Interface“ sendet unkomprimierte Bildinhalte, Timecode sowie weitere Aufnahmedaten mittels Koaxialkabel auch über größere Entfernungen von bis zu 100 Metern. Die Bandbreite von maximal 12 GBit pro Sekunde erlaubt beispielsweise, hochauflösendes UHD-Videomaterial in Echtzeit von der Kamera direkt zu einem Schnittplatz zu übertragen – perfekt für Live-Übertragungen oder das gleichzeitige Filmen einer Veranstaltung mit mehreren Kameras.

Profi- oder Gelegenheitsfilmer?

Wer seinen Schwerpunkt beim Filmen statt beim Fotografieren sieht, der ist nach wie vor gut beraten, echte Videokameras bei der Kaufentscheidung zu berücksichtigen. Ähnlich wie beim Foto-Equipment gilt aber auch bei der Wahl des richtigen Camcorders, dass herausragende Leistung ihren Preis hat. Richtig teuer wird es bereits in der Semi-Profi-Liga: Mittlere, vierstellige Preise für ein System mit passender Optik sind hier leider keine Seltenheit; im Grunde vergleichbar mit modernen Kleinbildsystemen.

Für den gelegentlichen Videodreh lohnt sich eine echte Filmkamera am Ende wohl eher nicht. Spiegellose Kameras, ganz gleich in welchem Preissegment, bieten ein prima Gesamtpaket an und überzeugen in erster Linie durch ihre Flexibilität. Der Umkehrschluss funktioniert hier nicht, denn Camcorder eignen sich in aller Regel nicht gut zum Fotografieren.

Jedem Filmer die passende Kamera

Die Vielfalt an modernen Camcordern und Filmkameras ist nach wie vor groß. Hier finden Sie vier spannende Modelle samt Kurzbeschreibung.

BM Cinema Camera 4K

Die Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K ist hier gleich ein Sonderfall: Die Kamera ist im Querformat konstruiert und nimmt Objektive mit MFT-Bajonett auf – sehr praktisch. Der riesige 5-Zoll-Touchscreen erlaubt die Bildkontrolle, wenn in C4K mit bis zu 60 fps aufgezeichnet wird. Preis: rund 1.400 Euro. Die große Schwester der Pocket Cinema Camera mit dem Kürzel „6K“ kostet hingegen um die 2.600 Euro, liefert dafür aber auch 6K-Video und ist mit einem EF-Bajonett für die verbreiteten Canon-Objektive ausgestattet.

Panasonic HC-X1

Der Profi-Camcorder von Panasonic kommt äußerlich zunächst sehr klassisch daher. Im Inneren schlummert allerdings ein leistungsstarker 1-Zoll-Sensor, der UHD-Videos mit bis zu 60 fps aufzeichnet. Das fest verbaute 20-fach-Zoomobjektiv stammt von Leica. Ein integrierter ND-Filter, XLR-Anschlüsse für externe Mikrofone sowie zwei SD-Kartensteckplätze runden das Ausstattungspaket ab. Der Preis für das Profiwerkzeug beträgt rund 2.500 Euro.

Sony XDCAM PXW-FS5

Das unscheinbare Gehäuse dieser Filmkamera für Profis trügt: Nicht nur, dass der FS5 über einen großen „Super 35 mm“- Sensor und ein Bajonett für Sony-E-Mount- Objektive verfügt; ein vollwertiger HDMIsowie ein 3G-SDI-Anschluss machen die FS5 zur idealen Produktionskamera für Anwender mit gehobenen Ansprüchen. Besonders praktisch ist dabei der elektronisch verstellbare ND-Filter. Ein leistungsstarkes Gesamtpaket, dass allerdings zu einem stolzen Preis kommt: Rund 4.600 Euro werden für den FS5 fällig.

Canon EOS C200

Der modulare EOS C200 von Canon profitiert an erster Stelle vom EF-Bajonett; eine Vielzahl herausragender Foto-Objektive lässt sich mit der Profi-Kamera betreiben. Auch die technischen Eckdaten können sich sehen lassen: 4K-Videos mit bis zu 50 Bilder/Sek., hohe Datenraten im Video-RAW-Format, Dual- Pixel-Autofokus sowie ein großer „Super 35 mm“-Sensor machen den EOS C200 zu einem Arbeitstier. Der Preis: knapp 7.000 Euro.

1Ruhe Das Foto entstand bereits 60 Sekunden nach dem unteren und dennoch ist seine ruhige Ausstrahlung gewaltig.

2Unruhe Das Bild wirkt deutlich unruhiger als das obere. Gerade die harten Schatten der Bäume erzeugen zu viel Durcheinander.

MICHA PAWLITZKI

Micha Pawlitzki gehört zu Deutschlands bekanntesten und erfolgreichsten Fotografen. Jährlich publiziert der 46-Jährige vier bis sechs Bildbände und Kalender, veranstaltet circa 100 Foto-Workshops und -Reisen und arbeitet für namhafte Kunden wie Apple und BMW. Exklusiv in CHIP FOTO-VIDEO verrät er Profi-Tipps, wie Ihre Bilder noch besser werden. Mehr über Micha Pawlitzki erfahren Sie unter www.micha-pawlitzki.com


FOTO: DPMIKE/GETTY IMAGES

FOTO: FANGXIANUO/GETTY IMAGES