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CANON EOS 90D UND EOS M6 MARK II: 32,5 MP MIT UND OHNE SPIEGEL


fotoMAGAZIN - epaper ⋅ Ausgabe 100/2019 vom 06.09.2019

Mit der Spiegelreflexkamera EOS 90D und der spiegellosen EOS M6 Mark II bringt Canon zwei APS-C-Kameras, die einiges gemeinsam haben – unter anderem den neuen 32,5-Megapixel-Sensor. Wir konnten beide bereits kurz ausprobieren.


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Die EOS 90 (ca. 1300 Euro) ist wie ihre Vorgängerin gegen das Eindringen von Staub und Spritzwasser abgedichtet.


Neu auf der Rückseite der EOS 90D ist der AF-Joystick.


FOTOS: © CANON

Fangen wir mit den Gemeinsamkeiten an: Für den neuen CMOS-Sensor mit Rekordauflösung im APS-C-Bereich greift Canon auf einen neuen Fertigungsprozess zurück. Das Rauschen soll trotz der höheren ...

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... Auflösung auf dem Niveau der EOS 80D mit 24 Megapixeln liegen – die Empfindlichkeit reicht von ISO 100 bis 25.600 (erweiterbar auf 51.200). Wie gut die Bildqualität tatsächlich ist, werden wir voraussichtlich im nächsten fotoMAGAZIN in einem Labortest klären. Premiere in einer APS-CKamera von Canon hat auch die 4K-Videoaufzeichnung ohne Crop mit Dual Pixel CMOS AF (DPAF). Wer die virtuelle Brennweitenverlängerung vermisst, kann einen 1,2x-Crop zuschalten. Die 4K-Bildfrequenz liegt bei maximal 30p; Full-HDVideos gelingen mit höherer Frequenz – für Zeitlupen mit bis zu 120p, dann aber immer mit 1,2x-Crop und ohne AF-Nachführung. Aus Intervallaufnahmen können die Kameras 4K-Zeitraffervideos erstellen. Über HDMI lässt sich das Videosignal auf einem externen Monitor darstellen oder mit einem Rekorder aufzeichnen.

Der DPAF arbeitet in beiden Kameras (in der EOS 90D im Live-View) mit 5481 Messfeldern, die horizontal 88 % des Bildes abdecken, vertikal sogar 100 %. Die Empfindlichkeit reicht mit einem sehr lichtstarken Objektiv bis -5 EV, was ungefähr Mondlicht entspricht. Verbessert wurde die Augenerkennung. Beide Kameras sind – zusätzlich zum mechanischen Verschluss – mit einem E-Verschluss ausgestattet, der das lautlose Auslösen und kürzere Verschlusszeiten (bis zu 1/16.000 s) beherrscht. Der DIGIC-8-Bildprozessor ermöglicht außerdem die Integration einer Beugungskorrektur sowie der DLO-Funktion (Digital Lens Optimizer), welche bei JPEGs in der Kamera Unschärfen korrigiert, die durch Objektivaberrationen verursacht werden. Weitere Gemeinsamkeiten sind Fokus-Bracketing, das CR3-Format (wahlweise mit komprimiertem C-Raw), die Unterstützung für schnelle UHS-II-SD-Karten sowie Bluetooth und WLAN zur drahtlosen Kommunikation.

EOS 90D mit 11 Bildern/s

Dass Canon die Spiegelreflexkunden nicht vergisst, zeigt die EOS 90D, welche die EOS 80D ablöst. Äußerlich unterscheidet sie sich nur wenig von ihrer Vorgängerin. Die Abmessungen sind fast identisch, das Gewicht des aus Aluminium und glasfaserverstärktem Polykarbonat bestehenden Gehäuses wurde von 730 auf 701 Gramm reduziert. Die Dichtungen gegen Staub und Spritzwasser entsprechen der EOS 80D. Sehr gut gefallen hat uns im ersten Praxistest der neue Joystick, mit dem sich schnell das AF-Messfeld verschieben lässt.
Apropos Autofokus: Der Sucher-AF arbeitet unverändert mit 45 Kreuzsensoren und stellt bis -3 EV scharf. Beim Einsatz von Telekonverten funktioniert er auch bei einer Gesamtlichtstärke von 1:8 noch. Der Sucher mit Glasprisma deckt wie gehabt 100 % des Bildfeldes ab und hat eine 0,95fache Vergrößerung. Der vollständig dreh-und schwenkbare Touchscreen-Monitor ist ebenfalls aus der EOS 80D bekannt: Er hat eine Diagonale von 3,0 Zoll und löst 1,04 Mio. Punkte auf. Verbessert wurde der Belichtungssensor, der nun 222.000 Pixel (RGB und IR) mitbringt und im Rahmen von Canons iTracking-Technologie die Gesichtserkennung auch im Sucherbetrieb unterstützt. Der Live-View-AF erkennt nicht nur das Gesicht, sondern auch Augen. Deutlich zugelegt hat die Seriengeschwindigkeit. Während die EOS 80D maximal 7 Bilder/s schießt, sind es bei der EOS 90D im Sucherbetrieb 10 Bilder/s mit AF-Nachführung (rund 58 JPEGs, 23 Raws und 36 C-Raws in Folge). Im Live-View sind sogar 11 Bilder/s möglich, mit AF sinkt die Rate hier allerdings auf 7 B/s. Der mechanische Verschluss ist für 1/8000 s und eine Synchronzeit von 1/250 s ausgelegt.
Per Klinkenbuchsen lassen sich Kopfhörer und Mikrofon anschließen. Die Laufzeit des Akkus (LP-E6N wie in der 80D) hat Canon fast verdoppelt. Er liefert nun Strom für 1860 Aufnahmen. Da ist es zu verschmerzen, dass er sich nicht über die Micro-USB-Schnittstelle laden lässt.

EOS M6 Mark II mit 14 Bildern/s

Auch die EOS M6 Mark II ähnelt ihrer Vorgängerin. Sie ist natürlich deutlich leichter als die EOS 90D (408 Gramm), was nicht nur an der spiegellosen Bauweise liegt, sondern auch daran, dass sie keinen eingebauten Sucher hat. Dieser lässt sich in Form eines Aufstecksuchers nachrüsten (EVF-DC1 und EVF-DC2), blockiert dann aber den Blitzschuh. Neu ist auf der Rückseite der Umschalter zwischen AF und MF, mit integrierter AF-on-Taste. Mit ihrem kleinen Griff liegt die neue M gut in der Hand und auch sonst ist die Bedienung mit mehreren Einstellrädern und dem konsequenten Touchscreen-Konzept gut gelöst. Der 3,0-Zoll-Monitor lässt sich um 180 Grad nach oben und 45 Grad nach unten kippen.

Canon EOS M6 Mark II aufgenommen mit der EOS 90D. Links sieht man die Kamera mit Aufstecksucher. Auf der Rückseite ist der MF/ AF-Hebel neu.


FOTOS: © ANDREAS JORDAN

Bei Serienbildern erreicht die M6 II sogar eine Frequenz von 14 Bildern/s (rund 80 JPEGs in Folge) und das mit Servo-AF und mechanischem Verschluss. Dieser ermöglicht eine kürzeste Belichtungszeit von 1/4000 s. Bereits aus den Kompaktkameras PowerShot G7X Mark III und G5 X Mark II (siehe Test Seite 96) bekannt ist die neue Raw-Burst-Funktion. Hierbei nimmt die Kamera knapp 3 Sekunden lang mit 30 Bildern/s auf, allerdings mit einem starken Crop, der die Auflösung auf 18 Megapixel reduziert. Das Ergebnis wird in eine Raw-Datei geschrieben, aus der sich in der Kamera einzelne Bilder extrahieren lassen – alternativ geht das auch in Canons Raw-Konverter Digital Photo Professional. Der Akku liefert Strom für 305 Aufnahmen (410 im Eco-Modus) und lässt sich über USB-C laden. Für Videoaufnahmen ist eine Mikrofon-, aber keine Kopfhörerschnittstelle integriert.

Preise, Verfügbarkeit und Firmware-Updates

Die EOS 90D ist ab Mitte September für rund 1300 Euro erhältlich. Ein Kit mit dem EF-S 3,5-5,6/18-55 mm IS STM kostet ca. 1400 Euro, das höherwertige Kit mit dem EF-S 3,5-5,6/18-135 mm IS USM rund 1700 Euro. Für die EOS M6 Mark II werden ab Ende September ca. 930 Euro fällig. Zusätzlich bietet Canon ein Kit mit dem EF-M 3,5-6,3/15-45 mm IS STM und dem Sucher EVF-DC2 für rund 1200 Euro an.
Ebenfalls im September bringt Canon Firmware-Updates für die spiegellosen Vollformatkameras EOS R und EOS RP heraus, die den Autofokus in drei Punkten verbessern:
• Der Augen-AF wird präziser: Es reicht
nun, wenn das Auge 3 % statt 13 % bis 15 % des Bildes abdeckt.
• Auch kleine Motive werden vom AFTracking erfasst.
• Der AF-Rahmen wird mit geringerer Verzögerung dargestellt.Andreas Jordan

KOMMENTAR

ANDREAS JORDAN Leitender Redakteur Test & Technik


Spiegelreflex lebt

Totgesagte leben ja angeblich länger. Das könnte auch für Spiegelreflexkameras gelten. Mit der EOS 90D zeigt Canon jedenfalls, dass es in diesem Segment weitergeht – und zwar nicht nur mit lieblosen kosmetischen Änderungen. Mit optischem Sucher, schnellem Live-View-AF und Technologien wie dem lautlosen Auslösen mit elektronischem Verschluss kombiniert die EOS 90D die Vorteile von SLRs und spiegellosen Kameras. Der Käufer muss also nicht fürchten, in veraltete Technik zu investieren. Etwas anders sieht es bei der Objektiventwicklung aus. Hier wird Canon nicht müde, die Vorteile des geringeren Auflagemaßes seines spiegellosen Vollformatsystems zu betonen und mit einer höheren Abbildungsleistung zu werben (siehe Objektivnews, Seite 87). Diese hat allerdings auch ihren (hohen) Preis. Bei Spiegelreflexobjektiven kommt der Fotograf wohl noch einige Jahre in den Genuss der größere Objektivauswahl – auch zu günstigen Preisen.

CANON RF-OBJEKTIVE: PROFIZOOMS

Sowohl das Ultraweitwinkelzoom (oben) als auch das Standardzoom kosten knapp 2500 Euro.


Wichtiges Objektivduo für engagierte Fotografen nun verfügbar.

LAOWA 2,8/4 mm FISHEYE MFT: 210 GRAD

Besonders leicht: Laowa 2,8/4 mm Fisheye.


Wem das Laowa C-Dreamer 2/7,5 mm MFT als Weitwinkel nicht reicht, der bekommt für seine Micro-Four-Thirds-Kamera nun eine neue Alternative: Das Laowa 2,8/4 mm Circular Fisheye MFT (rund 280 Euro) besitzt einen extremen Bildwinkel von 210 Grad und bildet das Foto kreisrund ab, was die schwarzen Bildecken zur Folge hat. Fotografischen Spielereien sind damit Tür und Tor geöffnet, beispielsweise lassen sich 360-Grad-Panoramaaufnahmen mit nur zwei Aufnahmen erledigen.
Nennenswerten Komfort besitzt das Fischauge nicht: Es verfügt weder über Autofokus noch elektronische Kontakte, daher sind bei der Schärfeneinstellung und Blendenvorwahl Handarbeit gefragt. Das geringe Gewicht von nur 135 Gramm macht das 2,8/4 mm Circular Fisheye MFT auch Drohnentauglich. Die Nahgrenze beträgt nur 8 cm.

LEICA APO-SUMMICRON-SL 2/50 mm: ZUWACHS

Eine hohe Bildqualität verspricht das SL 2/50 mm.


FOTOS: © HERSTELLER

Das ursprünglich schon für 2018 vorgesehene Objektiv Leica APO-Summicron-SL 2/50 mm Asph.ist jetzt erhältlich. Es ist für Vollformatkameras mit L-Bajonett geeignet, die es von Leica, Panasonic und (bald) Sigma gibt. Laut Leica setzt die Neuheit Maßstäbe und qualifiziert sich als neue Referenz unter den Standardbrennweiten. Schon bei voll geöffneter Blende soll ein Höchstmaß an Bildqualität erreichbar sein, sodass Abblenden ein reines Stilmittel für die Bildgestaltung sei. Drei Linsen mit asphärischer Oberfläche sollen dazu beitragen, einen überragenden Detailkontrast und Scharfzeichnung bis in die Ränder der verzeichnungsfreien Bilder zu erzielen. Der Schrittmotor mit DSD (Dual Syncro Drive) kann den gesamten Fokussierbereich in rund 250 Millisekunden durchfahren. Das APO-Summicron-SL 2/50 mm Asph.besitzt einen Staub-und Spritzwasserschutz und die Aquadura-Beschichtung auf den äußeren Linsenelementen. Als ältere und lichtstärkere Variante gibt es von Leica das Summilux-SL 1,4/50 mm Asph.für rund 4800 Euro. Das vergleichsweise lichtschwache Standardobjektiv Leica APO-Summicron-SL 2/50 mm Asph.kostet mit 4200 Euro nur 600 Euro weniger.

NIKON NIKKOR Z 1,8/85 mm S: FÜR PORTRAITS

Auffällig beim Z-Nikkor ist der breite Fokussierring.


Nikon arbeitet seine Roadmap ab: In diesen Tagen kommt die erste Telebrennweite zum spiegellosen Z-System, das Nikkor Z 1,8/85 mm S. Als typisches Portraitobjektiv ist das Nikon Nikkor Z 1,8/85 mm S sehr lichtstark. In Verbindung mit der neuen Funktion der Nikon-Z-Kameras zur Augenerkennung soll das Auge oder das Gesicht der Person sogar in einer Menschenmenge verfolgt werden können.
Nikon preist sowohl die Schärfe über das gesamte Bildfeld als auch das natürliche Bokeh des 85ers, also die Art der Unschärfe, an. Seine Antireflex-Nanokristallvergütung soll auch in Gegenlichtsituationen für klare Bilder sorgen. Wie bei S-Objektiven üblich, ist auch dieses an allen beweglichen Teilen vor dem Eindringen von Staub oder Feuchtigkeit geschützt. Den Autofokus treibt ein sehr leises Multi-Focusing-System an, bei dem das „Focus Breathing“ weitestgehend beseitigt wurde. Der Fokussierring kann über die Kamera umprogrammiert werden und dann als Blendenring oder zur Belichtungskorrektur verwendet werden. Das Nikon Nikkor Z 1,8/85 mm S kostet knapp 900 Euro.

PAINTSHOP PRO 2020: BILDBEARBEITUNG MIT ZUGABEN

Neu in beiden PaintShop-Pro-Versionen ist der Arbeitsbereich „Fotografie“.


BILD: © COREL

Corel bringt PaintShop Pro 2020 in zwei Versionen auf den Markt. Die erweiterte Ultimate-Variante kommt mit vielen Zusatz-Tools.

Die Basis-Version PaintShop Pro 2020 kostet ca. 70 Euro, das Ultimate-Paket knapp 90 Euro. Beide bringen Verbesserungen bei Leistung, Geschwindigkeit, Workflow, Werkzeugen und Funktionen.
So gibt es einen neuen Arbeitsbereich „Fotografie“, der sich auch per Touchscreen bedienen lässt. Neue Werkzeuge und Funktionen sind beispielsweise „Smart-Clone“, der Verfeinerungspinsel und das Kopieren und Einfügen von Ebenenstilen.
Optimiert wurden das Textwerkzeug, die Präzision der Schärfentiefe und die Geschwindigkeit von Pic-to-Painting. Mit der neuen, inhaltssensitiven SmartClone-Funktion lassen sich Elemente aus mehreren Bildern zusammenfügen und in ein Bild integrieren.
Die Ultimate-Version bietet folgende Zusatzprogramme:
• GRFX Studio bietet Zugriff auf über 700 Fotoeffekte.
• Parallels Toolbox optimiert den Computer.
• PhotoMirage Express erstellt aus Fotos Animationen.
• Painter Essentials 6 ist ein Malprogramm.
• After Shot 3 dient speziell der Raw-Konvertierung.
• Creative Collection enthält zahlreiche Pinsel, Strukturen und Hintergründe. Beide Versionen von Paint-Shop Pro 2020 laufen unter Windows (ab Version 7).aj

KENKO AI FLASH AB600-R: INTELLIGENTER BLITZ

Den Kenko II Flash AB600R gibt es für Canon, Nikon und Sony.


FOTO: © KENKO

Der Kenko AI Flash AB600-R scheint ähnlich zu funktionieren wie der im Februar 2018 vorgestellte Speedlite 470EX-AI von Canon. Hierbei wird mit Hilfe eines Testblitzes der perfekte Winkel für das indirekte Blitzen gegen die Decke berechnet und der Blitzkopf per Motor entsprechend ausgerichtet. Der jetzt von Cullmann vertriebene Kenko-Blitz hat eine Leitzahl von 60 (ISO 100 bei 200 mm) und leuchtet 20 bis 200 mm aus (8 mm mit Streuscheibe). Der Blitzkopf lässt sich horizontal um 180 Grad in jede Richtung und vertikal um 120 Grad kippen. Unterstützt wird auch der Stroboskop-und der HSS-Betrieb. Über eine 2,4 GHz-Funksteuerung lässt sich der Blitz als Sender und Empfänger nutzen. Strom liefern vier AA-Batterien bzw. Akkus. Der AI Flash AB600-R ist für Canon und Nikon zum Preis von ca. 400 Euro erhältlich. Die Sony-Variante soll Ende August folgen.aj

MEYER-OPTIK GÖRLITZ: BALD GEHT ES WEITER

Zuerst kommt die Neuauflage des Trioplan 2,8/100 mm.


FOTO: © MEYER-OPTIK GÖRLITZ

Ende 2018 hatte OPC Optics aus Bad Kreuznach die Meyer-Optik-Görlitz-Sparte von der insolventen net SE übernommen. Nun wurden die Pläne für die Neuauflage einiger Objektive konkretisiert. Die ersten neuaufgelegten Objektive sollen im Spätsommer verfügbar sein. Als erstes will OPC das Trioplan 100 II vorstellen, dessen Prototypen gerade getestet werden, wonach die Serienproduktion starten soll.
Auch die Objektive Trioplan 50 / 35+, Lydith 30 und Primoplan 58 / 75 werden aktuell überarbeitet. Das Trioplan 50 soll als nächstes fertiggestellt werden. Bei ihm hat OPC Mechanik, Außengeometrie und die optische Rechnung überabeitet. Es folgen das Lydith 30 und das Primoplan 75. Mit dem Primoplan 58 und dem Trioplan 35+ sollen die Optimierungsarbeiten dann abgeschlossen werden. Die Preise der neuen Objektive stehen noch nicht fest. Neben den Überarbeitungen sollen auch vollständig neue Objektive auf den Markt kommen. Noch in diesem Jahr beispielsweise das Primagon 2/50 mm mit acht Linsen in sechs Gruppen.

TECHNIK-TICKER

SICHERHEITSLÜCKEN BEI CANON

Sicherheitsexperten haben dokumentiert, dass sich bei einigen Canon-Kameras über WLAN und das PTP-Protokoll Ransomware installieren lässt, die Dateien verschlüsselt und erst gegen Zahlung eines Lösegeldes wieder freigibt. Canon hat bereits mit einem Firmware-Update für die EOS 80D reagiert, weitere Updates sollen folgen.

BIS ZU 108 MEGAPIXEL IM SMARTPHONE

Xiaomi hat angekündigt, zukünftig den 64-MP-ISOCELL-Sensor in 1/1,7-Zoll-Format von Samsung nutzen zu wollen. Für Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen kann er vier Pixel zu einem größeren zusammenfassen; es stehen dann also 16 MP zur Verfügung. Später sollen auch 108-MP-ISOCELL-Sensoren von Samsung zum Einsatz kommen. Diese sind etwas größer (1/1,33 Zoll) und haben daher die gleiche Pixelgröße (0,8 μm).

VIEWSONIC BRINGT 34-ZOLL-MONITOR

Mit dem VP3481 bietet ViewSonic einen großen Monitor mit WQHD-Auflösung (3440 x 1440 Pixel) an, der sich an Grafiker und Fotografen richtet. Sein gekrümmtes SuperClear-IPSPanel wird werksseitig für 100 % sRGB und Delta E <2 kalibriert. Für eine überzeugende Farbdarstellung soll die 14-Bit-Look-up-Table sorgen und auch HDR10 ist kompatibel. Als Schnittstellen stehen USB-C/3.1, DisplayPort und HDMI zur Verfügung. Der Preis liegt bei 780 Euro.

X-RITE I1PHOTO PRO 3

Die neue Farbmesslösung von X-Rite soll sich auch zur Profilierung von Medien mit strukturierten und spiegelnden Oberflächen eignen. Das Spektralfotometer hat unter anderem eine größere Öffnung und ein Polarisationsfilter. Weitere Merkmale: LED-Beleuchtung, Profilierung von transparenten Materialien und Kalibrierung von ultrahellen Displays. Der Preis liegt bei ca. 2380 Euro.

GIMBALS VON BENRO, ROLLEI UND ZHIYUN: AUCH FÜR SYSTEMKAMERAS

Zhiyun Crane-M2, Benro 3XS Lite und Rollei GO! DSLM Gimbal (v.l.n.r.).


FOTOS: © HERSTELLER

Benro, Rollei und Zhiyun haben neue Gimbals mit (teilweise) mehr Tragkraft vorgestellt.

Die Halterungen, die Kameras beim Fotografieren und besonders beim Filmen per Elektromotor stabilisieren und damit für ruhige Aufnahmen sorgen, eignen sich vom Smartphone bis hin zur nicht zu schweren Systemkamera.
BeiBenro stellt der3XS Lite den Auftakt zur neuen X-Serie dar. Mit einem Gewicht von 430 g und – zusammengelegt – geringer Größe kann der 3XS Lite ein ständiger Begleiter sein. Mit einer Taste wechselt der Benutzer von Hoch-auf Querformat und wieder zurück. Viele Funktionen können direkt vom Gimbal aus aufgerufen werden. Der Benro 3XS Lite trägt Smartphones mit einem Gewicht von bis zu 290 g und kostet rund 100 Euro.
Zusammenklappbar ist auch derCrane-M2 vonZhiyun . Er ist deutlich größer und tragfähiger als der Benro-Gimbal und besitzt eine Schnellwechselkupplung, die (beim Verwenden mehrerer Kupplungsplatten) den Wechsel von Geräten beschleunigt. Eine Skalenmarkierung und Positionsspeichersperre sorgen dafür, dass das Ausbalancieren und Einrichten sehr flott funktionieren.
Mit einer verbesserten Kamerasteuerung über WLAN und Bluetooth, neuen Videoaufnahmemodi, einer Akkulaufzeit von acht Stunden und einfacher Bedienung des OLED-Displays ist der Crane-M2 ein Allroundtalent. Er ist für ca. 290 Euro verfügbar. Ausgewachsene Kameras mit einem Gewicht ab 300 g bis zu 1,8 kg trägt derRollei GO! DSLM Gimbal . Er ist kompatibel mit vielen Kameralinien. Ausgestattet ist der GO! DSLM Gimbal (knapp 230 Euro) mit diversen Funktionen: Der Inception Mode sorgt für erstaunliche 360-Grad-Drehungen auf der Rollachse, während der Sport-Modus für das Filmen von rasanten Bewegungen vorgesehen ist. Die Auto-Tuning-Funktion des Gimbals justiert automatisch die Motoren in einer gewünschten Einstellung. Mit der App für Smart-Geräte steuert der Videofilmer den Gimbal einfach und schnell. Als Zubehör gibt es den „Dual Handle“ für zwei Hände und den „Controller“, der für eine präzise Steuerung sorgt und mit Motion Control ausgestattet ist.lat

NOKIA 7.2: DREI PLUS EINE

Das Nokia 7.2 wird noch im September in drei Farben (Eis, Grün, Holzkohle) erhältlich sein.


Das neue Mittelklasse-Smartphone Nokia 7.2 wartet statt mit fünf Kameras (wie das Flaggschiff Nokia 9) mit drei Kameras auf der Rückseite auf: eine Hauptkamera mit f/1,79 und 48 Megapixeln, eine Weitwinkelkamera mit f/2,2 und 8 MP sowie ein Tiefensensor mit f/2,2 und 5 MP. Die Frontkamera löst 20 MP auf. Gegenüber dem Vorgänger 7.1 wurde die komplette Foto-Einheit modifiziert. Ein optischer Bildstabilisator ist in keinem der Zeiss-Objektive verbaut, stattdessen gibt es einen elektronischen Stabilisator und drei Zeiss-Bokeh-Modi, die u.a.für schöne Unschärfe im Vorder-und Hintergrund sorgen. Das Android Pie-Phone besitzt ein 6,3-Zoll-Pure-Display mit Full-HD+, sein Akku leistet 3500 mAh. Das 7.2 kommt in zwei Ausstattungsvarianten: mit 4 GB RAM/64 GB ROM für 299 und mit 6 GB RAM/128 ROM für 349 Euro (UVP), der Speicher kann erweitert werden.


FOTOS: © NOKIA