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CD-Rezensionen


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guitar acoustic - epaper ⋅ Ausgabe 6/2022 vom 07.10.2022

Platte des Monats

Charley Crockett The Man From Waco

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Bildquelle: guitar acoustic, Ausgabe 6/2022

(Thirty Tigers)

Charley Crockett ist mit elf Veröffentlichungen einer der fleißigsten Musiker der jungen Country- und Americana-Szene. Trotz des immensen Outputs regiert bei Crockett kompositorische Qualität statt Quantität. Packende Geschichten geben sich mit griffigen Melodien und einer stets im Dienste des Songs stehenden Instrumentierung die Klinke in die Hand. Dank der komplett im Bandgefüge live im Studio auf Magnetband aufgenommenen Nummern versprüht sein aktuelles Album ein durch die Bank warmes und über alle Maßen authentisches Old-School-Feeling.

(cf)

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Mário Pacheco Livre

(PG Booking/Galile

Mário Pacheco ist einer der ganz Großen des portugiesischen Fado. Die klassische Gitarrenmusik, die er von seinem auf dem Gebiet ebenfalls berühmten Vater in die Wiege gelegt bekam, verfeinerte er und zeigt sich auf Livre extrem frei in der ...

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... Interaktion auch mit Musikern anderer Genres – darunter mehrfache Grammyund Oscar-Preisträger wie Jacques Morelenbaum, Javier Limón oder Gustavo Santaolalla. Der 69-jährige bietet dabei durchweg Eigenkompositionen mit cineastischer Atmosphäre und frischen Ansätzen. Die Produktion ist aufwendig und hochästhetisch.

(phi)

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Turin Breaks Wide-Eyed Nowhere

(Cooking Vinyl/The Orchard/ Indigo)

Das vierköpfige Quartett aus Südlondon begeistert auch 21 Jahre nach seinem Debütalbum mit einem hochraffinierten und unverwechselbarem Sound aus satten Akustik-Gitarren, auf der sie ihren einzigartigen, mehrschichtigen Groove-Sound aufbauen. Die leidenschaftlichen Hooks auf Wide-Eyed Nowhere reißen einen von der ersten Minute an mit. Das Rezept klingt zeitlos. Sogar so zeitlos, dass es die Band vermag, ein paar Britpopartige Retro-Momente einzubauen – auf die Art, wie man in den Neunzigern die Sechziger interpretierte. (phi)

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Willie Carlisle Peculiar, Missouri

(Free Dirt Records/Galileo)

Es gibt nicht allzu viele Musiker, die es vermögen ein Genre, zu lieben, dieses meisterhaft zu beherrschen und dann noch in der Lage zu sein mit dem Schindluder abzurechnen, dass man mit ihm (dem Genre) betrieben hat. Willie Carlisle spielt einen eingängigen Country-Folk, den er mit überragender Leidenschaft, Kunstfertigkeit sowie einem Geschmacks- und Traditionsbewusstsein umsetzt. Darüber thront das ambitionierte Ziel gedankliche Gräben in der amerikanischen Seele zu überwinden. Ein starkes Stück mit viel Seele und einer positiven Message.

(phi)

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Lissie Carving Canyons

(Lionboy Records/ The Orchard)

Erst eine weltweite Pandemie und inmitten dessen auch noch eine Trennung, all das verarbeitet die in Iowa geborene Songwriterin Lissie erst in der Einsamkeit ihrer Farm, dann in Nashville mit vorwiegend weiblichen Sonwriter-Kolleginnen wie Madi Diaz, Morgan Nagler oder Sarah Buxton. Herausgekommen ist ein Songwriter-Album, das mit Songs wie „Flowers“ „Unlock The Chains“ und „Chasing The Sun“ gekonnt den Spagat zwischen akustischen Kleinod-Songs und melancholischem Country-Pop schafft – ohne dabei die Kitschgrenze zu überschreiten.

(mth)

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Bells Larsen Good Grief

(Next Door Records)

Bells Larsens Debütalbum Good Grief behandelt die verschiedenen Aspekte von tiefer Trauer und Verlust. Von MusikerInnen wie Adrianne Lenker oder Sufjan Stevens inspiriert, ist eine melodiöse, melancholische Platte entstanden. Mit sanften Gitarrenklängen und ehrlichen Texten erzählt Bells vom Tod der ersten Liebe, der eigenen Depression und dem Auf und Ab queerer Liebesbeziehungen. Bells zartes Singen unterstreicht das erzählerische Talent, das das Album so besonders macht. Ein Debüt, das sofort tief ins Herz geht und dort auch für eine Weile bleibt.

(gf)

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Peter Schreiner & die Relevanz 1

(Donnerwetter Musik)

Der bayerische Liedermacher, Gitarrist und Sänger präsentiert auf seinem Debüt einen starken Stilmix aus Rock, Blues, Singer/Songwriter, Irish-Folk und bayerischer Folklore. Der Song „Narben“ ist mit seinem flotten Piano- und Saxofon-Part ein Song, der leicht an treibende Springsteen-Nummern erinnert, die Nummer „Sommerregen“ trumpft mit einem schönen Beatles-Chorus auf, und „Vaterland“ zeigt, dass in den Liedern Schreiners Haltung eine wichtige Rolle spielt. Eine außergewöhnlicher Strauss schöner und ehrlicher Songs.

(mth)

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Wade Bowen Somewhere Between The Secret And The Truth

(Bowen Sounds/Thirty Tigers/ Membran)

Aus der Zwangspause einer weltweiten Pandemie heraus, kann auch ein kreativer Schub entstehen. Das beweist der Texaner Wade. Hier sind es die kleinen Geschichten und ihre Dramen wie in „Honky Tonk Roll“ die der Texaner fernab von jeglichem oft überproduzierten Nashville-Kitschs auf seiner Gitarre besingt und in einer Authentizität darbietet, die man zuletzt bei Kollegen wie Vince Gill hören konnte. Kein Wunder also, dass der sich hier bei „A Guitar, A Singer And A Song“ Wade als Gast die Ehre gibt.

(mth)

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Carmen Souza Interconnectedness

(Galileo MC)

Einen ebenso lautmalerischen wie verspielten kapverdischen Latin-Jazz bietet die Londonerin Carmen Souza auf ihrem neuen Album „Interconnectedness“. Souza legt auf ihrer Nylongitarre ausgefeilte Rhythmen vor, die eine illustre Mitmusikerschaft kunterbunt auszubauen weiß. Auch stimmlich und in Sachen Melodieführung verzaubert die 41-Jährige auf voller Linie. Für jeden, der auf World Music steht und sich den Herbst mit Wärme und Unbeschwertheit versüßen möchte, ist dieses schöne Album eine unbedingte Empfehlung.

(phi)

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Jake Blount The New Faith

(Smithsonian Folkways/Galileo)

Jake Blount, seines Zeichens Gelehrter der afroamerikanischen Musik, bietet auf The New Faith eine dystopische Afrofuturismus-Erzählung mit spiritueller Prägung. Es geht auf dem Konzept-Album um eine nicht allzu ferne Zukunft, in der afrikanische Flüchtlinge in Amerika stranden, nachdem die Zivilisation aufgrund des Klimawandels zusammengebrochen ist. Musikalisch arbeitet Blount die tiefe Verbundenheit uralter afrikanischer Spirituals afroamerikanischer Musik auf die Roots-Musik und Americana heraus. Hier bietet sich ein hochspannendes Werk.

(phi)

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Plains I Walked With You A Ways

(Anti-)

Plains ist die Kollaboration zweier Musikerinnen: Katie Crutchfield, besser bekannt als Waxahatchee, deren Indie-Rock sich in den letzten Jahren immer mehr dem Country angenähert hat und Jess Williamson, deren bestechend schöner Folk-Pop dem Country ebenfalls nie gänzlich abgeneigt gewesen ist. Zusammen haben sie nun ein Country-Album gemacht, auf dem Crutchfield ihr Talent für Melodien voll ausspielen kann, während Williamson ein wenig zu sehr in die Genre-Klischee-Kiste greift. Durch die hervorragende Instrumentierung kann man das jedoch gerne verzeihen.

(bw)

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Courtney Marie Andrews Loose Future

(Fat Possum)

Mit ihrem bereits neunten Album Loose Future bringt die amerikanische Musikerin Courtney Marie Andrews pünktlich zum Herbstanfang den Sommer zurück. Mit ihrem bisher optimistischsten Album verarbeitet sie die letzten Jahre der Isolation auf eine erfrischend positive Weise. Zusammen mit dem virtuosen Schlagzeuger Chris Bear (Grizzly Bear) und ihrem Produzenten Sam Evian (Big Thief) überschreitet sie die Grenzen des Americana-Genres. Ob auf der Gitarre oder am Keyboard – Courtneys poetische Musik bleibt noch lange nach dem Hören im Ohr.

(gf)

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Terry Lee Hale The Gristle & Bone Affair

(Glitterhouse Records/Indigo)

Die Songs des in Marseille in Frankreich lebenden Amerikaners Hale strotzen vor Weite, Sehnsucht und einer stets vorherrschende Melancholie. Seine Akustikgitarre ist sehr schön mittig mit viel Reverb im Mix positioniert und verleiht seinen Songs das Fundament. Das schwebende Instrumental „Doesn’t Matter Anymore“ kommt im Kontext der Platte sogar komplett ohne Stimme aus. Hales Stimme changiert bei den restlichen Songs zwischen Americana und etwas Chanson, und erinnert bei einem Song wie „Gone“ sogar etwas an Neil Diamond. Die passende Platte für den Herbst.

(mth)

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Sylvie Sylvie

(Full Time Hobby)

Der in Süd-Kalifornien lebende Ben Schwab findet eine Schachtel mit Kassetten von 1975. Darauf zu hören: Alte Demo-Songs der Band seines Vaters. Ben macht sich mit einigen Freunden daran, diese Demos auszuarbeiten und hält sich dabei an die gefühlvolle Klangästhetik der Laurel-Canyon-Folk-Szene der 70er. Heraus kommt eine echte Zeitkapsel, die mit den sanft angeschlagenen Akustikgitarren, dem Harmoniegesang und der auch sonst sehr authentischen Instrumentierung einer vergangenen Ära ausstaffiert ist.

(bw)

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Florist Florist

(Double Double Whammy)

Das Band-Projekt Florist aus Brooklyn hat in den letzten Jahren immer mal wieder die Zusammensetzung gewechselt. Doch für ihr selbstbetiteltes, viertes Album sind wieder alle Gründungsmitglieder am Start. Mit einem starken Fokus auf die Instrumentierung ist das Album zu einem fesselnden Gesamtwerk geworden. Die akustischen Gitarrenklänge mischen sich mit Synthesizern und Blas- und Streichinstrumenten. Eine verträumte Platte, die auf eine einstündige Reise in die verschlungenen Tiefen der Lieder einlädt.

(gf)

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Marcel The née(mth), Gili Feigenbaum (gf), Bruno Wolf (bw), Philipp Opitz (phi), Chris Franzkowiak (cf)

Das war nix … ? ? ? ? ?

Puh … ? ? ? ? ?

Netter Versuch ? ? ? ? ?

Durchschnitt ? ? ? ? ?

Volltreffer ? ? ? ? ?

Geniestreich ? ? ? ? ?