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CHECKPOINT: ZEITLOS, ZÄH, UNENDLICH COOL


Träume Wagen - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 15.02.2019
Artikelbild für den Artikel "CHECKPOINT: ZEITLOS, ZÄH, UNENDLICH COOL" aus der Ausgabe 2/2019 von Träume Wagen. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Träume Wagen, Ausgabe 2/2019

Der galoppierende Mustang auf dem Kühlergrill ist Kult, seit seinem Erscheinen 1964 hat er Automobilgeschichte geschrieben. Zwar durfte der Mustang wegen Patentstreitigkeiten zwischen Ford und den deutschen Unternehmen Krupp und Kreidler in Deutschland zunächst nicht unter seinem Namen vertrieben werden - er wurde bei uns als „Ford T5“ angeboten - das tat aber seiner Beliebtheit keinen Abbruch. Im Gegenteil. Heute erreicht ein gut erhaltener Ford Mustang I astronomische Werte.
Fords Antwort auf die Corvette hatte ein einfaches Prinzip: vier Sitze, Gewicht um die 1.100 Kilo, Preis unter 2.500 Dollar. Der ...

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Der galoppierende Mustang auf dem Kühlergrill ist Kult, seit seinem Erscheinen 1964 hat er Automobilgeschichte geschrieben. Zwar durfte der Mustang wegen Patentstreitigkeiten zwischen Ford und den deutschen Unternehmen Krupp und Kreidler in Deutschland zunächst nicht unter seinem Namen vertrieben werden - er wurde bei uns als „Ford T5“ angeboten - das tat aber seiner Beliebtheit keinen Abbruch. Im Gegenteil. Heute erreicht ein gut erhaltener Ford Mustang I astronomische Werte.
Fords Antwort auf die Corvette hatte ein einfaches Prinzip: vier Sitze, Gewicht um die 1.100 Kilo, Preis unter 2.500 Dollar. Der Mustang war genau auf die amerikanische Jugend und die sportive Mittelschicht zugeschnitten, ein reinrassiger Sportwagen, der mit vielen Ausstattungspaketen und Einzelextras eine neue Marketingstrategie verfolgte. Jeder Pony-Fahrer sollte bekommen, was er wollte, den spartanisch ausgestatteten Sechszylinder, das kleine und handliche Luxuscoupé oder die Sport-version, die zunächst von einem 4,3-Liter-V8-Motor, später dann von einem 4,7-Liter-V8 befeuert wurde. Allen 64er-Mustangs hatten die weiße Lackierung mit knallrotem Interieur, in der Luxusausführung war es dann rotes Leder.



Mustangs sind ideale Klassiker. Wer Dauervollgas vermeidet, hat lange Freude an seinem 50 Jahre alten Pony. Besonders heiß begehrt: die zweite Version des Mustang I von 1967 und 1968


1965 wurde der 2,8-Liter Sechszylinder durch einen 3,3-Liter-Reihen-Sechser ersetzt, der V8 war etwas abgeschwächt auf 200 oder 225 PS, Scheibenbremsen vorne gab es gegen Aufpreis. In den ersten drei Jahren produzierte Ford rund 1,3 Millionen Mustangs, 174.000 davon als Cabrio und 113.000 Fließhecks. 1965 und 1966 erblickten bis heute gehypte Ikonen das Licht der Welt: Die hochmotorisierten Shelby-Mustangs von Carroll Shelby, die zunächst für den Automobilrennsport konzipiert waren. Für den zivilen Einsatz gab es parallel hochgezüchtete Straßenversionen.
Unvergessen die Shelby-Modelle, die durch eine schwarze Lackierung mit goldenen Zierstreifen auffielen und im freien Verkauf nicht zu erwerben waren: Die Exklusiv-Fertigung für den Autoverleiher Hertz wurde knapp 1.000 Mal gebaut.
Die zweite Version des Ford Mustang I wurde 1967 und 1968 vorgestellt und wies nur geringfügige Änderungen auf.
Insgesamt waren die 67er-Modelle etwas größer, besonders im Motorraum gab es mehr Platz für die kommenden, stärkeren Motoren, die im Folgejahr 1968 verbaut wurden. Der 4,7-Liter-V8-Motor wurde gedrosselt und bekam eine Doppelvergaseranlage. Den im Jahr zuvor vorgestellten 6,4-Liter-V8 gab es nun in zwei Versionen: Die Normalversion brachte 280 PS, die GT-Version 325 PS. Neu waren der 4,9 Liter-V8 mit 230 PS und zwei 7-Liter-Versionen, von denen eine 390 PS auf die Straße brachte.
Auch die 67er- und 68er-Shelby-Mustangs unterschieden sich nun deutlich von den bisherigen Modellen. Zunächst ausschließlich als Fastback-Coupé-Modelle lieferbar, besaßen sie Lufteinlässe und Verriegelungsbolzen auf der Motorhaube, Doppelrundscheinwerfer im modifizierten Kühlergrill und breitere Heckleuchten. 1968 kamen auch die Cabrio-Versionen auf den Markt, 1969 und 1970 trat die dritte Version des Mustang I an, die vierte folgte 1971 bis 1973, bis 1974 mit dem Mustang II dann die offizielle Ablösung der neun Jahre erfolgreichen Serie I kam.

Noch heute wuchert das Pony mit dem Pfund von vor 50 Jahren: Es sieht gut aus, die Technik ist simpel und solide, die Vielfalt enorm. Riesige Stückzahlen erledigen den Rest: Jeder kann nach Wunsch und Geldbeutel das passende Auto finden.

Aber Vorsicht: Weil der Mustang-Hype in den USA ungebrochen ist und alle den Autos mit Extras und großen Motoren nachjagen, bleibt die Originalität oft auf der Strecke. Es wird gestrickt, geblendet und getrickst – inzwischen dürften mehr Shelby-Cobra-Boss-Mach-1-Mustang unterwegs sein, als jemals gebaut wurden. Da in den USA aber auch viele Pfuscher unterwegs sind, die ihre Umbauten und schlechten Arbeiten mit maroder Mechanik und billiger Verkaufslackierung gern nach Übersee verschiffen, tappen ahnungslose Käufer schnell mal in die Falle und bekommen miese Mustangs zu überhöhten Preisen angedreht. Zwar herrscht an Ersatzteilen kein Mangel, fast alles wird nachgefertigt, selbst Chrom- und Innenausstattungsteile kosten nicht die Welt und der Zubehörmarkt erfüllt jeden Wunsch nach Upgrade oder Tuning. Oft passen dank dem Ford-eigenen Baukastenprinzip bei Motor, Getriebe, Mechanik und Fahrwerk auch Teile anderer Modelle. Wahre Fans aber schwören auf Originalteile aus Lagerbeständen („new old stock“), und die können teuer werden.

DER MUSTANG IN ZAHLEN

Wer einen Mustang I der 2. Version will, liegt mit einem Hardtop-Coupé nicht falsch. Wenn die gepflegt wurden, trotzen sie eher dem Zahn der Zeit – hier kann man noch echte Survivor finden. Die Rostvorsorge war zeittypisch bescheiden, Korrosion ist leider auch bei California Cars ein Thema. Fastback und Cabrio sind natürlich begehrter, aber noch anfälliger. Vor allem Cabrios leiden oft an Schwellerfraß und maroden Stehblechen. Ein sauberes, hübsch ausgestattetes Hardtop-Coupé mit kleinem V8 reicht durchaus für das große Mustang-Glück.
Wer Form und Feeling mag und nicht auf acht Zylinder festgelegt ist, kann auch mit einem der haltbaren, keineswegs schwachbrüstigen Sechszylinder glücklich werden. Auch beim coolen Mustang ist ein kühler Kopf nicht fehl am Platz. Dann lebt der Mythos auch noch weiter…

Der Mustang dürfte der beliebteste US-Oldie Deutschlands sein, schon in der ersten Serie als Stufenheck, Fastback und Vollcabrio mit mildem Sechszylinder bis zur verboten heißen Shelby-Version zu haben…

Das Konzept überzeugt: Überschaubare Proportionen und einfache Technik in vielen Varianten und Leistungsstufuen machen den Mustang als Urvater der “Pony-Cars” zum idealen amerikanischen Brot-und-Butter-Sportwagen für fast jeden, vor allem aber für die jüngere Generation. Ein attraktives Einsteigerfahrzeug, das sich ordentlich aufwerten lässt…

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Mehr zum Thema Ford Mustang finden Sie unterwww.traeume-wagen.de

Man muss nicht cool wie Steve McQueen sein, um an Style und Linienführung des lässigen Klassikers mit dem harmonischen Fastbackschwung Gefallen zu finden. Der 67er S-Code-Mustang ist ein echter Sleeper. Ein Ritt in dem bösen 500-PS-Monster entschädigt für alle Mühen der 18 Monate dauernden Frame-off-Rerstaurierung. Brachial. Ehrlich. Und unbeschreiblich herrlich…

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Mustang I
Von Anfang an gallopierte das Pony als Coupé und als Cabrio in die Herzen der Fans, zu haben mit 2.8- bis 4.7-l-Motoren und individuellen Extras und Ausstattungspaketen. 1965/66 baute Shelby 562 Exemplare des Shelby GT-350, eine Rennsportversion des Mustang Fastback mit 306 PS, darunter sechs Cabriolets, die wenig spektakulär über das Ford-Händlernetz verkauft wurden und heute weder zu finden noch zu bezahlen sind.

Mustang II
Die 2. Generation geriet in den Abwärtsstrudel der Ölkrise. Helfen sollten Sondermodelle wie Boss und Super Cobra Jet. 1975 kam der Cobra II als eigenständige Produktionslinie

55 JAHRE ist der Mustang in seinen unzähligen Varianten das Dreamcar von Musclecar-Fans aller Generationen

510 NM machten den Shelby GT500 1967 zum Drehmoment-King, lange Jahre ein unerreichter Wert. Exakt 50 Jahre später wirft der Shelby GT500 651 Nm auf die Kurbel

5.3. 1964 Die Mustang-Produktion in Dearborn nimmt Fahrt auf, offizielle Einführung ist am 17.4. Der Begründer der Pony-Klasse übertrifft mit 417.000 Verkäufen im 1. Jahr die kühnsten Erwartungen von Ford