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Cherry Casino …and the Round up Sun Sessions


The Unleashed - epaper ⋅ Ausgabe 23/2019 vom 15.10.2019
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Bildquelle: The Unleashed, Ausgabe 23/2019

Ich hatte in diesem Jahr bereits mehrfach das Vergnügen, 3 Musiker aus Berlin live erleben zu dürfen, die gemeinsam in unterschiedlichen Bands und dort - jeweils an anderen Instrumenten - eine tolle Show abliefern. Jede dieser Bands klingt komplett anders und alle machen sie mächtig Spaß beim Zuschauen. Man hätte sich zwar jede der Bands einzeln vornehmen können, ich finde es aber interessant, mal das große Ganze zu beleuchten.

Im Original heißen die Kapellen: Cherry Casino and the Gamblers, Ike and the Capers, Round up Boys und als neuestes Projekt noch die Sun and Lightning Show, zusammen mit weiteren ...

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... Szenebekannten Musikern. Versuchen wir nun also, ein wenig Licht in diesen Band-Wust zu bekommen und lassen die Protagonisten selbst zu Wort kommen.

Stellt Euch doch bitte mal kurz vor und sagt welcher der Bands Ihr als Frontmann vorsteht.
AXEL:Ich bin Axel Praefcke, Sänger, Gitarrist und Frontmann von Cherry Casino & The Gamblers. Ich spiele bei den Round Up Boys Schlagzeug und bei Ike & The Capers E-Gitarre. Wir haben uns entschieden, hier nur mit zwei Mann anzutreten, da wir mehr oder weniger zu den meisten Fragen ähnliche Antworten geben würden.
HUMPTY: Ich bin Michael “Humpty“ Kirscht und Frontmann der Round up Boys!

Gibt es noch weitere Projekte als die, die ich in der Einleitung aufgezählt habe?
Axel:Wir fungieren, wann immer es geht, gern als Begleitband für Marcel Riesco (USA), Vince Mannino (Italien, Vince & The Sun Boppers) oder auch für die ältere Generation wie den verrückten Barrence Whitfield (USA).
HUMPTY: Ja, wir spielen hin und wieder mit Miss Lily Moe aus der Schweiz. Ein weiteres Projekt ist die Elvis Presley Nashville Show. Wahlweise mit Jack Baymoore oder Paul Ansell am Gesang.

Ihr seid ja alle Multiinstrumentalisten, so spielt Axel z.B. bei Cherry Casino Gitarre und singt, und bei den Roundup Boys sitzt er am Schlagzeug. Wer kann denn bei Euch welche Instrumente spielen?
AXEL:Ich kann etwas Kontrabass spielen, gebe mir Mühe am Schlagzeug und Gesang und kann akzeptable Ergebnisse an der Gitarre erzielen. Johnny kann Bass und etwas Gitarre, er kann auch gerade Töne singen. Ike singt besser als wir alle zusammen, spielt Saxofon und Rhythmusgitarre.
HUMPTY: Ich kann Gitarre, Bass und Schlagzeug spielen, wobei ich bei letzterem mein Können als ausreichend aber nicht überragend bezeichnen würde.

Ihr macht ja schon ziemlich lange Rock’n’Roll in vielen verschiedenen Spielarten, was habt Ihr vorher gemacht, welche Einflüsse gibt es noch?
AXEL:Ich bin, seit ich 10 Jahre alt bin, ein glühender Elvis-Fan. Erst war es ein Poster, auf dem mich sein Aussehen, Kleidung, Haare begeisterten. Kurz darauf eröffnete mir mein Vater, dass der Typ ein Musiker war, dem er als Jugendlicher hinterher rannte. Als Beweis für sein Fachwissen legte er ein Tonband auf und spielte mir eine Aufnahme von Bill Haley & The Comets vor. Das fand ich toll, cooler Beat und kurze Zeit später spielte dann ein DJ den „Jailhouse Rock“ im Radio. Den wahren Elvis fand ich dann noch besser, der Sound der Aufnahme passte auch viel besser zu meinem Poster an der Wand. Ich begann dann alles aufzusaugen was irgendwie mit Elvis Presley zu tun hatte, die Epoche, das musikalische Umfeld und fand heraus, dass es noch viele andere Künstler gab, die mir auf Anhieb gefielen. Viele davon hatten Elvis selbst beeinflusst, auch seine Mitmusiker hatten interessante Vorbilder. Sein Gitarrist Scotty Moore brachte für mich Namen wie Chet Atkins oder T-Bone Walker ins Spiel und so entwickelte ich schnell einen recht breiten Musikgeschmack über Gospel, Country, Country Rock, Blues, R&B und sogar Tin Pan Alley-Schnulzen. Ich suchte mir eben aus all diesen Sparten Sachen heraus, die mich ansprachen und Schmiss hatten. Ich fand und finde nicht alles toll, nur weil es aus den 1950ern ist. Interessanter ist oft, wie die jungen Wilden in den 1950ern die alten Vorlagen interpretiert haben und was mich als Teenager seinerzeit an die Theaterkassen getrieben hätte.
HUMPTY: Ich habe im Alter von 14 Jahren direkt mit Rock‘n‘Roll angefangen. Weitere Einflüsse sind für mich Countrymusik und Blues/ R’n’B, von denen man ja sagt, dass sie den Rock‘n‘Roll ausmachen.

Eure Shows, egal in welcher Formation, wirken immer sehr entspannt, was zu einem hohen Spaßfaktor sowohl bei der Band (so wirkt es jedenfalls) als auch beim Publikum führt. Da merkt man einfach, dass Ihr sehr gut eingespielt seid. Lebt Ihr von der Musik oder geht Ihr noch „normalen“ Jobs nach?
AXEL:Die Freude ist antrainiert… Ohne Witz, wir haben viel Zeit damit verbracht, zu proben und auszufeilen. Ich glaube, jede Band macht das und wenn dann alles hinhaut, kommt die Freude von ganz allein. Die Bühne ist, zumindest für mich, für die Zeit des Auftrittes wie eine Spielwiese; mein Revier. Ist wie bei einem fröhlichen Koch, der in seiner gut ausgestatteten Küche was Tolles zaubert und dabei total abgeht. Neben der Musik mache ich Grafiken für Plattencover und führe zusammen mit Ike Stoye das Tonstudio Lightning Recorders.
HUMPTY: Ich lebe seit knapp 5 Jahren von der Musik. Ich habe noch einen kleinen Nebenjob in einem Autohaus, in dem ich (2-4 Tage/Monat) Neuwagen aufbereite.

Könnt Ihr einen kurzen Abriss geben, wie und wann die einzelnen Bands entstanden sind und wer außer Euch dreien noch dabei ist? Ist ja nicht immer nur ein Trio.
AXEL:Ike & The Capers enstanden 1994, damals dabei waren Maurice Hägler am Kontrabass, Kristina Passberg am Schlagzeug. Übrig von der originalen Besetzung sind Ike Stoye am Gesang/ Gitarre und ich an der elektrischen Gitarre. Cherry Casino & The Gamblers gibt es seit 2003. Wir waren eigentlich ein Projekt und sollten als Begleitband für Rayburn Anthony (SUN Records) fungieren. Wir haben viel geprobt, waren super eingespielt und auch ohne Anthony klang das gut. Ich hatte bei den Proben seine Stelle als Sänger eingenommen. Leider wurden die Auftritte kurzfristig abgesagt. Ike hatte zu der Zeit schon mit dem Saxofon geliebäugelt und so stellte er seine Steelgitarre in die Ecke und wechselte zur Blechkanne. Am Anfang waren noch der alte Schlagzeuger der Round Up Boys, Torsten Peukert, und der Bassist Markus Lehmann dabei. Beide schieden mehr oder weniger zeitgleich aus und sie wurden zunächst ganz vorzüglich durch Erik Graffunder und Carsten Harbeck ersetzt, bis dann Gregor Gast und Jean Pierre ihren Platz einnahmen. Wir spielen aber trotz allem manchmal in wechselnden Formationen mit Erik und Carsten.

HUMPTY:Auf den Namen Round up Boys, sind wir im Februar 1996 gekommen. Ich bin das letzte der insgesamt 4 Gründungsmitglieder. Heute sieht die Besetzung wie folgt aus: Jean Pierre - Bass, Axel – Schlagzeug, Ike - Rhythmusgitarre und ich bin am Gesang und an der Leadgitarre.

Wie funktioniert das mit dem Songwriting, schreibt jeder für die Band, in der er auch singt oder schreibt Ihr was und schaut dann, zu welcher Formation es am besten passt?
AXEL:Ich habe ständig mein kleines Diktiergerät dabei und säusele mir da was rauf, wann immer mir etwas einfällt, manchmal nur eine Phrase oder ein Wort, das ich dann irgendwo einbaue. Meistens entstehen dann aus diesen
Demos komplette Songs, wenn wir etwas für Neuaufnahmen der Bands oder für Projekte wie unsere „Sun & Lightning - Show“ brauchen. Es gibt auch Situationen, wo ich etwas für mich schreibe, ein anderer es dann aber viel besser rüberbringen kann und so wandert der Song dann zu Ike, Humpty oder sonstwem und wir schneidern das dann zusammen zurecht.
Wir haben auch schon etliche Titel direkt bei Aufnahmesessions in einer Kaffeepause geschrieben und dann gleich aufgenommen. Manchmal spielt jemand, gerade bei Sessions, ein cooles Lick und alle glotzen doof aus der Wäsche, weil es nicht so recht in diesen Song passt, aber vielleicht in einen anderen…
HUMPTY: Ich schreibe in erster Linie die Songs für mich, wobei ich sagen muss, dass Axel und ich uns das Songwriting (Round up Boys) teilen.

Ich habe öfter erlebt, dass ihr auf Festivals gleich mit mehreren Formationen spielt. Auf dem Oldietown z.B. mit Cherry Casino, Roundup Boys und Sun and Lightning Show. Ergibt sich das zufällig, ist ja für den Veranstalter günstig, oder schaut Ihr selbst, dass das so klappt und Ihr quasi selbst auch genug Abwechslung beim Spielen habt?
HUMPTY:Sowohl als auch, glaube ich, wäre die richtige Antwort. Wir bieten dem Veranstalter an, gleich mit mehreren Formationen zu spielen. Da wir ja ohnehin meistens alle vor Ort sind. So hat der Veranstalter mehrere Bands und mehr Abwechslung auf der Bühne.

Wie bekommt Ihr die ganzen Formationen unter einen Hut, wie schafft Ihr es, keine Terminüberschneidungen zu bekommen? Habt Ihr ein gemeinsames Booking und wenn ja, wer macht das bei Euch?
AXEL:Den Großteil der Buchungen mache ich, aber auch alle anderen bekommen Anfragen, die sie dann entweder selbst bearbeiten oder an mich weiter geben. Wir kommunizieren das recht rege und so kommt es zu keinen Überschneidungen.

Ich habe Euch beim Berlin Shake als Begleitband von Barrence Whitfield gesehen, das fand ich grandios. Auf mich hat das so gewirkt, als ob Ihr schon öfter zusammen gespielt hättet. Das ist ja aber wohl meistens nicht so. Ihr seid schon mit so einigen Größen aus der Rock’n’Roll Ära als Begleitband unterwegs gewesen. Wie läuft so eine Zusammenarbeit ab? Bekommt Ihr vorab eine Setlist und probt den Stoff für Euch alleine? Habt Ihr eine gemeinsame Probe vor dem eigentlichen Gig oder gibt es nur einen verlängerten Soundcheck?
AXEL:Freut mich, dass das so rüberkommt. Es fängt immer damit an, dass wir die Leute nerven, uns eine Setliste zu schicken, auf die wir uns vorbereiten können. Dann macht jeder seine Hausaufgaben und auf den gemeinsamen Proben bringen wir das dann in die Form. Für uns sehr wichtig ist immer, dass wir etwas präsentieren, was den Hauptakteur nicht komplett aus der Bahn wirft, weil alles irgendwie komisch klingt. Man kann eben meist nicht ausgiebig mit den Leuten proben.
HUMPTY: Beim Berlin Shake war es der zweite Auftritt für uns mit Barrence Whitfield.
Es ist in der Tat so, dass wir die Setlist vorab bekommen und jeder für sich zuhause übt. Dann treffen wir uns ein paar Tage vor dem Auftritt und proben das Set dann durch. Gegebenenfalls haben wir dann noch die Möglichkeit, vor Ort mit den Größen aus der Rock‘n‘Roll Ära zu proben.

Mit wem wart Ihr alles unterwegs und was waren die Höhepunkte Eurer Begleitband-Karriere?
AXEL:Wir hatten das Glück, mit vielen sehr talentierten Künstlern zusammen zu arbeiten. Highlights für mich waren Gastspiele mit Carl Mann, Rayburn Anthony, Huelyn Duvall, Clayton Glover, D.J. Fontana, Sonny Burgess, Hayden Thompson, Jack Earls, Wanda Jackson, Roddy Jackson und erst kürzlich eben Barrence Whitfield. Andere waren aufgrund ihres Alters schon etwas wackelig auf den Beinen oder aufgrund ihres Egos einfach doof.
Darüber hinaus hatten und haben wir sehr schöne Erlebnisse mit aktuellen Künstlern wie Marcel Riesco, Miss Lily Moe, Miss Ruby Ann, Charlie Thompson, Vince Mannino, Paul Ansell, Jack Baymoore, Randy Rich, um nur einige zu nennen.
HUMPTY: Es gibt für mich natürlich mehrere Höhepunkte. Einer war, als wir 1998 mit den Round up Boys als Vorband für die Comets gespielt hatten. Ich fand es auch großartig, mit Carl Mann, Rayburn Anthony , Huelyn Duvall und Roddy Jackson zu spielen.

Ike Casino and the Round up Sun Sessions

Tonträger gibt es von allen 3 Bands eine ganze Menge. Die Roundup Boys und Ike and the Capers erschienen bei vielen verschiedenen Labels, Cherry Casino ist konstant bei Rhythm Bomb. Es gibt viel Vinyl und es kommt in unterschiedlichen Abständen immer wieder neuer Output. Was sind die Pläne für die Zukunft? Setzt Ihr Euch unter Druck oder veröffentlicht Ihr eher so, wie’s halt gerade kommt?
HUMPTY:Sich unter Druck zu setzen ist eher hinderlich, um neue Sachen aufzunehmen. Ich persönlich finde es zunehmend schwerer, nach 4 Alben neue Songs zu schreiben, die sich vom bereits erschienenen abheben.
AXEL: Das wird schon wieder, Humpty. Ich brauche definitiv ein neues Album mit Cherry Casino & The Gamblers und ich hoffe, dass wir auch noch viel mehr mit der „Sun & Lightning - Show“ machen können. Das macht irre Spass, auch weil es ein Projekt ist, das wir mit Randy Rich zusammen machen. Randy ist ein guter Freund und wir kennen uns schon eine halbe Ewigkeit. Wir können stundenlang über Musik lamentieren und uns zehnmal die gleichen Stories erzählen, ist trotzdem cool. Ich setze mich da schon einem gewissen Druck aus, denn das hält mich auf Trab und der Postbote will mir einfach keine Songs frei Haus liefern. Also muss ich selbst aktiv sein, wenn ich was reißen will.

Beim neuesten Projekt, der Sun and Lightning Show, unter anderem mit Randy Rich, wart Ihr ja ursprünglich in den Sun Studios, um mit altem Equipment neue Songs im Sun-Stil aufzunehmen. Als das nicht auf Gegenliebe stieß, seid Ihr sehr konsequent gewesen und habt verzichtet. Wie ging es danach weiter? Die geplanten Sessions mit den alten Recken aus der Sun Zeit fielen ja dann auch aus.
HUMPTY:Der einzige alte Recke wäre in dem Fall J.M. Van Eaton gewesen und das auch nur für einen Song. Als wir die Sache bei Sun Records abbrachen, gab es wenigstens noch eine private Führung von J.M. durch das Phillips International Studio. Das hatte die Pleite bei Sun für uns entschädigt.
AXEL: Stimmt, rückblickend lief das nicht schlecht bei SUN, hatten wir doch dann das Vergnügen jeden Winkel des Phillips International Studios inspizieren zu können. Durch die private Führung haben wir auch Sachen gesehen, die in der regulären Tour gar nicht enthalten sind. Ausserdem waren wir keine Touristentruppe mit Plastebechern in der Hand, die nicht viel mehr als „GREAT“ und „I LIKE“ sagen können. Dadurch, dass wir uns mit der Materie etwas auskennen, wurden auch unsere Gespräche über das dort Gesehene immer komplexer und irgendwann jagte ein Detail das Nächste. Ein Gemetzel!
Randy behielt nach der Pleite in der Union Avenue einen klaren Kopf und wir haben den unfähigen Techniker dort relativ schnell vergessen. Wir haben uns dann in Berlin verabredet und in lockerer Atmosphäre mit den Aufnahmen begonnen.

Ist die Sun and Lightning Show ein kurzfristiges Projekt, um die neuen Titel live zu spielen oder ist eine Weiterführung evtl. mit weiteren neuen Songs geplant?
HUMPTY:Eine Weiterführung mit diesem Projekt ist geplant. Wir haben schon Anfragen für Auftritte für das Jahr 2021.
AXEL: Recht so. Wie schon vorhin erwähnt würde ich mich freuen, wenn wir mit dem Projekt weiter am Ball bleiben und noch viele Tonträger entstehen.

Habt Ihr noch etwas, das Ihr gerne loswerden würdet oder immer schon mal sagen wolltet?
HUMPTY:Danke an alle, die uns über die Jahre die Treue gehalten haben und uns unterstützt haben. Keep buying our records!
AXEL: Humpty spricht weise Worte und da schliesse ich mich an! Das ganze Rock‘n‘Roll-Ding darf nie aufhören und ich möchte alle anspornen, Musik zu machen, Platten aufzulegen und was zu organisieren, auch wenn das manchmal nicht so einfach ist. Ich verstehe, dass wir alle älter werden und einige eben nicht mehr wie früher verrückt herumreisen, weil sie neben der Liebe zur Musik nun auch andere wichtige Verpflichtungen haben, sei es Familie, Job, Krankheit oder sonstwas.
Aber die Älteren unter uns sind eben die, die Geschichten erzählen können und ich fand das als „Youngster“ immer cool, wenn mich ein alter Rocker beiseite genommen und mir Tipps gegeben oder Platten empfohlen hat. Das hat mich inspiriert und mich auf die Konzerte, egal wo, getrieben. Da wo ich war, waren auch andere Grünschnäbel und tolle Mädels, der Laden war voll und ich wachte morgens manchmal in meinem durchgeschwitzen Schlafsack neben völlig unbekannten Rockern in irgendeinem Hotelzimmer auf. Ach Gott, die alten Zeiten…. aber egal! Ich freute mich auf das nächste Mal, auf coole Bands und DJs. Also Leute, geht auf die Konzerte, unterstützt eure lokalen Promoter, auch wenn die Lokalitäten kein Wellnes-Park sind. Keep buying our records!


„Das ganze Rock‘n‘Roll-uing darf nie aufhören!“



Frank Herboth