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CHOPARD: Alchimie im Stahlwerk


Uhren Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 16.12.2019

1980 war die St. Moritz die erste Sportuhr von Chopard. 2019 erlebt die Edelstahluhr unter dem Namen Alpine Eagle eine Neuauflage. Für das Modell entwickelten die Genfer ein neues, glänzendes Metall mit dem Namen Lucent Stahl A223.


Chopard — Alpine Eagle

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Artikelbild für den Artikel "CHOPARD: Alchimie im Stahlwerk" aus der Ausgabe 1/2020 von Uhren Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Uhren Magazin, Ausgabe 1/2020

Sportlich und luxuriös: Die Chopard Alpine Eagle mit Zifferblättern in Aletsch-Blau und Bernina-Grau.


Karl-Friedrich Scheufele war 22 Jahre alt, als er seinem Vater Karl Scheufele eine neue Uhr vorschlug. Chopard, die familiengeführte Manufaktur der Scheufeles, war bis dahin bekannt für Schmuck sowie für goldene und ...

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... diamantbesetzte Uhren. Der Sohn liebte jedoch das Skifahren, und er wünschte sich eine Uhr in Edelstahl, die zu einem sportlichen Lebensstil passte. Das Ergebnis war die 1980 lancierte St. Moritz. 50 000 Stück wurden von ihr verkauft bevor ihre Produktion im Jahr 2000 eingestellt wurde. Karl-Friedrich Scheufele, der Initiator der St. Moritz, war inzwischen zum Co-Präsidenten des Unternehmens aufgestiegen, hatte die Uhrensparte unter seine Fittiche genommen und bewiesen, dass es ihm ernst ist mit der Produktion hochkarätiger Zeitmesser. So fertigt Chopard seit 1996 in Fleurier seine handwerklich besonders anspruchsvolle Manufakturkollektion L.U.C, seit 2009 bauen die Genfer bei ihrer Tochter Fleurier Ebauches zudem Rohwerke für größere Stückzahlen. Ein sportlich- elegantes Modell in Edelstahl fehlte jedoch zuletzt in der Kollektion. Einer, dem das auffiel, war Karl-Fritz Scheufele, Sohn des Co-Präsidenten. Als er die historische St. Moritz auf dem Schreibtisch des Vaters sah, war er von ihr so angetan, dass er dafür warb, die Uhr wieder aufzulegen. Karl-Friedrich Scheufele war zunächst skeptisch. Zusammen mit dem Großvater Karl gelang es Karl-Fritz, den Vater umzustimmen. Man kam aber überein, die Uhr zu modernisieren und umzubennen, da es heute in den Alpen drängendere Themen gebe als das Socializing im Oberengadin. So trägt die Neuauflage der St. Moritz den Namen Alpine Eagle und wird begleitet von einer Kooperation mit der Eagle Wings Foundation, die sich dem Schutz der Alpen verschrieben hat. Doch zunächst zur Uhr selbst: Ein Hingucker ist das Messingzifferblatt mit seinem geprägten, blau oder grau galvanisierten Strahlenmotiv, das der Iris eines Adlers nachempfunden ist. Die Zifferblattfarben sind nach Alpenlandschaften benannt und heißen Aletsch-Blau oder Bernina-Grau. Das Gehäuse wird von acht markanten Schrauben zusammengepresst, die dafür sorgen, dass die Uhr bis 100 Meter Tiefe wasserdicht ist. Die Schraubenschlitze sind so ausgerichtet als bildeten sie einen Kreis. Gelungen ist auch das Armband, das mit seinem Wechsel aus polierten und brossierten Oberflächen im Licht changiert. Adler- Symbolik prägt den Sekundenzeiger, dessen Gegengewicht die Form einer Adlerfeder hat. Insgesamt gibt es die Alpine Eagle in zehn Referenzen in Stahl, Gold, Bicolor und Gold mit Diamanten. Für seine neue Edelstahluhr erfand Chopard zusammen mit dem Konzern Voestalpine in vier Jahren Forschung und Entwicklung die Legierung Lucent A223. Sie ist mit 223 Vickers besonders hart und kratzfest und dem Vernehmen nach so antiallergisch wie Chirurgenstahl. Aufgrund seiner Reinheit entfaltet Lucent A223 eine strahlende Qualität, die an Edelmetall erinnert. Chopard fühlt sich sogar an die Alchemisten des Mittelalters erinnert, die davon träumten, unedle Metalle in Gold zu verwandeln. Ihren Antrieb bezieht die Alpine Eagle aus dem von Mille-Miglia-Modellen bekannten hauseigenen Automatikuhrwerk 01.01-C. Das Kaliber ist von der Schweizer Prüfstelle COSC als Chronometer zertifiziert und erreicht eine Gangdauer von 60 Stunden. Das 01.01-C wird in Fleurier gebaut und am Genfer Hauptsitz von Chopard in die Uhren eingeschalt.

Drei Generationen: v.l.: Vor vierzig Jahren überredete der heutige Co-Präsident von Chopard, Karl-Friedrich Scheufele (Mitte), seinen Vater Karl Scheufele (l.) zur Entwicklung der Sportuhr St. Moritz. Deren Neuauflage ist eine Initiative von Karl-Fritz Scheufele (r.).


Echter Eye-Catcher am Handgelenk: Die Alpine Eagle mit ihrem Zifferblatt in der Optik eines Adlerauges.


Den Antrieb liefert das Kaliber 01.01-C. von Fleurier Ebauches.


Erklärtermaßen sporttauglich: Werbung für die St. Moritz aus den 1980er-Jahren. Jetzt kehrt die Uhr unter dem Namen Alpine Eagle zurück.


Mit ihrer ausdrucksstarken Gestaltung ist die Alpine Eagle ein Eye-Catcher am Handgelenk und eine echte Alternative zu anderen Edelstahluhren in dieser Preisklasse. Auch die Symbolik wirkt durchdacht: Jüngst sandte Chopard gemeinsam mit der Organisation Eagle Wings einen mit einer Kamera ausgestatteten Seeadler zu Filmaufnahmen über fünf berühmte Alpengipfel. Gleichsam als Referenz an das Vorbild der Uhr endete das »Alpine Eagle Race« in St. Moritz. [10800] HC

12 200 Euro, Lucent Stahl A223, 41 mm

18 700 Euro, Roségold,

Lucent Stahl A223, 41 mm