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CHRISTIAN KOENIG: Öffentlicher Nahverkehr


Modellwerft - epaper ⋅ Ausgabe 4/2020 vom 11.03.2020

Zum Ende der 1990er Jahre plante man in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen eine Erneuerung des öffentlichen Personennahverkehrs. Im Rahmen des Maßnahmenpaketes sollten unter anderem die (Wasser-) Buslinien 902 und 903 mit neuen Fahrzeugen ausgestattet werden. Bei der Ausschreibung für zwei Neubauten zielte man auf die Nutzung vorhandener Mobilitätskonzepte ab, um Skaleneffekte nutzen und unnötige Entwicklungskosten einzusparen.


Der Wasserbus »Bryggen« (»Arriva II«)

Artikelbild für den Artikel "CHRISTIAN KOENIG: Öffentlicher Nahverkehr" aus der Ausgabe 4/2020 von Modellwerft. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Modellwerft, Ausgabe 4/2020

Wasserbus Bryggen im Juli 2011 unterwegs in Kopenhagen


Die Firma Westers Mekaniska AB im schwedischen Uddevalla bot die Konstruktion von ...

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... Einenderfähren aus Aluminium an, über deren Bugrampe die Fährbenutzer ein- und aussteigen können sollten. Westers Mekaniska verfügt in Skandinavien über ein ausgezeichnetes Renommee und langjährige Erfahrungen im Bau von Spezialfahrzeugen, mit einem besonderen Schwerpunkt auf Arbeits- und Fährbooten sowie Bereisungsfahrzeugen für Off shore-Anwendungen (Ölbohrplattformen, Pipelines, Windparks, Meeresforschung etc.).

Die Eckdaten

4,55 m breit (bzw. über alles 18,90 m lang und 4,70 m breit), sollten die für 67 Passagiere geeigneten Entwürfe mit einem Tiefgang von nur 0,75 m flachgehend ausfallen. Im Innenraum der Fahrzeuge waren - durch eine kurze Treppe erreichbar - 60 Sitzplätze in zehn Doppelreihen (3 + 3) vorgesehen. An Steuerbord war im Vorschiff zudem ein kleiner Waschraum mit WC eingeplant worden - suchen Sie den Mal in einem Linienbus! Im Steuerhaus sollten an Backbord drei bis vier zusätzliche Sitzplätze für bewegungseingeschränkte Passagiere sowie Stehplätze für eilige Berufspendler und Stellplätze für Rollstuhlfahrer realisiert werden. An der Steuerbordseite hingegen würde der Schiffsführer seinen Arbeitsplatz finden; zwischen beiden Räumen lag der Durchgang zum etwas tiefer gelegenen Passagierraum. Der Zunahme des Fahrradverkehrs in Kopenhagen sollte durch vier Fahrradständer auf dem Vorschiff Rechnung getragen werden. Als Antriebsanlage schlug Westers Mekaniska zwei kurzuntersetzte Volvo Penta TAMD 71 Bs-Dieselmotoren mit jeweils 257 kW (350 PS) bei 2.500 RPM vor, die im Maschinenraum im Heck des Entwurfs untergebracht werden sollten. Diese Anordnung ermöglichte eine durchgehende Stehhöhe und eine sehr gute Schallisolierung, damit man im Passagierraum im Fahrbetrieb lediglich ein ganz leises Surren hört - Die Anfertigung der Bugsektion oder gar nichts. Mit den Volvo Penta-Dieselmotoren sollten auf dem Papier bis zu 16 Knoten Geschwindigkeit erreicht werden. Um einer ausgezeichneten Manövrierfähigkeit willen sollte neben die Doppelruder im Schraubenstrom ein elektrisches Bugstrahlruder treten. Die Verdrängung errechnete man netto mit 20,5 Tonnen, brutto würden es 49,9 Tonnen werden.
Arriva Scandinavia A/S zeigte sich von den Entwürfen begeistert, und bestellte die beiden Neubauten mit den Baunummern 73 und 74 bei Westers Mekaniska AB. Der Neubau Nr. 73 wurde im Mai 2000 fertiggestellt und am 20.6.2000 als Arriva I in Fahrt gebracht.

Bryggen (Arriva I) und ihre Schwester Holmen (Arriva I, im Bild) verkehren wie Linienbusse in Kopenhagen


Der abfotografierte Generalplan diente als Basis für den Nachbau


Die Anfertigung der Bugsektion


Bugsektion und Mittelschiff sind zusammengefügt


Nach der Überführung nach Kopenhagen erhielt das Fahrzeug am 3.8.2000 den Namen Holmen und das Rufzeichen OYWL zugeteilt. Wenig später wurde auch der Neubau 74 fertig, der ab 7.8.2000 als Arriva II überführt wurde. Am 10.8.2000 nahm diese Fähre als Bryggen (Rufzeichen OYWS) den Liniendienst auf. Die Namensgebung orientierte sich an den ehemaligen Bastionen Bryggen und Holmen im Hafengebiet von Kopenhagen, die heute beliebte Wohnquartiere sind. In meiner Zeit bei einer Unternehmensberatung hatte ich 2004/2005 erstmalig die Gelegenheit, mit einem Wasserbus in Kopenhagen ein paar Stationen zu fahren. Nicht, weil es sein musste, sondern ganz ehrlich nur als billige Alternative zu den recht hohen Preisen für eine Hafenrundfahrt. Die Holmen war da noch relativ neu und gefiel mir stilistisch. Ich machte mir damals ein paar Notizen in meinem Kalender, etwa dass Holmen und Bryggen der Klasse DNC 1A1 LC R4 angehörten und sich seit der Ablieferung im Sommer 2000 äußerlich - mit Ausnahme der weggefallenen HT-Logos am Bug und an der Hydrauliktür - kaum verändert hatten. Ein abfotografierter Havari Kontrol Plan Stand August 2000 schien weitestgehend noch Bestand zu haben, womit erste Anhaltspunkte für einen Nachbau gegeben waren. Nur wenige Jahre später - inzwischen war ich als Projektleiter für einen Chemiekonzern tätig - ergaben sich zwischen 2007 und 2014 immer wieder Termine in Kopenhagen. Auf abendlichen Spaziergängen nach einem langen Tag im Büro sah ich dann die gelb-blauen Havnebussen zwischen den Stationen Nordre Toldbod, Holmen Nord, Operaen, Nyhavn, Knipplelsbro und De Kongelige Bibliotek hin- und herpendeln. Hin und wieder löste ich mir ein Ticket und fuhr mit den Fähren, um mir frische Ostseeluft um die Nase wehen zu lassen. 2012/2013 versuchte ich erfolglos, genaue Pläne der Fähren aufzutreiben. Antworten auf meine E-Mails und Briefe bekam ich nicht. Stattdessen baute ich das dänische Feuerschiff Lappegrund im Maßstab 1:35 nach. Die ehemalige Lappegrund wurde vor einigen Jahren zum Traditionssegler Donna Wood umgebaut. Sie liegt im Nyhavn von Kopenhagen und ist ein beliebtes Fotomotiv an der Brücke Nyhavnsbroen. Die Probefahrten mit dem Modell der Lappegrund resultierten in ein paar schönen Fotos und letzten Endes in einem Baubericht in der ModellWerft. Erfahrungsgemäß sind Veröffentlichungen in Fachzeitschriften probate Türöffner, denn sie helfen den angefragten Stellen dabei zu verifizieren, ob man ein halbwegs ernstzunehmender Modelltüftler ist. Ich versuchte mein Glück in Schweden und Dänemark also erneut. Das Ergebnis hätte nicht besser ausfallen können. Zwar antwortete Westers Mekaniska wiederholt nicht. Aber nachdem ich der Pressechefin der Trafikselskabet Movia in Valby, Henriette Dossing, eine Kopie der ModellWerft, Ausgabe 11/2014, zugeschickt hatte, sagte sie mir ihre unkomplizierte Hilfe zu. Der Artikel Lappegrund wanderte weiter zu Martin Wex, seines Zeichens Kommunikationschef der Arriva Danmark A/S in Kastrup nahe Kopenhagen. Dieser wiederum spielte den Artikel zu Anitta Hayden, die ihren Kollegen Finn Schomann einband. Gemeinsam mit dem Technischen Leiter Daniel Bach suchte Finn Schomann nach Zeichnungen der beiden Fähren und überstellte mir schließlich großformatige Unterlagen, die im Rahmen einer Modernisierung der Fahrzeuge durch OSK-ShipTech A/S als Auftrag OSK C570E erstellt worden waren. Im Rahmen dieser Umbauten hatte sich die höchstzulässige Passagieranzahl von 67 auf 82 Personen verändert, das äußere Erscheinungsbild war indes so gut wie gleich geblieben. Mir lagen damit verschiedene Sicherheits- und Feuerlöschpläne sowie zahllose, auf meinen Dienstreisen gemachte Fotos vor. Genug, um ein handliches, kofferraumtaugliches Modell zu bauen.

Niedergang und Abgaspfosten aus Sperrholz


Mangels Bastelkeller wuchs das Modell im Winter in der Küche


Die erste Probefahrt auf dem Fühlinger See in Köln findet noch ohne Routenanzeiger statt


Klebeband fixiert die Scheuerleisten, dann werden sie stumpf verklebt


Grundierung mit Spritzspachtel


Mastbau aus 5-mm-Sperrholz


Modell mit Steuerhaus im Rohbau


Die Besatzung

Bei meinen Modellen Lappegrund (ModellWerft 11/2014) und Insulinde (ModellWeft 4/2017 und Modell-Werft Highlights 2018) hatte ich gesehen, um wieviel realistischer Modelle mit exakt nachgebildeten Figuren wirken. Insofern machte ich den Bau des Modells abhängig von den Figuren. Bei der Maßstabswahl half ein Besuch bei Technische Modellspielwaren Lindenberg in Köln. Dort sah ich mir das Sortiment diverser Preiser-Figuren für Modellbahnen der Spur II (1:22,5) an. Die Bahnreisenden eigneten sich vorzüglich als Passagiere auf einer Fähre, die demnach im Maßstab 1:22 ausfallen sollte. Nach dem Ausrechnen der Abmessungen und der Umrechnungsfaktoren für die Pläne von Herrn Schomann hätte es eigentlich losgehen können, aber aus tausend und einem guten Grund begann ich erst im Sommer 2017 mit dem Bau der Fähre. Zunächst kam der Rumpf in den Bauabschnitten Spantengerüst, Deck, Boden, Beplankung des Mittelschiffs, Ruderanlage, Bugsektion und Antriebsstränge an die Reihe. In Überkopfbauweise entstand der Rumpf aus einem 5-mm-Sperrrholz-Spantengerüst, das mit 3- bis 4-mm-Sperrholz verkleidet wurde. In die Bodengruppe wurden zwei Schächte für die Aufnahme der späteren Wellenhosen eingefräst. Die seitlichen Bordwände reichen vom Knick bis zur Oberkante des Aufbaus, sind also relativ großflächig. Auf das Ausschneiden von Fenstern habe ich - mangels Können -verzichtet. Über gelaserte Bauteile habe ich kurz nachgedacht, dann aber auch diesen Gedanken aus Kostengründen wieder verworfen. Stattdessen sollten alle Verglasungen später per Spritzlackierung aufgebracht werden, was lediglich ein peinlich genaues Entfetten der Bauteile mittels Silikonentferner und ein sauberes Abkleben (Handschuhe verwenden!) erfordern. Der flache Knickspanter hat nur im Vorschiff etwas mehr Steigung, was sich ebenfalls günstig auf den Nachbau auswirkt. Der Bugbereich wurde auf einer separaten Helling einzeln angefertigt, anschließend wurde die Öffnung für das Bugstrahlruder geschnitten und ein Kunststoffrohr eingeführt. Der Rumpf nebst Seitenwänden und Bootsdeck blieb im hinteren Bereich lange Zeit geöffnet, um die ebenfalls separat anzufertigende Ruderanlage später einbauen zu können. Nach der Fertigstellung dieser drei Bauabschnitte wurden der Bug und anschließend die Steuerung eingeklebt; nach dem Verschleifen und Grundieren folgten die beiden Wellenanlagen nebst Schrauben und Kupplungen. Auf den rohbaufertigen Rumpf konnte dann das Führerhaus, derweil noch ohne Dach, aufgesetzt werden. Das Vorhaben, das Führerhaus abnehmbar zu gestalten, habe ich wieder verworfen. Das abnehmbare Oberdeck ist groß genug für einen problemlosen, barrierefreien Zugang zu den Einbauten. Durch die Verbindung des Führerhauses mit dem Rumpf war die Fähre als Kasko fertig, konnte in Gänze nachbearbeitet, spritzgrundiert und verschliffen werden.

Aus der Idee laut Zeichnung…


…ist ein schönes Modell in 1:22 entstanden


Die Bryggen in 1:22, jetzt mit Routenanzeiger auf dem Deckshaus


Das Vorschiff wurde lackiert


Die kleineren Teile habe ich in gedankliche Rüstteilsätze unterteilt und dann schrittweise nachgebaut. Dabei halfen Pappschablonen. Zunächst entstanden die beiden Masten, dann kamen die Abgas- bzw. Lüftungspfosten, der Niedergang zur Passagierkabine, der Wellenbinder und die Backskiste. Die Scheuerleisten bestehen aus Sperrholz und Kiefernleisten. Sie wurden auf Folie aufliegend mit Maskierklebeband auf dem Rumpf befestigt und in 15-cm-Schritten mittig durchbohrt. Durch die Löcher wurden Schaschlikspieße gesteckt, die die Scheuerleisten mit dem Rumpf fixierten. Die Spieße wurden dann in die Scheuerleisten eingeklebt und von außen bündig abgeschliffen. Anschließend wurden die Leisten wieder vom Rumpf abgenommen, mit Porenfüller behandelt und mit Spritzspachtel bedacht.

Details

Das Verstiften von Bauteilen sichert nach dem Lackieren einen optima- len Sitz und erlaubt darüber hinaus ein stumpfes Verkleben; diese Methode erinnert stark an das Prinzip eines Plastikmodells. Auch der Wellenbinder am Heck der Fähre, die Lüftungsmasten, der Niedergang und die Backkiste wurden auf diese Art und Weise zunächst aus Sperrholz gebaut und passgenau fixiert, dann wieder abgenommen und separat fertiggestellt, versiegelt und grundiert. Als Poller dienten vier .22-cal-LR-Kleinkaliber-Hülsen aus Messing, deren Patronenböden plan geschliffen und verzinnt wurden. Die vielfältigen Kleinteile wie die Klimaanlagen, Fahrradständer, Bugrampe, die blauen Fender, Scheinwerfer und Rückspiegel, die Halterungen für die Rettungsinseln und so weiter entstanden aus verschiedenen Sperrhölzern, Messing- und Alumniumblech sowie Kupferdraht; lediglich bei den Rettungsinseln griff ich ins Warenkörbchen beim sehr gut sortierten Modellbaukaufhaus.

Eine Aufgabe für sich war die Lackierung. Per Se sind alle Bauteile bis zu dreimal mit Clou-Schnellschleifgrundierung und Spritzspachtel vorbereitet, und vor den weiteren Arbeitsschritten mit Silikonentferner sorgfältig entfettet worden. Viel Geduld musste in das Abkleben investiert werden, um hier ein ansprechendes Ergebnis zu erzielen. Beim gesamten Modell haben sich die Abklebebänder von Tesa (rosa) und Frog-Tape (grün) bewährt, wobei letzteres eindeutig die beste Wahl darstellte. Bei den Farben habe ich ausschließlich auf die Produktreihe Montana der Motip Dupli GmbH aus Heidelberg gesetzt; eine maßstäbliche Aufhellung der Farben habe ich aufgrund des großen Maßstabs der Einfachheit halber nicht realisiert. Die aufgespritzten Farben müssen vor jedem weiteren Auftrag ganz durchtrocknen, was den Fortschritt deutlich verzögert hat. Im Zweifelsfall bereitet man sich mehrere Stunden auf eine Lackierung vor, lackiert, und wartet dann ein paar Tage, bis es weitergehen kann. Nach dem Lackieren mit Buntlacken erfolgte eine Vorversiegelung mit Montana Klarlack, dann wurden die in MS Powerpoint ange- fertigten und anschließend selbst gedruckten Abziehbilder aufgebracht und erneut mit einer Doppelschicht Klarlack gespritzt. Mangels Bastelkeller weiche ich gern auf die Terasse aus, bin also auf trockenes und möglichst staubfreies Wetter angewiesen. Nur im Winter hat der Kasko in der Küche wachsen dürfen. Was irgendwann 2014/2015 planerisch begonnen hatte, nahm im Sommer 2017 klare Formen an. Zum Jahreswechsel 2017/2018 war die Fähre in ihren Bestandteilen soweit fertig, wartete dann aber auf die Lackierung und die Fertigstellung der Rüstsätze. Das Projekt, obschon weder kompliziert noch teuer, zog sich in die Länge.

Die ersten Fahrten

Erst im Herbst 2018 war die Bryggen fertig - musste dann aber auf gutes Wetter für die Fahrerprobung Anfang 2019 warten. Seitdem war sie ein paar Mal unterwegs und machte großen Spaß am Teich - nicht zuletzt aufgrund ihrer ansprechenden Lackierung. Die häufgste Frage, die ich gestellt bekomme, sagt viel über die Bryggen aus: „Von welchem Hersteller ist dieses Modellboot?”