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COMING SOON FILME+SERIEN


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L-MAG - epaper ⋅ Ausgabe 2/2022 vom 25.02.2022

In Pedro Almodóvars „Parallele Mütter“ (Kinostart: 10. März) beginnen im Laufe des Films zwei alleinerziehende Mütter, die sich bei der Entbindung kennenlernten, eine Beziehung. Allerdings weiß Ana (Milena Smit) da noch nicht, dass Janis (Penélope Cruz) ihr etwas Wichtiges verheimlicht. Eine lesbische Liebesgeschichte im engeren Sinne erzählt der Film aber nicht. „Ich versuche, die Entstehung einer sehr offenen und sehr heterogenen Familie zu zeigen“, sagte der schwule Regisseur beim New York Film Festival. „Natürlich kann man diese Beziehung als lesbisch labeln. Aber ich fasse sie als fließender und breiter auf, wo das Geschlecht nicht so sehr an diesen einen Akt der Sexualität gebunden ist.“

Am 5. April kommt „Grüne Tomaten“ (1991) als Wiederaufführung zurück in die Kinos. Die Romanverfilmung von Jon Avnet spielt in den US-Südstaaten der 1930er Jahren und erzählt von der innigen ...

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Lea Drinda spielt ?Charlie?, die erste nicht-binäre Serienfigur im deutschen Fernsehen
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... Freundschaft zwischen Idgie (Mary Stuart Masterson) und Ruth (Mary-Louise Parker), lässt die beiden aber – anders als in der Vorlage von Fannie Flagg – allenfalls zwischen den Zeilen Loverinnen sein. Ein Lesben-Hit war’s dennoch, denn näher rückte der damalige Mainstream eben nicht an queere Charaktere ran.

Noch ohne deutschen Kinostart: Die queeren Schauspielerinnen Julia Windischbauer und Elena Wolff (die auch das Drehbuch schrieb und Regie führte) spielen in „Para:dies“ ein Paar, das sich von einer Dokumentarfilmerin (Melanie Sidhu) beim Umzug in die österreichische Provinz begleiten lässt und erlebt, wie vor der Kamera immer mehr Beziehungskonflikte an die Oberfläche schwappen. Windischbauer wurde für ihre Rolle beim Max Ophüls-Festival 2022 als „Bester Schauspielnachwuchs“ ausgezeichnet.

Auf dem Sundance Filmfestival im Januar feierte das Regie-Debüt des Ehepaars Tig Notaro („Star Trek: Discovery“) und Stephanie Allynne („The L Word: Generation Q“) Weltpremiere: In „Am I OK?“ gerät eine enge Frauenfreundschaft aus dem Gleichgewicht, als Jane (Sonoya Mizuno, „Devs“) mit ihrem Freund nach London auswandern will und Lucy (Dakota Johnson, „Fifty Shades of Grey“) ihr lesbisches Coming-out erlebt.

Auch Notaros und Allynnes nächster Film wird lesbisch: In der Komödie „Time and Space“ zieht ein Frauenpaar von Los Angeles aufs Land – ein Plan, den die beiden nach der Geburt ihrer Zwillinge tatsächlich hatten (aber wieder verwarfen). Notaro wird eine der Hauptrollen spielen, ihre Partnerin wurde noch nicht gecastet.

Ebenfalls noch im Planungsstudium ist „The Erotic“, ein Indie-Biopic über die Schwarze, lesbische US-Dichterin Audre Lorde (1934– 1992), die in den 1980er Jahren auch in Berlin lebte und die afrodeutsche Bewegung entscheidend mitprägte. Gespielt wird sie von Numa Perrier („Jezebel“), die den Film auch produziert.

Das Warten hat ein Ende: Knapp vier Monate nach Ende der zweiten Staffel von „The L Word: Generation Q“ kündigte der US-Sender Showtime endlich an, die Lesbenserie fortzusetzen. Die zehn neuen Folgen werden nicht vor Ende 2022 erwartet und kommen wahrscheinlich wieder zu Sky und dessen Streamingdienst Sky Ticket.

In Offenbach wurde gerade „Charlie“ gedreht, die erste deutsche Serie mit einer nicht-binären Hauptfigur: Charlie (Lea Drinda, „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“), Anfang 20, fühlt sich weder als Frau noch als Mann und verlässt das vertraute Zuhause, eine Hochhaussiedlung, um – unter anderem mit Hilfe der lesbischen Tante und ihrer trans Lebensgefährtin – zur eigenen Identität zu finden. Die lesbische Regisseurin Kerstin Polte („WIR“) inszenierte mit Greta Benkelmann die Drehbücher von Lion H. Lau, selbst nichtbinär und trans. Die sechs Folgen kommen voraussichtlich im Frühsommer in die „Instant Fiction“-Reihe der ZDF-Mediathek.

Auch in der 18. Staffel von „Grey’s Anatomy“ wurde ein nicht-binärer Charakter eingeführt: Dr. Kai Bartley (E. R. Fightmaster) verdreht Dr. Amelia Shepherd (Caterina Scorsone) den Kopf. Der Starttermin bei ProSieben war bis Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

„How I Met Your Father“ (ab 9. März bei Disney+) mit Hilary Duff als weibliche Version von „Ted Mosby“ versucht an den Erfolg der Sitcom „How I Met Your Mother“ anzuknüpfen und darf sogar dieselbe Titelmusik und Marshalls und Lilys alte Wohnung wiederverwenden, ist aber nicht ganz so hetero wie das Original. Zum Hauptcast gehört ein lesbisches Landei: Ellen (Tien Tran) ist nach der Scheidung von ihrer Frau neu in New York gelandet. Bleibt zu hoffen, dass sie nicht als einzige Lesbe in ihrer Clique verkümmern muss und bald eine Loverin oder queere beste Freundin kriegt!

Auch die ZDF-Vorabendserie „Soko Stuttgart“ wagt sich an die Lesben. „Princess Charming“-Star Irina Schlauch und die queere Schauspieler:in Jördis Trauer spielen Gastrollen in der Folge „In Stein gemeißelt“ (3. März, 18 Uhr), in der es bei den Ermittlungen in einem Mordfall um „Machtkämpfe, Geschlechtsidentitäten und Geschlechterrollen“ (Pressetext) in der Kunstszene geht.

// Karin Schupp