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CONTROLLER-KEYBOARD: ARTURIA: KEYLAB 88 MKII


Keys - epaper ⋅ Ausgabe 11/2019 vom 04.10.2019

Das Arturia Keylab II ist ein sehr umfangreich ausgestattetes Controller- Keyboard mit einer gewichteten 88er-Tastatur von Fatar. Plug-ins und verschiedene DAWs lassen sich damit komfortabel steuern – live wie auch im Studio, und auch das gebundelte Soundangebot hat es in sich .


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Bildquelle: Keys, Ausgabe 11/2019

Mit der Keylab-Serie hat Arturia seit langem eine breit gefächerte Palette an Controller-Keyboards im Programm. Viele davon wurden mittlerweile einer Revision unterzogen und liegen in der Variante MkII vor. So nun auch das Keylab 88 als Flaggschiffmit dem vollem Flügel-Tonumfang. Das Instrument sieht in seinem weißen ...

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... Aluminiumlook mit Holzseitenteilen nicht nur schick aus, es ist hinterlässt auch einen wertigen und stabil verarbeiteten Eindruck. Trotz der gewichteten Tastatur ist das Gewicht mit 15 Kilogramm moderat und macht durch die geschickte Anordnung der Bedienelemente einen kompakten Eindruck. Die beiden Räder für Pitchbend und Modulation sind groß und griffg ausgefallen. Die Ausstattung ist reichhaltig: Rückseitig lassen sich der mitgelieferte Noten- und der iPad-Halter anschrauben, eventuell auftretende Brummschleifen soll der mitgelieferte Ground-Loop-Adapter beseitigen. Das Das Software-Paket ist üppig und besteht aus den über 6000 Sounds der Analog Lab 4 Software, den Arturia-Instrumenten Wurli V, Vox Continental V und Piano V sowie der DAW Ableton live lite. Idealer Spielgefährte des Controllers sind natürlich die Plug-ins der hauseigenen Analog Lab Collection beziehungsweise die V Collection, es lassen sich aber auch alle etablierten DAWs und Protokolle wie Ableton, Logic, Cubase, ProTools, Studio One, Reaper oder HUI damit komfortabel bedienen, dazu liegen dem Instrument magnetische Schablonen bei, die auf die Bedienoberfläche gelegt die Beschriftung für die gewählte DAW anpassen. Außerdem lassen sich zehn eigene User-Presets für beliebige Anwendungen von der Orchesterbibliothek bis zum MAX/ DSP-Projekt damit definieren.

Komfortable Einrichtung per MIDI Control Center

Am komfortabelsten lässt sich der Controller mit Hilfe des universellen MIDI Control Center (MCC) von Arturia am Computer einrichten, für alle Arturia-Controller sind entsprechende Anpassungen verfügbar. Sehr bequem können hiermit Zuordnungen der Bedienelemente festgelegt sowie Controller- Maps und Templates verwaltet werden. Hier lassen sich auch bequem globale Einstellungen vornehmen, zum Beispiel die drei Velocity-Kurven für Pads oder Pad-Aftertouch auswählen oder Fader und Encoder wahlweise zwischen relativer und absoluter Werteänderung umschalten, besonders interessant natürlich, um Werte „abzuholen“ und Wertesprünge zu vermeiden. Das Beschleunigungsverhalten der Encoder lässt sich variieren – sehr gut. Auch die detaillierten Anpassungen der CV-Einund Ausgänge und die Benennung von Bedienelementen lassen sich per Software komfortabler als am Gerät selbst vornehmen. Arbeitet man direkt am Controller, wird man durch das gut ablesbare, aber kleine und etwas grob auflösende Display unterstützt, zum Beispiel durch optisches Feedback über die eingestellten Werte beim Betätigen von Bedienelementen.

Integration in Modularsysteme

Das Keylab 88 MkII bietet eine reichhaltige Ausstattung, mit der man live wie im Studio bestens bedient ist. Zum Anschluss an Modularsysteme dienen CV-Ausgänge im 3,5-mm-Miniklinken-Format für Pitch, zweimal Modulation und Gate zum Anschluss an Modularsysteme, die Spannungen lassen sich anpassen. Signale des CV-Eingangs lassen sich auch in MIDI-Signale konvertieren und per MIDI oder USB ausspielen, konventionelle MIDI-in- und -out-Buchsen fehlen ebenso wenig wie USB.
An die drei Pedaleingänge lassen sich Controller oder Fußtaster anschließen und diese softwareseitig drei definieren. Fest belegt sind dagegen die Buchsen für Sustain und Expression. Alle Pedal-Eingänge können die Polarität automatisch erkennen, allerdings lässt sich dies nicht global einschalten, muss also für jeden User-Speicher neu definiert werden. Sehr hilfreich ist es, die Control-Pedale in der MCC-Software kalibrieren zu können. Typischerweise wird der Controller vom Rechner per USB mit Strom versorgt. Für den Standalone- Betrieb lässt sich ein separat erhältlicher Netzadapter anschließen, in beiden Situationen lässt sich per Netzschalter Strom sparen.


>>Das Keylab 88 MkII bietet eine reichhaltige Ausstattung, mit der man live wie im Studio bestens bedient ist.<<


Tastatur mit Licht und Schatten

Das Keylab 88 MkII ist mit der bewährten, aber auch schon etwas in die Jahre gekommenen TP-100LR-Tastatur von Fatar ausgerüstet. Diese bietet einen langen Tastenhub, fühlt sich aber zunächst etwas schwerfällig an. Sie bietet ordentlichen Tastenwiderstand, was pianistisch orientierten Spielern gefallen wird. Allerdings folgt sie der Tastendynamik nicht so flüssig wie aktuelle hochwertige Drei-Sensor-Systeme, sodass sich der Controller für ambitioniertes Klassikspiel eher wenig eignet. Mit drei Velocity-Kurven ist auch die Anpassung der Anschlagdynamik am Gerät selbst nur recht grob möglich. Controller-seitig lässt sich die Tastatur in zwei Parts splitten, für die jeweils separat MIDI-Kanal, Oktavlage, Velocity und Transponierung in Halbtonschritten eingestellt werden kann. Die Einstellung des Splitpunktes ist aber zu kompliziert ausgefallen. Etwas komfortabler dagegen lassen sich zwei Presets des Analog Lab zu einem gesplitteten oder gelayerten Multi kombinieren.

Echtzeitsteuerung in Hülle und Fülle

Die Vielzahl der Steuerungsmöglichkeiten lässt das Herz jedes Computermusikers höherschlagen, angefangen von den 16 beleuchteten Performance-Pads, die sich mit MIDI-Noten als Drumpads nutzen lassen, Akkorde auf verschiedene Arten speichern und wiedergeben oder auch MIDI-CC Befehle oder Programmwechsel senden können. Außerdem finden sich neun Fader mit ausreichend großem Regelweg und neun Endlos-Drehregler und eine Transportsektion zur Steuerung der DAW.

Drei Betriebsarten

Das Keylab 88 MkII ist natürlich ideal mit der Analog Lab Software von Arturia vernetzt. Die Kategorieauswahl erfolgt mit Tastern und die Sounds lassen sich nach Kategorien filtern, so geht die Wahl der Presets flott vonstatten. Hier sind dann die ersten vier Encoder immer fest Filter und LFO zugewiesen, andere Reglerbelegungen variieren je nach Preset. Das Gleiche gilt für die Fader.

Diese Anschlüsse befi nden sich rechts an der Rückseite: 4x CV-out, MIDI-in/out, fünf Pedalanschlüsse, 1x CV-in, USB, Netzteileingang.


Irritierend ist allerdings vielleicht, dass die ersten vier Fader für die Filter-Hüllkurve zuständig sind und erst die vier folgenden für die Lautstärkeamplitude. Im DAW-Modus lassen sich Presets für MCU, HUI, Ableton, Logic, ProTools, Cubase, Studio One, Reaper, MMC auswählen. Die Regler dienen dann der Lautstärke, die Encoder der Panoramasteuerung. Daneben stehen dann auch separate Taster für solo, mute, record, read, write, save, in, out, retro, undo zur Verfügung und neben den Transporttastern kann auch der große zentrale Drehregler praktischerweise als Jog-Wheel genutzt werden. Die DAW-Steuerungsmöglichkeiten sind sehr umfassend und intuitiv erfassbar. Sehr individuell lassen sich die Fader, Taster und Encoder im User-Modus belegen sowie die Bedienelemente zur besseren Orientierung benennen.

FAZIT

Mit dem Keylab 88 MkII legt Arturia nicht mehr und nicht weniger als die eierlegende Wollmilchsau unter den Controller-Keyboards vor. Im Studio eignet sich die gewichtete Tastatur für das Einspielen von Klavier- oder E-Piano- Parts, mit den zahlreichen Bedienelementen lassen sich Parameter von Plug-ins verändern oder auch die gängigen DAWs steuern. Auf der Bühne schafft das Instrument zusätzlich durch vielseitige Akkordfunktionen interessante Ausdrucksmöglichkeiten und kann als mächtiges Performance-Instrument verwendet werden. Die Tastatur kommt pianistischem Spiel entgegen, ohne aber echte Premium-Merkmale wie spezielle Tastaturbeschichtung oder Dreifach- Sensorik zu bieten, insbesondere mit den E-Piano-Sounds aus dem Hause Arturia harmoniert sie aber sehr gut.
Sehr gelungen ist das Zusammenspiel mit Arturia-Software wie dem Analog Lab beziehungsweise der V Collection. Nutzt man das Keylab MkII mit Plug-ins anderer Hersteller, muss man allerdings die Anpassungen gegebenenfalls erst einmal selbst erstellen. Beachtlich ist auch die Integration von CV-Ein- und Ausgängen und die große Anzahl an Eingängen für Taster und Control-Pedale. Der Preis ist in Anbetracht der mitgelieferten Sounds recht günstig ausgefallen.