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Cool Down


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bauen - epaper ⋅ Ausgabe 9/2022 vom 16.07.2022

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Bildquelle: bauen, Ausgabe 9/2022

Die Sonne unbeschwert genießen: In diesem Wohnbereich sorgt ein Klima-Innengerät, hier in Form eines Heizkörpers, für angenehme Abkühlung bei Bedarf. > www.daikin.de

Sommer, Sonne, Sonnenschein – allerdings haben die wenigsten von uns Freude daran, wenn in den eigenen vier Wänden rund um die Uhr ein tropisches Klima herrscht. Denn die unangenehmen Folgen von Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit können schlaflose Nächte, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Kreislaufbeschwerden sein. Von besonders hohen Temperaturen betroffen sind die Bewohner von Dachgeschossräumen.

Das wichtigste Ziel sollte es sein, die heißen Sonnenstrahlen vorausschauend so konsequent wie möglich abzuwehren, bevor sie ungebremst auf Fassade, Dach und Fenster treffen und dann rasch das Gebäudeinnere aufheizen. Dazu zählen insbesondere eine angepasste Architektur, ein hochwertiger Wärmeschutz sämtlicher Außenbauteile sowie ...

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... ergänzend vor allem außen liegende Verschattungsmöglichkeiten für Fenster und Fenstertüren. Allerdings reichen diese präventiven Maßnahmen bei längeren Hitzeperioden nicht mehr aus, um die Innenraumtemperaturen auf einem angenehmen Niveau zu halten. Wie lässt sich ein eventueller Hitzestress in den eigenen vier Wänden dann umgehen?

Wohnungslüftung ist keine Klimaanlage

Mit Blick auf die von der Bundesregierung geplanten Verschärfungen der energetischen Anforderungen für Neubauten, werden diese künftig noch „luftdichter“ als bisher. Doch schon bereits heute ist es schwierig oder nicht mehr möglich, den unter gesundheitlichen und bauphysikalischen Aspekten notwendigen Luftaustausch in energiesparenden Neubauten per manueller Fensterlüftung zu gewährleisten. Als wirksame Problemlöser mit hohem Komfort empfehlen sich zentrale Be- und Entlüftungssysteme, die während der kalten Jahreszeit die wertvolle Raumwärme zum Großteil nutzen können, statt sie einfach ins Freie zu blasen wie bei offenen Fenstern.

An heißen Sommertagen bieten sie die Möglichkeit, die Raumtemperaturen abzusenken. Allerdings sind die technischen Möglichkeiten einer kontrollierten Wohnraumlüftung beschränkt, weil sie, im Gegensatz zu den großen Klimaanlagen in Kaufhäusern und Büros, keine aktive Kühlfunktion besitzen. Dennoch empfinden die Bewohner während einer Hitzephase selbst nur eine leicht kühle Brise als angenehm.

Der große Vorteil einer intelligenten, sensorgesteuerten Lüftungsanlage ist es, dass sie genau dann mit voller Kraft für einen erfrischenden Luftaustausch sorgen kann, wenn die Außentemperaturen vergleichsweise niedriger sind – also vor allem abends, nachts und in den frühen Morgenstunden. Und alles geschieht dabei automatisch und bei geschlossenen Fenstern, sodass weder Lärm noch Insekten in die Räume gelangen.

Bei einem zentralen Lüftungssystem lässt sich ein zusätzlicher Wärmetauscher einbauen, welcher die Kühle des Erdreichs nutzt und dadurch für etwas mehr Abkühlung sorgt. Das kann entweder ein langes, im Erdreich verlegtes Rohr sein, durch das die frische Außenluft direkt strömt, bevor sie zum Lüftungsgerät gelangt (Faustwert: In einem 30 m langen Erdrohr kühlt sich die Zuluft um 5 bis 10 Grad Celsius ab). Platzsparender und hygienischer, aber auch teurer, sind Erdreich-Sole-Wärmetauscher in Verbindung mit einer kleinen Wärmepumpe. Übrigens: Vorteilhaft während des Heizbetriebs ist es, dass sich die eiskalte Außenluft mit einem Erdreichwärmetauscher kostengünstig vorwärmen lässt.

Im Trend: Split-Klimageräte

Baufamilien, die die Hitze nachhaltig aus einzelnen oder allen Wohnräumen entfernen und eine bestimmte Wunschtemperatur einstellen möchten, kommen am Einsatz eines Raumklimageräts nicht vorbei. Vorteilhaf- Zentrale Wohnungslüftung mit Erdwärmeübertrager: Um die angesaugte, warme Außenluft an heißen Tagen etwas abzukühlen, wird sie durch ein langes, im kühleren Erdreich verlegtes Rohr geleitet. > www.heliosventilatoren.de

Die richtige Leistung und Temperatur

Die notwendige Kühlleistung eines Raumes lässt sich mit einer Faustformel überschlägig ermitteln: Pro Kubikmeter Rauminhalt sind in einem gut gedämmten Gebäude etwa 30 Watt Kühlleistung erforderlich (Beispiel: Raum mit 28 m² Grundfläche und 2,5 m Raumhöhe = erforderliche Kühlleistung: etwa 2,1 kW; Umrechnungs-Hinweis: rund 293 Watt entsprechen 1 000 BTU pro Stunde).

Generell besser ist es jedoch, eine sogenannte Kühllastberechnung durchzuführen, welche, abhängig von den konkreten Raumbedingungen sowie von internen Wärmelasten, individuelle und somit genauere Ergebnisse liefert. Dies kann nicht nur ein Fachmann machen. Im Internet gibt es gute Berechnungstools, zum Beispiel unter www.stiebel-eltron.de/toolbox/kuehllast

Wichtig ist im Kühlbetriebe die Differenz zwischen der Außen- und Rauminnen-Temperatur nicht zu groß zu wählen, weil sonst Erkältungsgefahr besteht. Empfehlenswert ist es deshalb, vor allem an heißen Tagen (oberhalb von etwa 28 Grad Celsius) den Temperaturunterschied auf sechs bis maximal acht Grad Celsius zu begrenzen. Im Schlafzimmer kann es bei Bedarf noch etwas frischer sein. ter Zusatzeffekt: Bei schwül-heißen Verhältnissen wird die Raumluft nicht nur gekühlt, sondern auch etwas entfeuchtet.

Am bekanntesten und beliebtesten waren bislang Kompaktklimageräte, die vor allem Bau- und Elektronikmärkte sowie Internet-Versandhändler anbieten. Die Produkte sind sofort und ohne Montage einsetzbar und verführen deshalb und mit Preisen ab etwa 300 Euro zum schnellen Kauf. Allerdings steckt der Teufel im Detail: Einfache, mobile Klimageräte, sogenannte Monblockgeräte, entziehen der Raumluft Wärme und transportieren sie durch einen Schlauch ins Freie. Dieser Schlauch muss durch ein Fenster oder eine Tür geführt werden, die angelehnt oder gekippt sind. Nachteil: Es dringt stets wieder warme Luft nach. Spezielle Fenster- und Wanddurchführungen sind oft nicht besonders robust und praxistauglich oder aufwendig zu installieren. Das Ergebnis ist eine meist unbefriedigende Kühlleistung und ein relativ hoher Stromverbrauch. Zudem sind diese Schlauchgeräte laut und für ruhige Umgebungen ungeeignet.

Inzwischen hat jedoch ein Umdenken bei den Hausbesitzern eingesetzt: Immer beliebter werden sogenannte Split-Raumklimageräte, welche mehr Komfort und eine höhere und besser anpassbare Kühlleistung bieten.

Mobile Split-Klimageräte sind vor allem hinsichtlich der einfacheren Aufstellmöglichkeit, der Kühlleistung als auch der Geräuschentwicklung den günstigeren Monoblock-Luftschlauchgeräten überlegen. > www.remko.de

Single- oder Multi-Splitanlage?

Split-Klimageräte bestehen prinzipiell aus zwei Teilen:

Aus dem Außengerät (Verflüssigereinheit mit Kältemaschine), welches die Wärme aus dem Innenraum abgibt und dazu im Freien platziert wird: Mit einem Aufstellbalken auf dem Fußboden oder Flachdach, mit einer Wandkonsole an der Wand oder mit einer Dachkonsole auf dem Dach. Wichtig sind dabei, dass das Außengerät schallmäßig zum Gebäude entkoppelt und zu Wartungszwecken (möglichst einfach) zugänglich ist.

Aus dem kompakten Design-In- nengerät (Verdampfereinheit), welches im zu klimatisierenden Raum montiert ist. Dazu kommen meist Wand- und Truhengeräte zum Einsatz (siehe Kasten).

Die fest montierten Außen- und Innengeräte werden mittels spezieller, gedämmter Rohre miteinander verbunden. Diese sind im Eigenheimbereich mit einem Kältemittel befüllt, wobei eine unsachgemäße Handhabung zu Verletzungen und Umweltschäden führen kann. Deshalb darf normalerweise nur ein Kälteklima-Fachmann diese Arbeit ausführen. Des Weiteren sind noch Elektround Kondensatleitungen sowie eine Wand- oder Dach-Durchführung von drinnen nach draußen erforderlich.

Häufig besteht der Wunsch, nicht nur einen Raum, sondern zwei oder mehr Bereiche mit Klimageräten auszustatten. Dann bietet sich die Installation der sogenannten Multi-Split-Variante an. Im Gegensatz zur Single-Split-Variante versorgt hierbei ein Außengerät mehrere Innengeräte. Bei Bedarf, zum Beispiel aus Platz- oder Designgründen, lässt sich in jedem Raum ein anderes Innengeräte-Modell des Herstellers montieren. Nicht immer reicht übrigens ein Innengerät pro Raum aus. Bei großen oder verwinkelten Wohnbereichen kann die Aufteilung auf zwei oder mehr Einheiten sinnvoll sein, um eine günstige oder gleichmäßige(- re) Temperaturverteilung zu erzielen. Hinweis: Sind hohe Kühlleistungen notwendig, ist eventuell der Einsatz eines zweiten Außengeräts erforderlich.

Split-Klimasysteme sind flexibel: Im EG versorgt das Klima-Außengerät ein Innengerät, das hier in die Decke eingebaut ist („Single-Split“). Im OG werden Arbeitsund Schlafzimmer gekühlt („Multi-Split“). Das Außengerät ist dazu mit zwei Innengeräten verbunden (hier: Wand- bzw. Truhengerät). > www.mitsubishi-les.com

Split-Raumklimageräte bestehen aus einem Innen- und Außengerät, die mit Kältemittelleitungen verbunden sind. > www.mitsubishi-les.com

Wandgerät oder Truhe?

Die am häufigsten eingesetzte Innengeräte-Bauform bei Split-Kimaanlagen im Eigenheimbereich sind Wandgeräte. Zum einen sind sie in verschiedenen Designs, Farben, Ausstattungsvarianten und Preisklassen erhältlich. Zum anderen fügen sie sich relativ unauffällig in den Raum ein, da sie im oberen Drittel der Wand montiert werden. Wandgeräte saugen die warme Raumluft oben an und blasen die kühle Luft nach unten aus. So sorgen sie für eine quasi zugfreie und gleichmäßige Luftzirkulation im Raum. Achtung: Das Innengerät muss gerade ausgerichtet installiert werden, damit das bei der Entfeuchtung im Gerät anfallende Kondenswasser richtig abläuft.

Weist der zu kühlende Raum keine freie Wand, zu viele Dachschrägen oder zu niedrige Deckenhöhen auf, empfiehlt sich der Einsatz eines Truhengeräts. Dieses ähnelt einem Heizkörper und wird in Bodennähe an der Wand befestigt, aufgestellt oder halbverdeckt in die Wand eingelassen. Aufgrund der moderaten Abmessungen passt sich auch das Truhengerät gut in den Raum ein. Zudem sind sie vorteilhaft, falls die Heizfunktion häufig genutzt wird: weil sich der Luftauslass in Bodennähe befindet, stellt sich bei Auslass erwärmter Luft ein günstiger Konvektionseffekt ein.

Ausstattung und Auswahlkriterien

Aufgrund ihrer räumlichen Trennung bietet die Split-Bauart den Bewohnern einen sehr hohen Komfort, sowohl hinsichtlich der Luftführung als auch der Geräuschentwicklung. Manche Innengeräte verfügen über eine „Flüsterbetrieb“-Funktion und sind mit einem Schalldruckpegel zwischen 19 und 21 dB(A) dann sogar fürs Schlafzimmer geeignet. Weitere Vorteile hochwertiger Splitsysteme: Moderne Inverter-Technologie zur Leistungsanpassung, Power- und Standby-Modus, Zeitprogramme sowie intelligente Sensor- und Steuerungstechnik per (Infrarot)-Fernbedienung und App ermöglichen eine rasche Kühlung und eine quasi zugfreie, günstige Temperaturverteilung im Raum bei gleichzeitig moderaten Stromkosten. Außerdem halten sie im Automatikbetrieb die eingestellte, angenehm kühlere Zimmertemperatur. Bei schwül-warmen Luftbedingungen verbessern Klimageräte zusätzlich die Behaglichkeit im Raum, indem sie die Luft bis zu einem gewissen Grad entfeuchten. Und nicht nur allergiegeplagte Haushalte wissen es zu schätzen, dass sich bestimmte Modelle mit hochwertigen Filtersystemen bestücken lassen, die Staub, Pollen, Bakterien, Gerüche etc. aus der Raumluft entfernen.

Die Startpreise von Single-Splitgeräten liegen im Bereich von etwa 1 000 bis 2 000 Euro – abhängig von Marke, Ausstattung und Lieferant; hinzu kommen noch die Montagekosten. Wichtige Auswahlkriterien neben dem Preis sind: Kühlleistung, Energieeffizienzklasse (A+++ bis D), realer Stromverbrauch, Lautstärke, Kühl- und Bedienkomfort-Features und Design.

Übrigens: Wird die Betriebsweise des Split-Klimageräts umgekehrt, kann es, zum Beispiel in der Übergangszeit, den Raum auch relativ energieeffizient beheizen; denn technologisch betrachtet ist das Klimagerät eine Luft-Luft-Wärmepumpe.

Schlechtes Öko-Gewissen?

Und wie bewähren sich Split-Klimageräte unter neutralen Testbedingungen? Die Stiftung Warentest hat in Test Heft 6/2022 acht Geräte mit etwa 2,5 Kilowatt Nenn-Kühlleistung geprüft und sechsmal das Qualitätsurteil „gut“ und zweimal „befriedigend“ vergeben: „Die Splits kosten 990 bis 2 630 Euro, wobei das günstigste (LG) gut ist, das teuerste (Hitachi) nur befriedigend. Hinzu kommen Stromkosten von 39 bis 52 Euro pro Jahr.“ Müssen Baufamilien, die Klimageräte nutzen, ein schlechtes Ökogewissen haben? „Auch wenn die Splitgeräte im Test gut kühlen und energieeffizient arbeiten: Schon wegen des eingesetzten Kältemittels bleibt ihr Einsatz ein Dilemma für alle, die neben der Sommerhitze auch das Klimagewissen plagt“, schreibt Stiftung Warentest. Das Problem ist, dass in den Klimageräten noch R32 als Kältemittel eingesetzt wird, welches ein relativ hohes Treibhausgaspotenzial aufweist. Allerdings handelt es sich um sehr kleine Mengen, die normalerweise zudem nicht in die Atmosphäre gelangen – sorgsamer Umgang bei Installation und Entsorgung vorausgesetzt. Haushalte, die zudem eigenen Solarstrom oder einen Ökostrom-Tarif zum Betrieb ihrer Klimageräte nutzen, verursachen keine unmittelbaren CO₂-Emissionen. Übrigens: Damit die Baufamilien lange Freude an einem angenehmen und gesunden Raumklima haben, sollte sie ihr Klimagerät regelmäßig warten lassen. Ausreichend ist meist ein Zweijahresrhythmus. Die Wartung eines Auffangbehälters fürs Kondensationswasser sowie die Reinigung oder der Austausch der eingebauten Filter ist gegebenenfalls früher erforderlich und von den Nutzern selbst durchführbar.

• jw

1 In Schlafzimmern sollte bei der Auswahl des Klima-Innengeräts unbedingt darauf geachtet werden, dass es auch möglichst leise arbeitet oder die Regelung einen „Flüstermodus“ bietet. > www.mitsubishi-les.com

2 Luft-Wasser-Wärmepumpe können auch kühlen, sofern sie über eine reversible Betriebsweise verfügen. Wichtig ist, dass der Heizungsfachmann bereits bei der Planung die Kühlfunktion mitberücksichtigt – insbesondere bei der Auslegung der Flächenheizung. > www.vaillant.de

Kühlen mit der Wärmepumpe

An heißen Sommertagen kann die Heizwärmepumpe auch für einige Grad Abkühlung sorgen. In diesem Fall strömt kühles Wasser durch das Rohrsystem der Flächenheizung in den Wohnräumen und nimmt dabei ein Teil der überschüssigen Raumwärme auf. Voraussetzung dafür ist eine Wärmepumpe mit „reversibler Betriebsweise“, bei der sich der Kältekreislauf von „Heizen“ auf „Kühlen“ umschalten lässt. Mit einer Erdwärmepumpe ist zusätzlich ein energiesparenderer „passiver Kühlbetrieb“ möglich.

Die Kühlleistung ist jedoch begrenzt. Denn die Temperaturen lassen sich nicht beliebig absenken, weil sonst die in der Raumluft enthaltene Feuchtigkeit im Boden kondensieren und Feuchteschäden verursachen könnte. Empfehlenswert ist der Einsatz spezieller Regelgeräte und Fühler zur Taupunkttemperatur-Überwachung. Außerdem wichtig: Der Fachmann muss schon im Planungsstadium die Heizflächen zusätzlich für Kühlfunktion auslegen.

Tipp: Die eigene Photovoltaikanlage kann an sonnigen, heißen Tagen den Wärmepumpen-Stromverbrauch drastisch reduzieren bzw. neutralisieren.