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Coronakrise: Übersicht: DIE LAGE DER LIGA


FFussball Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 4/2020 vom 09.07.2020

Die FLYERALARM Frauen-Bundesliga wurde im Eiltempo abgeschlossen. Das ist die derzeitige Situation bei den Vereinen.


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Bildquelle: FFussball Magazin, Ausgabe 4/2020

VfL Wolfsburg

Corona-Aktionen: Der WölfiClub verteilte an seine rund 3.500 Mitglieder in der Region Geschenktüten. Zudem waren Spielerinnen und Spieler im Telefoneinsatz um sich mit den Dauerkartenbesitzern über deren Wohlbefinden zu unterhalten - tolle Aktion!

Aktuelle Situation: Der VfL kam gewohnt stark aus der Coronapause. Mit deutlichen Siegen gegen Köln (4:0), Frankfurt (5:1) und Essen (3:0) ging es in Richtung vierter Deutscher Meisterschaft in Folge. Im Pokalfinale tritt der VfL ...

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Aktuelle Situation: Der VfL kam gewohnt stark aus der Coronapause. Mit deutlichen Siegen gegen Köln (4:0), Frankfurt (5:1) und Essen (3:0) ging es in Richtung vierter Deutscher Meisterschaft in Folge. Im Pokalfinale tritt der VfL zudem am 04. Juli gegen die SGS Essen an.

Wie geht es weiter? Wolfsburg plant schon akribisch die neue Saison - zahlreiche Abgänge müssen kompensiert werden. Während Doorsoun ihren Vertrag verlängerte, präsentierte der VfL mit der polnischen Nationaltorhüterin Katarzyna Kiedrzynek (PSG), der Mittelfeldspielerin Pauline Bremer (ManCity) und dem To-alent Lena Oberdorf (Essen) bereits hochkarätige Neuzugänge.

FC Bayern München

Corona-Aktionen: Während die männlichen Bayern-Profis mehrere Millionen Euro für soziale und karitative Einrichtungen sammelten, unterstützten auch die Frauen die #WEKICKCORONA-Initiative. Sie alle sind ein Teil der 2.700 Spender, mit deren Hilfe bisher 90 soziale Projekte unterstützt werden konnten.

Aktuelle Situation: Die Bayern taten sich nach dem Wiederbeginn schwer. Gegen Hoffenheim und Jena platzte der Knoten spät, die Punkte sicherte man sich trotzdem - Platz zwei ist gesichert.

Wie geht es weiter? Die Bayern starteten während der Coronapause eine Transferoffensive! Mit Schüller, Glas, Hegering oder Bühl wurden bereits große Namen präsentiert. Klubnahe Quellen bestätigten zudem, dass im Sommer noch ein Mega-Transfer folgt. Bis Redaktionsschluss war die Katze noch nicht aus dem Sack.

TSG 1899 Hoffenheim

Corona-Aktionen: Für den „Wings for Life World Run“ Anfang Mai liefen Nicole Billa, Kathi Naschenweg, die wieder genesene Fabienne Dongus und Laura Wienroither für einen guten Zweck mit. Ansonsten gab es die üblichen Corona-Challenges und Trainings- und Freizeit-Tipps sowie Ratespiele, um die Zeit gut zu überstehen und die Fans zu unterhalten.

Aktuelle Situation: Beim ersten Post-Corona-Match, dem wohl entscheidenden Spiel um die Champions-League-Qualifikation gegen den FC Bayern München, saß Co-Trainer Gabor Gallai auf der Bank, sein Chef Jürgen Ehrmann verzichtete auf das vorgeschriebene Quarantäne-Trainingslager, weil er als Berufs-Schullehrer seinen Pflichten nachkommen wollte. Durch das 0:3 in München ist die erste Champion-eague-Teilnahme futsch. Torfrau Martina Tufekovic fehlt wegen einer hartnäckigen Schulterblessur weiterhin. Im DFB-Pokal-Viertelfinale verlor die TSG überraschend mit 2:3 n.V. gegen Leverkusen, in der Liga gab es gegen Bayer noch ein 4:1.

Wie geht es weiter? Lina Bürger (SC Freiburg) und Sarai Linder (USA) verlassen die TSG, zudem halten sich hartnäckig die Gerüchte, Isabella Hartig könnte nach ihrer tollen Saison den Verein (in Richtung Bayern München) verlassen, über Neuzugänge ist noch nichts bekannt. Wenngleich Hoffenheim seine aktuelle Mannschaft mehr oder weniger halten kann, ist eine weitere Top-Saison nicht zu erwarten, auch weil Frankfurt als Eintracht angreifen wird. Für einen Platz in den Top fünf sollte es aber reichen.

SGS Essen

Corona-Aktionen: Als die Bayern ihre Corona-Hilfsaktion initiierten, zählte Essens Turid Knaak zu den ersten Nationalspielerinnen, die sich beteiligten. Viele nutzen zudem die Zeit, ihren beruflichen Pflichten weiterhin nachzukommen.

Aktuelle Situation: Die SGS konnte das Pokal-Viertelfinale in Potsdam überraschend mit 3:1 gewinnen und steht nach einem weiteren 3:1 in Leverkusen im Finale.

Wie geht es weiter? Nach den Abgängen von Hegering, Brüggemann, Oberdorf und Schüller (Foto) steht Essen vor einem richtungsweisenden Umbruch. Nach einer intensiven Analyse der aktuellen als auch der letzten Spielzeiten haben sich die Verantwortlichen zudem für eine grundsätzliche konzeptionelle Anpassung entschieden - auch wenn der bisherige Weg in der Talentausbildung bei der SGS Essen bis Dato sehr erfolgreich war. So wird die U20 in Zukunft an den Jugendbereich der SGS angedockt und der Unterbau in zwei Teilbereiche gegliedert. Näheres zum neuen SGS-Juniorinnenkonzept lesen Sie auf Seite 53.

Turbine Potsdam

Corona-Aktionen: Die Initiatorinnen Gina Chmielinski und Caroline Siems entschieden sich gemeinsam mit Anna Gerhardt, Rieke Dieckmann, Nina Ehegötz, Lara Schmidt und Dina Orschmann, dafür, zehn Prozent ihres Gehalts in den Corona-Nothilfefond des DRK fließen zu lassen. „Das Geld kommt dem Deutschen Roten Kreuz zu Gute. Da wissen wir, dass das Geld da ankommt, wo es hinsoll“, erklärt Chmielinski (Foto), „da geht es um die Gesundheit, und die ist ja in dieser Zeit das Wichtigste.“

Aktuelle Situation: Für Potsam ging der ReStart ziemlich in die Hose. Zuerst verspielte man eine 2:0-Führung in Freiburg (2:3), dann folgte das Pokal-Aus zu Hause gegen Essen (1:3) - auch hier nach einer Führung. Und schließlich kam man gegen die Bayern zu Hause mit 1:5 unter die Räder.

Wie geht es weiter? Potsdam hat im Sommer erneut einen großen Umbruch zu bewältigen. Neben Trainer Rudolph verlassen mit Kapitänin Sarah Zadrazil, Toptorjägerin Lara Prašnikar und Ei- gengewächs Caroline Siems verlassen gleich drei Leistungsträgerinnen den Verein. Neuzugänge wie Selina Cerci oder Lena Uebach werden die neue Offensive der „Torbienen“ prägen.

1. FFC Frankfurt

Corona-Aktionen: Sehr aktiv und kreativ auf seinen Social-Media-Kanälen zeigten die FFC-Spielerinnen, wie sie individuell die Trainingsinhalte zu Hause umsetzten. Zudem warb Manager Siggi Dietrich als Vorsitzender des DFB-Ausschusses Frauen-Bundesligen vehement und engagiert für eine Fortsetzung des Spielbetriebs und brachte sich medial auf allen möglichen Kanälen ein. Für die Fans gab es einige Gewinnspiele in der Bundesliga-freien Zeit.

Aktuelle Situation: Das Quarantän-rainingslager im Sporthotel Grünberg Ende Mai scheint dem Team gut getan zu haben: Im ersten Spiel nach der Corona-Pause gab es ein souveränes 3:1 gegen den SC Sand, obwohl Nationalspielerin Sophia Kleinherne wegen einer Abiturprüfung während der Quarantäne fehlte. Seit fünf Jahren wieder in der Startelf: Theresa Panfil, die eine starke Leistung ablief- erte und für den Schlussspurt eine gute Option war. Letícia Santos wird lange mit einem Kreuzbandriss fehlen, Anfang Juni gab es ergebnistechnisch beim 1:5 gegen Wolfsburg einen Rückschlag.

Wie geht es weiter? Der Traditions-Verein wird unter das Dach von Eintracht Frankfurt schlüpfen. Dann will der Standort wieder an alte Zeiten anknüpfen und oben mitspielen, am liebsten gleich den dritten Platz erreichen, der für die Qualifikation zur UEFA Women’s Champions League berechtigt. Laut Medienberichten sollen National-Keeperin Merle Frohms, Innenverteidigerin Virginia Kirchberger (beide SC Freiburg) und Torjägerin Lara Prašnikar (Turbine Potsdam) nach Frankfurt wechseln, bislang gibt es aber noch keine Bestätigungen. Einzig bestätigter Abgang: Margarita Gidion, die sich Aufsteiger SV Werder Bremen anschließt.

SC Sand

Corona-Aktionen: Der SC Sand engagierte sich mit dem SV Stadelhofen in der Landwirtschaft. Weil viele Erntehelfer nicht nach Deutschland einreisen durften, legten die Kickerinnen und Kicker in Oberkirch Hand an. „Wir haben in vier Stunden sieben Spargelreihen abgeerntet. Danach wurde der Spargel von uns mit den Händen gewaschen, was auch noch einmal drei Stunden dauerte“, sagt Mittelfeldspielerin Dina Blagojevic.

Aktuelle Situation: Der SC Sand beendete die Saison im „Niemandsland“ der Tabelle. Im Pokal musste sich die Elf von Trainer Sven Thoß der Arminia aus Bielefeld mit 2:3 geschlagen geben - trotz früher Führung durch Viktoria Pinther (8.).

Wie geht es weiter? Auch in Willstätt steht man vor einem richtungsweisenden personellen Umbruch. Seit 2013 war Claudia von Lanken in verschiedensten Funktionen tätig und zuletzt Geschäftsstellenleiterin des Vereins und Co-Trainerin des Bundesligateams. Im Sommer verlässt sie den SC Sand gemeinsam mit ihrer Lebensgefährtin Anne van Bonn in Richtung Hamburg.

SC Freiburg

Corona-Aktionen: Viel ist nicht bekannt, wie der SC die Corona-Pause überstand. Aufregung gab es nach Bekanntgabe des Bundesliga-Restarts, als die deutsch-israelische Verteidigerin Sharon Beck in einem Podcast des SWR die fehlende Fürsorge des DFB für die Spielerinnen bemängelte. Sie hinterfragte kritisch, wie die berufliche Doppelbelastung für einige während der Quarantänezeit zu bewältigen sei. Ihre Kritik befeuerte die Diskussion einige Tage vor der Wiederaufnahme des Spielbetriebs.

Aktuelle Situation: Nach der Quarantäne überzeugte der SC mit der Aufholjagd gegen Turbine Potsdam, die dank eines Doppelpacks von Nationalspielerin Klara Bühl und dem Siegtreffer in der Nachspielzeit von Naomi Megroz mit dem 3:2-Sieg belohnt wurde. Im zweiten Post-Corona-Match wurde Schlusslicht Jena 6:0 weggeputzt und einiges für das schlechte Torverhältnis getan. Denn gerade gegen Spitzenteams war die Defensive mit einigen Ausfällen das Problem des SC.

Wie geht es weiter? Der Verein verliert zahlreiche Leistungsträgerinnen, darunter Klara Bühl (Bayern München), Torfrau Merle Frohms (wird sich wohl Frankfurt anschließen), Lena Lotzen und Sharon Beck (wechseln nach Köln). Neuzugänge wie Giovanna Hoffmann von Aufsteiger Bremen können diese nicht auffangen. Die Breisgauerinnen müssen sich nach einer durchwachsenden Saison wohl weiter nach unten orientieren, sollte es keine Top-Neuzugänge geben.

Bayer 04 Leverkusen

Corona-Aktionen: Das Quarantän-rainingslager von Bayer 04 Leverkusen wurde in Wermelskirchen im Hotel „Große Ledder“ abgehalten, wo bereits die Männer-Profis untergebracht waren. Die Wochen zuvor wurden im Stillen verbracht, viel drang während der Corona-bedingten Zwangspause nicht nach außen. Lediglich ein witziges Video Ende März mit Trainer Achim Feifel und den Spielerinnen zu den individuellen Trainingsplänen sorgte für einige Lacher.

Aktuelle Situation: Von Leverkusen war während der Zwangspause der Liga wenig zu hören. Zum Auftakt gab es gegen den MSV Duisburg eine 0:2-Niederlage, bevor per Verlängerung überraschend mit einem 3:2 gegen die Hoffenheimerinnen der Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale gefeiert werden konnte. Einige Tage später revanchierte sich Hoffenheim mit einem 4:1-Sieg, die Bayer-Elf von Achim Feifel steht mit 14 Punkten (Stand: 20.06. Die letzten Saisonspiele fielen in die Zeit nach Redaktionsschluss).

Wie geht es weiter? Fix sind zur kommenden Spielzeit bereits Nina Brüggemann (SGS Essen) sowie die polnische Nationalspielerin Sylwia Matysik (Gornik Leczna), Lena Uebach wechselt im Gegenzug zu Potsdam und auch Abwehrchefin Merle Barth verlässt die Bayer-Frauen, um sich den Turbinen anzuschließen. Auch wenn einige Spielerinnen wie Jessica Wich, Dóra Zeller, Anna Klink und Isabel Kerschowski ihre Verträge verlängert haben: Es sieht ganz so aus, als würde es auch in der Saison 2020/21 gegen den Abstieg gehen - vorausgesetzt, der Klassenerhalt gelingt.

MSV Duisburg

Corona-Aktionen: Die Spielerinnen gaben während der Pause den Fans durch Beantwortung von Fragebögen auf den Social Media Kanälen einige interessante Einblicke darüber, wie sie die Corona-Zeit verbringen und worauf sie sich danach am meisten freuen. Die Aufmerksamkeit im Verein und der Stadt ist recht hoch, was aber auch daran liegt, dass das Männer-Team „nur“ in der Dritten Liga spielt.

Aktuelle Situation: Die Zebras waren im Wyndham Duisburger Hof in Quarantäne. Vor der Pause gab es ein 0:0 gegen Bayern, beim Restart wurde Leverkusen geschlagen. Das könnte bereits zum Klassenerhalt reichen, auch wenn nach dem 1:1 gegen Köln das 0:2 gegen Sand im Nachholspiel ein Rückschlag war. Lucia Haršányová, Laura Radke und Emma Hilbrands verletzten sich, Verena Fürst braucht noch Zeit und Danica Wu befindet sich in Kanada, darf vorerst nicht einreisen. Die restlichen Heimspiele wurden in der Schauinsland-Reise-rena ausgetragen, die Heimat der Drittliga-Männer.

Wie geht es weiter? Über Transfers ist bislang noch nichts bekannt, große Sprünge darf man bei den Zebras nicht erwarten. Die Spielanlage, auf Kontersituationen zu setzen, wird sich nicht ändern. Trainer Thomas Gerstner wird zudem hoffen, weniger Verletzte zu haben. Der MSV macht aber das Beste aus seinen Möglichkeiten und dürfte auch in der kommenden Saison gute Chancen auf den Klassenerhalt haben - wie in jedem Jahr.

1. FC Köln

Corona-Aktionen: Die Kölnerinnen haben die Zwangspause für Personalplanungen genutzt. Das Team von Sascha Glass war der einzige Verein, der sich bei der Liga-Abstimmung zur Fortsetzung der Saison enthalten hat: Kein Wunder, denn bei acht Spielen (inklusive der zwei Nachholspiele) war das Programm hart. Rachel Rinast machte mit ihrer Kritik kurz vor dem Restart auf sich aufmerksam, eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs sei unverantwortlich, weil es viele Spielerinnen mit einem weiteren Beruf gebe.

Aktuelle Situation: Zum Auftakt nach der Corona-Zwangspause anfangs ordentlich gegen Branchenprimus VfL Wolfsburg mitgehalten, am Ende aber 0:4 verloren. Im Nachholspiel musste man gegen den MSV Duisburg spät den Ausgleichstreffer zum 1:1 hinnehmen, immerhin konnte die SGS Essen glücklich 1:0 besiegt werden: Es droht bei elf Punkten Anfang Juni auf dem vorletzten Platz trotzdem der Abstieg. Immerhin gibt es noch das Nachholspiel gegen Jena, den direkten Konkurrenten. Das heißt aber auch eine hohe Belastung und viele englische Wochen. Zu spüren bekam das bereits Winterneuzugang Johanna Tietge (Foto), die beim Sieg gegen Essen mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden musste.

Wie geht es weiter? Köln ist zwar einer akuten Abstiegsgefahr ausgesetzt, hat sich für die neue Saison aber prominent verstärkt und will angreifen: Die To-orjägerin und Ex-Nationalspielerin Mandy Islacker kommt aus München, Sharon Beck und Lena Lotzen wechseln vom SC Freiburg an den Rhein, während Isabelle Linden ihre Karriere beendet. Mit dem neuen Trainer Sascha Glass scheint die einstige Fahrstuhlmannschaft 1. FC Köln mehr Potenzial aus seinem Standort zu schöpfen und sich nach oben orientieren zu wollen.

FF USV Jena

Corona-Aktionen: Jena und Sand veranstalteten einen Spieltag der etwas anderen Art: ein virtuelles 11-Freundinne-ernduell. Die Ideengeberinnen waren Laura Brosius und Sylvia Arnold. In zwölf Einzeldisziplinen traten die Vereine aus der Ferne gegeneinander an. Über die sozialen Medien wurden während der gesamten Spielzeit Videoszenen und Fotos der einzelnen Wettkämpfe hochgeladen.

Aktuelle Situation: In den erstem Spielen nach der Coronapause blieb Jena ohne eigenen Treffer, wenngleich man gegen die Bayern lange standhielt. Der Abstieg ist dennoch besiegelt.

Wie geht es weiter? Im Sommer wird der Frauenfußball-Spielbetrieb unter dem Dach des FC Carl Zeiss weitergehen. Eine entsprechende Fusion verabschiedeten beide Vereine in den vergangenen Wochen. Mehr dazu lesen Sie auf Seite 30. Mit Trainerin Anne Pochert geht es dann in Liga zwei an den Start.


Fotos: Sascha Baumann / all4foto