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COSTA BLANCA KAUFLUST AN DER KÜSTE


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Bellevue - epaper ⋅ Ausgabe 2/2022 vom 24.02.2022

SPANIEN

Artikelbild für den Artikel "COSTA BLANCA KAUFLUST AN DER KÜSTE" aus der Ausgabe 2/2022 von Bellevue. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.
TOPLAGEN Jávea (Xàbia) gehört mit seinen langen Stränden, Steilküsten und versteckten Buchten zu den begehrtesten Orten bei Käufern von hochklassigen Immobilien

Es wird gekauft, als gäbe es kein Morgen“, sagt Makler Jan Hannemann von Su Casita. An der Costa Blanca, der Küste der Provinz Alicante, sei die Nachfrage bei Ferienimmobilien ab Ostern 2021 geradezu explodiert. Leergefegt ist der Markt für fertige Neubauapartments. Wer jetzt noch auf Neues zugreifen möchte, muss „vom Plan“ kaufen und dann mindestens 12 Monate warten. „An der Costa Blanca verkaufen wir wegen des noch günstigen Preisniveaus mittlerweile am meisten“, stellt Marc Pritchard vom britischen Konzern Taylor Wimpey fest, der auch auf den Balearen und in Andalusien eines der führenden Unternehmen beim Bau von Ferienapartments ist.

Champagnerlaune herrscht allerdings auch bei den Spezialisten für High-End- Objekte und Luxusvillen, die vor allem an der nördlichen Costa Blanca zuhause sind. Für Walter Arp von der Hanseatischen Gesellschaft Hamburg (HGH) in Jávea war 2021 sogar das beste ...

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... Jahr der Firmengeschichte. Und das soll was heißen – der 86-jährige Arp leitet die HGH nun bereits seit 50 Jahren. Seit knapp sieben Jahren teilt er sich die Unternehmensführung mit seiner Enkelin Julia Arp. Sie beobachtet, dass Topvillen in den Bestlagen von Jávea, Moraira und Benissa mittlerweile bis zu neun Millionen Euro kosten können – noch vor ein paar Jahren lag der Höchstpreis eher bei zwei bis drei Millionen Euro.

Zahlen der Madrider Regierung untermauern die Eindrücke der Profis: Immobilienkäufe sind in der Provinz Alicante 2021 im Vergleich zum Pandemiejahr 2020 um 44 Prozent gestiegen. Sogar im Vergleich zu 2019 ging es 2021 nach oben (plus fünf Prozent). Noch höher fällt der Anstieg beim Geldwert dieser Verkäufe aus: 4,6 Milliarden Euro in den ersten drei Quartalen 2021 bedeuten Wachstumsraten von 55 Prozent gegenüber 2020 und 19 Prozent gegenüber 2019 (bezogen auf den gleichen Zeitraum).

Die weiße Küste lockt

Neben Mallorca ist die Costa Blanca das beliebteste Gebiet für ausländische Immobilienkäufer in Spanien. Geboten wird zwischen Dénia im Norden und Pilar de la Horadada eine rund 220 Kilometer lange Küste mit mediterranem Flair, die viel Lebensqualität und eine seit den 1960ern gewachsene touristische Infrastruktur besitzt. Die bergige Küstenlinie im nördlichen Abschnitt ist landschaftlich eines der spektakulärsten Gebiete ganz Spaniens. Es gibt nicht nur grandiose Wohnlagen mit Meerund Panoramablicken, sondern auch lange Strände, malerische Buchten und Steilküsten. Dank der Sonne und den milden Temperaturen ist die Costa Blanca auch im Winter beliebt – 365 Tage im Jahr herrscht nicht nur Betrieb im touristischen Hotspot Benidorm oder in klassischen spanischen Städten (Alicante, Dénia), sondern inzwischen auch in den Zentren für Ferienimmobilien, wie Jávea, Calpe oder Torrevieja.

Hinzu kommt, dass die Costa Blanca als günstige Alternative zu Mallorca immer mehr an Attraktivität gewonnen hat. Nicht nur die Lebenshaltungskosten, sondern auch die Immobilienpreise sind an den Festlandsküsten in der Regel niedriger als auf den Balearen. Topvillen erreichen an der Costa Blanca keine zweistelligen Millionenbeträge wie auf Ibiza und Mallorca. Der durchschnittliche Angebotspreis in der Provinz Alicante lag im Dezember 2021 bei knapp 1.700 Euro/m2 , während es auf den Balearen 3.355 Euro/m waren. In Zeiten der Pandemie schätzten es viele, dass man an die Küste einfach mit dem eigenen Auto oder Wohnmobil reisen kann, ohne auf Flugzeuge oder Fähren angewiesen zu sein.

Stärkste Gruppe unter den Käufern sind Leute, die kurz vor der Rente stehen. Aber auch immer mehr Familien und Jüngere kaufen. „Remote working“ in der Ferienimmobilie ist für viele längst eine gute Option. „Die Prioritäten haben sich verschoben. Die Corona-Pandemie hat als Turbolader in der Betrachtung der wichtigsten Punkte im Leben gedient. Lebensqualität und höchste Wohnstandards haben einen besonderen Stellenwert bekommen“, erklärt Architekt Klaus May von Ibizastyle®.

Moderne Architektur bleibt der Trend

Bauen ist aktuell das große Thema an der Costa Blanca. Die Nachfrage nach Neubauten ist gewachsen, und gute Angebote sind rar. Zumal die Bauvorschriften in Spanien immer strenger werden und Baugenehmigungen oft lange dauern. Zudem wird Bauen immer teurer. Bei Topgrundstücken haben sich die Preise innerhalb von vier Jahren verdoppelt. Hinzu kommt der starke Anstieg bei den Kosten für Baumaterialien durch die Lieferketten-Probleme und durch die Inflation. Wer in Spitzenlagen neu bauen oder eine bezugsfertige Neubauvilla kaufen will, muss sich in der Regel an einen der Bauträger wenden, weil diese sich viele der attraktivsten Grundstücke längst gesichert haben.

Einer, der sich mit den Ibizastyle®–Häusern sehr erfolgreich im High-End-Segment der nördlichen Costa Blanca positioniert hat, ist Klaus May. „Keine Kompromisse“ ist eine seiner wichtigsten Devisen beim Bau und Design. Die Ibiziastyle®-Häuser liegen in Meeresnähe, meist in Dénia, Jávea oder Moraira. Sie bieten Pool, Sauna, Jacuzzi, Glasaufzug, Suiten mit Meerblick, Chillout-Bereiche, hochwertige Technik. Das Ambiente ist geprägt durch klare Linien, modernes Design, große Fensterfronten und lichtdurchflutete Räume. „Der Satz form follows function ist immer noch aktuell und sollte ebenso beachtet werden wie eine zeitlose Architektur“, sagt May.

DAS SAGEN DIE PROFIS

Statements namhafter Makler und Developer

„Lebensqualität, Ambiente mit viel Freiraum, Erreichbarkeit und ein sicheres, qualitativ gutes Invest sind die wichtigen Kriterien.“

KLAUS MAY, Ibizastyle ®

„Wer in Sachwerte und gleichzeitig in die eigene Lebensqualität investieren möchte, liegt an der Costa Blanca goldrichtig.“

JULIA ARP, Hanseatische Gesellschaft Hamburg

„Fertige Objekte sind ausverkauft. Um eine Neubau-Immobilie zu kaufen, muss man derzeit mindestens 12 Monate warten.“

JAN HANNEMANN, Su Casita

„Dénia ist die unterschätzte Perle. Geboten werden hier spanisches Flair, beste Infrastruktur und ein attraktiver Sporthafen.“

TANJA SCHAICH, Stella Inmo Consulting

„Immer mehr Deutsche kaufen jetzt an der Costa Blanca. Und die Käuferschaft ist jünger als vor ein paar Jahren.“

MARC PRITCHARD, Taylor Wimpey

Zu den Entwicklungen in den Bestlagen der Küste gehört, dass aus Mangel an guten Grundstücken immer mehr ältere Objekte renoviert oder durch neue ersetzt werden. „Dabei liegt der mediterran-moderne Stil im Trend, und viele Käufer entscheiden sich für eine Modernisierung, wobei der ursprüngliche Charme des Hauses stets erhalten bleiben soll“, erklärt Julia Arp von der HGH. In der hochpreisigen Villenurbanisation Las Rotas an der Küste der Stadt Dénia gibt es beispielsweise in dieser Hinsicht derzeit viel Aktivität. Einige Spanier haben ihre alten Villen verkauft. Grundstücke in Toplagen kosten 800 bis 1.000 Euro pro Quadratmeter. „Die Kunden bevorzugen hier beim Neubau weiterhin den modernen minimalistischen Bauhausstil“, sagt Tanja Schaich von Stella in Els Poblets.

Bemerkenswertes gibt es in Sachen Neubau aus Benidorm zu berichten. Nach 15 Jahren ist das Intempo, das höchste Wohngebäude Europas, fertiggestellt worden. Das Projekt war zwischenzeitlich bankrott und im Besitz der Sareb, der spanischen Bad Bank, bis es 2017 der Investmentfonds SVP Global übernommen hat. Das Gebäude ist knapp 200 Meter hoch und besteht aus zwei Türmen mit jeweils 115 Luxusapartments. Auf den obersten neun Etagen sind die Türme durch eine kegelförmige, an einen Diamanten erinnernde Konstruktion verbunden. Geboten wird ein Resort-Lifestyle mit Wohnungen von 263.000 bis knapp 2,4 Millionen Euro.

Häuser in allen Preisklassen

Infolge der verstärkten Nachfrage legten die Preise für Immobilien an der gesamten Costa Blanca im Jahr 2021 moderat um 5,2 Prozent zu (durchschnittlicher Quadratmeterpreis von Angeboten/idealista).

Am südlichen Abschnitt der Costa Blanca, den lange Strände, eine flache Landschaft und Lagunen prägen, ist das Angebot von Apartments für den kleinen Geldbeutel besonders groß. Orte wie Orihuela-Costa, Torrevieja, Ciudad Quesada, Guardamar und San Fulgencio stehen besonders im Fokus. In Torrevieja, wo es über 62.000 registrierte Zweitwohnsitze gibt, beginnen die Preise für Zwei-Schlafzimmer-Objekte bei etwa 60.000 Euro. Wenn in Apartmentanlagen ein Pool zur Verfügung steht, kosten die Objekte in der Regel 40 bis 65 Prozent mehr. Für Reihenhäuser und kleine Chalets aus dem Bestand sind 90.000 Euro das Minimum. Neubau- Apartments direkt am Strand von Punta Prima gibt es in der Anlage Posidonia des Bauträgers Taylor Wimpey ab 344.000 Euro. Wer echte Luxusimmobilien im Süden sucht, sollte sich in der Anlage Las Colinas Golf umschauen, wo moderne Villen auch in der Preisklasse von einer bis 3,3 Millionen Euro zu haben sind.

In Benidorm, wo der Bestand an Ferienapartments besonders groß ist, finden sich Einstiegspreise ab etwa 110.000 Euro. Wer nahe der begehrten Playa de Levante wohnen will, sollte aber eher mindestens 220.000 Euro kalkulieren. Top-Penthouses in erster Meereslinie können sogar bis zu zwei Millionen Euro kosten. Frei stehende Häuser und Villen (auch moderne Neubauten) sind zwischen 400.000 und drei Millionen Euro zu haben. Interessant sind auch die Nachbarorte: In Finestrat kosten Neubauvillen bis zu 900.000 Euro; in der Strandurbanisation L’Albir (Alfaz del Pi) dominieren Objekte aus zweiter Hand – darunter auch einige Objekte zwischen 1,3 und sechs Millionen Euro.

Weiter nördlich beginnt bei Altea die Küstenlinie der Bestlagen. Topstandorte liegen meist nah zum Meer, wie der Abschnitt Les Basetes in Calpe/Benissa, das Gebiet am Hafen Moraira, das Cap San Antonio und die Steilküsten zwischen Portitxol und Granadella in Jávea sowie Las Rotas in Dénia. In diesen Gebieten gibt es eine hervorragende Auswahl an Luxusvillen in Meerblick-Lagen, die oft zwischen einer bis drei Millionen Euro liegen. Unter 500.000 Euro geht in diesem Segment kaum etwas. Trophy-Immobilien werden dagegen auch für vier bis 9,5 Millionen gehandelt, wobei es immer gilt, die Preisforderungen zu prüfen. Günstigere Ferienimmobilien gibt es auch: Im Hinterland von Dénia, in der Urbanisation Monte Pego, werden viele Einzelhäuser für 200.000 bis 450.000 Euro verkauft. Neubau-Apartments bietet Taylor Wimpey in Jávea ab 175.000 an; in Las Marinas, dem Strandbereich Dénias, der auch bei spanischen Urlaubern sehr beliebt ist, kosten Apartments etwa 180.000 bis 300.000 Euro.

Auch an der stabilen Preisentwicklung ist abzulesen, dass die Kaufzurückhaltung im Pandemiejahr 2020 keine Immobilienkrise, sondern eine reine Gesundheitskrise war, zurückzuführen auf Reise- und Kontaktbeschränkungen. Und in 2021 konnte der Zweitwohnsitzmarkt der Costa Blanca von Corona eher noch profitieren.

Autor Gerald Paschen Kontakt redaktion@bellevue.de

LAGEN & PREISE: COSTA BLANCA

Charakteristisch sind die Preisgefälle bei Ferienimmobilien: Im Süden dominiert Günstiges bis 350.000 Euro. Im Norden konzentrieren sich die Toplagen. Abseits der Küste ist es billiger