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COVERSTORY: JOGI LÖW: Mit Vollgas ins NEUE GLÜCK


IN - Leute, Lifestyle, Leben - epaper ⋅ Ausgabe 30/2018 vom 19.07.2018

Die „Schockstarre“ ist überwunden, jetzt erholt sich der Bundestrainer – um dann wieder anzugreifen


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Bildquelle: IN - Leute, Lifestyle, Leben, Ausgabe 30/2018

Jogi unterwegs mit seinem Mercedes Oldtimer. Er fährt gerne schnell, musste deshalb schon zweimal den Führerschein abgeben: „Ich muss mich zügeln“


KRAFT TANKEN

Jogi mit Zigarette und Freunden in Freiburg


Ehefrau Daniela wird ihm sicher mit Rat und Tat zur Seite stehen


Erst mal macht der Bundestrainer Urlaub. Eines seiner liebsten Reiseziele ist Sardinien


Lässig kurvt Jogi Löw (58) im Mercedes Oldtimer (mindestens 100000 Euro teuer) durch sein ihm so vertrautes und beschauliches Freiburg. Er scheint mit sich im ...

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Lässig kurvt Jogi Löw (58) im Mercedes Oldtimer (mindestens 100000 Euro teuer) durch sein ihm so vertrautes und beschauliches Freiburg. Er scheint mit sich im Reinen zu sein. Trifft sich zu seinem heiß geliebten Espresso mit Freunden im „Café Auszeit“, wirkt nachdenklich, ist aber auch zu Scherzen aufgelegt. Keine Frage: Die Entscheidung, als Bundestrainer weiterzumachen, war für ihn die richtige. „Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen, das der DFB weiterhin geschlossen in mich setzt, und ich spüre trotz der berechtigten Kritik an unserem Ausscheiden auch generell viel Rückhalt und Zuspruch. Es war mir wichtig, nach ein paar Tagen, in denen ich mir viele Gedanken gemacht habe, persönlich mit der DFB-Spitze zusammenzukommen“, sagt er. Diplomatische Worte. Doch wie geht es jetzt erst einmal weiter? Fakt ist: Am 24. August ist er beim DFB zum Rapport bestellt. Bis dahin muss Jogi alle Fehler – seine Fehler – analysiert haben, klar ansprechen, was schiefgelaufen ist, und vor allem: einen Plan für die Zukunft haben. Sein Boss, DFB-Präsident Reinhard Grindel (56), erwartet „gravierende Veränderungen auf allen Ebenen“. Wenn Jogi die nicht liefern kann und dazu die kommenden Spiele verliert, wird er ganz schnell ein Getriebener sein. Er ist Bundestrainer auf Bewährung und das angeblich nur, weil der DFB keinen Ersatz für ihn hat.Aber Jogi scheint das – zunächst – auszublenden, tankt Kraft, will bis Mitte August erst mal Urlaub machen. Vielleicht ein bisschen Sardinien, ab und zu Berlin und auf jeden Fall viel Freiburg. Hier, wo er als kleiner Junge mit seinen Brüdern Peter und Markus nackt durch das elterliche Wohnhaus flitzte, wo er als 17-Jähriger seine Noch-Ehefrau Daniela (56) kennen- und lieben lernte, findet er mit Sicherheit die Ruhe, die er braucht. Daniela wird ihm in dieser schweren Zeit ganz bestimmt trotz der Trennung zur Seite stehen, schließlich sind die beiden auch beruflich noch immer eng verbunden. Freunde des Ex-Paares können sich sogar vorstellen, dass diese Krise sie wieder enger zusammenschweißt. „Beide haben immer noch starke Gefühle füreinander. Und Jogi dürfte bewusst sein, wie sehr Daniela ihn stets unterstützt hat. Ohne sie hätte er es nie so weit gebracht. Vielleicht finden sie jetzt wieder zueinander“, so ein guter Kumpel des Bundestrainers. Ihr Haus, das die beiden einst so liebevoll in warmen Beige- und Brauntönen einrichteten, befindet sich gar nicht weit entfernt von Jogis neuer Wohnung – und die Tür steht sicher immer offen. Vielleicht gibt es einen Rioja, seinen Lieblingswein, und einen Teller selbst gemachte Pasta für ihn. Währenddessen kann und muss er sich in Ruhe Gedanken um seine Zukunft machen.„Die Work-Life-Balance stimmt. Und die war ihm immer wichtig. Vereinstrainer war dem Löw immer viel zu stressig“, lästert ein DFB-Insider. Worte, die nur fallen, weil Jogis Autorität angekratzt ist. Und die deutlich machen, dass Löw mittlerweile von vielen kritisch gesehen wird. Der WM-Held ist nicht mehr unantastbar. Eines ist klar: Es werden Köpfe rollen – und Jogi ist derjenige am Schafott. Ausgerechnet seine Co-Trainer Thomas Schneider (45) und Marcus Sorg (52), mit denen er ein freundschaftliches Verhältnis haben soll, stehen angeblich auf der Abschussliste. Jogi hatte sich nach dem WM-Titel 2014 für sie starkgemacht, sie zu sich geholt. Jetzt muss er sie vielleicht rausschmeißen. Und die beiden sind nicht die einzigen, die auf der Kippe stehen. Auch viele Spieler, die ihm über die vergangenen Jahre ans Herz wuchsen, wie beispielsweise Mesut Özil (29) und Thomas Müller (28), werden den Bundesadler vielleicht nie wieder auf der Brust tragen. Sicher fühlen darf sich eigentlich nur einer. Und das ist ausgerechnet Oliver Bierhoff (50)! Mit ihm lieferte Löw sich in jüngster Vergangenheit viele Grabenkämpfe. Aber der Team-Manager hat, genau wie Löw, noch Pluspunkte wegen des WM-Titels, steht in der Hierarchie nicht unter ihm und gilt als unkündbar. Von all dem wird Jogi sich seine freien Tage aber ganz bestimmt nicht ruinieren lassen. Wer ihn kennt, der weiß, dass er jeden Stein umdrehen, sich dabei aber nicht verrückt machen wird. Viel lieber steigt er in sein Cabrio, legt die CD seines Lieblingssängers Udo Jürgens († 80) ein und wird sich vielleicht denken, dass sein Leben nicht mit 66 Jahren – wie in Udos Megahit –, sondern schon mit 58 Jahren noch einmal neu anfangen wird. „Als Trainer musst du dich ständig neu beweisen, dich neu erfinden“, sagte er kürzlich. Und die Kraft dafür schenken ihm offenbar seine Freunde und Lebensliebe Daniela.

Angezählt: Löw muss sich Gedanken über sein Personal machen, auch, um den eigenen Kopf zu retten


SÜNDENBOCK

Viele geben Mesut Özil (l.) eine Mitschuld am WM-Desaster, auch Team-Manager Oliver Bierhoff


FOTOS: DDP IMAGES, PICTURE ALLIANCE (2), IMAGO, ISTOCK

WACKELKANDIDATEN

Im Gegensatz zu Torwart-Trainer Andreas Köpke (56, M.) haben die Co-Trainer Marcus Sorg (l.) und Thomas Schneider wohl keine Zukunft beim DFB