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COWBOY CRUISER: Cadillac Caballero Von 1969


Gasoline - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 14.03.2019

Wie schon oft, war ich im Frühjahr 2015 mal wieder in Kalifornien auf der Suche nach einem tollen US-Car. Was ich diesmal finden sollte, stellt aber alles, was ich in den vergangenen 30 Jahren in kalifornischen Vorgärten entdeckt habe, in den Schatten. Doch der Reihe nach …


Artikelbild für den Artikel "COWBOY CRUISER: Cadillac Caballero Von 1969" aus der Ausgabe 2/2019 von Gasoline. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Gasoline, Ausgabe 2/2019

Ein guter Freund in Long Beach erzählte mir mehr beiläufig, dass er hinter einer geschlossenen Tankstelle, direkt am Pacific Coast Highway, einen Cadillac gesehen habe, den er nur mit „something like a pick-up“ umschrieb. Ich wurde hellhörig und machte mich kurzerhand auf den Weg.
Tatsächlich stand hinter besagter Tankstelle ein ...

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Ein guter Freund in Long Beach erzählte mir mehr beiläufig, dass er hinter einer geschlossenen Tankstelle, direkt am Pacific Coast Highway, einen Cadillac gesehen habe, den er nur mit „something like a pick-up“ umschrieb. Ich wurde hellhörig und machte mich kurzerhand auf den Weg.
Tatsächlich stand hinter besagter Tankstelle ein Cadillac … aber was für einer! Es handelte sich tatsächlich um eine Art von Pick-up. Noch dazu mit einem vergilbten „For Sale“-Schild hinter der Windschutzscheibe. Ich war schon lange auf der Suche nach einem Cadillac Mirage oder etwas Ähnlichem, und so stand fest, dass ich diesen Wagen haben musste. Nach mehreren Versuchen, den Verkäufer zu erreichen, meldete er sich zurück, und wir konnten für das Wochenende einen Termin vereinbaren. Der 81-jährige Herr erzählte mir, dass er den Cadillac im Herbst 1969 bei einem Händler in Los Angeles gekauft habe. Damals lebte er in einem Vorort von San Diego und züchtete Pferde. Nachdem er in Rente gegangen war, habe sein Sohn den Cadillac genutzt und dann hier abgestellt.
Nach einigem Hin und Her wurden wir uns handelseinig. Ich besorgte eine Batterie, vier neue Reifen, und siehe da, das Prachtstück fuhr ohne Probleme! Noch am selben Tag brachte ich das Fahrzeug zu einer Spedition, um es nach Deutschland verschiffen zu lassen. Gute sechs Wochen später stand der Wagen dann in meiner Garage und sah gar nicht mehr so prächtig aus wie unter der strahlenden kalifornischen Sonne.

Entgegen meiner ursprünglicher Absicht entschied ich mich, den Caballero einer umfangreichen Restauration zu unterziehen. Nachdem ich die wesentlichen Teile, wie Bremsen, Spurstangen, Vorderachse etc., getauscht hatte, war ich irgendwann an einer Stelle angelangt, wo es kein Zurück mehr gab. Die vom Holzwurm bereits angegriffene Ladefläche wurde mithilfe eines befreundeten Tischlers komplett entfernt und Stück für Stück aus Eschenholz erneuert. Von jedem Stück der Ladefläche fertigten wir erst ein Muster, bevor wir daran gingen, das doch recht kostspielige Eschenholz entsprechend zurechtzusägen. Nachdem alles passte, beizten wir das Holz entsprechend und trugen nacheinander zwölf Schichten Boots-Klarlack auf.
Zwischenzeitig war die rollbare Karosserie beim Lackierer. Dieser schliff das Fahrzeug komplett bis aufs Blech runter, um es später nach der Grundierung in einem dem Originalfarbton von Cadillac ähnlichen Goldmetallic-Ton zu lackieren. Dann verfeinerte er das Ganze noch mit zwei Schichten Klarlack. Weil ein Cadillac nicht nur ein schönes äußeres Erscheinungsbild besitzt, sondern auch durch seine Fahreigenschaften und das Interieur besticht, wurde der Motor teilüberholt und mit gehärteten Ventilsitzen ausgestattet. Die üblichen Anbauaggregate habe ich ebenfalls ausgetauscht. Toll ist bei solchen Arbeiten, wenn man zum Beispiel einen nagelneuen Zündverteiler einbaut und feststellen muss, dass die daran montierte Unterdruckdose Müll ist. So was kann einen schon zur Verzweiflung bringen.
Beim Ausbau der Innenausstattung durften wir uns übrigens an Unmengen von herunterrieselndem Mäusedreck „erfreuen“, der sich unter dem Fahrzeughimmel angesammelt hatte. (Wie überhaupt kommen Mäuse unter einen Fahrzeughimmel?) Das Armaturenbrett wurde in Leder überzogen, Teppich, Türverkleidung, Fahrzeughimmel und Rückwand nach altem Muster gefertigt, bevor alles wieder montiert werden konnte. Dass sämtliche Gummiteile durch die Jahrzehnte gnadenlos brennende kalifornische Sonne nur noch zerbröselten, war zu erwarten, und so habe ich diese alle erneuert. Nach fast drei Jahren Restaurierung war es dann soweit. Im Frühjahr 2018 stand der Caballero fertig und bestand die TÜV-Vollabnahme ohne Mängel.
Während der Restaurierung hatte ich auch Momente der Muße, und dann habe ich fleißig über das für mich sehr interessante Thema der Transformierung der luxuriösen Cadillacs in Pick-ups in den 70ern recherchiert.
Ja, so was „Verrücktes“ kann nur in dem Land des unbegrenzten Hubraums passieren. Aber gerade dafür liebe ich die amerikanische automobile Landschaft.
Mein Cadillac gehört zu einer besonderen Gruppe der Pick-ups, der sogenannten „coupé utility“ oder kurzer „Ute“ (ausgesprochen: ju:t). Das erste Fahrzeug, welches man zu dieser Gattung eindeutig zählen kann, war der aus dem Jahre 1934 stammende australische Ford Coupe Utility. Man sagt, dass dieses Modell nach einem Protestbrief einer Farmer-Ehefrau entstand, die verärgert gefragt hatte, warum es kein geeignetes Fahrzeug für die Arbeit rund um das Gehöft gebe und mit dem man auch ohne Scham am Sonntag in die Kirche fahren könne. Die Besonderheit des Ute besteht darin, dass er auf einem Pkw-Fahrgestell aufgebaut ist und es sich somit nicht um einen Lkw handelt, sondern um einen Pkw mit offener Ladefläche. Am Rande bemerkt: In den USA hat sich die Bezeichnung „Ute“ irgendwie nicht richtig eingebürgert. Solche Autos nennt man dort „Pick-up“, genau wie die größeren, auf Lkw aufgebauten Modelle. Für diese besondere Art der Fahrzeuge kreierte man ein Kunstwort, „caruck“ – aber auch diese Bezeichnung ist hinter dem großen Teich ziemlich selten im Gebrauch. In den Staaten fing die Geschichte dieses besonderen Pick-ups 1957 mit dem Ford Ranchero an. Chevrolet konterte schon 1959 mit dem El Camino.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Oder?


Wem die Ladefläche zu klein ist, der hat auch die Möglichkeit, sein Hab und Gut im zusätzlichen Abstellraum zu platzieren


Hier gibt es auch „Geheimfächer“


Der Cadillac Caribou von 1974 war ein anderer, auch in einer kalifornischen Manufaktur entstandener und ebenso auf dem DeVille basierender Pick-up


Cadillac genehmigte tatsächlich die Änderungen an dem 1975er und 1976 Coupe DeVille und gab volle Garantie auf den Mirage


Den doppelten Preis eines neuen Coupe DeVille für einen Pick-up bezahlen? Für Evel Knievel absolut kein Problem. Er kaufte den ersten ausgelieferten Mirage und benutzte ihn hauptsachlich als Transporter für seine Motorräder. Hier ist er belastet mit zwei seiner Harley-Davidson XR-750


Es gab auch Cadillacs Pick-ups vom Werk. Fast 100 Jahre nach der Gründung der Firma Cadillac (1902) erblickte ein Luxus-Pick-up endlich das Licht der Welt. Der Escalade EXT wurde im Jahr 2001 eingeführt (als 2002er-Modell). Er sollte ein scharfer Konkurrent des gescheiterten Lincoln Blackwood sein, der auf Basis des Ford F-150 entstand und sich auf dem Markt nur vom August 2001 bis Dezember 2002 gehalten hat. Dem Escalade EXT war das Schicksal auch nicht gnädig: Er verschwand aus dem Portfolio schon nach dem Modelljahr 2013. Kein Wunder, dass die Führung mit ihm schnell die Geduld verlor – im ganzen Jahr 2013 haben sich lediglich 1.972 Käufer für ihn entschieden. Eher unwahrscheinlich nach so einer Schmach, dass wir noch mal einen Cadillac-Pick-up erleben. Aber wer weiß? Der Boom bei den Luxus-Pick-ups hält weiter an … sag niemals nie!


Die gehärteten Ventilsitze sind schon montiert. Im Hintergrund noch der alte Verteiler, der neue sollte eine Überraschung bereithalten: die Unterdruckdose war totaler Schrott!


Alles musste raus, da die originale Eschenholz- Ladefläche leider ein neues Zuhause für den Holzwurm bot


Jetzt muss ich ein neues Thema anschlagen, „luxuriöse Pick-ups“. Das weiß man nicht seit heute: Reichlich ausgestattete Autos generieren auch grandiose Gewinne für die Hersteller. Das einzige US-Automarktsegment, in welchem die „Big Three“ immer noch dominieren, sind Full-size-Pick-ups. Und richtig Kohle verdient man mit gut ausgestatten Modellen. Chevrolet bietet den Silverado 1500 in High-Country-Ausführung, und den Sierra 1500 gibt es in Denali-Versionen. Der Ram 1500 ist auch in dieser teuren Gruppe vertreten: mit den Modellen Laramie, Longhorn und Limited, welche ebenfalls großen Zuspruch haben. Ford mit seinem Bestseller F-150 steht auch nicht abseits – die Ausstattungsversion Platinum lässt kaum Wünsche offen. Alle oben genannten Versionen verfügen über erstklassige Lederpolsterungen, exzellente Innenausstattung und zahlreiche Annehmlichkeiten wie z. B. beheizbare und gekühlte Vordersitze sowie ein beheiztes Lenkrad. Die Liste der Komfortwie auch Sicherheitsfunktionen ist fast endlos. Und die Preise? Gut ausgestattete Pick-ups übersteigen locker die noch vor ein paar Jahren geltende psychologische Grenze von 50.000 Dollar. Und ein zufriedener Neuwagenverkäufer hat auf dem Scheck nicht selten einen Betrag von weit über 70.000 Dollar stehen. Fast 20 Prozent der in den USA verkauften Pick-ups gehören heutzutage zu dieser wahrhaften Luxusklasse. Wer kauft solche Fahrzeuge? Meistens sind das aktiv lebende Familien der gehobenen Klasse, die häufig ein Boot zum See ziehen oder Dirt-Bikes und andere Sportgeräte transportieren.

Das „Ausgangsmaterial“ für meinen Pick-up war der prächtige und (5.703 Dollar) teure 1969er Cadillac Coupe DeVille


Um sehr gute Leistungen kümmern sich sage und schreibe 355 (SAE) PS


Die kalifornische Hitze hatte auch dem Kunststoff des Lenkrades übel mitgespielt. Alle Risse wurden mit Spezialharz fein säuberlich verschlossen, um das Lenkrad danach wieder lackieren zu können


Ein in der Wagenfarbe lackiertes Lenkrad. Das Endergebnis kann sich sehen lassen


Hierbei sollte niemand sparen! Bremsbeläge und Radbremszylinder müssen immer neu sein


Die rollende Karosse vor dem Verladen zum Lackierer. In der Werkstatt habe ich den Vorderrahmen gesandstrahlt und danach versiegelt


Endlich! Der Caddy ist fertig lackiert


Mit umgetöntem Vinyldach – die lackierte Karosserie. Jetzt fing die Arbeit aber erst richtig an!


Ein Cadillac sieht immer majestätisch aus. Auch als Pick-up


Wahrlich kein Massenprodukt ist der Dachhimmel


Das komplette Interieur entstammt dem 1969er Cadillac Coupe DeVille


Das Emblem „Caballero“ wurde mit großer Sorgfalt im Spritzgussverfahren aus Alu gefertigt


Die Frage muss gestellt werden: Warum explodiert der Markt für luxuriös ausgestattete Pickups erst jetzt regelrecht? Merkwürdig, wenn man bedenkt, dass die amerikanische Faszination für diese Fahrzeuge seit gefühlter Ewigkeit währt. Das stimmt nicht so ganz. Es gab immer Enthusiasten, die ihre geliebten Pick-ups veredelten, aber erst der Cadillac Mirage, welcher auf dem DeVille Coupe basierte, markierte den Übergang zur Kleinserien-Produktion.
Er wurde nur zwischen 1975 und 1976 hergestellt, und entstanden sind nur mikroskopische Mengen (besonders wenn man sie mit den Stückzahlen der heute produzierten Luxus-Pick-ups vergleicht). Viele Quellen nennen lediglich 204 Exemplare, aber so genau weiß es keiner. Und eigentlich handelt es sich nicht um die „Produktion“, sondern um „conversion“ (Umwandlung). Dem „Prozedere“, fabrikneue Cadillacs DeVille in Pick-ups umzuwandeln, verschrieb sich die Firma Traditional Coach Works Ltd. (TCW) aus Chatsworth, Kalifornien.

Cadillac Caballero von 1969 – das Resultat einer fast zweijährigen Restaurierung


Cadillac bietet schon traditionell einen unvergleichlichen Komfort


Die hochgeschätzten Cadillac-Kunden bekamen endlich die Möglichkeit, bei dem Händler ihres Vertrauens einen luxuriösen Pick-up zu bestellen und dabei volle Garantieleistungen dieses traditionellen Herstellers zu genießen. Und das waren sehr reiche Kunden, welche sich „so was“ bestellten. Der Cadillac Mirage kostete damals doppelt so viel wie der nicht gerade billige DeVille. Und wir sprechen über Summen von 18.000 Dollar. Wenn man die Inflation berücksichtigt, entspricht das heute einem Betrag von 87.000 Bucks!
Aber zur Verteidigung der Käufer muss ich zufügen, dass den Mirage weit, weit mehr auszeichnete als nur eine einfache Umgestaltung des Hecks. Alle Arbeiten wurden sorgsam durch eine echte Hot-Rodding-Legende vorbereitet, nämlich von Gene Winfield höchstpersönlich. Tatsächlich, der bis jetzt sehr aktive Customizer arbeitete zwischen 1974 und 1977 bei Traditional Coach Works.
Es gab auch einige andere Firmen, die Pick-ups aus dem frontangetriebenen Eldorado und aus dem Coupe DeVille hergestellt haben, aber deren genaue Beschreibung würde diese Ausgabe sprengen.
Noch eine Bemerkung am Rande: „Coupé de Ville“ bezeichnet einen speziellen Karosserietyp mit einem offenen Fahrerraum und einer geschlossenen Kabine für die noblen Fahrgäste. Der Cadillac Mirage, welcher auf dem DeVille Coupe basierte, stellte dieses Prinzip auf den Kopf. Weil der Fahrer im luxuriöseren, geschlossenen Interieur saß, während die Passagiere … wie „Passagiere“? Ja, ja. Bis in die 70er-Jahre war in der Mehrheit der Staaten (darunter Kalifornien) das Mitnehmen von Personen auf der Ladefläche erlaubt. Eins steht fest: Mehr Cabrio-Feeling und gleichzeitig Nervenkitzel war kaum in einem anderen Auto zu erreichen!

Bildunterschriften:

Cadillac Caballero von 1969

Motor: V8, OHV, Hubraum 7.729 cm³ (472 ci), Bohrung: 109,2 mm, Hub: 103,1 mm, Leistung 355 PS bei 4.400 U/min, max. Drehmoment: 678 Nm bei 3.000 U/min, Gemischaufbereitung: Vierfachvergaser, Auspuffanlage: doppelt. Antrieb: Hinterachse, Dreigang-Automatikgetriebe GM Turbo Hydramatic THM-400. Aufhängung: Vorderachse: doppelte Dreieckslenker, Schraubenfedern, Teleskopstoßdämpfer, Hinterachse: Starrachse, an Längsstäben geführt, Schraubenfedern, Teleskopstoßdämpfer. Bremsen: vorne Scheibenbremsen, hinten Trommelbremsen, Unterdruck-Bremskraftverstärker. Felgen: 15-Zoll-Stahlfelgen mit Radkappen, Reifen: 225/80 R 15. Karosseriemaße (mm): L.: 5.715, B.: 2.027, H.: 1.380. Gewicht (kg): 2.300. Radstand (mm) 3.289. Tankinhalt (l): 98. Höchstgeschwindigkeit (km/h): 205.