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CRAFT BIERE DIE NEUE BRAUKULTUR


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Retrowelt - epaper ⋅ Ausgabe 21/2021 vom 01.10.2021

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Bildquelle: Retrowelt, Ausgabe 21/2021

Ein Biertrend, der seine Herkunft in den USA hat, dürfte bei vielen deutschen Bierkonsumenten zunächst einmal für skeptisch hochgezogene Augenbrauen gesorgt haben. So ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten durchaus bekannt dafür, sich im Fast Food und der Unterhaltungsindustrie auszukennen, als ausgewiesenen Bierkulturspezialisten dürften es jedoch nur die wenigsten bezeichnen. Auch die Amerikaner selbst haben selten eine gute Meinung von ihren eigenen Massenbieren, weshalb sich seit den 1980er-Jahren immer mehr kleine Mikro-Brauereien entwickelten. Ein richtig großes Thema wurde Craft Beer erst gegen ...

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... Ende der Neunziger und mit der Jahrtausendwende. Denn da wurden auch andere Themen populär, zu denen die Idee von Craft Beer geradezu perfekt passt: Mit der Entstehung der Bio-Märkte, dem Trend weg vom Industrie- Essen hin zu ökologischen Produkten, regionalen Lebensmitteln und saisonalen Speisen, begannen Verbraucher sich mehr Gedanken um das zu machen, was sie zu sich nehmen. Wo kommt eigentlich das Fleisch her? Wer hat den Käse gemacht? Gibt es hier einen Bäcker, der noch selber backt? Berufstätige opferten ihre Samstage, um in Markthallen oder direkt auf dem Lande einzukaufen, statt alles so convenient wie möglich aus dem Supermarkt zu holen. Und genau diese Menschen begannen auch in Sachen Bier nachzuforschen: Muss es denn das Standard- Bier aus der Fernsehwerbung von der großen Bundesliga- Sponsoren-Marke sein – oder gibt es vielleicht eine kleine, eine Handwerksbrauerei bei mir in der Gegend?

Grundsätzlich muss ein Craft Beer schon überzeugen, damit es wahrgenommen wird.

Neue Bierstile. Alte Bierstile. Kleine Brauereien. Junge Brauer. Gegen das Reinheitsgebot. Kreativ. Diese Stichworte fallen häufig, wenn von Craft Beer die Rede ist. Alles nicht falsch. Nichts so ganz richtig. Vielleicht ist es gut zu wissen, dass der typische deutsche Biertrinker in der Regel zwischen vier und sechs verschiedene Biersorten kennt – und trinkt. Pils, Hefe oder Starkbier sind praktisch jedem ein Begriff, und doch ist dies noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Über 100 verschiedene Bierstile sind mittlerweile weltweit bekannt. Einen großen Einfluss auf die wachsende Zahl hat das Craft Beer. So wollen die Brauer wieder Menschen für ihr meist regional gebrautes Bier begeistern. Bevorzugt werden Rohstoffe aus der Region verwendet, die meisten würden am liebsten alles selbst anbauen und herstellen. Die Brauer wollen ein gemeinsames Erlebnis schaffen. Mit der Faszination und Leidenschaft für eines der ältesten und natürlichsten Lebensmittel der Erde.

Biere, die weit entfernt von massentauglicher Vergleichbarkeit viel Platz für Innovation und Individualität haben

Und das Trinken von Bier soll wieder verbinden: Menschen, Lifestyle, Genuss und Moderne. Dabei können die Brauereien auf eine nahezu grenzenlose Rohstoffvielfalt bei Malzen, Hopfen und Hefen zurückgreifen. Wer sich mit der Herstellung von Qualitätsbier beschäftigt, dem geht es vor allem um hochwertige Zutaten und innovative Geschmacksrichtungen. Während Großbrauereien immer wieder nur Varianten derselben Ursprungsformel herausbringen, suchen die kleinen Mikro-Brauereien nach neuen Ansätzen. Die Menge des produzierten Craft Beer und die hohe Qualität der Zutaten führen dabei in der Regel dazu, dass es erheblich teurer ist als normale Biersorten. Somit stemmen sich diese Biere erfolgreich gegen den immer stärker schrumpfenden Bierkonsum und den daraus resultierenden Umsatzrückgang. Gleichzeitig verleiht der höhere Preis dem Bier aber auch einen besonderen Status. Und das Bier soll überraschen! Mit Geschmack und Aromen. So kann es schon einmal passieren, dass man ein Craft Beer in einem Whiskeyglas serviert bekommt.