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Crime-Geschichte: Die kleine Aida († 1) starb unter den Augen der Schaulustigen


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TV neu - epaper ⋅ Ausgabe 28/2019 vom 04.07.2019

Jetzt will die Polizei die Täter hart bestrafen


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SKRUPELLOS
Schaulustige umringten nach dem Unfall die Mutter und ihr sterbendes Kind (Symbolbild)


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FURCHTBARER UNFALL
Sanitäter an der Unglücksstelle. Das Mädchen starb am 13.07.2017 in Hagen


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VERZWEIFELT
Unfassbar wie Aidas Mutter leiden musste (Symbolbild)


Nur ein Jahr wurde die süße Aida alt. Sie starb bei einem Stadtbummel mit ihrer Mama Shukrije K. (damals 21) auf einer Brücke in Hagen (NRW), als ein Auto in den Buggy krachte, in dem das kleine Mädchen saß. Ein Trauma für die Mutter, die ihr geliebtes Kind auf so schreckliche Weise verloren hat. Doch das Schlimmste für sie ist bis heute das Gefühl, „dass es Menschen gibt, die ein Bild oder ein Video meiner sterbenden Tochter haben.“ Denn nach dem Unfall bildeten Gaffer einen Kreis um die Unglücksstelle. Vie-le hielten Handys hoch und machten ungeniert Fotos. Als Feuerwehrleute ihnen mit Decken den Blick auf das sterbende Kind versperrten, wurden die Retter sogar angepöbelt. Szenen, die Shukrije K. nicht vergessen kann. „Ich kriege diese Leute nicht mehr aus dem Kopf“, erzählte sie dem „Stern“. Sie habe gehört, dass ein Foto auf Facebook gepostet wurde, erzählt sie dann weiter. Ein schier unerträglicher Gedanke für die völlig gebrochene Mutter: „Ich will nicht, dass jemand meine Tochter so sieht!“ Dann richtet sie einen berührende Appell an alle, die sich an dem Leid anderer weiden: „Ich will, dass die Leute in sich gehen, sich fragen: Was tun wir da eigentlich?“
Unfassbare Realität. Die Frage ist mehr als berechtigt und beschäftigt inzwischen auch die Politik. Denn Gaffer, die an einem Unfallort Rettungskräfte behindern und Anweisungen der Feuerwehr ignorieren, sind mittlerweile trauriger Alltag in unseren Städten. Immer wieder berichten Polizisten, Notärzte und Sanitäter von Schaulustigen, die skrupellos mit ihren Smartphones Fotos und Videos von den Verunglückten machen und aggressiv reagieren, wenn sie dabei „gestört“ werden.
Neue Gesetze. Schon seit 2018 können Gaffer, die Rettungseinsätze behindern, wegen unterlassener Hilfeleistung bestraft werden. Doch nun fordert der Bundesrat noch härtere Strafen. Wenn Tote auf Fotos bloßgestellt werden, soll dies künftig mit GELD strafen oder Freiheitsentzug von bis zu zwei Jahren geahndet werden! Auch die Polizeigewerkschaft fordert ein härteres Vorgehen. Das Handy als „Tatwerkzeug“ solle Autofahrern weggenommen werden, die schwere Unfälle filmen oder fotografieren. „Das würde einen nachhaltigen Eindruck auf die Täter und potenzielle Nachahmer machen“, sagt Gewerkschaftssprecher Rainer Nachtigall. Wer sich am Leid von Opfern berauscht, sollte im Extremfall auch seinen Führerschein verlieren.


Smartphone- und Führerscheinentzug als Strafe


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Fotos: AdobeStock (2), Istock, picture alliance

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