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Crime-Geschichte: Rentner Bernd S. (64): Die Putzfrau als Sklavin gehalten und getötet


TV neu - epaper ⋅ Ausgabe 42/2019 vom 10.10.2019

Weil Natalja († 25) zurück zur Familie wollte?


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ERSTOCHEN
Natalja wurde mit einem Messer angegriffen (Symbolfoto)


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BITTERE TRÄNEN
Für ihre Tochter (8) wollte Natalja ein besseres Leben. Doch statt dem erhofften Glück fand sie den Tod


Der erste Eindruck, den die Beamten im Hausflur des Wohnblocks in der Burgemeisterstraße in Berlin-Tempelhof hatten, ließ schon nichts Gutes vermuten. Blut an der Wand und am Boden vor der Tür wiesen auf ein Gewaltverbrechen oder einen Kampf hin. Und tatsächlich fand die Polizei, als sie die Tür zur Wohnung aufbrach, die blutüberströmte Leiche einer Frau und den Rentner Bernd S. (64). Doch der wollte sich an nichts erinnern.
Festnahme. Bernd S. wurde von der Polizei festgenommen, doch für Natalja M. (25) kam jede Hilfe zu spät. Die junge Frau aus der Ukraine, die sich in Berlin ihren großen Traum erfüllen wollte, ist schon seit Tagen tot. Ihre kleine Tochter (8) wird ihre Mama nie wiedersehen. Wie furchtbar!
Häufiger Streit. Dabei war Natalja im Mai 2019 nur nach Berlin gekommen, um ihrem Kind ein besseres Leben bieten zu können. Die Kosmetikerin träumte davon, in Sastawna (Ukraine) einen eigenen Schönheitssalon zu eröffnen. Das Geld dafür wollte sie sich in Deutschland erarbeiten. Sie schuftete als Putzfrau und wohnte in der Drei-Zimmer-Wohnung des Rentners zur Untermiete, kümmerte sich um dessen Hund Campino und putzte für ihn. Bernd S. schien sie schon als sein Eigentum zu betrachten. Immer häufiger seien laute Schreie und heftige Wortgefechte aus der Wohnung zu hören gewesen, berichten Nachbarn dem „Berliner Kurier“. Doch geholfen hat Natalja niemand … Bernd S. wollte die junge Frau offenbar nicht gehen lassen. Drohte er ihr massiv oder setzte er sie mit Gewalt unter Druck?


Bernd S. hatte ihr sogar den Pass abgenommen


Sie wollte fliehen. In einem Telefonat hatte die 25-Jährige Freunden erzählt, dass ihr Reisepass verschwunden sei. Natalja hatte nur ein dreimonatiges Touristenvisum für Deutschland erhalten. Nach Ablauf dieser Frist wollte sie für immer nach Hause zu ihrem Ehemann und ihrem Kind zurückkehren. Doch der Rentner hatte wohl eher den Traum, dass die 25-Jährige für immer an seiner Seite bleibt. Als Sklavin, die seinen Haushalt machte und seine Launen ertragen musste? Natalja muss davor Angst gehabt haben, denn sie besorgte sich ein Ersatz-Pass und hatte alles für die Heimreise vorbereitet. Am 21. Juli meldete die hübsche Frau sich telefonisch bei ihrer Familie, berichtete, dass sie bereits ihre Koffer gepackt hatte und am nächsten Tag die Heimreise antreten wird.
Funkstille. Es ist das letzte Mal, dass die Verwandten etwas von ihr hörten. Als Natalja auch nach drei Tagen noch nicht zu Hause angekommen war, baten ihre Eltern ukrainische Bekannte in Berlin um Hilfe. Die entdeckten die Blutspuren an der Wohnungstür und alarmierten die Polizei. Noch immer können sie nicht fassen, was geschehen ist: „Sie war so ein freundliches, hilfsbereites Mädchen, das alle liebten“, erzählte eine Freundin. Bernd S. wartet in U-Haft auf seinen Prozess. Die Anklage lautet auf Totschlag.

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DER TATORT
Hier im Wohnblock in Berlin Tempelhof wurde Nataljas Leiche gefunden


TV-Tipp

Mörderische Geständnisse Doku
SO 20.10. 22.35 Uhr
SUPER RTL


Fotos: AdobeStock, Google Street View, privat

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