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DAB+-RADIOS: RADIO WIRD DIGITAL


IMTEST - Das Test-Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 2/2021 vom 27.05.2021

Alle neuen Radios müssen ab sofort den Standard DAB+ unterstütz en. IMTEST hat fünf DAB+-Radios getestet und verrät, wie gut moderne Digitalradios sind.


Artikelbild für den Artikel "DAB+-RADIOS: RADIO WIRD DIGITAL" aus der Ausgabe 2/2021 von IMTEST - Das Test-Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: IMTEST - Das Test-Magazin, Ausgabe 2/2021

Neuer Sound in 70er-Jahre-Optik: Für sein kompaktes und tragbares Rambler BT ermöglicht Radiohersteller Roberts den Sender- und Musik- Empfang per DAB, DAB+, FM und Bluetooth (vom Smartphone)


Einschalten, Lieblingssender wählen, loshören: Radio ist so schön einfach. Und geht es nach der Bundesnetz - agentur, klingt es ab sofort noch viel besser. Denn laut dem deutschen Telekommunikationsgesetz gilt: Der Handel darf nur noch neue Radiogeräte verkaufen, die auch DAB+ (steht für „Digitale Audioübertragung“) oder Internetradio empfangen können. Die Digitalradio-Pflicht verspricht Nutz ern Komfort: Verfügbare Digitalsender werden automatisch eingestellt, DAB+ bietet einen klaren Sound, ist rauschfrei und hat einen stabilen Empfang, da jedes Programm ...

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... stets auf der gleichen Frequenz ausgestrahlt wird. IMTEST, hat sich fünf aktuelle DAB+-Radios aus dem sehr großen Angebot digitaler Radioempfänger herausgepickt und verrät, welches Modell davon gut für die DAB+-Zukunft gerüstet ist. Alle Test-Ergebnisse im Detail entnehmen Sie der Tabelle auf Seite 28.

DAB+ erfreut sich stetigem Wachstum

Der Digitalisierungsbericht Audio 2020 der Landesmedienanstalten in Deutschland zeigt: Digitale Radios erfreuen sich bundesweit stetig wachsender Beliebtheit. Bereits mehr als 17 Millionen deutsche Haushalte nutz en DAB+-Radios. Demnach stehen gut 59 Prozent der DAB+-Radios in deutschen Haushalten, 41 Prozent befinden sich in einem Auto - auch hier ist die Tendenz steigend (siehe Grafik unten).

Die DAB+-Inhalte empfangen die Geräte dabei per Antenne (genau wie herkömmliche UKW-Radios). Für den Empfang fallen neben dem Rundfunkbeitrag keine Gebühren an. Welche DAB+-Programme sich wo in Deutschland empfangen lassen, zeigt die Internetseite des Digitalradios Deutschland (www.dabplus.de/programme). Insgesamt lassen sich derzeit über 250 digitale Programme empfangen - dabei unterscheiden sich die Angebote regional. 13 Sender wie beispielsweise das Deutschlandradio (DLF) senden national. Weitere Infos rund um den Empfang und die Netz abdeckung von DAB+ lesen Sie im Kasten auf der rechten Seite. Über die Seite imtest.de/digitalradios- im-test/ erfahren Sie zudem, wie Sie ältere Autoradios oder heimische Stereoanlagen für DAB+ nachrüsten.

Ausgehbereit: Dank Trageschlaufe ist das leichte und kleine Medion LIFE ein handlicher Begleiter.


Abziehend: Das Lautstärke- und Sendersuchrad am Hama DR 1000 DE ist nicht allzu fest angebracht.


Per WLAN oder Antenne

Aber auch die neuen DAB+-Radios für zu Hause machen es ihren Besitz ern leicht: nicht nur, dass die DAB+-Sender von allen Geräten aus dem Test (getestet wurde im Hamburger Stadtgebiet sowie im Umland der Hansestadt) sehr sauber empfangen werden. Die DAB+-Radios lassen sich auch einfach in Betrieb nehmen und bedienen: Das Teufel 3Sixty und das Pearl ZX1810 sind dafür etwa zusätz lich auch per App und Fernbedienung steuerbar. Wie das Teufel 3Sixty per App gesteuert wird, sehen Sie auch auf Seite 28.

Das spricht für DAB+

Und wie klingen die Radios aus dem Testfeld bei der Wiedergabe von Musik, Hör spielen oder Nachrichten? Das lässt sich einfach beantworten: Je teurer, desto besser. Das Teufel RADIO 3SIXTY etwa sorgt für einen klaren, ausgewogenen Sound, versehen mit deutlichen Höhen, Mitt en und verhältnismäßig satt en Tiefen. Auf Wunsch spielt das Radio Musik zudem sehr laut ab (bis 95 Dezibel). Beim Pearl ZX1810 dagegen ist das Volumen etwas dünn, Sounds klingen leicht blechern, und Stimmen (Hörspiele oder Nachrichten) werden etwas überspitz t wiedergegeben. Für die anderen Kandidaten um Hama, Roberts und Medion gilt: Sie bieten allesamt deutlich zu wenig Lautstärke und Volumen, Musik klingt etwas zu dünn und leicht blechern. Die Wiedergabe von Stimmen ist aber bei ihnen noch klar. Beim Medion, Roberts, Pearl und Teufel ist auch der Musikempfang vom Smartphone oder PC per Bluetooth möglich. Unterstütz t wird von den beiden Letz teren der Zugriff via WLAN auf Internetradiosender weltweit.

Aus der Ferne: Per Teufel Remote-App (iOS/Android) lässt sich das 3SIXTY per Smartphone steuern.


Bei Digitalradios: Sender speichern

Wer gerne zwischen verschiedenen Sendern hin und her schaltet, achtet am besten darauf, wie viel Sender das DAB+-Radio speichern kann. Denn zum Komfort der Digitalradios gehört auch, dass es nur wenige Klicks braucht, um zu seinen Lieblingssendern zu gelangen. Suchen muss dann eigentlich keiner mehr. Mit dem Modell von Teufel, lassen sich etwa je 30 Sender speichern - für DAB+, Internetradio und UKW. Auch der Preis-Leistungs-Sieger von Medion hält hier mit: Mit je fest abspeicherbaren 30 Sendeplätz en für DAB+ und UKW mit. Dagegen bieten hingegen das Rambler BT und das Hama-Radio nur sehr wenige Speicherplätz e an.

Sender einstellen: Über die Teufel Remote-App können dann etwa Sender ausgewählt werden.


Anschlussfreudig: Das Teufel-Radio bietet auf der Rückseite Anschlüsse für USB-Geräte und AUX-In.


Alleinstellungsmerkmal: Der Pearl ZX1810 spielt zusätzlich auch CDs (Sie erinnern sich noch?) ab.


Zum Draufschauen: Sender-Anzeige und Bedienelemente des Rambler BT lassen sich gut erreichen.


Ohne Kabel: ab nach draußen

Digitales Radio ist aber nicht ausschließlich an einen festen Ort gebunden - wie etwa die tragbaren Geräte von Roberts und Medion aus dem IMTEST-Testfeld zeigen. Sie lassen sich auch mit Batt erien oder Akkus betreiben und empfangen dann das digitale Radio per Antenne draußen. Beim Medion LIFE P66007 reicht die Laufzeit dann für rund acht Stunden. Trotz etwas mauem Sound (beide bieten nur Mono-Klang) können sie dank der Unabhängigkeit vom Stromkabel etwa mit auf die Parkbank zum gemeinsamen Entspannen oder Fußballhören mit Freundin oder Freund mitgenommen werden - natürlich unter Einhaltung der weiterhin geltenden Abstandsregeln.

FAZIT

Qualität hat bei Digitalradios ihren Preis. Wer aber bereit ist, etwas mehr für eine digitales Radio auszugeben, bekommt mit dem wohlklingenden Testsieger von Teufel ein durchweg hochwertig gefertigtes DAB+-fähiges Gerät. Das RADIO 3SIXTY speichert viele Sender und versteht sich sogar auf Streamingdienste wie Spotify. Soll es hingegen ein Gerät für puristischen Radioempfang sein, fällt die Wahl für unter 30 Euro auf Medions LIFE P66007. Es bietet einen verlässlichen Akku sowie noch recht passablen, wenn auch etwas zu leisen Klang.


Fotos: IMTEST, Hersteller