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DALMATIEN: Die Perlen im Süden Kroatiens


Ratgeber Frau und Familie Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 5/2020 vom 24.04.2020

Machen Sie mit uns eine Kreuzfahrt zu reizvollen Hafenstädten, türkisfarbenem Wasser und atemberaubenden Naturschönheiten


Artikelbild für den Artikel "DALMATIEN: Die Perlen im Süden Kroatiens" aus der Ausgabe 5/2020 von Ratgeber Frau und Familie Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Ratgeber Frau und Familie Magazin, Ausgabe 5/2020

Redakteurin Anita Brockhoff im Nationalpark Krka


Es ist noch ziemlich fruh am Morgen und die Menschenmenge ist uberschaubar. Die Altstadt mit ihren engen Gassen, steilen Treppen und imposanten Kirchen ist ein wahres Schmuckstuck! Wir schlendern uber das von tausenden Fusen glatt polierte Kopfsteinpflaster der Stradun oder Placa, der beliebtesten Flaniermeile in Dubrovnik.

Die Perle der Adria

Unser Blick geht zur gewaltigen, zwei Kilometer langen Stadtmauer. Sie umrundet die gesamte ...

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aus dieser Ausgabe

... Altstadt, und fur einen Eintrittspreis von etwa 16 Euro konnen wir sie durchgangig begehen. Seit 1979 gehort sie zum UNESCO-Weltkulturerbe. Mit funf Festungen, sechzehn Turmen und Bastionen ist sie die Hauptattraktion der Stadt. Wir spazieren im Gansemarsch entlang der Stadtbefestigung, die stellenweise bis zu 25 Meter hoch uber den Strasen und Gassen thront und uns dabei ein etwas mulmiges Gefuhl beschert. Der Rundgang eroffnet uns, je nach Verlauf und Standort, unterschiedliche Ausblicke: auf ein Meer aus roten Ziegeldachern bis hin zur turkisblauen Adria und der Insel Lokrum. Im Osten liegt der alte Hafen vor uns mit zwei Festungen. Wir gehen treppauf und treppab, teilweise uber enge Wendeltreppen, und blicken durch Schiesscharten auf die autofreie Altstadt mit den schonen Strasencafes, Restaurants und Geschaften, auf Kirchen, Palaste und Brunnen. Der Rundgang gewahrt uns Einblicke in den Alltag der Bewohner und das Treiben in den Hinterhofen und Balkonen.

Die MS Dalmatia

Es ist elf Uhr und wir sind wieder an Bord der MS Dalmatia von nicko cruises, die in der Nahe von Dubrovnik liegt. Nun heist es Leinen los Richtung Korčula.

Dubrovnik, eine der schönsten Städte europas, umschlossen von uralten mittelalterlichen mauern und türmen


Unsere Kabine auf der mS Dalmatia


Die mS Dalmatia von nicko cruises


Elf Quadratmeter werden fur acht Tage unser neues Zuhause sein. Die Kabine ist zweckmasig ausgestattet mit zwei getrennt stehenden Betten, einem Schreibtischchen, Kleiderschrank und einem Badezimmer mit Dusche und WC. Zwei kleine, nicht zu offnende ovale Fenster sorgen fur Tageslicht. Die offentlichen Bereiche des Schiffes sind bei einer Schiffslange von 34 Metern begrenzt. Es gibt einen Salon, in dem die Speisen serviert werden, und eine kleine Bar, Liegestuhle auf dem Sonnendeck, Sitzgelegenheiten auf dem Promenadendeck und immer freien Blick nach allen Seiten. An Bord befinden sich sechs Besatzungsmitglieder und Danijel, der Kapitan, der schon sieben Jahre auf diesem Schiff fahrt. Er informiert uns stets uber alle wichtigen Einzelheiten uber die Region, die Ausfluge, was es zu beachten gilt, wo wir besonders schone Souvenirgeschafte und gute Restaurants finden und uber das Wetter.

Reise-Route


Geburtsort von Marco Polo

Die Festungsmauern der Stadt kann man schon von Weitem sehen. Wir treffen auf unsere Stadtfuhrerin Neda Farac und laufen gemeinsam zur Freitreppe vor dem Stadttor der Halbinsel. Neda erzahlt uns, dass der Name Korčula so viel bedeutet wie „Schwarzes Korfu“ und die Stadt diesen Namen aufgrund ihrer zahlreichen Kiefernwaldchen erhielt. Wir steigen die mondane Freitreppe hinauf, die zur Stadtmauer fuhrt, und fuhlen uns gleich ins Mittelalter versetzt. Uber viele Jahrhunderte hinweg blieb das Stadtbild im Grosen und Ganzen unversehrt. Von der Kathedrale fuhrt in nordlicher Richtung eine Gasse zum Stadtturm Zakrjan, in dessen Nahe sich das Geburtshaus von Marco Polo befindet. „Hier soll er also geboren sein, so behaupten es auf jeden Fall die Einheimischen“, erzahlt uns Neda. Beweise dafur gibt es nicht. Was man aber sicher weis: dass in diesem Haus eine Familie namens Polo gelebt hat.

„Die Menschen hier leben vom Tourismus, der Herstellung von Olivenol, Naturprodukten fur Medizin und Kosmetik sowie vom Weinanbau und der Herstellung von Schiffsausrustungen“, klart uns die sympathische Stadtfuhrerin auf. Korčula fasziniert uns, nicht nur wegen seiner Festungsanlagen, sondern auch aufgrund planmasiger Strasenfuhrung. Die Gassen sind so angeordnet, dass sie die kalten Winterwinde abhalten, aber kuhle Sommerwinde in die Hauserzeilen leiten. Ein reizvolles und romantisches Stadtchen, dieses Korčula, und mit 47 Kilometern Lange und bis zu acht Kilometern Breite ist die Halbinsel ein wahres Juwel der dalmatinischen Inselwelt. Die Nacht verbringen wir im Hafen in Korčula, bevor wir am anderen Tag nach Stari Grad einlaufen, dem Hafen von Hvar.

Hvar gilt als eine der schönsten inseln Kroatiens. Sie wird auch als „Sonneninsel“ bezeichnet


Das Städtchen Korčula ist aufgrund seiner mittelalterlichen Architektur eine Augenweide


Duft von Lavendel

Stari Grad, die alteste Stadt in Kroatien, wurde im Jahre 384 vor Christus gegrundet und liegt vertraumt am Ende einer sieben Kilometer langen, fjordartigen Bucht mit glasklarem Wasser. Schon bei der Anfahrt in den Hafen strahlt das Dorf eine gewisse Gelassenheit und Ruhe auf mich aus. Fischerboote und kleine Jachten tanzeln geruhsam hin und her. Das 1900- Seelen-Dorf ist noch relativ ursprunglich - die grose Tourismusflut hat hier noch nicht ubergeschwappt. Wir laufen an der Hafenpromenade entlang, schlendern gemutlich durch die steingepflasterten Gassen und gonnen uns im Anschluss daran einen Kaffee an der schonen Uferpromenade.

In wenigen Minuten kommt unser Bus, der uns in die etwa 30 Minuten entfernte Stadt Hvar bringt. Jasna, unsere Reisefuhrerin, erzahlt uns bereits wahrend der Fahrt einiges uber die Stadt. „Hvar gilt als eine der schonsten Inseln im Mittelmeer und gerne nennt man sie auch Lavendelinsel“, weis Jasna zu berichten. „Im Fruhsommer bluhen die Lavendelfelder wunderschon und ein herrlicher Duft legt sich uber die Insel.“ Hvar erwartet uns mit Sonnenschein und 20 Grad. Die Menschenmasse halt sich in Grenzen. „Das liegt an der Reisezeit April“, sagt Jesna. „In der Hauptsaison ist hier der Teufel los.“ Sie fuhrt uns uber den Platz des Heiligen Stephan, auch „Pjaca“ genannt. Mit 4500Quadratmetern ist sie die groste Piazza Dalmatiens. Auf einem Felsen hoch uber der Altstadt thront die Festung Španjola aus dem 16. Jahrhundert. Der schweistreibende Aufgang fuhrt uns uber steile enge Gasschen mit Kopfsteinpflaster und vielen Treppen hinauf. Dafur werden wir mit einem spektakularen Blick auf den Hafen, die pomposen Jachten und auf die vorgelagerten Inseln belohnt. Zu Fusen der Festung liegt die Altstadt, deren verwinkelte Gasschen mit kleinen Cafes, Geschaften und Restaurants zum Bummeln und Verweilen einladen. Ebenso sehenswert sind das Franziskanerkloster, die Kathedrale und der ehemalige Bischofspalast, in dem sich heute ein kleines Museum befindet. Wir stobern noch etwas an den Standen mit den Souvenirs und decken uns mit dem einen und anderen Mitbringsel ein. Hier konnten wir noch Stunden verweilen, am Hafen sitzen, auf das Meer blicken und dem Treiben der Menschen zuschauen. Doch es wartet bereits der Bus zur Ruckfahrt auf uns. Auf der Fahrt verbreitet sich ein angenehmer Duft im Bus - Lavendel, ja, was denn sonst?!

Wie aus dem Bilderband

Am nachsten Tag steuern wir Trogir (etwa 13 000 Einwohner) an. Die kleine Stadt gehort zu den meistbesuchten Stadten Kroatiens. Die gesamte Altstadt steht unter dem Kulturerbe der UNESCO. Wir konnen uns nicht sattsehen an den engen idyllischen Gasschen, die sich durch das Hausergewirr schlangeln und uns zu herrschaftlichen Adelspalasten leiten. Unseren Augen eroffnet sich ein Bild, das mittelalterlicher kaum sein konnte, wie aus einem reich illustrierten Mittelalter- Bilderband entsprungen. Trogirs Altstadt ist uber die Jahrhunderte hinweg unverandert geblieben. Das prachtigste historische Uberbleibsel ist wohl die Stadtmauer samt den Stadttoren. Trogir, die kleine Stadt am Hafen, hat mit ihrem Charme wohl schon viele Urlauber in ihren Bann gezogen - auch uns. Wir verbringen die Nacht in Trogir, um am fruhen Morgen nach Šibenik in See zu stechen.

Auf Schritt und tritt wandelt der Besucher in trogir durch ein riesiges museum von ausgesprochener lebendigkeit


Die Altstadt von trogir gehört zum UNeSCO-Weltkulturerbe


Fantastische Natur

Unser heutiger Bus-Ausflug fuhrt uns zum Nationalpark Krka. Der Park ist ganzjahrig geoffnet, die Offnungszeiten sind je nach Jahreszeit verschieden. „Die Krka-Wasserfalle bestehen aus vielen kleinen und acht groseren Wasserfallen, die sich uber den gesamten Verlauf des 110 Quadratkilometer grosen Nationalparks erstrecken. Der groste ist der Skradinski buk Krka-Wasserfall mit einer beachtlichen Hohe von rund 46 Metern“, erzahlt uns Reiseleiterin Nikol. Sie fuhrt uns durch eine marchenhafte Landschaft uber Wege aus Holzbohlen. Wassertropfen glitzern auf den moosbewachsenen Steinen, kleine und grose Wasser- falle wechseln sich ab, versteckte Pfade, kleine Inselchen inmitten eines grosen Flusses und smaragdgrune Seen mit Seerosen - einfach wunderschon! Das Quaken der Frosche sowie das Rauschen des Wassers sind dabei unsere standigen Begleiter. Danach geht es zuruck nach Šibenik.

Stadt der Treppen

Die malerische Mittelalterstadt Šibenik ist umgeben von vier Festungen und dahinter befinden sich zahlreiche alte Kirchen und schmale Steingassen. Besonders angetan hat es uns die Kathedrale des Heiligen Jakob. Ein architektonisches Prachtstuck! Sie ist mit mehr als 70 gemeiselten Kopfen verziert, die Stadtburger von Šibenik aus dem 15. Jahrhundert zeigen. Der Bau der Kathedrale dauerte uber 100 Jahre und sie gehort zum UNESCO-Weltkulturerbe. Šibenik hat mehr als 2800 Treppenstufen und wird daher auch als „Stadt der Treppen“ bezeichnet.

Am nachsten Morgen legen wir um acht Uhr ab … Zbogom, Šibenik! Ist kroatisch und bedeutet: auf Wiedersehen, Šibenik!

Klänge der Meeresorgel

Nach etwa sechs Stunden erreichen wir Zadar, eine kleine Kustenstadt mit etwa 75 000 Einwohnern. Wir sitzen auf den Stufen einer langgezogenen Treppe aus Stein, die bis ins Meer hineinfuhrt. An den Stufen gibt es kleine Offnungen, aus denen eine wundersame Melodie ertont. Insgesamt 35 Rohre unterschiedlicher Lange und Breite, an den Enden mit Pfeifen versehen, befinden sich unterhalb der Treppen, erklart uns Angela, unsere Zadar-Reisefuhrerin. „Stromt nun das Meerwasser in die Offnungen an den Stufen, druckt die Kraft der Wellen Luft in die Rohren, die beim Passieren der Pfeifen Tone erzeugen“, klart sie uns auf. So etwas haben wir noch nie gehort und Angela erzahlt uns, dass die Meeresorgel zu den speziellsten und originellsten Musikinstrumenten der Welt gehort. In unmittelbarer Nahe dazu befindet sich der „Grus an die Sonne“, der ein weiterer Grund fur den grosen Andrang auf der Promenade ist. Die Sehenswurdigkeit mit dem ausgefallenen Namen ist eine 22Meter grose Scheibe, die mit Solarzellen ausgestattet ist. Am Tag sorgt die Sonne fur die notige Energie, um die 300 verbauten Glasplatten nach Einbruch der Dunkelheit zu einem beeindruckenden Lichterspiel werden zu lassen. Wir schlendern durch die Altstadt, die vorwiegend im venezianischen Stil erbaut ist. Umgeben ist sie von einer machtigen Festungsmauer. Die kleinen Gassen, die mit glanzenden weisen Steinen gepflastert sind, fuhren uns durch die Stadt. „Zadar hat den schons- ten Sonnenuntergang der Welt, schoner als der in Key West in Florida, jeden Abend einen Applaus hervorrufend.“ So sprach Alfred Hitchcock wahrend seines Besuchs in der Stadt im Mai 1964. Und tatsachlich: Er hat nicht zu viel versprochen!

Kathedrale des Heiligen Jakob in Šibenik


Von den Wellen der Adria betrieben - die meeresorgel in Zadar


Auf Winnetous Spuren

Am nachsten Tag ist ein Ausflug zum Nationalpark Plitvicer Seen geplant. Doch leider meint es der Wettergott heute nicht gut mit uns: Regen, Regen, Regen. Viele Karl-May-Filme wurden hier gedreht, so zum Beispiel „Winnetou und der Schatz im Silbersee“. Trotz des schlechten Wetters herrscht ein groser Menschenandrang. Turkis schimmernde Seen, tosende Wasserfalle und eine artenreiche Fauna und Flora erwarten uns auf etwa 300 Quadratkilometern. Mit bunten Regenmanteln und Schirmen ausgestattet laufen wir in einer langen Schlange uber die Holzstege und Pfade von einer Gesamtlange von 18 Kilometern uber 16 Seen. Es ist eine grosartige Naturattraktion, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

Der nachste Morgen naht und somit auch das Ende unserer Reise. Acht Tage waren wir zu Gast auf der MS Dalmatia und durften die Schonheiten der dalmatinischen Kuste kennenlernen. Es bleibt fur uns ein unvergessliches Erlebnis.

Wer nach Kroatien reist, darf sich den Nationalpark Plitvicer Seen auf keinen Fall entgehen lassen


Infos: nicko cruises Schiffsreisen GmbH Mittlerer Pfad / 1-033 Stuttgart Tel.: -1.. /0 23 2- - 00 Fax: -1.. /0 23 2- - 11 E-Mail: info@nicko-cruises.de www.nicko-cruises.de