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DAMIAN LILLARD TREUE S TATT TAPETENWECHSEL


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Basket - epaper ⋅ Ausgabe 12/2021 vom 10.11.2021

NBA Hintergrund

Wie schnell man wochen-, ja vielleicht monatelange Spekulationen mit nur drei Worten in Luft auflöst, beweist Damian Lillard am 8. September diesen Jahres auf Instagram. Dort teilt er ein Foto, das ihn beim Abklatschen mit den Fans der Portland Trail Blazers zeigt, darunter die einfache Caption „Back for more“ – versehen mit dem Zusatz „#ripcity is my city“. Diese Liebeserklärung an die Stadt Portland bedeutet Klarheit, für Blazers- Fans, die an Lillard interessierten Teams und auch beim All-Star- Point Guard selbst.

Seit der Saison 2012/13 trägt Lillard das Trikot der Blazers und wird dies auch künftig weiterhin tun. Unter Vertrag steht er ohnehin noch bis 2024/25, wenn er eine Spieleroption über 48 Millionen US-Dollar zieht. Dennoch war ein Verbleib des Superstars in Portland lange trotzdem nicht sicher gewesen.

Als die Trail Blazers in den Playoffs ...

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Bildquelle: Basket, Ausgabe 12/2021

Damian Lillard legte 2020/21 28,2 PPS auf ? Platz zwei im Ligavergleich.
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... 2020/21 zum vierten mal in fünf Jahren in der ersten Runde ausscheiden, fordert der Point Guard Veränderung. „Wir müssen herausfinden, wie wir in Zukunft weitermachen wollen und was uns die beste Chance gibt, um den Titel mitzuspielen“ – kurze Zeit später war Terry Stotts, langjähriger Coach von Lillard und Co.

Loyalty over everything“

Den eben Genannten bringt er selbst auch stets Respekt entgegen – legt sich allerdings auch mit denjenigen an, denen er eingewisse Loyalität abspricht. Fast schon legendär ist mittlerweile seine Fehde mit Paul George, dem er nach dem Wechsel zu den Clippers vorwarf, vor der harten Arbeit davonzurennen. Er hatte sich Kawhi Leonard angeschlossen, um ein neues Star-Duo zu bilden – ein Move, der für Lillard seinen bisherigen Aussagen und Taten zufolge nie in Frage kommen würde.

Für die Website „Players‘ Tribune“, auf der Athleten aller mögli chen Sportarten Essays, Kurzgeschichten oder Erfahrungsberichte veröffentlichen, schreibt Lillard im Dezember 2019 einen Text mit dem Titel „Loyalty over everything“ – in dem das zu ihm passende Zitat „Ich drehe meiner Stadt nicht den Rücken zu, weil die Stadt seit Tag Eins hinter mit steht“ zu finden ist Es verdeutlicht, dass Lillard über seine Franchise nicht nur als Arbeitgbeber denkt, sondern sich ihr gegenüber verpflichtet fühlt.

Bei aller Loyalität zu der Franchise, die ihn 2012 an sechster Position draftete, will Lillard aber auch Fortschritte sehen. „Meine Intention war es immer, meine ganze Karriere lang das Blazers- Trikot zu tragen. Aber ich denke, über die Zeit will man auch den Titel gewinnen. Ich will das als Trail Blazer tun, aber wir müssen sicher gehen, dass wir Schritte in die richtigen Richtung unternehmen“, erklärte er Mitte Juli.

In der Breite wirklich verbessert?

Diese Aussagen sorgen natürlich auch für Druck, den Lillard in den vergangenen Jahren allerdings in jeglicher Form bewältigt hat, ob auf dem Court oder abseits davon. Und auch in der neuen Saison wieder bewältigen muss. Zwar hat er sich den Blazers fürs Erste verschrieben, Experten erwarten aber bereits wieder Stress, sollte Portland nur langsam aus den Startlöchern kommen.

„Die Situation um Lillard wird in den kommenden Monaten unter besonderer Beobachtung stehen“, erklärt Journalist Shams Charania. „Wenn sich das Team unter Chauncey Billups nicht wirklich verbessert, besteht eine große Chance, dass Lillard erneut zu zweifeln beginnen könnte.“ Allen voran ein möglicher Trade um Ben Simmons steht seit längerem im Raum, es scheint jedoch kaum vorstellbar, dass die Blazers dabei einwilligen würden.

Wobei ein Stotter-Start keineswegs unrealistisch erscheint. In den ersten 18 Saisonspielen muss Portland gegen elf Teams ran, die im vergangenen Jahr in den Playoffs gestanden hatten – keine wirkliche Eingewöhnungszeit für Chauncey Billups an der Seitenlinie. Die Stärken der Blazers sind bekannt und werden sich auch zu Beginn der Saison kaum ändern, es wird jedoch Zeit brauchen, bis Billups seine Spielidee implementiert hat. Zeit, die Portland eigentlich nicht hat, droht man doch mit einem schwachen Start schnell von den Top-Teams abgehängt zu werden.

„Über all die Jahre hatten wir immer ein wettkampffähiges Team“, erklärt Lillard beim Media Day zur Saison 2021/22, als er nach seiner Meinung zum Roster befragt wird. „Ich denke, wir haben uns im Sommer in der Breite verbessert, vielseitige, erfahrene Jungs dazugeholt.“ Worte, die ein Leader wie Lillard wählen muss, um hinter seiner Entscheidung zu stehen, den Trail Blazers eine weitere Chance zu geben. Und von denen er hofft, dass sie sich als Wahrheit herausstellen.

Sein neuer Coach jedenfalls scheint zuversichtlich, Lillard auch über die Saison hinaus in Portland behalten zu können – egal, wie diese ausgeht. „Jeder weiß, welche Leidenschaft er für die Stadt hier hat, für die Fanbase. Am Ende des Tages will er genau dasselbe wie wir alle: Gewinnen. Aber wir müssen dafür sorgen, dass er nicht jeden Abend den Druck hat, unglaubliche Leistungen zeigen zu müssen.“ Die Last soll also auf mehreren Schultern verteilt werden, nicht nur auf den breiten des langjährigen Franchise Players.

Wie groß sind die c hancen?

Von diesem hängt aber nach wie vor ab, wie weit es schlussendlich für dieses nur in Nuancen veränderte Team gehen kann. Das Resultat dürfte Lillard im kommenden Sommer womöglich erneut vor die Frage stellen, ob er seine Zukunft weiterhin in Portland sieht – oder ihm die Franchise nicht genügend Chancen auf einen Titelgewinn offenbart. Die Frage, ob eine Legacy bei einem einzigen Verein oder ein Titelgewinn mit einem möglichen Superteam wertvoller ist, wird die Basketball-Community ohnehin noch länger beschäftigen.

Und somit auch den All-Star- Point-Guard. Denn mit seiner Ankündigung am 3. August, „seiner“ Stadt treu zu bleiben, gehen auch bei den Fans in der „#ripcity“ hohe Erwartungen einher. Doch wer soll diese erfüllen können wenn nicht Damian Lillard?