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DAMWILD: BRUNFTVERHALTEN: „ZU MIR ODER ZU DIR?“


JÄGER - epaper ⋅ Ausgabe 100/2019 vom 13.09.2019

Damwildbrunft. Der Lehrmeinung folgend, zieht brunftiges Kahlwild nun zu den Hirschen. Doch ist das wirklich so? Dr. Christian Holmist dem nachgegangen und räumt mit dieser Vereinfachung auf. Aber nicht, ohne darauf einzugehen, wie das Verhalten jagdlich zu nutzen ist.


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Bildquelle: JÄGER, Ausgabe 100/2019

Damhirsch und -tier: Beide sind zur Brunft in das traditionelle Brunftgebiet gezogen. Wie sie sich dort nun genau verhalten, hängt von vielen Faktoren ab.


Das Tier entscheidet, von welchem Hirsch es beschlagen wird


Schaufler mit frisch verfegtem Geweih: dies ist für ihn der Startschuss, um in das Brunftgebiet zu ziehen.


„JE HÖHER DER ...

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... KONKURRENZDRUCK, DESTO FRÜHER STREBEN DIE HIRSCHE ZUM BRUNFTPLATZ.“


Es gibt so ein paar bekannte Weisheiten auf der Jagd, die selten angezweifelt werden. Eine davon lautet: „Beim Rotwild zieht der Hirsch in der Brunft zum Tier, beim Damwild ist es umgekehrt, da zieht das Kahlwild zum Schaufler!“ Das klingt schön einfach, ist deshalb allerdings nicht automatisch richtig. Beim Rothirsch kommt es sehr wohl vor, dass ein reifer Hirsch einen Brunftplatz beibehält, während das Kahlwild frei hin und wieder fortwechselt, darüber habe ich bereits in der Vergangenheit im JÄGER geschrieben. Diesmal möchte ich das Verhalten der Schaufler und des Kahlwilds in der Damwildbrunft genauer untersuchen. Im Kalender des Damwildjägers ist die Brunft im Oktober natürlich ein großer Höhepunkt. Das gilt für die Kernreviere mit den Brunftplätzen genauso wie für die angrenzenden Randreviere, welche keine eigenen Brunftplätze haben. Je besser wir das Verhalten der Hirsche und des Kahlwilds verstehen, desto größer sind unsere Chancen, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein! Oft sind es Zeitfenster von nur wenigen Tagen, die uns besondere Chancen bieten. Die große Frage lautet wie immer: Welcher Hirsch ist wann wo warum? Genauer: Wann zieht der Schaufler ins Brunftgebiet? Wann legt er seine Brunftkuhle an? Hat er nur eine oder mehrere Kuhlen? Bleibt er immer in dieser oder wechselt er auch mal fort? Folgt er unter Umständen sogar dem Kahlwild?

ZEIG MIR DEIN REVIER …

… und ich versuche zu verstehen, was dein Damwild macht. Wir müssen uns vor allgemeinen Behauptungen hüten, denn zu unterschiedlich sind die deutschen Reviere, in denen Damwild vorkommt. Die Beobachtungen aus den absoluten Toprevieren mit sehr hohen Damwildbeständen und Hauptbrunftplätzen, auf denen zehn, zwanzig oder noch mehr Schaufler gleichzeitig brunften, sind nicht unbedingt vergleichbar mit normaleren Revieren, wo nur eine Handvoll Hirsche um eine moderate Menge Kahlwild buhlen. Die Brunft in großen Kiefernwaldrevieren kann ganz anders verlaufen als in einem deckungsarmen Revier mit wenigen Buchenwaldinseln. Kann das Wild so brunften wie es möchte, oder wird es tagsüber regelmäßig von Menschen dabei gestört? Gibt es einen Hauptbrunftplatz oder viele kleine Brunftplätze? Sind genügend reife Hirsche vorhanden, oder ist der Bestand eher überjagt? Und, eine extrem entscheidende Frage betrifft das Geschlechterverhältnis: Wie viel Kahlwild kommt auf jeden Hirsch?

DER HAUPTBRUNFTPLATZ …

… ist wie die beste Disco in der Stadt: immer angesagt, weit über seine Grenzen hinaus bekannt und das seit Jahren. Jedes Stück Damwild weiß: Hier geht was! Und es gilt auch: Wer zu spät kommt, bleibt draußen oder bekommt höchstens einen schlechten Platz. Also ziehen die Hirsche schon ab Anfang September zu solchen Brunftplätzen und schauen sich schon einmal um. Mit den ersten Brunftkuhlen und Schlagstellen werden ab jetzt schon mal klare Duftmarken gegenüber der Konkurrenz abgesetzt, was den Hirschen gegenüber heißt „ich bin hier, geh weg!“ und den Tieren gegenüber natürlich das Gegenteil. Je höher der Konkurrenzdruck ist, desto früher werden die Hirsche schon auf dem Brunftplatz verweilen. Dies ist alles nur „Qualifying“, also Gerangel um die besten Stellen, denn das Kahlwild ist noch lange nicht brunftig! In den Toprevieren kann man bereits ab Mitte, spätestens aber ab Ende September eine Menge Schaufler auf dem Hauptbrunftplatz beobachten, welche die meiste Zeit nur ruhig daliegen und warten. Zum Anfang der Brunft sind diese Hauptbrunftplätze oft viel einfacher zu bejagen als später, weil jetzt weniger Bewegung auf dem Platz herrscht und die Hirsche im Vergleich zum Ende der Brunft, wenn sie total abgebrunftet sind, auch leichter anzusprechen sind. Außerdem stört die Erlegung eines Hirschs jetzt weniger als mitten in der Hochbrunft. So oder so gilt aber für jeden Brunftplatz, dass wir so wenig stören sollten wie möglich, also immer genau auf Wind und auch auf Sichtbarkeit achten, denn auch Damwild lässt nicht alles mit sich machen, und so mancher Waidmann wundert sich dann, warum auf einmal nichts mehr auf dem Platz steht. Häufig ist es klüger, erst bei gutem Licht und konstantem Wind an den Brunftplatz zu gehen. Am Hauptbrunftplatz müssen wir also nur etwas vorsichtig sein, Schaufler und Beihirsche werden hier, sofern es nicht zu Störungen kam, zumindest den ganzen Oktober durch immer zu finden sein. Mit jedem Tag kommt nun mehr Kahlwild auf den Brunftplatz und wird dort von den Schauflern lautstark begrüßt. Die Damen sind aber vorerst nur dabei, das Angebot zu sichten, denn der Eisprung und somit der Beschlag der meisten Stücke wird nach Aussage der Wildbiologen im Normalfall nur im letzten Drittel des Oktobers stattfinden. Tatsächlich kann ich mich nicht entsinnen, Beschlag jemals an einem Tag außerhalb dieser Zeit gesehen zu haben. Die ersten Besuche des Kahlwilds auf dem Brunftplatz sind aber sicher nicht sinnlos.Stier und Keuling (2010) beschreiben in ihrer Studie vom Hauptbrunftplatz in Schildfeld, wie markierte Alttiere zum Zeitpunkt des Eisprungs zu einem bestimmten Schaufler quer durch den Brunftplatz wechseln, um sich von diesem Hirsch beschlagen zu lassen. Es scheint sicher, dass das Kahlwild entscheidet, von wem es beschlagen wird und nicht umgekehrt.

AUCH HIRSCHE SIND TYPEN

Aber kommen wir zurück zur Frage, wer zu wem zieht. Tatsächlich kann ich es auf unserem Hauptbrunftplatz in Ostholstein häufig beobachten, dass sich der Brunftplatz auch ohne Störung zu bestimmten Zeiten weitgehend entleert. Das Kahlwild hat sich über Nacht und vor allem in den frühen Morgenstunden auf dem Brunftplatz eingestellt und wechselt dann am frühen Vormittag, während der Hauptbrunft allerdings deutlich später, auf naheliegende Wiesen zur Äsung. Ein Teil der Schaufler verbleibt am Brunftplatz, die Beihirsche, aber auch einige stärkere Schaufler jedoch ziehen mit dem Kahlwild. Pirscht man nun mittags zu diesen Wiesen, so ist es durchaus möglich, auch dort Brunftbetrieb zu beobachten. Ohne genaue methodische Beobachtungen und Aufzeichnungen ist es mir unmöglich, hieraus Gesetzmäßigkeiten abzuleiten, aber ich kann doch sagen, dass das Verhalten der Schaufler deutlich flexibler ist, als der Jagdscheinkursus uns dies vermittelt hat. Auch Hirsche sind Typen, das soll heißen, ihr Verhalten kann von Hirsch zu Hirsch stark variieren. Sehr wohl habe ich letztes Jahr einen reifen Schaufler am Brunftplatz gehabt, der über Wochen seine Brunftkuhle in bequemen, aber für das Kahlwild nicht zu großen Abstand vom Brunftplatzzentrum gehalten hat. Umgekehrt beobachte ich aber auch häufig, dass sehr aktive Hirsche im Zentrum des Brunftplatzes nach wenigen Tagen wieder weg sind. Es ist sehr wahrscheinlich, dass es ihnen im „Auge des Sturms“ doch zu anstrengend wurde oder dass sie ein Duell verloren haben. In manchen Fällen tauchen sie nach einigen Tagen wieder auf, in anderen bleiben sie ganz verschwunden. Von Anfang bis Ende der Brunft streben alle Schaufler also danach, im Rahmen der Konkurrenz und der eigenen Ausdauer die bestmögliche Stelle auf dem Brunftplatz zu behaupten. Dafür haben einzelne Hirsche sicher unterschiedliche Strategien und Verläufe, je nachdem, wann sie erfolgreich eine Brunftkuhle etablieren konnten oder wieder verloren haben.


„AUCH HIRSCHE SIND TYPEN, IHR JEWEILIGES VERHALTEN KANN STARK VARIIEREN.“


DAMWILD: BRUNFTVERHALTEN

Er zeigt sich von seiner besten Seite


Hauptbrunftplatz: hier steht zur Brunft das Gros der Hirsche der Region. Und hier herrscht der größte Lärm – aber Achtung: häufig sind es erfahrene, ältere Hirsche, die abseits des Getümmels eine Brunftkuhle anlegen.

DIE NEBENBRUNFTPLÄTZE …

… sind nach Ansicht der Experten mindestens so spannend und wichtig! Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass der dort aktive Schaufler in unsere Abschusswünsche passt, ist natürlich kleiner, aber gelegentlich finden wir hier sehr reife Schaufler. Die jagdliche Herausforderung besteht vor allem darin, diese Nebenbrunftplätze auch zu finden. Hier gibt es meist keine langatmigen Rufduelle vorweg, hier läuft alles etwas diskreter ab. Wir werden durch kleinere Brunftkuhlen an den Bestandesrändern eine Ahnung bekommen, wo der Schaufler seinen Brunftplatz haben könnte. Der Hirsch besucht diese Nebenkuhlen zur Markierung nur sporadisch, häufig auch tagsüber, wenn auf seinem Brunftplatz nichts los ist. Haben wir seine eigentliche Hauptbrunftkuhle gefunden, so haben wir beste Chancen, den Hirsch zu einem späteren Zeitpunkt beobachten zu können. Vor allem wenn er dort von Kahlwild aufgesucht wird, wird er melden, und wir können ihn vorsichtig angehen. Denken Sie bitte daran, wenn der Schaufler nicht meldet, liegt er wahrscheinlich in der Brunftkuhle und beobachtet die Umgebung aufmerksam in Erwartung herannahender Artgenossen. Da sieht er häufig uns, bevor wir ihn sehen. Idealerweise merken (oder markieren) wir uns eine Stelle, von wo aus wir die Brunftkuhle einblicken können, so dass wir den Hirsch auch im Sitzen entdecken können. In einem niedersächsischen Waldrevier ohne nennenswerte Laubholzbestände habe ich schon erlebt, dass wegen einer starken Eichelmast das Kahlwild nicht im sonst üblichen Brunftrevier stand, sondern einige Kilometer entfernt in den Eichenbeständen und, so vermute ich, Brunftplätze nutzte, die dort näher lagen. Wir hatten trotzdem Hirsche auf unseren kleinen Brunftplätzen, sie waren also dem Kahlwild nicht gefolgt. Einmal war der Frust bei den Hirschen wegen dem Kahlwildmangel so groß, dass ich Zeuge wurde, wie ein Schaufler ein Hirschkalb zu Tode forkelte. In Holstein hingegen habe ich in Mastjahren auch Schaufler beobachtet, zumindest mittelalte Hirsche, welche mit dem Kahlwild unter Mastbäume gezogen waren, weitab des Brunftplatzes.

Duell auf Lichterhöhe: zu Beginn der Brunft geht dieses nicht ums Kahlwild, sondern um die Poleposition.


Angeschlagener Schaufler: hat die Nase voll – im wahrsten Sinne des Worts – und verlässt den Brunftplatz.


In Brunftkuhle stehender Schaufler: kommt ihm hier ein Rivale zu nahe, wird er sie vehement verteidigen.


WANN UND WO

Wann unsere Chancen auf eine Begegnung mit einem passenden Schaufler oder Beihirsch am höchsten sind, hängt also sehr vom jeweiligen Revier ab. Während es in Kernrevieren schon sehr früh spannend sein kann, weil die meisten Hirsche versuchen, sich am Hauptbrunftplatz eine gute Stelle zu sichern, wächst mit Verlauf der Brunft, also vor allem in den Oktobertagen mit einer 20 drin, die Wahrscheinlichkeit einer Begegnung in den Nebenrevieren stetig. Zum einen suchen die Schaufler, welche am Hauptbrunftplatz abgeblitzt sind, eine Alternative, zum anderen ziehen nach und nach auch die Schaufler vom Hauptbrunftplatz weg, die entweder zu erschöpft oder sogar verletzt sind. Und es hängt vom Alter der Hirsche ab! Spießer, Knieper und auch noch angehende Schaufler wechseln die ganze Zeit über als Zaungäste zwischen den einzelnen Brunftplätzen. Wer hier die relevanten Wechsel kennt, wird Erfolg haben. Dann, am Ende der Brunft, beobachten wir jedes Jahr auf unserem Hauptbrunftplatz ein recht schlagartiges Zusammenfallen der Brunft um den Monatswechsel herum. Dann ziehen innerhalb weniger Tage bis zum 5. November ein Großteil der Hirsche weg. Dies ist sicher die Zeit, in der die angrenzenden Reviere mehr Hirsche sehen können. Bei Anblick wird man jetzt aber entschlussfreudig sein müssen, denn diese Begegnungen werden in den meisten Fällen einmalig sein.

DAMWILD: BRUNFTVERHALTEN

Brunftrudel: im Unterschied zum Hirsch äst das Kahlwild während der Brunft. Selbst brunftige Tiere verlassen hierzu die Arena – häufig in männlicher Begleitung.


Dieser Jüngling setzt auf die Äsungsphase


Abgebrunfteter Schaufler: in dieser Phase schwierig anzusprechen, da er immer irgendwie alt aussieht.


Glücklicher Erleger eines Brunftschauflers: weil er zur rechten Zeit am rechten Fleck – oft zwischen Brunftplätzen – saß.


ZUM GLÜCK KEIN SCHEMA F

Kommen wir zurück zur Ausgangsfrage, ob beim Damwild der Hirsch zum Kahlwild oder das Kahlwild zum Hirsch zieht. Glauben wir den Wildbiologen, so zieht das Kahlwild auf jeden Fall zum Beschlag zum Schaufler. Aber für uns Jäger gibt es zum Glück genügend Fälle, wo Schaufler aus den verschiedensten Gründen ziehen – häufig auch mit dem Kahlwild. Wie immer ist die Realität deutlich komplexer, als eine einfache Regel uns weismachen will. Darum ist die Jagd ja so spannend, und wir haben jeden Tag einen guten Grund, rauszugehen. Und dann steht er plötzlich da, der alte, abnorme Zurückgesetzte …


„DAS KAHLWILD ZIEHT AUF JEDEN FALL ZUM BESCHLAG ZUM SCHAUFLER.“


FOTO: SVEN-ERIK ARNDT

FOTO: JÜRGEN SCHIERSMANN

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FOTO: ARCHIV JÄGER

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