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DARAUF KANNST DU BAUEN


The Red Bulletin-Deutschland Ausgabe - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 12.03.2019

Urban Dance trifft Hochkultur: In ihrer neuen Show „Flying Pictures“ erwecken die FLYING STEPS Gemälde zum Leben. Hier liefern drei Star-Tänzer einen Vorgeschmack auf ihre Performance – und veranschaulichen, wie Tanzen dich stark macht.


Artikelbild für den Artikel "DARAUF KANNST DU BAUEN" aus der Ausgabe 4/2019 von The Red Bulletin-Deutschland Ausgabe. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: The Red Bulletin-Deutschland Ausgabe, Ausgabe 4/2019

Stillleben: Afina im Spagat, Osman kopfüber und obenauf Benny im Freeze


DER FREIGEIST

Eigentlich folgt Osman schon immer seiner Sehnsucht: Geboren am Bodensee, eifert der Deutsche mit eritreisch-sudanesischen Wurzeln früh seinem Bruder im Breakdance nach. Dann zieht es ihn nach Berlin, wo er sich auf den Tanzstil Popping spezialisiert (Stichwort: Roboter-Moves), die ...

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... Streetdance-Meisterschaft gewinnt und sich den Flying Steps anschließt.


Fliegende Illusion: Osman scheint Afina und Benny durch die Luft zu schieben.


„TANZEN BEDEUTET FÜR MICH FREI SEIN MIT MIR SELBST.“


Wenn die Musik läuft, geht Osmans Körper ganz im Sound auf. Verrenkungen, wie sie hier zu sehen sind, sind typisch für seinen Dance-Stil Popping.


„JE HÖHER ICH SPRINGE, DESTO MEHR ENERGIE SAMMELT SICH IN MEINEM KÖRPER.“


Was Benny am Tanzen besonders liebt? Das Fliegen!


DER MACHER

Benny ist eine der einflussreichsten Figuren im Breakdance. Er hat viele innovative Moves entwickelt (u.a. „Continue Air Flare“), die heute weltweit zum Repertoire der Szene zählen. Im PlayStation-Spiel „B-Boy“ wurde er mit einem Charakter verewigt. Er ist einer der Köpfe der Flying Steps und Choreograph von Shows wie „Red Bull Flying Illusion“. Dazu castet er die Tänzer und produziert Musik.


Kopfarbeit: Hier greifen drei Tanzstile direkt ineinander.


DIE KÄMPFERIN

Ob mit fünfzehn als einziges Mädchen einer Breakdance-Gang in ihrer Heimat Kasachstan oder heute zusammen mit den Flying Steps in Berlin: Afina Feodossiadi lebt fürs Tanzen. Mit siebzehn zog sie nach Schwaben und absolvierte eine Ausbildung zur Tanzpädagogin, bevor sie 2015 bei der TV-Show „Got to Dance“ entdeckt wurde.


„WER TANZT, BRAUCHT NICHT ZU REDEN.“


Afina will mit ihrem Körper Geschichten erzählen, ihr Tanzstil ist extrem ausdrucksstark.


„ DIE KRAFT DES TANZENS IST UNGLAUBLICH“


Flying-Steps-Gründer VARTAN BASSIL erzählt, warum Breakdance ihn fürs Leben rüstete und wie er Stars aus der Kunstszene für seine Shows gewinnt.

Kreativer Kopf: Vartan entwickelt Tanz-Shows.


THE RED BULLETIN: Wenn man sich diese irren Moves eurer Tänzer ansieht, fragt man sich: Ist das noch Tanz oder schon Leistungssport?

VARTAN BASSIL: Beides! Wenn du zu den Besten der Welt gehören willst, musst du unglaublich fit sein. Wir können uns aber auch so präzise zur Musik bewegen wie Balletttänzer. Nur machen wir die Pirouetten eben nicht mit unseren Füßen, sondern auf dem Arm oder gleich auf dem Kopf, wie beim Headspin.

Was genau fasziniert dich persönlich am Tanzen?

Schau, ich bin ja in den 80er-Jahren als Kind mit meiner Familie aus dem Libanon nach Berlin geflohen. Ich habe mich willkommen gefühlt, aber die Sprachbarriere war riesig. Da können es alle gut mir dir meinen – wenn du dich nicht verständigen kannst, stehst du abseits. Deswegen waren für mich von Anfang an die körperlichen und emotionalen Ausdrucksformen so wichtig. Die Musik, der Sport, die Kunst …

… und als Fusion von allen dreien das Tanzen.

Genau! Die Kraft des Tanzens ist unglaublich. Ich erinnere mich an einen Auftritt der City Rockers, bei dem ich das erste Mal eine Windmill live erlebt habe, dieses rotierende Wirbeln über die Schulter. Ich dachte: Das ist wie im Film, das muss ein Special Effect sein! Da war klar: Ich will Breakdancer werden.

Die meisten bleiben im Wollen kleben. Was braucht es zum Handeln?

Beständigkeit. Von diesem ersten Funken an haben meine Jungs und ich täglich trainiert. Gab es mal keinen Raum, sind wir eben auf die Straße. Daraus sind dann irgendwann die Flying Steps geworden.


„BREAKDANCE ALS KUNST ERNST GENOMMEN HAT ANFANGS NUR MEINE SCHWIEGERMUTTER.“


Hattest du einen Mentor?

An mein Können haben alle geglaubt, aber Breakdance als Kunstform ernst genommen hat anfangs nur meine Schwiegermutter. Eine Weile durfteich mit Frau und Tochter bei ihr wohnen, was mir Luft verschafft hat. Sie nahm mich mit in klassische Konzerte und brachte mir die Hochkultur nahe. Es hat mich lange geärgert, dass dieses Milieu uns nur als Sportler und nicht als Künstler sah.

Dann hast du für die Erfolgs-Show „Red Bull Flying Bach“ Breakdance mit klassischer Musik verknüpft. Für eure neue Show „Flying Pictures“ (siehe Kasten) arbeitest du mit dem legendären brasilianischen Künstlerduo Os Gêmeos und dem Berliner Kurator Udo Kittelmann zusammen. Wie konntest du diese Instanzen aus der Kunstwelt gewinnen?

Tanzen verbindet eben, wie jede Kunst. Wenn ich für eine Choreographie, eine Idee brenne, steckt das an. Ob nun im Anzug mit Lackschuh oder in Sneakers – Menschen spüren sofort, wenn die Liebe zur Sache stimmt.Mehr Infos unter: flyingsteps.com

HEADSPIN IM MUSEUM

Ein B-Boy-Gigant wirbt für die neue Show der Flying Steps


Die Show „Flying Pictures“ macht einem Klassiker Beine.

Eine Bühne mitten in einem Museum, eine spektakuläre Kulisse des brasilianischen Künstler-Duos Os Gêmeos und mittendrin die Tänzer der Flying Steps: Für seine neue Show „Flying Pictures“ verwandelt Vartan das Werk „Bilder einer Ausstellung“ von Komponist Modest Mussorgski in ein Spektakel, für das Kurator Udo Kittelmann die Tore des renommierten Museums Hamburger Bahnhof in Berlin öffnet.Start: 3. April, Infos und Tickets: flyingsteps.com

STYLING: MASCHA SCHUBERT/FLYING STEPS

KOONE