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Dardai hat bewiesen, dass er uns aus solchen Situationen herausführen kann


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Sport Bild - epaper ⋅ Ausgabe 39/2021 vom 29.09.2021

NIKLAS STARK

BUNDESLIGA

Artikelbild für den Artikel "Dardai hat bewiesen, dass er uns aus solchen Situationen herausführen kann" aus der Ausgabe 39/2021 von Sport Bild. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Sport Bild, Ausgabe 39/2021

SPORT BILD: Herr Stark, Sie sind seit 2015 bei Hertha BSC. Welche Zeit war für Sie die beste?

NIKLAS STARK (26): Als ich zu Hertha gekommen bin, hatten wir mit Pal Dardai als Trainer ein paar gute und vor allem ruhige Jahre. Wir haben ordentlichen Fußball gespielt, sind Siebter und Sechster geworden, haben hier und da auch Spiele gegen die Großen gewonnen und konnten uns in Ruhe entwickeln. Das war geil! Da wollen wir jetzt wieder hinkommen.

Die Mannschaft war damals nicht mit großen Stars besetzt, später wurde teuer eingekauft, aber der Erfolg fehlte. Was braucht Hertha nach den turbulenten Jahren am meisten?

Wir hatten in der entscheidenden Phase der vergangenen ...

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... Saison ein Meeting im Verein, in dem wir darüber gesprochen haben, wie das Schiff vor dem Untergang zu retten ist. Da habe ich gesagt: Wir brauchen die Gewissheit, dass wir die Ruhe bekommen, um uns zu fokussieren und zu entwickeln. Man darf sich nicht durch jedes Ereignis sofort aus der Bahn bringen lassen.

Hat sich Dardai über die Jahre verändert?

Pal ist Pal. Er ist ein Typ, immer authentisch, die Mannschaft vertraut ihm. Und er hält vieles von uns ab. Durch seine Art nimmt er Kritik oder Unruhe auf sich, sodass wir als Mannschaft weiterarbeiten können. Das schätze ich sehr an ihm.

„Wir brauchen die Gewissheit, dass wir die Ruhe bekommen, um uns zu entwickeln“

Jetzt bekommt aber auch Dardai Gegenwind. Ihr Teamkollege Davie Selke sagt, der Trainer trage am 0:6 in Leipzig keine Schuld. Ist er aus Ihrer Sicht der richtige Trainer?

Pal hat schon häufig genug bewiesen, dass er uns aus solchen Situationen herausführen kann.

Wie konnte es denn zum 0:6 kommen?

Gegen die Qualität einer Mannschaft wie Bayern oder Leipzig musst du einen sehr guten Tag haben, und gleichzeitig sollte der Gegner nicht an seine Leistungsgrenze kommen. Leider war das Gegenteil der Fall.

Zuvor hatten Sie mit Hertha in dieser Saison die ersten drei Spiele verloren, dann zweimal gewonnen. Ist das nun ein guter oder ein schlechter Start?

Ein durchwachsener. Wir haben gegen drei Champions-League-Teams und Köln, das super gestartet ist, verloren. Danach hatten wir eine Druck-Situation, mussten gewinnen, sonst wären wir erst einmal die nächsten Wochen hintendran gewesen. Aber wir haben das gemeistert. Das spricht für die Mannschaft, wenngleich man gegen zwei Aufsteiger auch bestenfalls gewinnen sollte. Nach der klaren Niederlage in Leipzig steht ein Heimspiel an, das wir bestenfalls gewinnen sollten, um auf Linie zu bleiben.

Im Vergleich zur alten Saison hat Hertha elf neue Spieler, 13 sind weg. Wie sehen Sie den erneuten Umbruch?

Es braucht ein bisschen Zeit. Auch wenn wir uns immer wünschen, dass alles sofort funktioniert. Nach den drei Niederlagen zu Beginn haben wir gespürt: Es müssen Punkte kommen. Aber man merkt: Die Zugänge sind gute Jungs, die etwas erreichen wollen, dafür auch defensiv Wege machen.

Hertha hat sich von Cunha und Lukébakio getrennt, die anscheinend wohl nicht für Teamgeist standen. Verzichtet die Mannschaft gern auf individuelle Klasse zugunsten von mehr Mentalität?

Wir haben in jedem Fall aktuell einen guten Zusammenhalt. Ich habe in der Jugend einige Titel gewonnen (U19- und U21- Europameister; d. Red.), da ging alles über das Team. Egoismen hatten da keinen Platz.

Wie sehr haben diese in der vergangenen Saison die Mannschaft gestört?

Wir haben das noch einmal aufgearbeitet und klargemacht, dass das so nicht funktioniert und auch nicht wieder vorkommen darf. Es ist wie in jedem anderen Job: Wenn sich jeder Einzelne im Sinne des Teams auf das konzentriert, was seine Aufgabe ist, ist es einfacher, Ziele zu erreichen. Dann schaffen wir das gemeinsam. Die Leistungsschwankungen zeigen, dass es aber auch etwas Zeit braucht.

Sie haben zwei Länderspiele bestritten. Rechnen Sie sich unter Bundestrainer Hansi Flick Chancen aus, in die Nationalmannschaft zurück- zukeh- ren?

Die Nationalmannschaft ist immer im Hinterkopf und bleibt ein großer Traum für mich. Mit der EM hat es im Sommer nicht geklappt. Aber ich hatte davor ein gutes Gespräch mit Jogi Löw. Es war schade, aber ich konnte nachvollziehen, warum er so entschieden hat. Zu Hansi Flick gab es noch keinen Kontakt, aber sein Co- Trainer Marcus Sorg war schon bei uns, hat sich Eindrücke beim Spiel und im Training verschafft.