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Darstellende künstlen


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Computer Bild - epaper ⋅ Ausgabe 20/2022 vom 23.09.2022

Smartphone-Displays

WELCHES HANDY HAT DAS BESTE DISPLAY? 211 SMARTPHONES IM TEST MIT INSGESAMT 591 783 528 PIXELN XIAOMI 12 PRO „Richtig schlechte Handy-Displays gibt es heute nicht mehr.“ Michael Huch Stellv. Ressortleiter Telekommunikation & Internet Der Bildschirm ist die auffälligste Schnittstelle zwischen Mensch und Smartphone. Das Zusammenspiel von Millionen Pixeln erzeugt Bilder, Texte, Videos und Spiele. Das muss im Dunkeln und bei Sonnenschein funktionieren. Ein gutes Display allein macht zwar längst noch kein gutes Handy, aber ein schlechtes ruiniert jedes Gerät. Darum gehört die Vermessung des Bildschirms zum festen Programm jedes Smartphone-Tests. Die Experten der Redaktion ermitteln nicht nur Maße, Kratzfestigkeit und den Flächenanteil des Bildschirms an der Vorderseite, sondern auch die für die Darstellungsqualität maßgeblichen Faktoren wie Helligkeit, Kontrastverhältnis, ...

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... Farbtreue, Farbraum und Auflösung. Aus über 200 getesteten Smartphones und Zigtausenden Messwerten hat COMPUTER BILD die zehn besten Displays herausgefiltert. Das Ergebnis ist eine unerwartet illustre Runde aus guten Bekannten von vorgestern und aktuellen Modellen.Egal wie groß Die Größe des Displays hat keinen direkten Einfluss auf die Testnote. Die eine mag es kompakt, der andere möglichst groß. Die durchschnittliche Displaydiagonale der getesteten Smartphones liegt übrigens bei stattlichen 6,4 Zoll (x 2,54 cm/Zoll = 16,3 cm).LCD oder lieber OLED? Bei der Technik konkurrieren LCDs (Liquid Crystal Displays) und die modernen OLEDs (Organic Light Emitting Diodes), teils auch AMOLED (Active Matrix OLED). LCDs haben eine flächige Hintergrundbeleuchtung – Helligkeitsunterschiede und Farben entstehen, indem das Licht durch die Ausrichtung ihrer Flüssigkeitskristalle entsprechend verändert wird. Sie sind pauschal günstiger als die selbstleuchtenden AMO-LEDs beziehungsweise OLEDs, die besonders blickwinkelstabil sind und sich als dünne, flexible Folie fertigen lassen. Erst dadurch sind Falthandys wie das Galaxy Z Flip oder das große Galaxy Z Fold überhaupt möglich. OLED = Kontrast satt Das Kontrastverhältnis beschreibt den maximal darstellbaren Helligkeitsunterschied zwischen Schwarz und Weiß. Das war in Zeiten von LCDs ein großes Thema, ein Indikator dafür, wie knackig das Bild ist. Ist das Schwarz schwarz oder nur dunkelgrau? LCDs erreichen Kontrastverhältnisse zwischen 1000 bis 3000:1. OLEDs haben diesen Wettbewerb im Grunde zerstört. Weil OLED einzelne Pixel komplett ausschalten kann und keine Hintergrundbeleuchtung durchscheint, ist Schwarz bei OLED richtig Schwarz. Der Kontrast zu hellen Flächen überspringt das Verhältnis von 10 000 oder gar 100 000:1. OLEDs haben hier also eine glatte Eins im Zwischenzeugnis sicher. Das gilt für alle Topgeräte – bei Samsung seit dem ersten Galaxy S von 2010, bei Apple erst seit dem iPhone X (2017) und bei Basismodellen erst seit dem iPhone 12 (2020).Blackout und Always-on-Display Ein weiterer Vorteil von OLEDs ist der geringe Energieverbrauch bei dunklen und schwarzen Bildinhalten. Darum sparen bei einer betont dunkel gehaltenen Oberfläche, oft „Dark Mode“ genannt, etwa mit weißer Schrift auf schwarzem Grund, auch nur OLEDs. Bei LCDs ist der Dark Mode ein optisches Gimmick. Für die kleine dauerhafte Anzeige der Uhrzeit, einer Nachricht oder eines kleinen Bildchens auf dem Sperrbildschirm müssen nur wenige Pixel mit Energie ver- Fotos: iStock; Hersteller, Montage: COMPUTER BILD PER ALWAYS-ON-DISPLAYsorgt werden. Darum findet man Always-on-Displays etwa mit dauerhafter Uhrzeitanzeige praktisch nur bei OLEDs. Bei LCDs bedeutet hingegen schon ein einziges nicht schwarzes Pixel: „Hintergrundbeleuchtung an“. Maximale Helligkeit In der dunklen Jahreszeit und in Räumen spielt die Helligkeit eine untergeordnete Rolle. Unter solchen Umständen bieten nahezu alle Handys ein gut ablesbares Bild. Ganz anders im Sommer. Ein Display, das nicht hell genug regeln kann und obendrein noch viel Licht reflektiert, ist in der Sonne kaum abzulesen. Darum ermittelt COMPUTER BILD die maximale Helligkeit. Die Leuchtdichte wird in Candela pro Quadratmeter (cd/m²) angegeben. Die Hersteller sprechen eher von Nits, das ist aber das Gleiche. Der im Test ermittelte Durchschnittswert liegt bei 785 cd/m². Ab 900 lässt sich von einer guten Strahlkraft sprechen. Doch wenn die Sonne richtig knallt, wird es sogar für die hellsten Handys eng. Den Bestwert bei HDR-Wiedergabe brannte eigentlich das Samsung Galaxy S22 Ultra mit 1672 in das Messgerät. Die beiden neuen iPhones 14 Pro und 14 Pro Max (siehe Seite 12) kamen leider zu spät für diesen Vergleich, aber mit über 2000 cd/m² sind sie der neue Helligkeits-Benchmark. Doch auch das Galaxy S22 Plus (1568), der Testsieger Xiaomi 12 Pro, Vivo X80 Pro, Sony Xperia 1 IV und das kleine Galaxy S22 sammelten hier Bestnoten. Ganz knapp dahinter liegen das iPhone 13 Pro (1214) und das iPhone 13 Pro Max (1190). Es folgen die neuen Galaxys vor dem iPhone 13 mini (1192) und iPhone 13 (1185). Zum Vergleich: Am Ende der Helligkeitsrangliste macht jeder Sonnenstrahl einem Galaxy A03s mit mageren 380 cd/m² das Leben schwer. Farbraum und Farbtreue „Hast du ein Foto von der Jacke?“ „Ja, hier, aber die sieht in echt ganz anders aus, oder?“ Im Alltag begegnen uns Farbabweichungen häufiger, als man glaubt.Vielleicht steht der Fernseher oder das Handy im Bonbon-Modus („lebhaft“), oder der Weißabgleich der Kamera liegt daneben. Eine realistische Farbreproduktion auf Bildschirmen ist gar nicht so einfach und hängt auch von den Einstellungen ab. Dabei muss das Smartphone überhaupt in der Lage sein, die Farbe darzustellen. Und da gibt es nicht nur die übliche Palette, sondern auch Exoten wie etwa Neonfarben. Darum überprüft COMPUTER BILD im Labor neben Standardfarben auch den erweiterten Farbraum DCI-P3. Im Durchschnitt zeigten alle getesteten Displays zwar 98,8 Prozent der Standardfarben (viele schafften sogar 100 Prozent), aber nur 91,8 Prozent des erweiterten Farbraums. Zudem kommt es darauf an, wie natürlich die Farben dargestellt werden. Einigen gelingt das zu 99 Prozent, anderen nur zu 91 Pro- zent. Daher testet COMPUTER BILD die Farbtreue im Labor.„Hast du ein Foto von der Jacke?“ „Ja, hier, aber die sieht in echt ganz anders aus, oder?“ Im Alltag begegnen uns Farbabweichungen häufiger, als man glaubt.Vielleicht steht der Fernseher oder das Handy im Bonbon-Modus („lebhaft“), oder der Weißabgleich der Kamera liegt daneben. Eine realistische DIE 10 BESTEN HANDY-DISPLAYS 1 XIAOMI 12 PROPreis: 819 Euro 6,73 Zoll 3200 x 1440 89,4 % 1–120 Hz Das Xiaomi 12 Pro ist das Pendant zu einer Mischung aus Samsung Galaxy S22 Plus und S22 Ultra. Aber ohne Stylus und Wasserschutz. Die Gesamt-Testnote ist 1,6! 2 SAMSUNG GALAXY S20Preis: 490 Euro6,2 Zoll 3200 x 1440 89,8 % 60 (120) Hz Wer ein handliches Samsung-Smartphone mit guter Technik, edlem Gehäuse, starker Kamera und top Display sucht, liegt mit dem Galaxy S20 immer noch richtig. Testnote: 1,7. 3 SAMSUNG GALAXY S20 ULTRA Preis: 756 Euro 6,9 Zoll 3200 x 1440 90,7 % 60/120 Hz Die Kamera des Galaxy S20 Ultra beeindruckte im Test. Das riesige Display sorgt für Bestwerte. Das Power-Smartphone mit der Testnote 1,5 hat nur einen Nachteil: Es ist sehr groß. 4 XIAOMI MI 11 ULTRAPreis: 1199 Euro 6,81 Zoll 3200 x 1440 91,5 % 30/60/90/120 Hz Top Tempo, top Display und starke Kamera. Das mächtige Mi 11 Ultra ist bisher das einzige wasserdichte Xiaomi und hat darum die starke Testnote 1,4. Aber: Es ist praktisch ausverkauft. 5 XIAOMI MI 11Preis: 6 49 Euro 6,81 Zoll 3200 x 144090,8 % Wechselfr.: 30/60/90/120 HzDas Mi 11ist schnell. Bei der Ausdauer fällt ihm offenbar das fantastische, aber eben nicht besonders energiesparende Display in den Rücken. Nicht wasserdicht. Testnote: 1,8. 6 SAMSUNG GALAXY NOTE 10 PLUS 5GPreis: 648 Euro 6,8 Zoll 3040 x 1440 90,8 % 60 Hz Das Galaxy Note 10 Plus 5G ist auch heute noch extrem schick. Das starke OLED-Display nutzt die Frontfläche fast vollständig, und es ist ein S-Pen integriert. Testnote: 1,6. 7 VIVO X80 PROPreis: 1080 Euro 6,78 Zoll 3200 x 1440 89,4 % 1–120 Hz Verarbeitung, Display und unerschütterliche Videos begeistern. Auch Tempo und Kamera sind top. Dazu ist das X80 Pro auch noch wasserdicht. Der Lohn: Die super Testnote 1,3! 8 SAMSUNG GALAXY S10Preis: 369 Euro 6,73 Zoll 3040 x 1440 88,1 % 60 Hz Das Galaxy S10 bietet ein tolles Display in einem handlichen Format. Mit der eher schwachen Ausdauer, ohne 5G und auslaufenden Updates ist es trotz Testnote 1,7 kein Kauftipp mehr. 9 APPLE iPHONE 13 PROPreis: 1082 Euro 6,1 Zoll 2532 x 1170 85,1 % 10–120 Hz Das Display ist sehr hell, zeigt Bewegungen flüssig mit bis zu 120 Hertz an. Akkulaufzeit und Fotoqualität sind gut. Mit top Tempo und wasserdichtem Gehäuse ist die Testnote 1,3. 10 APPLE iPHONE 13 PRO MAXPreis: 1100 Euro 6,7 Zoll 2778 x 1284 86,4 % 10–120 Hz Das iPhone 13 Pro Max ist ein dicker Brocken – doch dafür kommt es auch mit einem starken Technikpaket. Der Akku hält enorm lange durch. Mit der Testnote 1,3 aktuell spitze.

„Richtig schlechte Handy-Displays gibt es heute nicht mehr.“

Michael Huch Stellv. Ressortleiter Telekommunikation & Internet

Der Bildschirm ist die auffälligste Schnittstelle zwischen Mensch und Smartphone. Das Zusammenspiel von Millionen Pixeln erzeugt Bilder, Texte, Videos und Spiele. Das muss im Dunkeln und bei Sonnenschein funktionieren. Ein gutes Display allein macht zwar längst noch kein gutes Handy, aber ein schlechtes ruiniert jedes Gerät. Darum gehört die Vermessung des Bildschirms zum festen Programm jedes Smartphone-Tests. Die Experten der Redaktion ermitteln nicht nur Maße, Kratzfestigkeit und den Flächenanteil des Bildschirms an der Vorderseite, sondern auch die für die Darstellungsqualität maßgeblichen Faktoren wie Helligkeit, Kontrastverhältnis, Farbtreue, Farbraum und Auflösung. Aus über 200 getesteten Smartphones und Zigtausenden Messwerten hat COMPUTER BILD die zehn besten Displays herausgefiltert. Das Ergebnis ist eine unerwartet illustre Runde aus guten Bekannten von vorgestern und aktuellen Modellen.

Egal wie groß

Die Größe des Displays hat keinen direkten Einfluss auf die Testnote. Die eine mag es kompakt, der andere möglichst groß. Die durchschnittliche Displaydiagonale der getesteten Smartphones liegt übrigens bei stattlichen 6,4 Zoll (x 2,54 cm/Zoll = 16,3 cm).

LCD oder lieber OLED?

Bei der Technik konkurrieren LCDs (Liquid Crystal Displays) und die modernen OLEDs (Organic Light Emitting Diodes), teils auch AMOLED (Active Matrix OLED). LCDs haben eine flächige Hintergrundbeleuchtung – Helligkeitsunterschiede und Farben entstehen, indem das Licht durch die Ausrichtung ihrer Flüssigkeitskristalle entsprechend verändert wird. Sie sind pauschal günstiger als die selbstleuchtenden AMO-LEDs beziehungsweise OLEDs, die besonders blickwinkelstabil sind und sich als dünne, flexible Folie fertigen lassen. Erst dadurch sind Falthandys wie das Galaxy Z Flip oder das große Galaxy Z Fold überhaupt möglich.

OLED = Kontrast satt

Das Kontrastverhältnis beschreibt den maximal darstellbaren Helligkeitsunterschied zwischen Schwarz und Weiß. Das war in Zeiten von LCDs ein großes Thema, ein Indikator dafür, wie knackig das Bild ist. Ist das Schwarz schwarz oder nur dunkelgrau? LCDs erreichen Kontrastverhältnisse zwischen 1000 bis 3000:1. OLEDs haben diesen Wettbewerb im Grunde zerstört. Weil OLED einzelne Pixel komplett ausschalten kann und keine Hintergrundbeleuchtung durchscheint, ist Schwarz bei OLED richtig Schwarz. Der Kontrast zu hellen Flächen überspringt das Verhältnis von 10 000 oder gar 100 000:1. OLEDs haben hier also eine glatte Eins im Zwischenzeugnis sicher. Das gilt für alle Topgeräte – bei Samsung seit dem ersten Galaxy S von 2010, bei Apple erst seit dem iPhone X (2017) und bei Basismodellen erst seit dem iPhone 12 (2020).

Blackout und Always-on-Display

Ein weiterer Vorteil von OLEDs ist der geringe Energieverbrauch bei dunklen und schwarzen Bildinhalten. Darum sparen bei einer betont dunkel gehaltenen Oberfläche, oft „Dark Mode“ genannt, etwa mit weißer Schrift auf schwarzem Grund, auch nur OLEDs. Bei LCDs ist der Dark Mode ein optisches Gimmick.

Für die kleine dauerhafte Anzeige der Uhrzeit, einer Nachricht oder eines kleinen Bildchens auf dem Sperrbildschirm müssen nur wenige Pixel mit Energie ver-

UP TO DATE PER ALWAYS-ON-DISPLAY

sorgt werden. Darum findet man Always-on-Displays etwa mit dauerhafter Uhrzeitanzeige praktisch nur bei OLEDs. Bei LCDs bedeutet hingegen schon ein einziges nicht schwarzes Pixel: „Hintergrundbeleuchtung an“.

Maximale Helligkeit

In der dunklen Jahreszeit und in Räumen spielt die Helligkeit eine untergeordnete Rolle. Unter solchen Umständen bieten nahezu alle Handys ein gut ablesbares Bild. Ganz anders im Sommer. Ein Display, das nicht hell genug regeln kann und obendrein noch viel Licht reflektiert, ist in der Sonne kaum abzulesen. Darum ermittelt COMPUTER BILD die maximale Helligkeit. Die Leuchtdichte wird in Candela pro Quadratmeter (cd/m²) angegeben. Die Hersteller sprechen eher von Nits, das ist aber das Gleiche. Der im Test ermittelte Durchschnittswert liegt bei 785 cd/m². Ab 900 lässt sich von einer guten Strahlkraft sprechen. Doch wenn die Sonne richtig knallt, wird es sogar für die hellsten Handys eng. Den Bestwert bei HDR-Wiedergabe brannte eigentlich das Samsung Galaxy S22 Ultra mit 1672 in das Messgerät. Die beiden neuen iPhones 14 Pro und 14 Pro Max (siehe Seite 12) kamen leider zu spät für diesen Vergleich, aber mit über 2000 cd/m² sind sie der neue Helligkeits-Benchmark. Doch auch das Galaxy S22 Plus (1568), der Testsieger Xiaomi 12 Pro, Vivo X80 Pro, Sony Xperia 1 IV und das kleine Galaxy S22 sammelten hier Bestnoten. Ganz knapp dahinter liegen das iPhone 13 Pro (1214) und das iPhone 13 Pro Max (1190). Es folgen die neuen Galaxys vor dem iPhone 13 mini (1192) und iPhone 13 (1185). Zum Vergleich: Am Ende der Helligkeitsrangliste macht jeder Sonnenstrahl einem Galaxy A03s mit mageren 380 cd/m² das Leben schwer.

Farbraum und Farbtreue

„Hast du ein Foto von der Jacke?“ „Ja, hier, aber die sieht in echt ganz anders aus, oder?“ Im Alltag begegnen uns Farbabweichungen häufiger, als man glaubt.Vielleicht steht der Fernseher oder das Handy im Bonbon-Modus („lebhaft“), oder der Weißabgleich der Kamera liegt daneben. Eine realistische Farbreproduktion auf Bildschirmen ist gar nicht so einfach und hängt auch von den Einstellungen ab. Dabei muss das Smartphone überhaupt in der Lage sein, die Farbe darzustellen. Und da gibt es nicht nur die übliche Palette, sondern auch Exoten wie etwa Neonfarben. Darum überprüft COMPUTER BILD im Labor neben Standardfarben auch den erweiterten Farbraum DCI-P3. Im Durchschnitt zeigten alle getesteten Displays zwar 98,8 Prozent der Standardfarben (viele schafften sogar 100 Prozent), aber nur 91,8 Prozent des erweiterten Farbraums. Zudem kommt es darauf an, wie natürlich die Farben dargestellt werden. Einigen gelingt das zu 99 Prozent, anderen nur zu 91 Pro- zent. Daher testet COMPUTER BILD die Farbtreue im Labor.„Hast du ein Foto von der Jacke?“ „Ja, hier, aber die sieht in echt ganz anders aus, oder?“ Im Alltag begegnen uns Farbabweichungen häufiger, als man glaubt.Vielleicht steht der Fernseher oder das Handy im Bonbon-Modus („lebhaft“), oder der Weißabgleich der Kamera liegt daneben. Eine realistische

6,3 MIO. PIXEL IM SONY XPERIA 1 IV

Scharf und schneller

Die Displays werden nicht mehr schärfer. Nach Bestwerten von 300, 400, 500, 600 scheint die ppi-Rallye (pixel per inch = Bildpunkte pro Zoll) vorbei. Einige Hersteller rudern bereits zurück. So sind Samsung Galaxy S10 (551 ppi) und S20 (564 ppi) auf dem Papier deutlich schärfer als ein Galaxy S22 (426 ppi; Display-Rang 30). Schlimm? Nein, den Unterschied zwischen 400 und 500 ppi sieht der Nutzer im Alltag nicht, den Unterschied von 200 zu 300 ppi dagegen sehr wohl.Alles über 300 ppi darf man als hinreichend scharf bezeichnen. Der Durchschnittswert aus den Tests liegt bei 412 ppi. Mangelnde Schärfe ist also kein Thema mehr. Die schärfsten Handys liefert Sony mit den Xperia-Top-Modellen. Doch abgesehen vom Xperia 1 IV (Platz 35) liegen die Sonys beim Display nicht besonders weit vorn, weil sie eher dunkel sind.

Ein weiterer Faktor, den nicht jeder wahrnimmt, ist der Trend zu schnelleren Bildschirmen. Jahrelang war die Bildschirmwechselfrequenz von 60 Hertz (Hz) Standard. Mittlerweile sind es 120 oder gar 144 Hz. Dadurch wird die Darstellung ruhiger, beim Scrollen ruckelt es nicht. Doch viele Hertz kosten auch Strom. Gute Displays können daher ihre Wiederholrate bis auf wenige Hertz herunterregeln, um bei statischen Bildern Strom zu sparen. [mhu]

FAZIT

Die allermeisten Smartphones bieten heute ein gutes oder sogar sehr gutes Display. Das Auswertung der Testdatenbank ist wie ein 100-Meter-Sprint mit Zielfoto: Für eine leistungsgerechte Reihenfolge mussten wir tief in die Nachkommastellen abtauchen. Rund 90 von über 200 Handys haben einen mit „sehr gut“ bewerteten Bildschirm. Die besten 10 sind in puncto Pixel glatte Einserkandidaten. Mit einem allenfalls mess-, aber nicht sichtbaren Abstand gewinnt das Xiaomi 12 Pro.

DIE 10 BESTEN HANDY-DISPLAYS

Nach Auswertung der Display-Testergebnisse bis auf die dritte Nachkommastelle ergibt sich folgende Reihenfolge für Smartphones:

1 XIAOMI 12 PRO

Preis: 819 Euro

Diagonale: 6,73 Zoll

Auflösung: 3200 x 1440

Anteil Frontfläche: 89,4 %

Wechselfrequenz: 1–120 Hz

Das Xiaomi 12 Pro ist das Pendant zu einer Mischung aus Samsung Galaxy S22 Plus und S22 Ultra. Aber ohne Stylus und Wasserschutz. Die Gesamt-Testnote ist 1,6!

2 SAMSUNG GALAXY S20

Preis: 490 Euro

Diagonale: 6,2 Zoll

Auflösung: 3200 x 1440

Anteil Frontfläche: 89,8 %

Wechselfrequenz: 60 (120) Hz

Wer ein handliches Samsung-Smartphone mit guter Technik, edlem Gehäuse, starker Kamera und top Display sucht, liegt mit dem Galaxy S20 immer noch richtig. Testnote: 1,7.

3 SAMSUNG GALAXY S20 ULTRA

Preis: 756 Euro

Diagonale: 6,9 Zoll

Auflösung: 3200 x 1440

Anteil Frontfläche: 90,7 %

Wechselfrequenz: 60/120 Hz

Die Kamera des Galaxy S20 Ultra beeindruckte im Test. Das riesige Display sorgt für Bestwerte. Das Power-Smartphone mit der Testnote 1,5 hat nur einen Nachteil: Es ist sehr groß.

4 XIAOMI MI 11 ULTRA

Preis: 1199 Euro

Diagonale: 6,81 Zoll

Auflösung: 3200 x 1440

Anteil Frontfläche: 91,5 %

Wechselfr.: 30/60/90/120 Hz

Top Tempo, top Display und starke Kamera. Das mächtige Mi 11 Ultra ist bisher das einzige wasserdichte Xiaomi und hat darum die starke Testnote 1,4. Aber: Es ist praktisch ausverkauft.

5 XIAOMI MI 11

Preis: 6 49 Euro

Diagonale: 6,81 Zoll

Auflösung: 3200 x 1440

Anteil Frontfläche: 90,8 % Wechselfr.: 30/60/90/120 Hz

Das Mi 11ist schnell. Bei der Ausdauer fällt ihm offenbar das fantastische, aber eben nicht besonders energiesparende Display in den Rücken. Nicht wasserdicht. Testnote: 1,8.

6 SAMSUNG GALAXY NOTE 10 PLUS 5G

Preis: 648 Euro

Diagonale: 6,8 Zoll

Auflösung: 3040 x 1440

Anteil Frontfläche: 90,8 %

Wechselfrequenz: 60 Hz

Das Galaxy Note 10 Plus 5G ist auch heute noch extrem schick. Das starke OLED-Display nutzt die Frontfläche fast vollständig, und es ist ein S-Pen integriert. Testnote: 1,6.

7 VIVO X80 PRO

Preis: 1080 Euro

Diagonale: 6,78 Zoll

Auflösung: 3200 x 1440

Anteil Frontfläche: 89,4 %

Wechselfrequenz: 1–120 Hz

Verarbeitung, Display und unerschütterliche Videos begeistern. Auch Tempo und Kamera sind top. Dazu ist das X80 Pro auch noch wasserdicht. Der Lohn: Die super Testnote 1,3!

8 SAMSUNG GALAXY S10

Preis: 369 Euro

Diagonale: 6,73 Zoll

Auflösung: 3040 x 1440

Anteil Frontfläche: 88,1 %

Wechselfrequenz: 60 Hz

Das Galaxy S10 bietet ein tolles Display in einem handlichen Format. Mit der eher schwachen Ausdauer, ohne 5G und auslaufenden Updates ist es trotz Testnote 1,7 kein Kauftipp mehr.

9 APPLE iPHONE 13 PRO

Preis: 1082 Euro

Diagonale: 6,1 Zoll

Auflösung: 2532 x 1170

Anteil Frontfläche: 85,1 %

Wechselfrequenz: 10–120 Hz

Das Display ist sehr hell, zeigt Bewegungen flüssig mit bis zu 120 Hertz an. Akkulaufzeit und Fotoqualität sind gut. Mit top Tempo und wasserdichtem Gehäuse ist die Testnote 1,3.

10 APPLE iPHONE 13 PRO MAX

Preis: 1100 Euro

Diagonale: 6,7 Zoll

Auflösung: 2778 x 1284

Anteil Frontfläche: 86,4 %

Wechselfrequenz: 10–120 Hz

Das iPhone 13 Pro Max ist ein dicker Brocken – doch dafür kommt es auch mit einem starken Technikpaket. Der Akku hält enorm lange durch. Mit der Testnote 1,3 aktuell spitze.