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Das 7-Punkte-Programm gegen Diabetes


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Frau im Spiegel - epaper ⋅ Ausgabe 8/2022 vom 16.02.2022

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Bildquelle: Frau im Spiegel, Ausgabe 8/2022

TURBULENTE SCHWANGER- SCHAFT Die Zeit mit Baby im Bauch war für Schauspielerin Salma Hayek nicht leicht

Salma Hayek, 55 Hatte Schwangerschaftsdiabetes

„Ich wünschte, ich hätte zu Beginn meiner Schwangerschaft nicht so viele süße Früchte gegessen“

Während der Schwangerschaft mit ihrer Tochter Valentina war der Schauspielerin ständig übel. Aber nicht nur das. Als dann noch Schwangerschaftsdiabetes bei ihr diagnostiziert wurde, war das für die „Frida“-Darstellerin schon ein Schock. Zum Glück normalisiert sich die Insulinproduktion nach der Schwangerschaft normalerweise wieder. So war es auch bei Salma Hayek. Allerdings bleibt auch bei ihr ein erhöhtes Risiko, später Diabetes Typ 2 zu entwickeln.

8,5 Zahl der Woche

Millionen Menschen leben derzeit in Deutschland mit Diabetes. Bei 95 Prozent ist es Typ-2-Diabetes.

Die Zahlen alarmieren: Immer mehr Deutsche bekommen Diabetes – pro Tag sind es rund 1000 Männer und Frauen, so die Deutsche Diabetes Gesellschaft. Abgeschlagenheit, Müdigkeit, ...

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... trockene Haut, Sehprobleme oder mehr Durst sindZeichen dafür, dass die Stoffwechselstörung schon in vollem Gang ist. Die Zellen reagieren dann nicht mehr richtig auf das Hormon Insulin. Insulin sorgt bei Gesunden dafür, dass die Zellen Zucker aus dem Blut als Energie für den Körper aufnehmen. Die Folge: Der Blutzuckerspiegel ist dauerhaft erhöht. Forscher haben jetzt herausgefunden, dass vor allem kleine Lifestyle-Sünden Diabetes Typ 2 fördern. Wer sie kennt, kann gegensteuern.

1 Vor 8.30 Uhr frühstücken

Sie essen morgens keinen Bissen? Nicht gut. Laut einer Auswertung des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) haben Frühstücksmuffel ein bis zu 33 Prozent höheres Typ-2-Diabetes-Risiko. Und es steigt mit jedem geschwänzten Essen: Bei Verzicht an vier oder fünf Wochentagen war das Risiko am größten. Weshalb? Noch unklar. Tipp: „Grundsätzlich ist ein regelmäßiges und ausgewogenes Frühstück allen Menschen mit und ohne Diabetes zu empfehlen“, so Studienleiterin Dr. Sabrina Schlesinger. Und: Unbedingt vor 8.30 Uhr essen. Frühe Frühstücker haben niedrigere Blutzuckerwerte, ihre Zellen sprechen besser auf Insulin an, ergab eine aktuelle Studie der Northwestern University in Chicago.

2 Für guten Schlaf sorgen

Eine neue Studie des Stockholmer Karolinska-Instituts zeigt: Nächte mit weniger als sieben bis acht Stunden oder gestörtem Schlaf erhöhen die Diabetes-Gefahr um 17 Prozent. Der Grund laut US-Forschern: Der Stoffwechsel gerät durcheinander, der Körper setzt mehr Fett an, erhöhte Blutzuckermengen werden durch weniger Insulinbildung in der Bauchspeicheldrüse schlechter abgebaut. Tipp: 30 Minuten täglich Draußensein taktet den Schlaf-wach-Rhythmus. Smartphone und Tablet abends weglegen – das Blaulicht verhindert die Melatonin-Produktion. Ein warmes Fußbad z. B. mit beruhigendem Lavendel schaltet den Körper in den Schlummermodus.

Harry Wijnvoord, 72 Mit der Kraft der Liebe

„Ich habe mich als Risikopatient mit meiner Lebensgefährtin in freiwillige Quarantäne begeben“

Der Moderator hat Diabetes Typ 2. Die Quarantäne sei eine Herausforderung gewesen, weil das Paar gerade erst zusammengezogen war. „Aber Liebe übersteht alles“, so Wijnvoord.

3 Zähne 3-mal täglich putzen

Geschwollenes, gerötetes oder blutendes Zahnfleisch ist ein Fall für den Zahnarzt. Denn durch schlechte Mundhygiene ver- ursachte Parodontitis trägt, so die Wissen- schaftler der Universität Ostfinnland, zur Diabetes-Entstehung bei – die Dauerentzündung verringert die Wirkung von Insulin. Tipp: Dreimal täglich Zähne putzen kann verhindern, dass die Zuckerkrankheit neu auftritt, so das Ergebnis einer aktuellen südkoreanischen Studie.

ZUCKER IM GRÜNEN BEREICH

Naturheilkunde ist auch bei der Diabetes-Behandlung gefragt. Die Früchte des indischen Jambulbaums liefern Substanzen, die sich günstig auf den Blutzucker auswirken (z. B. Glycowohl, rezeptfrei, Apotheke). .

Natürliche Unterstützung Die Diabetes-Therapie ersetzt das nicht, doch sie kann in vielen Fällen unterstützt werden. Der Jambulbaum hilft Patienten mit Prä-Diabetes, aber auch Diabetikern, die bereits Insulin nehmen und ihre Therapie natürlich ergänzen wollen. In einer Studie konnte der HbA1c-Wert dauerhaft um 24 Prozent gesenkt werden. Noch ein Vorteil: Die Naturmedizin ist gut verträglich, Unterzuckerungen sind nicht zu befürchten. .

Vitalstoffe Diabetiker haben ein um 40 Prozent höheres Risiko für eine Erkrankung der unteren Atemwege, so eine Studie. Die Einnahme eines Präparats mit Vitamin C und aus Traubenkernextrakt gewonnenem OPC (z. B. Glycowohl Extra, rezeptfrei, aus der Apotheke) aktiviert die Abwehrkräfte.

4 Genug Vitamin D tanken

Vitamin D ist ein Wunderstoff: Das vor allem durch UV-B- Strahlen der Sonne in der Haut erzeugte Hormon schützt vor Erkältungen, Herz- Kreislauf-Problemen, Osteoporose – und Diabetes. Besonders Männer haben nach Untersuchungen finnischer Forscher bei einem Mangel eine 72 Prozent höhere Erkrankungs-Wahrscheinlichkeit. Tipp: Um die Speicher zu füllen, alle zwei Tage mit Gesicht, freien Armen und Beinen für 5–15 Minuten in die Mittagssonne. Oder: 200 Gramm Sardinen in Olivenöl pro Woche essen! Auch das hilft, so die neue Sensations-Erkenntnis der Universität Oberta de Catalunya in Barcelona. Die mit Vitamin D, Kalzium und Omega-3-Fettsäuren vollgepackten Fische verhindern, dass sich aus erhöhten Blutzuckerwerten Diabetes entwickelt.

5 Hochintervall-Training machen

Nicht nur sichtbares Übergewicht fördert Diabetes, sondern auch sich um die Organe sammelndes Bauchfett. „Nur ein zusätzliches Kilo an diesem viszeralen Fett kann das Risiko für Typ-2-Diabetes bei Frauen um das Siebenfache erhöhen, während die gleiche Menge an Fett das Risiko bei Männern nur um das Zweifache erhöht“, erklärt Dr. Åsa Johansson, Professorin an der Universität Uppsala das Ergebnis ihrer Studie.

Tipp: Sport wie etwa zwei Stunden pro Woche Radfahren, Schwimmen oder Walken verhindert oder mindert die inneren Fettpölsterchen. Am effektivsten ist hochintensives Intervalltraining (HIIT). Dreimal pro Woche rund 20 Minuten für drei Monate bauen laut der University of New South Wales das Fett um 17 Prozent ab.

6 Weniger Salz essen

Bei einer Studie des Stockholmer Institutes of Environmental Medicine kam vor einiger Zeit heraus, dass bei einer zu großen Natriumaufnahme, etwa durch Kochsalz, das Diabetes-Risiko um 43 Prozent steigt. Der Grund: Salz wirkt als Geschmacksverstärker appetitanregend, fördert so Extrakilos und damit Diabetes. Tipp: Maximal 6 Gramm Kochsalz täglich essen (das ist ein gestrichener Teelöffel). Vorsicht: verstecktes Salz in Fertigprodukten, Fast Food, Wurst, Brot mit einrechnen.

7 Stress mit Atmen oder Yoga reduzieren

Nervige Kollegen, ständig zu viel zu tun, zu wenig Entscheidungsfreiheiten: Stress am Arbeitsplatz pusht die Diabetes-Gefahr laut Epidemiologen des Helmholtz-Zentrums München um satte 45 Prozent! Private Probleme wie Konflikte oder ein schwer erkranktes Familienmitglied sind ebenso für den Blutzucker gefährlich, erkannten jetzt chinesische Forscher bei einer Analyse der Daten von 500 000 Einwohnern. Die Dauer- Anspannung fördert die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol. In der Folge setzt die Leber mehr Glukose frei, gleichzeitig wirkt Insulin nicht mehr gut – der Blutzucker steigt. Tipp: Meditation, Yoga oder autogenes Training senken den Cortisolspiegel. Bei akuten Stress-Situationen beruhigt die 4-7-11-Technik: 4 Sekunden tief in den Bauch einatmen, 7 Sekunden lang ausatmen, das Ganze 11 Minuten. Dadurch kommt der Körper zur Ruhe, der Blutdruck sinkt, das Herz schlägt langsamer und die Muskeln entspannen. 

Halle Berry, 55 Schwört auf Keto-Diät

„Als Diabetikerin war Ernährung immer ein wichtiger Punkt in meinem Leben“

Bereits mit 22 Jahren wurde bei der Oscar-Preisträgerin Typ-2-Diabetes festgestellt. Sie bekam ihre Beschwerden mit der Keto-Diät in den Griff. Das bedeutet kaum Kohlenhydrate, dafür viel Fett und Eiweiß.

Theresa May, 65 Mit eiserner Disziplin

„Diabetes hindert dich nicht daran, zu tun, was du tun möchtest“

Als die ehemalige britische Premierministerin plötzlich viel Gewicht verlor, ging sie zum Arzt. Der stellte Typ-1-Diabetes fest, mit 56 Jahren ungewöhnlich spät. Seitdem managt May ihre Erkrankung mit eiserner Disziplin und den richtigen Medikamenten, wie sie sagt. Fünfmal am Tag muss sie sich Insulin zuführen.

INTELLIGENTES INSULIN

Künftig könnte sich das Leben von Typ- 1-Diabetikern entscheidend erleichtern. Flexibler Stoff Dänische Forscher haben Insulin so verändert, dass es selbstständig auf den Zucker, den es im Blut vorfindet, reagiert. Dafür hängte das Team rund um Prof. Knud Jensen dem Insulin ein spezielles Molekül an. Findet es viel Zucker vor, regt es eine höhere Ausschüttung des Insulins an - oder umgekehrt. Somit müsste es nicht ständig nachgespritzt werden.

Selbst überprüfen Bisher müssen Diabetiker mehrmals täglich den Glukosegehalt in einem Blutstropfen messen, selbst die jeweils nötige Insulinmenge berechnen und injizieren. Das intelligente Insulin soll demnächst in Studien an Patienten getestet werden.