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Das 7-Punkte-Programm gegen Diabetes


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Neue Welt - epaper ⋅ Ausgabe 14/2022 vom 30.03.2022

GESUNDHEIT

Von Frühstück bis Zähne putzen

Vor 8.30 Uhr frühstücken

Artikelbild für den Artikel "Das 7-Punkte-Programm gegen Diabetes" aus der Ausgabe 14/2022 von Neue Welt. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Neue Welt, Ausgabe 14/2022

Sie essen morgens keinen Bissen? Nicht gut. Laut einer Auswertung des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) haben Frühstücksmuffel ein bis zu 33 Prozent höheres Typ-2-Diabetes-Risiko. Und es steigt mit jedem geschwänzten Essen weiter. Bei Verzicht an vier oder fünf Wochentagen war es am größten – Ursache noch unklar. TIPP: „Grundsätzlich ist ein regelmäßiges und ausgewogenes Frühstück allen Menschen mit und ohne Diabetes zu empfehlen“, so Studienleiterin Dr. Sabrina Schlesinger. Essen Sie unbedingt vor 8.30 Uhr. Frühe Frühstücker haben niedrigere Blutzuckerwerte, ihre Zellen sprechen besser auf Insulin an, ergab eine aktuelle Studie der Northwestern University in Chicago.

Lange genug tief ...

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... schlafen

Mindestens sieben Stunden Nächte mit weniger oder gestörtem Schlaf schrauben die Diabetes-Gefahr um 17 Prozent nach oben, zeigt eine neue Studie des Stockholmer Karolinska-Instituts. Der Grund: Der Stoffwechsel gerät durcheinander, der Körper setzt mehr Fett an, erhöhte Blutzuckermengen werden durch weniger Insulinbildung in der Bauchspeicheldrüse schlechter abgebaut. TIPP: 30 Minuten täglich draußen sein taktet den Schlaf-wach-Rhythmus. Smartphone und Tablet abends weglegen – ihr Blaulicht verhindert die Melatonin-Produktion. Ein warmes Fußbad z. B. mit beruhigendem Lavendel schaltet den Körper in den Schlummermodus.

Zähne putzen nicht vergessen

Zahnfleisch im Blick Rotes, geschwollenes oder blutendes Zahnfleisch ist ein Fall für den Zahnarzt. Denn durch schlechte Mundhygiene verursachte Parodontitis trägt, so Wissenschaftler der Universität Ostfinnland, zur Diabetes-Entstehung bei – die Dauerentzündung hemmt die Wirkung von Insulin. TIPP: Dreimal täglich Zähne putzen kann verhindern, dass die Zuckerkrankheit neu auftritt, stellte eine südkoreanische Studie gerade fest. Aber Achtung: Bei Übergewicht Mundspüllösungen nur einmal täglich einsetzen. Die antibakteriellen Inhaltsstoffe drosseln sonst die Stickstoffmonoxid-Produktion. Auch dadurch sprechen die Körperzellen weniger gut auf Insulin an.

Genug Vitamin D tanken

Vitamin D ist ein Wunderstoff: Das vor allem durch UVB-Strahlen der Sonne in der Haut erzeugte Hormon schützt vor Erkältungen, Herz-Kreislauf-Problemen, Osteoporose – und Diabetes. Besonders Männer haben nach Untersuchungen finnischer Forscher bei einem Mangel eine 72 Prozent höhere Erkrankungs-Wahrscheinlichkeit. TIPP: Um die Speicher zu füllen, alle zwei Tage mit Gesicht, unbekleideten Armen und – wenn es geht – auch Beinen für 5–15 Minuten in die Mittagssonne. Oder: 200 Gramm Sardinen in Olivenöl pro Woche essen! Auch das hilft, so ein neue Erkenntnis der Universität Oberta de Catalunya in Barcelona. Die mit Vitamin D, Kalzium und Omega-3-Fettsäuren vollgepackten Fische verhindern, dass aus schon dauerhaft erhöhten Blutzuckerwerten richtiger Diabetes wird.

Natürliche Helfer

Bauchfett meiden Auch das unsichtbare, innere Fett, das sich um die Organe sammelt, stellt ein Risiko dar. „Nur ein zusätzliches Kilo an diesem viszeralen Fett erhöht das Risiko für Typ-2-Diabetes bei Frauen um das Siebenfache, bei Männern um das Doppelte“, erklärt Dr. Åsa Johansson, Professorin an der Universität Uppsala das Ergebnis ihrer Studie dazu. Mindestens zweimal pro Woche Sport treiben und auf ausgewogene Ernährung achten. TIPP: Ergänzend lässt sich eine Urtinktur aus den Früchten des Jambulbaums (z. B. Glycowohl, rezeptfrei, Apotheke) einsetzen. Ihre Wirkstoffe helfen, erhöhte Zuckerwerte zu senken. Denn Jambul unterstützt die Bauchspeicheldrüse, die das blutzuckersenkende Hormon Insulin ausschüttet.

Weniger Salz essen

Oft ist es gut versteckt Einer Studie des Stockholmer Institute of Environmental Medicine kam heraus, dass bei zu viel Natrium, z. B. durch Kochsalz, das Diabetes-Risiko um 43 Prozent steigt. Grund: Salz wirkt als Geschmacksverstärker appetitanregend, fördert so Extrakilos und damit Diabetes. TIPP: Maximal 6 Gramm Kochsalz (ein Teelöffel) täglich essen. Verstecktes Salz in Fertigprodukten, Wurst, Brot etc. mit einrechnen.

Stress? Nein, danke

Nervige Kollegen, ständig zu viel zu tun? Stress am Arbeitsplatz pusht die Diabetes-Gefahr laut Epidemiologen des Helmholtz-Zentrums München um satte 45 Prozent! Private Probleme wie Konflikte oder ein schwer erkranktes Familienmitglied sind aber ebenso für den Blutzucker gefährlich, erkannten chinesische Forscher bei einer Analyse der Daten von 500 000 Personen. Dauer-Anspannung fördert die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol: Die Leber setzt mehr Glukose frei, gleichzeitig wirkt Insulin nicht mehr gut – der Blutzuckerspiegel steigt. TIPP: Meditation oder autogenes Training senken den Cortisolspiegel.

In akuten Stress-Situationen beruhigt die 4-7-11-Technik: 4 Sekunden tief in den Bauch einatmen, 7 Sekunden lang ausatmen und das 11 Minuten lang. Der Körper kommt zur Ruhe, der Blutdruck sinkt, das Herz schlägt langsamer, die Muskeln entspannen.